Wissen und Bildung

﷽ 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad () Sein Diener, Sein Gesandter ist.

Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.

Liebe Geschwister im Islam,

das Thema unserer heutigen Predigt ist das Wissen und die Bildung im Islam.

Als wahre Gläubige ist es unsere Pflicht uns weiterzubilden. Nur auf der Basis von Wissen sind wir in der Lage in diesem Leben rechtschaffene Werke zu verrichten.

Im edlen Qur’an weißt uns Allah (subhanahu wa ta’ala) mit diversen Versen daraufhin, dass das Wissen und die Wissenden bei Ihm einen besonderen Stellenwert haben und spricht dazu in Surat Ţāhā (in ungefährer Übersetzung):

Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zunehmen.

… Und sag: Mein Herr, lasse mich an Wissen zunehmen. (vgl. 20:114)

Und im folgenden Vers in Surat Az-Zumar stellt Allah (subhanahu wa ta’ala) dazu folgende rhetorische Frage:

39:9 Auszug1

39:9 Auszug2

… Sag: Sind etwa diejenigen, die wissen, und diejenigen, die nicht wissen, gleich? Doch bedenken nur diejenigen, die Verstand besitzen. (vgl. 39:9)

Auch wird die hohe Stellung des Wissenden in folgendem Vers aus Surat Al-Mujādila deutlich:

58:11 Auszug

… so erhöht auch Allah diejenigen von euch, die glauben, und diejenigen, denen das Wissen gegeben worden ist, um Rangstufen. Und Allah ist dessen, was ihr tut, Kundig. (vgl. 58:11)

Unser geliebter Prophet Muhammad (ﷺ) sagt in einem Hadith dazu sinngemäß, dass Allah denjenigen zu mehr Wissen leitet, für den Er Gutes will.

Bemerkenswert ist auch folgender Hadith über das Wissen. So sagte Muhammad (ﷺ) sinngemäß, dass es zwei Dinge gibt, über die man im positiven Sinne neidisch sein kann. Zum Einen halal erworbenes Reichtum, welches für rechtschaffene Werke ausgegeben wird und zum Anderen Wissen mit dem gerecht zwischen den Menschen geurteilt wird.

Auch verglich Muhammad (ﷺ) die Reaktion der Gläubigen auf seine gesegnete Botschaft mit einem Regen, welcher auf die Erde fällt. Manche Böden nehmen diesen Regen auf und Bäume, Früchte und Gräser gedeihen darauf. Die Gläubigen profitieren vom Wissen im Islam, und setzen dieses Wissen in ihrem Verhalten um, wodurch wiederum auch andere profitieren. Eine andere Sorte von Boden nimmt ebenfalls das Regenwasser auf, speichert es jedoch längerfristig und bietet den Menschen später das Wasser in Form eines Brunnens oder einer Quelle. Damit sind diejenigen gemeint, die das erlernte Wissen weitertragen und Dawah betreiben. Aber es gibt auch eine dritte Sorte von Böden, auf der nichts gedeiht und auch kein Wasser nutzbar versickert. Dies sind die üblen Menschen, die weder selbst aus den Wissen nutzen ziehen noch das Wissen weitertragen.

Wir sehen, dass das Wissen eine zentrale Rolle in unserer Beziehung zu Allah (subhanahu wa ta’ala) spielt und wir danach suchen müssen. Nur mit dem richtigen Wissen können wir die Botschaft des Glaubens in ihrer wahren Größe und Bedeutung vermitteln.

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) uns dabei helfen dieser Verantwortung gerecht zu werden und voller Wissen, Güte und Barmherzigkeit zu handeln.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.