Hinweise zur schrittweisen Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe gute Werke gelingen.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) sein Diener und Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die seinem Pfad und dem Weg des Propheten (ﷺ) folgen bis zum Jüngsten Tag. Amin!

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir über die Wiedereröffnung der Moschee unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Corona sprechen. 

Als die Moschee geschlossen wurde, um die Infektionsgefahr einzudämmen, handelten die Verantwortlichen im Sinne des Islams und folgten den Empfehlungen und Vorgaben der lokalen Behörden, um die Gläubigen und die Mitmenschen zu schützen.

Nachdem wir nun seit einigen Monaten unsere Gebete zuhause verrichten mussten und es inzwischen entsprechende Erlasse durch die Behörden gibt, die uns den Betrieb erlauben, wollen wir die Moschee ab dem 8. Juni allmählich wieder für die Gläubigen öffnen.

Nachfolgend wollen jedoch erst einige Fragen beantworten, die sich sicherlich der eine oder andere stellt.

  • Warum wurde überhaupt die Moschee geschlossen, obwohl niemand von uns infiziert wurde? Die Antwort begründet sich im Schutz unserer Mitbürger. Durch die Schließung der Moschee konnten wir einen Teil dazu beitragen und Schaden von der Gesellschaft abwenden, zu der wir als Muslime ebenfalls gehören.
  • Auch stellt sich die Frage, ob uns durch nicht verrichteten Gemeinschaftsgebete Lohn entgangen ist. Dazu sei gesagt, dass die Gebete ja aus triftigen Gründen nicht gemeinsam verrichtet wurden und Versammlungen verboten waren. Daher zählt bezüglich der Belohnung bei Allah bereits die Absicht, als ob wir die Gebete gemeinsam verrichtet hätten.
  • Weiterhin stellt sich die Frage, wie das Gemeinschaftsgebet unter Vorgabe der Abstandsreglungen zu werten ist. Im Islam ist das gemeinsame Gebet eine Pflicht, sofern kein Hindernis vorliegt. In der aktuellen Situation liegen jedoch besondere Umstände vor, wegen denen wir einige Regeln beachten müssen:
    • Zunächst müssen wir die Hygiene-Richtlinien (wie zum Beispiel der Sicherheitsabstand, die Maskenpflicht, eigene Gebetsteppiche etc.) einhalten und für Sauberkeit sorgen.
    • Kinder und ältere Geschwister sollen weiterhin dem gemeinsamen Gebet fernbleiben. Auch Kranke sollen bitte zu Hause bleiben, um sich selbst und auch andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
    • Auch ist darauf zu achten die Gebetszeit und die Anzahl der Gebete genau einzuhalten und diese nicht zu verlängern. Auch bitten wir darum sich nicht die Hände zu geben oder sich umarmen, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

All diese Regeln widersprechen nicht dem Islam, sondern zielen darauf ab uns vor Schaden zu schütze und das Leben zu bewahren. Auch der Gesandte Allahs (ﷺ) hat einem Gläubigen die Hand gegeben, als ihm dieser die Hand geben wollte, während er krank war und bekannt war, dass sich seine Krankheit durch einen solchen Kontakt übertragen könnte. Stattdessen sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) aus der Ferne, dass er sein Versprechen angenommen haben.

  • Eine andere Frage, die in dieser Zeit häufiger aufgetreten ist, ist das Begräbnis von Muslimen zwischen Nicht-Muslimen und ob derjenige am Jüngsten Tag mit den Nicht-Muslimen stehen wird. Liebe Geschwister. Die ganze Erde ist das Eigentum von Allah dem Allmächtigen. Die Stellung des Verstorben am Jüngsten Tag bei Allah ist völlig unabhängig davon an welchem Ort der Gläubige bestattet wird.
  • Weiterhin erlauben die muslimischen Gelehrten die Bestattung der Muslime in bestimmten Bereichen innerhalb eines nicht-muslimischen Friedhofs, da für jeden Toten ein eigenes Grab vorgesehen ist.
  • Am Tag der Wiederauferstehung kommt es dabei einzig allein auf die guten Taten des Menschen an. Auch sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir als Muslime mit anderen Gläubigen gemeinsam auf dieser Welt leben und dementsprechend gegenseitigen Respekt an den Tag legen sollten.

Möge Allah der Allerhabene uns davor bewahrenden Islam durch unser Unwissen über den eigenen Glauben ins negative Licht zu rücken und möge Allah und alle davor beschützen gegenüber unseren Mitmenschen ungerecht zu sein. Amin.

Für alle Details zum Ablauf der schrittweisen Wiederöffnung unserer Moschee ab dem 8. Juni verweisen wir auf diese ausführliche Mitteilung.

Diese Predigst ist übrigens eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.