Das Verbot von Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit im Islam

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass der Islam keinen Platz für Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit lässt.

So ist unser Glaube eine Rechtleitung für alle Menschen, unabhängig ihrer Rasse, Herkunft oder Sprache. Daher ist jeglicher Hass, die Ausgrenzung Andersdenkender oder Feindseligkeiten gegenüber Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts nicht vereinbar mit dem Islam. Solche menschenverachtenden Haltungen sind zerstörerisch und schaden unserer Welt erheblich.

Der Islam verbietet jeglichen Rassismus und die schlechte Behandlungen anderer Mitmenschen mit Wort und Tat. So haben beispielsweise die Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) diesbezüglich den Anweisungen unseres Propheten strikt gefolgt und und ihre Bediensteten genauso eingekleidet und genauso gespeist wie sich sich selbst, so dass man die Sahaba nicht von ihren Bediensteten unterscheiden konnte.

Auch verbietet der Islam rassistische Äußerungen gegenüber anderen in jeglicher Form, da diese verletzend sind und sich in keinster Weise rechtfertigen lassen.

So ist im Islam die Menschenwürde unantastbar!

Im edlen Koran, Sure Al-Maida, Vers 32 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.”
Liebe Geschwister,
vor Allah dem Allerhabenen sind alle Menschen gleich, nur in ihrer Frömmigkeit und ihrer Taqwa unterscheiden sie sich.
Daher ist es verboten Menschen unrecht anzutun und sie respektlos zu behandeln, nur weil sie anders aussehen oder einen anderen Glauben haben als man selbst!
Im edlen Koran, Sure Al-Hujurat, Vers 13 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig”
Umso mehr macht es uns betroffen zu sehen, wie Menschen oft wegen Ihrer Hautfarbe getötet oder misshandelt werden und das selbst in vermeintlich modernen und Ländern und Gesellschaften.

Was können wir Rassismus nun entgegensetzen?

  • Zunächst müssen die entsprechenden Gesetze des sozialen Friedens konsequent eingehalten werden.
  • Auch sind wir in der Pflicht stets rassistisches Handeln zu unterbinden und anzuprangern.
  • Ferner können Religionsgemeinschaften und deren Gelehrte eine Schlüsselrolle bei der Verständigung der Völker und Kulturen einnehmen.
  • Weiterhin muss allen Schutzbedürftigen, die vor Unrecht und Terror fliehen, Schutz geboten werden.
  • Auch sollten wir das Zugehörigkeitsgefühl zu dem Land in den wir wir und unsere Familien leben vertiefen und unsere Rechte und Pflichten entsprechend wahrnehmen.
Möge Allah uns helfen jegliches rassistisches Denken aus all unseren Köpfen zu verbannen und die Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten zu beenden. Amin!