Unsere Moschee öffnet wieder!

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Glaubensgeschwister,

zunächst möchten wir uns bei euch allen für eure Geduld und euer Verständnis insbesondere während des Fastenmonats Ramadan bedanken. Wir hoffen, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen als Muslime inschallah einen Teil dazu beitragen konnten, die Corona-Ansteckungen möglichst gering zu halten, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Die Gefahr durch den Coronavirus ist noch lange nicht vorbei und wird uns wohl noch einige Zeit begleiten. Um es deutlich zu sagen: es gibt immer noch kein Medikament und keine Impfung gegen COVID-19, allerdings bedeutet dies nicht, dass die Welt stehen bleibt. Verantwortungsbewusst wollen wir daher die nächste Phase unserer Corona-Strategie angehen und schrittweise eine Öffnung anstreben.

Wir sind daher froh euch darüber informieren zu können, dass wir inschallah ab dem 8. Juni 2020 unsere Moschee teilweise für gemeinschaftliche Gebete öffnen.

Wohlgemerkt unter Einhaltung von strikten Schutzmaßnahmen bei deren Umsetzung wir auf eure Unterstützung und eure Kooperation angewiesen sind!

Konkret bedeutet dies, dass ab Montag (08.06.2020) zunächst testweise Maghreb und Ishaa zusammengelegt in der Othman Ibn Affan Moschee verrichtet werden können.

Dafür öffnen wir jeweils 15 Minuten vor der Gebetszeit von Maghreb. Maghreb ist laut unserem Gebetskalender am 08. Juni 2020 beispielsweise um 21:33 Uhr. Einlass ist also am Montag ab 21:18 Uhr. Pünktlich zur Zeit von Maghreb erfolgt dann der Athan. 7 Minuten später folgt wie gewohnt die Iqama und wir beginnen mit dem Gemeinschaftsgebet. Direkt im Anschluss beten wir das Ishaa-Gebet. Wer das nicht möchte, kann natürlich auch nach dem Maghreb-Gebet gehen und Ishaa zur gewohnten Zeit zu Hause verrichten. Zur planmäßigen Zeit von Ishaa wird die Moschee jedoch nicht erneut geöffnet. 

Aufgrund der zu erwarteten Besucherströme verzichten wir vorerst weiterhin auf die Freitagsgebete und beschränken uns zunächst auf das zusammengelegte Maghreb und Ishaa-Gebet. 

  • Da die Kapazität der Moschee begrenzt ist und stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen jedem eingehalten werden muss, können wir zunächst voraussichtlich nur 130 Leute gleichzeitig hinein lassen. Gegebenenfalls kann sich die Zahl im Laufe der Zeit noch verändern, wenn weitere Gebetsräume freigegeben werden. Wir bitten insbesondere vorab um Verständnis, falls tatsächlich jemand zu Stoßzeiten abgewiesen werden muss. Zur Einhaltung des Abstands innerhalb der Moschee sind weiterhin die einzelnen Gebetsplätze bereits auf dem Boden markiert. An diese Markierungen ist sich strikt zu halten.

  • Da im Falle einer Infektion nachvollziehbar sein muss, wer wann mit wem Kontakt hatte, müssen Anwesenheitslisten geführt werden. Unsere Ordner nehmen dafür die Namen und die Telefonnummern der Besucher in Listen auf. Wiederkehrende Besucher erhalten der Einfachheit halber beim ersten Besuch eine Karte mit einer festen Nummer und müssen dann nur noch ihre Nummer vorzeigen.

  • Beim Eingang wird es dafür zwei Bereiche geben. Einmal für diejenigen, die schon eine Karte haben und nur ihre Nummer vorzeigen müssen und dann ein Bereich für erstmalige Besucher, die noch eine Karte brauchen. Wir bitten darum sich entsprechend anzustellen. Wer sich nicht anmeldet oder sich nicht registrieren lässt, der darf auch nicht in die Moschee!  
  • Das Mindestalter für den Einlass ist 12 Jahre. Menschen ab 65 Jahren wird empfohlen ihre Gebete zu Hause zu verrichten. Personen mit Krankheitssymptomen (wie zum Beispiel Husten, Schnupfen, Fieber) ist es nicht gestattet zur Moschee zu kommen.
  • Während des ganzen Aufenthalts in der Moschee besteht eine Mundschutzpflicht! Masken sind dafür selbst zu besorgen. Ohne  korrekt angezogene Maske, darf niemand hinein.

  • Damit es bei den Schuhschränken kein Gedränge gibt, wurden die Fächer der Schuhschränke abgeklebt. Stattdessen soll jeder Besucher eine Tüte für seine Schuhe mitbringen und seine Schuhe zu seinem Gebetsplatz mitnehmen. 

  • Weiterhin muss aus hygienischen Gründe jeder Besucher seinen eigenen Gebetsteppich mitbringen. Ohne eigenen Gebetsteppich ist die Verrichtung der Gebete in der Moschee untersagt.
  • Auch weisen wir daraufhin, dass die Waschräume wegen des damit verbunden erhöhten Ansteckungsrisiko geschlossen sind. Die rituelle Waschung ist daher bereits zu Hause zu verrichten. An den Eingängen stellt die Moschee weiterhin Hand-Desinfektionsmittel bereit. Wir bitten daher darum, sich die Hände vor und nach dem Besuch der Moschee zu desinfizieren. Unnötiger Körperkontakt, Händeschütteln und Umarmungen etc. sind zu unterlassen. Sowohl in der Moschee, als auch vor der Moschee ist es untersagt in Gruppen nah beinander zu stehen oder nah beinander zu sitzen.

  • Die Fenster in der Moschee sollen während dem Betrieb gekippt bleiben und wir bitten daher darum, die Fenstergriffe nicht anzufassen!
  • Auch ist das sonstige Inventar wie zum Beispiel die Bücherregale und die Koranexemplare der Moschee aus hygienischen Gründen abgesperrt und soll ebenfalls nicht angefasst werden.
  • Nach jeden Gebet ist die Moschee unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zügig und geordnet zu verlassen, damit unsere Ordner mit dem Desinfizieren der sensiblen Bereiche und dem Lüften der Räumlichkeiten beginnen können. Wir bitten um Verständnis, dass außerhalb der Gebetszeit kein Aufenthalt in der Moschee gestattet ist!

Weitere Verhaltenshinweise erfolgen durch unseren Imam, durch Vorstandsmitglieder unserer Moschee, durch Ordner oder auch durch Aushänge vor Ort. Wir bitten um strikte Einhaltung der Anweisungen, damit der Betrieb der Moschee inschallah fortgesetzt werden kann.

Wir möchten euch allen weiterhin ans Herz legen, dass Verstöße gegen das Hygienekonzept letztlich auch zu einer Schließung unserer Moschee führen können. Wir bitten daher darum unnötige Diskussionen mit unserem ehrenamtlichen Personal zu unterlassen. Auch geht es uns bei dem Hygienekonzept darum uns Stück für Stück heranzutasten, uns bei der Einhaltung der Vorgaben nicht zu überfordern, die Abläufe kontrolliert zu erproben und dann schrittweise – sofern möglich und vertretbar – weitere Lockerungen umzusetzen. Wir danken daher für das Verständnis, dass nicht direkt alle Gebete angeboten werden können. Ebenso kann es aber auch sein, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen, wenn die Einhaltung nicht klappt oder sich die Corona-Fallzahlen negativ entwickeln.

Möge Allah unsere Bemühungen annehmen, den Kranken eine baldige Gesundheit schenken und alle Gebetshäuser vor jeglichem Übel bewahren. Amin!