Vergebung

Die Vorzüge des Monats Schaʿbān (شعبان)

 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad () Sein Diener, Sein Gesandter ist.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In der heutigen Khutba, der heutigen Freitagspredigt befassen wir uns mit den Vorzügen des Monats Schaʿbān (شعبان).

Wir nähern uns der Nacht der Mitte des Schaʿbān, welche in diesem besonderen islamischen Monat einen hohen Stellenwert hat. Unser Prophet Muhammad (ﷺ) sagte in einem Hadith (in der ungefähren Bedeutung):

In der Nacht der Mitte von Schaʿbān vergibt Allah (subahanahu wa ta’ala) allen Bewohnern der Erde, ausser den Ungläubigen und den Menschen, die in ihren Herzen Wut und Hass gegenüber anderen tragen.“

Um sicherzustellen, dass wir die Belohnung aus dieser besonderen Nacht ernten können, und zu denen zählen, denen Allah (subhanahu wa ta’ala) vergibt, ermahne ich mich selbst und euch folgende Prinzipien zu beachten und zu verinnerlichen:

Seid nachsichtig, verzeihend und vergebend gegenüber anderen Menschen!

Nur wenn wir diese Eigenschaften verinnerlichen, können wir unsere Herzen rein halten und zu denen zählen, denen Allah (subhanahu wa ta’ala) in dieser Nacht seine Vergebung und Gnade schenkt.

Was bedeutet es aber verzeihend zu sein?

Verzeihend zu sein, war schon immer eine Eigenschaft der Propheten und der wahren Gläubigen. So lernen wir darüber viel aus der Geschichte unseres Propheten Musa. Als sein Bruder Harun zu den Ungläubigen sprach und sie ihm und Musa nicht glaubten und sie sogar beleidigten, ließ Harun von ihnen ab. Da fragte Musa seinen Bruder warum er nicht konsequent blieb. Harun entschuldigte sich und erläuterte Musa den Grund für sein Verhalten. Musa wiederum akzeptierte die Entschuldigung und sprach ein Bittgebet für seinen Bruder.

Dies zeigt uns, dass wir eine uns entgegen gebrachte Entschuldigung nicht ablehnen dürfen und uns gemäß unseren Vorbildern verhalten sollen.

Selbst wenn sich jemand nicht entschuldigt, gilt es über den eigenen Schatten zu springen und nachsichtig, vergebend und großzügig zu sein, so sind doch schließlich zwei der Namen Allah’s der Vergebende, der Verzeihende: al-ʿAfuww (العفو) und al-Ġafūr (الغفور). Auch wird uns die Nachsichtigkeit mehrfach im edlen Qur’an auferlegt. Die Prophetengeschichte von Yusuf ist eine Paradebeispiel der Nachsicht. Selbst nach alle dem was seine Geschwister taten, nach all dem Leid, das er durch ihre Taten erfahren musste, vergab und verzieh Yusuf ihnen letztendlich. Sogar sein Vater Yakub, der schwer gelitten hatte und vor Trauer blind wurde, verzieh seinen Kindern und betete bei Allah um Vergebung für sie.

Auch war die Nachsichtigkeit eine Tugend unseres geliebten Propheten Muhammad (ﷺ). So hatte ihn doch Abu Sufian bevor er den Islam angenommen hat, jahrelang angefeindet und war einer der härtesten Widersacher des Propheten (ﷺ). Letztlich bewunderte Abu Sufian die Nachsicht und Geduld des Propheten (ﷺ) so sehr, dass dies zu seiner Annahme des Islam führte.

So sagt Allah (subhanahu wa ta’ala) im edlen Qur’an in der Sure Al-i-Imran (3:133-134) (in der ungefähren Bedeutung):

3_133

3_134

Und beeilt euch um Vergebung von eurem Herrn und (um) einen (Paradies)garten, dessen Breite (wie) die Himmel und die Erde ist. Er ist für die Gottesfürchtigen bereitet, die in Freude und Leid ausgeben und ihren Grimm zurückhalten und den Menschen verzeihen. Und Allah liebt die Gutes Tuenden”

 

Und an anderer Stelle (42:40) steht:

42_40

Die Vergeltung für eine böse Tat ist etwas gleich Böses. Wer aber verzeiht und Besserung bringt, dessen Lohn obliegt Allah. Er liebt ja nicht die Ungerechten.“

Allah (subhanahu wa ta’ala) hat uns befohlen nicht nur bei kleinen Sachen zu verzeihen, sondern auch bei großen und schwerwiegenden Anliegen. So fordert Er uns dazu auf, selbst denen zu verzeihen, die uns wegen unseres Glaubens angreifen.

Allah (subhanahu wa ta’ala) sagt dazu im edlen Qur’an in Surat al-Baqara (2:109) (in der ungefähren Bedeutung):

2_109

Viele von den Leuten der Schrift möchten euch, nachdem ihr den Glauben (angenommen) habt, wieder zu Ungläubigen machen, aus Missgunst von sich selbst aus, nachdem ihnen die Wahrheit klargeworden ist. Doch verzeiht und seid nachsichtig, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah hat zu allem die Macht.“

Und in Surat Al-Jāthiyah steht (45:14):

45_14

Sag zu denjenigen, die glauben, sie sollen denjenigen vergeben, die nicht Allahs Tage erhoffen, auf dass Er einem (jeden) Volk das vergelte, was sie erworben haben.

Allah (subhanahu wa ta’ala) sagt weiterhin im edlen Qur’an in der Sure an-Nur (24:22) (in der ungefähren Bedeutung):

24_22

Und es sollen diejenigen von euch, die Überfluß und Wohlstand besitzen, nicht schwören, sie würden den Verwandten, den Armen und denjenigen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr geben, sondern sie sollen verzeihen und nachsichtig sein. Liebt ihr es (selbst) nicht, dass Allah euch vergibt? Allah ist Allvergebend und Barmherzig.“

Wir müssen also auch verzeihen, wenn wir in unserer Ehre verletzt werden. Selbst im Falle des Blutvergießens, ruft uns Allah dazu auf verzeihend und gnädig zu sein. So spricht Er in Surat al-Baqara (2:178) (in der ungefähren Bedeutung):

2_178

O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch Wiedervergeltung für die Getöteten: der Freie für den Freien, der Sklave für den Sklaven und das Weib für das Weib. Doch wenn einem von seinem Bruder etwas erlassen wird, so soll die Verfolgung (der Ansprüche) in rechtlicher Weise und die Zahlungsleistung an ihn auf ordentliche Weise geschehen. Das ist eine Erleichterung von eurem Herrn und Erbarmung. Wer aber nach diesem eine Übertretung begeht, für den gibt es schmerzhafte Strafe”

Ein besonders Maß der Nachsichtigkeit ist geboten, wenn einem die eigene Familie und Verwandte Unrecht antun. So steht dazu im Qur’an in Surat At-Taghābun (64:14) (in der ungefähren Bedeutung):

64_14

O die ihr glaubt, unter euren Gattinnen und euren Kindern gibt es welche, die euch feind sind; so seht euch vor ihnen vor. Wenn ihr aber verzeiht, nachsichtig seid und vergebt – gewiss, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig”

Liebe Geschwister, verzeihend, nachsichtig und vergebend zu sein, sind keine Zeichen von Schwäche.

Im Gegenteil, diese Tugenden zeugen von Stolz, Stärke und Ehrenhaftigkeit. So wie es uns unser Prophet Muhammad (ﷺ) in einem Hadith verkündet hat, sind die besten Menschen verzeihend und nachsichtig. Diese Menschen beschreibt unser Prophet (ﷺ) wie folgt:

  • Sie sind ehrlich,
  • sagen immer nur die Wahrheit,
  • haben ein reines Herz, welches nur Liebe in sich trägt und keinen Hochmut, Wut oder Zorn kennt.

O Allah, Du bist gnädig und verzeihend und liebst die Nachsichtigen, vergib uns unsere Sünden und verzeihe unsere Verfehlungen, Ya Allah.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Freie Übersetzung der ‘Aid-Predigt

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Allbarmherzigen,

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Liebe Geschwister im Islam,

es ist eine Verantwortung die jeder Einzelne von uns trägt – und ganz besonders in den nicht-islamischen Ländern – den wahren Islam zu präsentieren und nach außen zu tragen.

Zuerst muss sich jeder von uns bewusst machen, dass der Islam ein Segen für die Erdenbewohner ist – ein Segen und eine Rechtleitung vom Schöpfer der Himmel und der Erde. Alle Propheten die entsandt wurden, wurden mit dem Islam entsandt. In Surat al Maida spricht Allah über unsere Religion:

Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.”

Der Islam ist die Religion aller entsandten Propheten – denn „Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.“. Im Quran berichtet uns Allah über die vorhergehenden Propheten:

Über Jesus (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Wir glauben an Allah, und bezeugen, daß wir Muslime sind – also: Allah ergeben sind.“

Und über Musa (Allahs Wohlgefallen auf ihn) heißt es: Und Musa sagte: “O mein Volk, wenn ihr wirklich an Allah glaubt, dann verlasst euch auf Ihn, wenn ihr Muslime seid“

Über Sulaiman (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Gewiß, es ist von Sulaiman, und es lautet: ,Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Seid mir gegenüber nicht überheblich und kommt als Muslime zu mir’.”

Nuh (Allahs Wohlgefallen auf ihn) spricht im Quran sein Volk an, da heißt es: „Doch wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und mir ist befohlen worden, einer der Muslime zu sein.”

Und über Abraham (Allahs Wohlgefallen auf ihn) lehrt der Quran folgendes Bittgebet:
Unser Herr, mache uns zu Muslimen und von unserer Nachkommenschaft eine muslimische  Gemeinschaft“

Und in Surat Ali Imran spricht Allah:

Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören. 

Die von Allah erwählte Religion für die Menschen ist der Islam! Diesen müssen wir Muslime in all seiner Herrlichkeit, Gnade und Barmherzigkeit präsentieren. Um dies zu können, müssen wir einige Punkte beachten:

1. Dass wir die wahre Lehre des Islams für uns verinnerlichen – und Allah so dienen wie Er es für uns vorgesehen hat. Denn Muslim sein heißt, Allah ergeben sein.

Dazu gehört auch, dass wir einsehen, dass der Mensch nicht frei ist – um zu tun und zu lassen was ihm beliebt – wir sind Allahs Geschöpfe, und Allah hat für uns im irdischen Leben Aufgaben bestimmt, nach denen wir beurteilt werden – Allah spricht im Quran über die Jinn und die Menschen: Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen. Ich will weder von ihnen irgendeine Versorgung, noch will Ich, daß sie Mir zu essen geben.

2. Auch gehört dazu, dass wir die Lehren des Islams unseren Kindern vermitteln, ihnen vorleben und versuchen den Islam in ihre Herzen zu pflanzen. Die Eltern werden von Allah danach gefragt werden, ob sie dieser Verantwortung nachgekommen sind. Denn der, der nicht Allahs Religion annimmt ist verloren – welche Eltern wollen, dass ihre Kinder vom Licht in die Finsternis abdriften und in der Ewigkeit verlieren??

3. Als Muslime wollen wir das Gute nicht nur für uns und für unsere Kinder und Angehörige – nein, der Muslim will das Gute für alle Geschöpfe dieser Welt – deswegen ist es auch unsere Aufgabe, den Islam vorbildlich vorzuleben – um andere Menschen durch gute Taten und einen guten Charakter zum Islam einzuladen – und nicht, um sie davor abzuschrecken.

4. Auch müssen die Moscheen zu ihren wahren Aufgaben zurückfinden. Die Mosche ist nicht nur ein Ort zum Beten – sie ist ein Ort um Allah zu gedenken, das Wissen zu mehren, die brüderliche Bande zwischen den Muslimen zu knüpfen und zu stärken. Eine EINHEIT zwischen den Muslimen herzustellen. Die Moscheen sind die Häuser Allahs – sie sind kein Eigentum von irgendwelchen Menschen – sie sind kein Ort für Überheblichkeit, Hochmut oder von Härte. Diejenigen die sich um die Belange dieser Moschee kümmern tun dies demütig Allahs Wohlgefallen erflehend.

Die Aufgabe der Moschee ist es, den Menschen zu formen und zu erziehen – nicht um Wände zu schmücken oder Teppiche zu zieren. Vor Allem die Jugend muss in dieser Moschee eine Anlaufstelle finden ihren Glauben zu erlernen – und zum islamischen Glauben gehört auch die Gemeinschaft, an der festgehalten werden muss. Und – liebe Geschwister – damit die Gemeinschaft nicht zerfällt bedarf es viel Geduld und hohe Charaktereigenschaften eines jeden ihrer Mitglieder. Das bedeutet, seinem Bruder zu vergeben und nicht nachtragend zu sein, nicht die Fehler der anderen zu suchen, nachsichtig und mild zu sein, großherzig und edelmütig in Wort und Tat zu sein damit ein brüderliches Miteinander entsteht.

Allah fordert im Quran zu diesem Zusammenhalt auf und spricht uns an:

Und haltet alle fest am Seil Allahs und geht nicht auseinander!”

Und wenn wir dies nicht befolgen, werden wir keine Stärke besitzen und wir werden eine Opferrolle in der Weltengemeinschaft einnehmen – genau so, wie es zurzeit die traurige Realität ist.

Unser Leben – liebe Geschwister im Islam – unser gesamtes Leben ist der Islam, sowohl unsere Zeit in der Moschee, als auch außerhalb der Moschee, die Zeit während Ramadan, als auch die übrigen Monate im Jahr sind wir Muslime – auch im Umgang mit unseren Mitmenschen müssen wir uns so verhalten, wie es der Islam uns lehrt.

Unser Prophet (S) lehrte uns folgenden Hadith:

Beneidet einander nicht und überbietet (einander beim Handel) nicht, hasst einander nicht, wendet euch nicht voneinander ab, unterbietet einander nicht (beim Kauf), sondern seid Diener Allahs, Brüder im Glauben. Der Muslim ist der Bruder des Muslims, er fügt ihm kein Unrecht zu und lässt ihn nicht im Stich, er belügt ihn nicht und verachtet ihn nicht. Die Gottesfurcht ist hier» – und er zeigt dreimal auf seine Brust. «Es genügt dem Menschen an Schlechten, dass er seinen Bruder verachtet. Jedes Muslim Blut, Hab, Gut und Ehre sind dem anderen Muslim heilig.”

Liebe Geschwister,

heute ist unser Fest des Fastenbrechens, wir beginnen diesen Tag in dem wir Allah verherrlichen, Seine Riten in bester Weise befolgen, in die Moschee kommen und in der Gemeinschaft das Fest-Gebet verrichten, anschließend unsere Geschwister in die Arme nehmen. Heute ist die Gelegenheit Zwietracht zu vergessen, und die Herzen zu reinigen, heute ist der Tag an dem wir unsere Eltern Ehren, unsere Verwandten besuchen, unsere Reihen vereinigen.

Liebe Geschwister im Islam – bittet Allah reumütig um Vergebung für die Sünden, die wir begangen haben.

Bittet Allah um Vergebung und kommt der Verantwortung eurer Kinder nach. 

Bittet Allah um Vergebung und begegnet euren Mitmenschen mit dem Charakter des Islams. 

Bitte Allah um Vergebung und reinigt eure Herzen vor Neid, Hochmut und Hartherzigkeit – und davor, dass wir schlecht über unsere Mitmenschen denken. 

Möge Allah unser Gehorsam, unser Fasten, Beten und Quranlesen annehmen und unsere Sünden tilgen und uns Eintritt in das Paradies schenken.

Amin.

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Die Herzensgüte

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten, dem Besitzer von Kraft und Stärke. Demjenigen, der die Unterdrückten zum Sieg führen und die Bittgebete der Bedürftigen erhören wird.

Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.

Und der Friedens- und Segensgruß über unseren geliebteen Prophet Muhamed(S), der aus Barmherzigkeit den Weltenbewohnern entsandt wurde

Liebe Geschwister im Islam,

in der letzten Khutba sprachen wir über den Großmut, über die NachsichtVergebung und dieVersöhnung. Wir sprachen darüber, dass ich meinem Bruder nur das Beste will, so wie ich es auch für mich will. Darum, dass ich vergebe – um Allahs-Willen – wenn mich jemand falsch behandelt. Und wir hörten auch, dass diese Charaktereigenschaften bei Allah einen sehr hohen Stellenwert haben.

In der heutigen Khutba reden wir über ein verwandtes Thema, über die „Herzensgüte“ – dass der Muslim ein reines und vergebendes Herz haben sollte, dass er in seinem Leben darauf bedacht ist, sein Herz rein zu halten – dass er es nicht zulässt, dass in seinem Herzen Hass, Neid oder Missgunst aufwächst. Dazu gehört auch, dass der Muslim nicht nachtragend sein sollte.

War es denn nicht so, dass der Neid und Hass der Grund dafür war, dass der Satan aus dem Paradies verbannt wurde? Und war es nicht so, dass Neid und Missgunst der Grund für das erste Verbrechen der Menschen auf Erden war?

Neid, Hass, Missgunst und Selbstsucht sind die Werkzeuge des Satans mit denen er die Menschen lenkt und sie zu Sünden treibt –  lässt der Mensch diese Gefühle in seinem Herzen einmal wachsen, so werden sie sein Herz verdunkeln!

Deswegen lehrt uns Allah, wie wir unsere Herzen reinhalten sollen, um uns vor Sünden und Fehltritten zu bewahren.  In Surat Al Hujurat heißt es:

Die Gläubigen sind doch Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern und fürchtet Allah, auf daß ihr Erbarmen finden möget.” 

Eine brüderliche Zuneigung kann nur mit einem reinen Herzen erfolgen – das bedeutet, dass du keine schlechten Gedanken über deinen Bruder hegst, dass du ihm seine Fehltritte vergibst und nicht nachtragend bist. Unser Prophet hegte in seinem Herzen keine schlechten Gedanken über seine Mitmenschen – und er mochte es nicht, wenn schlechte Eigenschaften von anderen Menschen in seiner Gegenwart erwähnt wurden – er sagte dann „Ich möchte nichts Schlechtes über meine Gefährten hören – denn ich möchte unter euch mit reinem Herzen sein“.

Und in einem Hadith lehrte der Prophet (S), dass der Friedensgruß gegenseitige Zuneigung wachsen lässt.

Liebe Geschwister im Islam, ein reines Herz bringt viel Gutes mit sich

Allah spricht im Quran über die Paradiesbewohner:

Und Wir nehmen weg, was in ihren Brüsten an Groll ist, als Brüder auf Liegen (ruhend), einander gegenüber.” 

Und der Prophet (S) sagte „zu den ersten Menschen die das Paradies betreten werden gehören diejenigen, die reinen Herzens waren und in diesen keinen Hass, Missgunst oder Neid hegten – es gibt keine Uneinigkeit zwischen ihnen“

Die Gefährten fragten einst den Propheten (s), welche die besten Menschen sind – er sagte „die mit aufrechter Zunge und mit reinem Herzen. Ihre Herzen sind rein und aufrichtig, kein Hass ist in ihm verschlossen, auch kein Neid, Missgunst oder Bosheit“.

  • In einem anderen Hadith sagte der Prophet „hütet euch vor den Krankheiten der Herzen – die bereits die Gemeinschaften vor euch überkamen – den Neid und den Hass – und der Hass zerstört den Glauben“.
  • Und der Prophet lehrte auch, dass in einem Herzen nicht gleichzeitig der Glaube und Neid sein kann. Das heißt, wenn Neid dein Herz erfüllt, dann lässt er in diesem keinen Platz mehr für deinen Glauben.

Und Allah lehrt im Quran, dass das heile Herz die Grundlage unserer Errettung am Tage der Auferstehung ist, in Sura Al-Schu3ara heißt es:

an dem Tag, da weder Besitz noch Söhne (jemandem) nützen, außer, wer zu Allah mit heilem Herzen kommt.”

  • Auch sind die heilen Herzen Grundlage dafür, dass unsere Sünden vergeben werden – in einem Hadith heißt es, dass an jedem Montag und Donnerstag die Taten der Menschen Allah vorgetragen werden – und Allah vergibt an diesen Tagen jeden Menschen, der Ihm nichts beigesellt – außer zwei Personen, die sich verstritten haben – und Allah zu den Engeln – ihnen wird nicht vergeben, bis sie sich wieder versöhnt haben!!

Liebe Geschwister im Islam, wenn wir bemüht sind, unsere Herzen zu reinigen, dann sollten wir:

  • Den Quran Lesen – denn dieser ist Heilung für die Herzen.
  • Und in einem Hadith lehrte der Prophet, dass wenn man in jedem Monat drei Tage fastet, es die Herzen entlastet.
  • Auch zeigt der Quran, dass die Spende die Herzen läutert.
  • Und das Bittgebet stellt einen Schlüssel dar, die Herzen zu reinigen.
  • Aber auch, dass du nicht schlecht über deinen Bruder denkst – und wenn du etwas von ihm gesehen hast, was dir nicht gefällt, so solltest du für ihn 70 Gründe suchen, warum er das wohl getan haben könnte.
  • Versuche stets vergebend und nicht nachtragend zu sein – und halte dich vor den Sünden fern – dann wirst du inschaAllah deinem Schöpfer mit heilem Herzen begegnen.
(Im Arabischen Original von Sheikh Abdelhak Elkouani)

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Die Milde, Vergebung und Nachsicht im Islam

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten, dem Besitzer von Kraft und Stärke. Demjenigen, der die Unterdrückten zum Sieg führen und die Bittgebete der Notdürftigen erhören wird.

Es gibt keinen Gott außer Ihm, dem Allerbarmer, dem Barmherzigen.

Und der Friedens- und Segensgruß über den, der aus Barmherzigkeit den Weltenbewohnern entsandt wurde, unser geliebter Prophet Muhamed(S)

Liebe Geschwister im Islam,

in der heutigen Chutba werden wir über bemerkenswerte und herausragende Charaktereigenschaften unseres Propheten reden – Charaktereigenschaften, die diesem mächtigen Glauben entspringen. Die Muslime die diese Eigenschaften übernommen haben, sind im Glauben gewachsen und haben diese Welt bereichert und die Einheit der Muslime gestärkt.

Als die islamische Welt allerdings diese Werte und Charaktereigenschaften vernachlässigt hat, hat sie von ihrem Zusammenhalt und ihrem Glanz verloren – Uneinigkeit überkam die Ummah und sie verkümmerte zu einer unbedeutenden Gemeinschaft dieser Tage – wie traurig dies ist, obwohl wir doch die Ummah des Qurans sind – über die Allah sagte, dass wir die beste Gemeinschaft sind – heute jedoch sind wir belanglos, haben kein Wort in der Weltgemeinschaft – und unser Blut ist das billigste dieser Erde.

Liebe Geschwister im Islam – wisst ihr, um welche Charaktereigenschaften es geht? Es handelt sich um Großmut –  die Nachsicht, die Vergebung und die Versöhnung. Darum, dass ich meinem Bruder nur das Beste will, so wie ich es auch für mich will. Darum, dass ich vergebe – um Allahs-Willen – wenn mich jemand falsch behandelt.

Liebe Geschwister, denkt nicht, dass diese Charaktereigenschaften nur Kleinigkeiten in unserem Glauben darstellen – nein fürwahr, Allah fordert uns dazu im Quran an vielen Stellen auf und unser Prophet (S) lebte uns dies tagtäglich vor.

Im Quran heißt es:

Nimm den Überschuß, gebiete das allgemein Gute und wende dich von den Toren ab!”

Und in Surat Al Baqarah heißt es:

Doch verzeiht und seid nachsichtig, bis Allah mit Seiner Anordnung kommt! Allah hat zu allem die Macht.”

Und an anderer Stelle werden die Gläubigen von Allah angesprochen – da heißt es:

Wenn ihr aber verzeihtnachsichtig seid und vergebt – gewiß, so ist Allah Allvergebend und Barmherzig.”

Dies sind die Charaktereigenschaften, die auch bereits die Propheten zuvor inne hatten – Jusuf Beispielsweise, der Edle Prophet – Sohn eines Propheten – als seine Brüder ihm Unrecht taten und ihn als Kleinkind in einen Brunnen warfen – vergab er ihnen all ihre Fehltritte, dies ist das Verhalten, zu dem uns der Islam und der Quran uns erzieht. Und der Prophet (S) berichtete über einen Propheten vor ihm, der von seinem Volk geschlagen wurde, bis ihm das Blut über sein Gesicht tropfte – aber dieser Prophet (r) sprach weiterhin: „O Allah vergib meinem Volk, denn sie wissen nicht was sie tun“.

Aber, es ist auch eine besondere und hervorstechende Charaktereigenschaft unseres Propheten Muhamed (S) – wenn seine Frau, die Mutter der Gläubigen Aisha (r) nach seinen Charaktereigenschaften gefragt wurde, sagte sie: „Er begann keine Abscheulichkeiten und verachtete sie, auch war er nicht laut in den Geschäften oder auf den Märkten, und er vergalt das Schlechte nicht mit Schlechtem! Vielmehr war er vergebend und nachsichtig.“

Als die Bewohner der Stadt Taif den Propheten aus ihrer Stadt getrieben und ihn mit Steinen beworfen hatten, erschien ihn der Engel der Berge und sagte ihm „Muhamed (S) – Allah hörte und sah wie diese Menschen mit dir umgegangen sind und was sie dir gesagt haben.  Mir wurde aufgetragen, wenn du es wünschst, die Berge über dieses Volk einstürzen zu lassen und sie alle zu begraben“ – darauf antwortete der Prophet „Nein, vielmehr wünsche ich, dass sie oder ihre Nachkommen rechtschaffene Muslime werden die einzig und alleine Allah anbeten“.

Anas (r) berichtete über den Propheten, das einst ein Beduine auf ihn zu ging und ihn mit seinem Anliegen so sehr bedrängte, dass er dem Propheten an seinen Gewändern zog, bis der Hals des Propheten rot wurde – und der Prophet sprach kein einziges schlechtes Wort zu ihm.

Und die Gefährten des Propheten nahmen diese Charaktereigenschaften an und lebten sie. AbuBakr (r) ehrte seine Familienmitglieder und gab den Bedürftigen von diesen regelmäßig Geld und Lebensmittel. Einer jedoch von diesen sprach schlecht über seine Tochter Aisha (r) [der Frau des Propheten] und verleugnete sie – zu Unrecht! – der Unzucht, ein schlimme Beschuldigung. Als dann klar wurde, dass er gelogen hatte, schwor AbuBakr, ich werde ihm nie wieder etwas von mir geben – weil er sich über die Verleumdung seiner Tochter ärgerte – doch Allah der Allmächtige sandte dann diesen Vers zu AbuBakr im Quran und belehrte ihn – und uns – etwas besseren:

Und es sollen diejenigen von euch, die Überfluß und Wohlstand besitzen, nicht schwören, sie würden den Verwandten, den Armen und denjenigen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr geben, sondern sie sollen verzeihen und nachsichtig sein. Liebt ihr es (selbst) nicht, daß Allah euch vergibt? Allah ist Allvergebend und Barmherzig.”

Allah – seht zu welchen edlen Wesen uns unsere Religion erziehen will – wir sollen vergeben und nachsichtig sein, auch wenn uns Unrecht getan wurde (!) – und wir sollen dies für Allah tun, so wird Allah uns unermesslich dafür  belohnen, das verspricht uns Allah im Quran! AbuBakr hörte diesen Vers und sagte – doch fürwahr liebe ich es, dass Allah mir vergibt – und vergab diesem Mann!

Einst sprach ein Mann den Khalifen Omar mit scharfer Zunge an und sagte ihm „weder bist du uns ein gütiger Herrscher noch verteilst du das Geld in gerechter Weise!“. Als Omar dies hörte erzürnte er und wurde wütend – doch dann sprach ein Gefährte zu ihm und erinnerte: Allah lehrt uns im Quran folgenden Vers: Nimm den Überschuß, gebiete das allgemein Gute und wende dich von den Toren ab!  – und sein Gefährte ergänzte, „dies ist einer von den Toren“ – daraufhin besann sich Omar und sprach kein schlechtes Wort – denn er hielt die Grenzen des Buches Allahs stets ein.

An vielen Stellen im Quran erzieht uns Allah zur Nachsicht, zur Milde, Vergebung  und zur Gerechtigkeit, so heißt es in Surat Ali-Imran:

Und beeilt euch um Vergebung von eurem Herrn und (um) einen (Paradies)garten, dessen Breite (wie) die Himmel und die Erde ist. Er ist für die Gottesfürchtigen bereitet, die in Freude und Leid ausgeben und ihren Grimm (also ihren Zorn) zurückhalten und den Menschen verzeihen. Und Allah liebt die Gutes Tuenden”

Die Gefährten fragten einst den Propheten:

O Gesandter Allah (S), wer sind die beliebtesten Diener Allahs?

Er sagte: diejenigen, die den Menschen am meisten nützen. Und zu den beliebtesten Taten bei Allah gehört: einem Moumin eine Freude zu bereiten – oder ihm eine Sorge zu nehmen – oder ihm eine Schuld zu begleichen – oder ihn vor Hunger zu bewahren – und dass ich mich mit einem Muslim aufmache, um ihn zu helfen eine seiner Angelegenheiten zu erledigen, ist mir lieber, als 2 Monate in dieser meiner Moschee I3tikaf zu machen!“ – denn der I3tikaf ist eine Sache zwischen mir und Allah  – aber wenn ich bemüht bin, aktiv werde um meinem Bruder ein Problem zu lösen – dann wird Allah auf dich hernieder blicken und sagen – du begibst dich mit deinem Bruder um ihn von Sorgen zu befreien, investierst deine Zeit, deine Kraft und dein Geld – so werde Ich dich am Tage der Abrechnung von deinen Sorgen befreien und Ich werde dir deine Angelegenheiten regeln und Ich werde Dir deine Schulden tilgen.

Und wer mit seinem Bruder läuft um ihm bei der Erledigung eines Anliegen zu helfen bis dieses erledigt ist  – dem wird Allah seine Schritte festigen am Tage der Auferstehung, wenn die Schritte ins Wanken geraten.

Und wer seinen Zorn im Moment der Wut unterdrückt, dem wird Allah seine Blöße verbergen!

Eines der schwersten Taten – die in deiner Waagschale gelegt wird am Tage der Abrechnung – ist, wenn du deinen Zorn und Wut aufgrund einer Ungerechtigkeit hinunterschluckst und das Anliegen Allah überlässt – obwohl du die Möglichkeit hättest, dein Recht durchzusetzen.

Und vergiss niemals: Tu was dir beliebt – wie du dich verhältst so wird dir gegeben – glaubst du denn etwa – dass du niemals jemandem Unrecht zugefügt hast – würdest du nicht auch wollen, dass dieser dir vergibt?

Liebe Geschwister im Islam,

Allah der Erhabene ermahnt dich und mich zur Nachsicht und zur Vergebung – nicht nur in den belanglosen Dingen im Leben – sondern erst Recht in den schweren Momenten die das Leben mit sich bringt. Wenn ein guter Freund dich verletzt oder dir Unrecht tut, oder dich jemand in deiner Ehre verletzt – findest du im Islam kein Vorbild darin, dass du dann Jahre lang nicht mehr mit ihm redest und ihm aus dem Weg gehst oder gar ihn zum Feind nimmst – nein, vielmehr lehrt dich der Islam genau das Gegenteil. Auch wenn deine Frau, Ehemann, deine Kinder oder Eltern dir Unrecht tun sollten – hast du nicht das Recht sie deswegen zu verlassen – bleib geduldig und ertrage diesen Schmerz leise in deiner Brust für Allah und lass ihn nicht raus kommen – denn dann verspricht dir Allah einen hohen Lohn. Denke nicht, dass du damit deinem Ansehen und deinem Stolz schadest – im Gegenteil, Allah wird dir dafür dein Herz mit Zufriedenheit erfüllen und am Tage der Abrechnung erwarten dich dafür Belohnungen von Allah, die du dir nicht vorzustellen vermagst.

Wer immer sich für Allah demütig zeigt, den wird Allah erheben und ehren! Ein Versprechen von Allah, wenn deine Absicht rein ist!

(Im Arabischen Original von Sheikh Abdelhak Elkouani)

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Der Iman

Im Namen Allahs, Des Erbarmers, Des Barmherzigen,

Liebe Geschwister im Islam,

Allah ( t ) sagt im Quran:

Er ist es, der die innere Ruhe in die Herzen der Gläubigen herabgesandt hat, damit sie in ihrem Glauben noch an Glauben zunehmen. Und Allah gehören die Heerscharen der Himmel und der Erde. Und Allah ist Allwissend und Allweise.”

An anderer Stelle im Quran heißt es:

Kann denn wohl einer, der tot war und dem wir Leben gaben und für den wir ein Licht machten, um damit unter den Menschen zu wandeln, dem gleich sein, der in Finsternissen ist und nicht daraus hervorzugehen vermag?“

Dieses Licht, das uns aus den Finsternissen führt, ist der Iman, den Allah in unsere Herzen gelegt hat.

Der Iman an Allah ( t ) ist das zentrale, das erste und letzte Ziel unsrer Existenz auf Erden

Der Prophet ( a.s.s. ) sagte: „Der Iman wird in euer Inneres gelegt wie ein Stück Stoff, so bittet Allah, euren Iman zu erneuern.“

Denn jeder von uns weiß aus eigener leidvoller Erfahrung, dass der Iman an manchen Tagen stärker und an anderen Tagen wieder  schwächer wird.

Dieser Iman also braucht Pflege und Fürsorge, so wie eine junge Pflanze Pflege und Fürsorge braucht, wie das Bewässern und den Schutz vor Schädlingen.

Was aber den Iman betrifft, so ist sicherlich ein Weg zu seiner Stärkung die Einsamkeit, in der man mit seinem Schöpfer alleine ist, Seiner gedenkt und ihn preist.

Ein aber auch sehr wichtiger Weg  zu seiner Pflege und zu seinem Schutz  ist das Zusammenkommen der Gläubigen, indem sie einander das Gute gebieten und das Verbotene verbieten, indem sie gemeinsam Allahs ( t ) gedenken und einander im Iman bestärken. Ein Sahabi, namens Abdallah ibn Rauaha pflegte zu seinen gläubigen Geschwistern zu sagen: „Komm, lass uns für ein Stündchen zusammen an Allah gedenken!“ 

Er liebte das Zusammensitzen mit seinen gläubigen Geschwistern, weil er wusste, dass die Engel immer einer Versammlung von Gläubigen beiwohnen die in ihrer Versammlung Allahs gedenken.

Der Prophet ( a.s.s.) sagte: „Allah ( t ) hat Engel, die auf den Wegen herumwandeln, auf der Suche nach Versammlungen, in denen Allahs ( t ) gedacht wird. Und wenn sie eine Gruppe sehen, die Allahs ( t ) gedenken, rufen sie einander auf, dieser Versammlung beizuwohnen, indem sie sagen: Kommt zu eurem Anliegen!“

Sie gesellen sich zu ihnen und sie werden immer mehr, bis sie den Himmel erreichen. Wenn sie dann fertig sind steigen sie herauf zu ihrem Herrn und berichten Ihm, was sie getan haben und sagen: „O unser Herr, wir haben auf der Erde Deine Diener Dich preisen sehen, da haben wir Dich mit ihnen gepriesen. Und wir sahen sie den Takbir sagen, da sagten wir mit ihnen den Takbir.  Und wir sahen sie Dich loben, da lobten wir Dich mit ihnen.“ 

Dann wird Allah sagen: „Ich nehme euch zu Zeugen dafür, dass Ich ihnen vergeben habe.” 

Die Engel werden sagen: „Aber es war ein Mann mit ihnen, der gehörte nicht zu ihnen, er war dort für seine eigene Sache.“ 

Da antwortet Allah : „Sie sind die Menschen, deren Beiwohner nicht leer ausgehen.“ So dass Allah auch diesem Fremden vergibt.

Ja, liebe Brüder und Schwestern, wir alle bedürfen der Erneuerung unseres Iman.

Ein Weg dahin ist sicherlich auch dass wir stets auf unseren Glauben achten und ihn beschützen, indem wir zu Allahs Buch zurückkehren und uns auf das besinnen, was Allah uns darin mitzuteilen hat, indem wir lesen, lernen und verstehen, was in diesem Buch geschrieben steht, denn nur durch Wissen und Verinnerlichen der Botschaft Allahs kann unser Glaube wachsen und stark sein.

In diesem Buch lernen wir die Liebe zu Allah, zum Propheten Muhammad (a.s.s.) und zu seinen Gefährten. Diese Liebe zu Allah und Seinen Gesandten wiederum ist eine wichtige Säule des Glaubens. Ohne sie kann Iman nicht sein und je größer sie wird, um so stärker wird der Iman.

Der Prophet Muhammad( a.s.s.) hat uns ans Herz gelegt, stets an den Tod zu denken und Allah um Vergebung zu bitten, denn der Tod erinnert uns an die Vergänglichkeit des Lebens und hilft uns, in dieser Welt das Wichtige vom Unwichtigen zu unterscheiden, das Gute vom Schlechten zu unterscheiden.

Liebe Geschwister, achtet auf Euren Iman und beschützt ihn gut, denn er ist ein flüchtiges Geschöpf und je weniger man ihn beachtet, desto mehr entfernt er sich von uns .

Unser geliebter Prophet (a.s.s.) pflegte folgende Duaa oft zu sprechen: „Dich Allah, der Du  die Herzen wendest , bitte ich, meinen Glauben zu stärken.“

In diesem Sinne, liebe Geschwister im Islam, lasst uns Allah bitten: O Allah, festige und beschütze unseren Glauben und lass uns zu jenen gehören, die in Gesellschaft der Menschen und der Engel und auch in Einsamkeit Deiner gedenken Dich preisen und Dich um Vergebung bitten.

Amin.