Verantwortung

Sonntag, 22. September: Bundestags- und Hessische Landtagswahlen

Wir möchten daran erinnern, dass diesen Sonntag, 22. September 2013 die Wahl für den Deutschen Bundestag und die Wahl für den Hessischen Landtag stattfindet.

Denkt daran den Personalausweis mitzunehmen und zwischen 8 und 18 Uhr eure Stimmen abzugeben.
Der nächste Wahlraum ist im Immanuel-Kant-Gymnasium, Evreuxring 25, 65428 Rüsselsheim.

Die postalische Wahlbenachrichtigung ist zwar nicht zwingend mitzubringen, jedoch vereinfacht dieses Schreiben die Stimmenabgabe, da dort bereits relevante Daten vermerkt sind.

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Omar ibn al-Khattab

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit den Weltenbewohner entsandt wurde (sas).

Liebe Geschwister im Islam,

bereits in der letzten Woche hörten wir Auszüge aus dem Leben von Abu Bakr, einem herausragenden Gefährten unseres Propheten Muhamed (S). Menschen die durch den Quran und der Schule des Propheten (S) zu leuchtenden Vorbilder für die Menschheit geworden sind – deren Namen bis zum Ende dieser Welt ehrfürchtig Erwähnung finden.

Einst bestieg der Prophet (s) einen Berg in Uhud mit Abu Bakr, Omar und Uthman r.a., und der Berg erzitterte unter einem plötzlich aufkommendem Erdbeben. Daraufhin sprach der Prophet (S) zum Berg:

Sei still Berg! Auf dir schreitet ein Prophet, ein Wahrhaftiger und zwei Märtyrer.“

Und der Berg gehorchte, nie wandelten edlere Menschen über ihn.

Heute möchten wir uns an einige der Charaktereigenschaften von dem großen Gefährten Omar ibn al-Khattab erinnern, einem der größten und gerechtesten Anführer den die Menschheit kannte, der Prophet (S) sagte über ihn:

Würde es einen Propheten nach mir geben, würde Omar dieser Mann sein, denn niemand vermag derart gerecht zu sein wie er.”

Und in einer anderen Überlieferung heißt es:

Wahrlich, es gab schon vor euch Menschen unter den Kindern Israels, zu denen gesprochen wurde, ohne dass sie Propheten waren. Wenn sich einer von diesen in meiner Umma befindet, dann ist es Omar.“

Omar zeichnete sich einerseits durch seinen tiefen und demütigen Glauben aus, andererseits war er eine bemerkenswerte Persönlichkeit – der stets unbeirrt der Wahrheit, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit folgte. Einen besonderen Charakter hatte er bereits bevor er den Islam annahm – durch den Islam aber veredelte er seinen Charakter und fand seinen Weg in die islamischen Geschichtsbücher. Er wachte nachts, damit die Menschen schlafen konnten – und er hungerte, damit er den Menschen zu essen geben konnte. Er war so standhaft in seinem rechten Weg, dass der Prophet (S) über ihn sagte:

(…) Sohn des Khattab, bei Dem, in dessen Hand meine Seele ist, wenn Scheitan dich den einen Weg gehen sähe, dann würde er selbst den anderen nehmen“.

An anderer Stelle lobte der Prophet (s) sowohl den Glauben als auch das Wissen von Omar (r.a.). Und der Prophet (S) prophezeite Omar (r.a.) dass er ein Bewohner des Paradieses sein wird – in einem Hadith berichtet der Prophet(S), dass er sich im Traum im Paradies gesehen hat, er machte die Gebetswaschung in der Nähe eines Schlosses aus dem eine Frau heraustrat – er fragte sie, wem gehört dieses Schloss? Und die Frau antwortete: es gehört Omar. Der Prophet (S) sagte, ich erinnerte mich der Eifersucht von Omar und verließ diesen Ort hastig. Als Omar dies hörte, sagte er weinend – O Prophet, wie kann ich dir gegenüber eifersüchtig werden?

Omar hatte ein bemerkenswertes Verantwortungsgefühl – auch als er das Khalifat übernahm, wusste er dass diese Aufgabe eine Bürde ist und keine Bereicherung, eine Versuchung der man mit Demut entgegentreten muss. Er sagte einst, wenn ein Tier zu Tode stürzen sollte, würde ich mich sorgen, dass Allah Omar fragt, warum du diesem Tier keinen Pfad hast errichten lassen auf dem es sicher gehen kann.

Als er das Khalifat übernahm, sprach er zu seinem Volk:

Gehorcht mir solange ihr seht, dass ich Allah in euren Rechten gehorche. Wenn ich Ihm gegenüber ungehorsam bin – so dürft ihr mir kein Gehorsam erbringen. Ein Mann antwortete: O Amir al Mouminin, Bei dem der Mohammed mit der Wahrheit entsandt hat, wenn wir in dir Fehler sehen, werden wir diese zu Not auch mit unseren Schwertern verbessern. Da lächelte Omar und sagte: nichts Gutes wäre in euch, wenn ihr das nicht gesagt hättet. Und nichts Gutes wäre in mir, wenn ich diese Worte nicht zulassen würden.

Über Omar wird berichtet, als er bei einem Sterbenden war, hatte er unmittelbar nach dessen Versterben das Licht ausgemacht, die Anwesenden fragten ihn verwundert: willst du uns nun im Dunkeln lassen? Omar sagte: dieses Öl, welches wir für das Licht benutzen ist nun Eigentum der Waisenkinder – wollt ihr, dass wir deren Erbe zu Unrecht verbrauchen?

Omar zeichnete sich durch seine Beharrlichkeit aus, der Wahrheit zu folgen – gerecht zu handeln, Allahs Gebote und Verbote einzuhalten. Er war ein Herrscher, der mit besten Wissen und Gewissen all seine Kraft für das Wohlergehen seines Volkes einsetzte, ohne in seinem Inneren Hochmut oder Selbstgefälligkeit aufkommen zu lassen und erzog sein Ego mit Demut. Er sagte einst zu seinen Gefährten – wenn ich wollen würde, hätte ich die besten Gewänder und die schönsten Häuser – doch ziehe ich diese Kostbarkeiten im Jenseits vor. 

Von Messerstichen tödlich verletzt sagte Omar vor seinem Tode: Wehe dem Omar, wenn der Gott Omars ihm nicht mit Vergebung und Barmherzigkeit entgegentritt; dies sagend, fing er an zu weinen.

Da sagte einer der Gefährten: ich hörte wie der Prophet sagte: der erste der sein Buch in seiner Rechten nimmt, wird Omar sein. Auch Omar war anwesend, als der Prophet dies sagte – aber der schwere Moment des Todes, ließ es ihn vergessen. Als Omar diese Worte hörte, beruhigte er sich, und bat Abu Musa diese Worte zu wiederholen – dann sagte er: Und Ich bezeuge das es keinen Gott außer Allah gibt und der Prophet sein Gesandter ist – und  verstarb mit diesen Worten auf den Lippen.

Möge sich Allah Omar erbarmen!

Liebe Geschwister im Islam – wo wäre der Stellenwert der islamischen Umah heute, wenn wir Anführer wie Omar hätten – wenn Allah uns solch einen Khalifen schenken würde, der die Muslime vereint und mit Gottesfurcht und Gerechtigkeit führen würde, müssten wir nicht hilflos zusehen, wie unsere Geschwister, unsere Kinder, Mütter und Väter tagtäglich getötet, gefoltert und gedemütigt werden.

O Allah – einige das Wort der Muslime – schenke uns einen Führer der uns vereint und uns in Deinem Namen führt, Amin.

Freie Übersetzung der ‘Aid-Predigt

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Allbarmherzigen,

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Liebe Geschwister im Islam,

es ist eine Verantwortung die jeder Einzelne von uns trägt – und ganz besonders in den nicht-islamischen Ländern – den wahren Islam zu präsentieren und nach außen zu tragen.

Zuerst muss sich jeder von uns bewusst machen, dass der Islam ein Segen für die Erdenbewohner ist – ein Segen und eine Rechtleitung vom Schöpfer der Himmel und der Erde. Alle Propheten die entsandt wurden, wurden mit dem Islam entsandt. In Surat al Maida spricht Allah über unsere Religion:

Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.”

Der Islam ist die Religion aller entsandten Propheten – denn „Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.“. Im Quran berichtet uns Allah über die vorhergehenden Propheten:

Über Jesus (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Wir glauben an Allah, und bezeugen, daß wir Muslime sind – also: Allah ergeben sind.“

Und über Musa (Allahs Wohlgefallen auf ihn) heißt es: Und Musa sagte: “O mein Volk, wenn ihr wirklich an Allah glaubt, dann verlasst euch auf Ihn, wenn ihr Muslime seid“

Über Sulaiman (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Gewiß, es ist von Sulaiman, und es lautet: ,Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Seid mir gegenüber nicht überheblich und kommt als Muslime zu mir’.”

Nuh (Allahs Wohlgefallen auf ihn) spricht im Quran sein Volk an, da heißt es: „Doch wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und mir ist befohlen worden, einer der Muslime zu sein.”

Und über Abraham (Allahs Wohlgefallen auf ihn) lehrt der Quran folgendes Bittgebet:
Unser Herr, mache uns zu Muslimen und von unserer Nachkommenschaft eine muslimische  Gemeinschaft“

Und in Surat Ali Imran spricht Allah:

Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören. 

Die von Allah erwählte Religion für die Menschen ist der Islam! Diesen müssen wir Muslime in all seiner Herrlichkeit, Gnade und Barmherzigkeit präsentieren. Um dies zu können, müssen wir einige Punkte beachten:

1. Dass wir die wahre Lehre des Islams für uns verinnerlichen – und Allah so dienen wie Er es für uns vorgesehen hat. Denn Muslim sein heißt, Allah ergeben sein.

Dazu gehört auch, dass wir einsehen, dass der Mensch nicht frei ist – um zu tun und zu lassen was ihm beliebt – wir sind Allahs Geschöpfe, und Allah hat für uns im irdischen Leben Aufgaben bestimmt, nach denen wir beurteilt werden – Allah spricht im Quran über die Jinn und die Menschen: Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen. Ich will weder von ihnen irgendeine Versorgung, noch will Ich, daß sie Mir zu essen geben.

2. Auch gehört dazu, dass wir die Lehren des Islams unseren Kindern vermitteln, ihnen vorleben und versuchen den Islam in ihre Herzen zu pflanzen. Die Eltern werden von Allah danach gefragt werden, ob sie dieser Verantwortung nachgekommen sind. Denn der, der nicht Allahs Religion annimmt ist verloren – welche Eltern wollen, dass ihre Kinder vom Licht in die Finsternis abdriften und in der Ewigkeit verlieren??

3. Als Muslime wollen wir das Gute nicht nur für uns und für unsere Kinder und Angehörige – nein, der Muslim will das Gute für alle Geschöpfe dieser Welt – deswegen ist es auch unsere Aufgabe, den Islam vorbildlich vorzuleben – um andere Menschen durch gute Taten und einen guten Charakter zum Islam einzuladen – und nicht, um sie davor abzuschrecken.

4. Auch müssen die Moscheen zu ihren wahren Aufgaben zurückfinden. Die Mosche ist nicht nur ein Ort zum Beten – sie ist ein Ort um Allah zu gedenken, das Wissen zu mehren, die brüderliche Bande zwischen den Muslimen zu knüpfen und zu stärken. Eine EINHEIT zwischen den Muslimen herzustellen. Die Moscheen sind die Häuser Allahs – sie sind kein Eigentum von irgendwelchen Menschen – sie sind kein Ort für Überheblichkeit, Hochmut oder von Härte. Diejenigen die sich um die Belange dieser Moschee kümmern tun dies demütig Allahs Wohlgefallen erflehend.

Die Aufgabe der Moschee ist es, den Menschen zu formen und zu erziehen – nicht um Wände zu schmücken oder Teppiche zu zieren. Vor Allem die Jugend muss in dieser Moschee eine Anlaufstelle finden ihren Glauben zu erlernen – und zum islamischen Glauben gehört auch die Gemeinschaft, an der festgehalten werden muss. Und – liebe Geschwister – damit die Gemeinschaft nicht zerfällt bedarf es viel Geduld und hohe Charaktereigenschaften eines jeden ihrer Mitglieder. Das bedeutet, seinem Bruder zu vergeben und nicht nachtragend zu sein, nicht die Fehler der anderen zu suchen, nachsichtig und mild zu sein, großherzig und edelmütig in Wort und Tat zu sein damit ein brüderliches Miteinander entsteht.

Allah fordert im Quran zu diesem Zusammenhalt auf und spricht uns an:

Und haltet alle fest am Seil Allahs und geht nicht auseinander!”

Und wenn wir dies nicht befolgen, werden wir keine Stärke besitzen und wir werden eine Opferrolle in der Weltengemeinschaft einnehmen – genau so, wie es zurzeit die traurige Realität ist.

Unser Leben – liebe Geschwister im Islam – unser gesamtes Leben ist der Islam, sowohl unsere Zeit in der Moschee, als auch außerhalb der Moschee, die Zeit während Ramadan, als auch die übrigen Monate im Jahr sind wir Muslime – auch im Umgang mit unseren Mitmenschen müssen wir uns so verhalten, wie es der Islam uns lehrt.

Unser Prophet (S) lehrte uns folgenden Hadith:

Beneidet einander nicht und überbietet (einander beim Handel) nicht, hasst einander nicht, wendet euch nicht voneinander ab, unterbietet einander nicht (beim Kauf), sondern seid Diener Allahs, Brüder im Glauben. Der Muslim ist der Bruder des Muslims, er fügt ihm kein Unrecht zu und lässt ihn nicht im Stich, er belügt ihn nicht und verachtet ihn nicht. Die Gottesfurcht ist hier» – und er zeigt dreimal auf seine Brust. «Es genügt dem Menschen an Schlechten, dass er seinen Bruder verachtet. Jedes Muslim Blut, Hab, Gut und Ehre sind dem anderen Muslim heilig.”

Liebe Geschwister,

heute ist unser Fest des Fastenbrechens, wir beginnen diesen Tag in dem wir Allah verherrlichen, Seine Riten in bester Weise befolgen, in die Moschee kommen und in der Gemeinschaft das Fest-Gebet verrichten, anschließend unsere Geschwister in die Arme nehmen. Heute ist die Gelegenheit Zwietracht zu vergessen, und die Herzen zu reinigen, heute ist der Tag an dem wir unsere Eltern Ehren, unsere Verwandten besuchen, unsere Reihen vereinigen.

Liebe Geschwister im Islam – bittet Allah reumütig um Vergebung für die Sünden, die wir begangen haben.

Bittet Allah um Vergebung und kommt der Verantwortung eurer Kinder nach. 

Bittet Allah um Vergebung und begegnet euren Mitmenschen mit dem Charakter des Islams. 

Bitte Allah um Vergebung und reinigt eure Herzen vor Neid, Hochmut und Hartherzigkeit – und davor, dass wir schlecht über unsere Mitmenschen denken. 

Möge Allah unser Gehorsam, unser Fasten, Beten und Quranlesen annehmen und unsere Sünden tilgen und uns Eintritt in das Paradies schenken.

Amin.