Spenden

Medizinische Hilfe für Gaza

Spendenaufruf zur medizinischen Unterstützung der Zivilbevölkerung in Gaza

Das „Deutsch- Palästinensische Ärzteforum e.V.” solidarisiert sich mit dem palästinensischen Volk und ruft zur Unterstützung des Gazastreifens auf, der von israelischen Luftangriffen brutal bombardiert wird.

Der Angriff auf den Gazastreifen hat bis jetzt zahlreiche Tote und Verletzte gefordert. Darunter unbeteiligte Kinder und Frauen!

Zudem wurden Häuser und Wohnungen zerstört und dadurch viele Menschen obdachlos.
Die medizinische Versorgung ist aufgrund der jahrelangen Blockade ohnehin Katastrophal und jetzt hat sich die Lage weiter dramatisch verschärft.

Wir bitten euch daher unseren Spendenaufruf zu unterstützen, um Medikamente und medizinische Hilfsmittel dem palästinensischen Volk zur Verfügung zu stellen.

Das „Deutsch- Palästinensische Ärzteforum e.V.” stellt sein Konto für Spenden zu Verfügung:

Bitte überweisen Sie das Geld auf folgendes Konto:

PalMed Deutschland e.V.
Spendenkonto
Kto: 486213
BLZ: 520 900 00
Kasseler Bank
IBAN: DE54520900000000486213
BIC : GENODE51KS1

Vielen Dank für eure Unterstützung

Das „Deutsch- Palästinensische Ärzteforum e.V.”

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Abu Bakr, der Vertrauende

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit entsandt wurde (sas)

Liebe Geschwister im Islam,

Die Gefährten des Propheten zu kennen und sich ihrer Bedeutung bewusst zu sein, ist von großem Wert für die Lebendigkeit unseres Glaubens. Wir können festhalten: Was der Gemeinschaft in ihren Anfängen gut getan hat, tut ihr auch heute noch gut.

Und: die bitteren Umstände mit denen die Muslime heute konfrontiert werden, sind nicht zuletzt das Ergebnis der Nichtbeachtung der Vorbildfunktion, die diese herausragenden Personen für die Gemeinschaft der Muslime darstellen.

In der heutigen Khutba wollen wir uns etwas näher mit einem dieser Gefährten befassen, der durch seine Eigenschaften in besonderer Weise herausragt: Abu Bakr, der (dem Propheten) Glauben Schenkende,  der Vertrauende. Er ist derjenige, der unseren Gesandten Muhammad (sas) auf der Flucht nach Medina begleitet hat. Und somit ist er einer der wenigen, die im Qur´an Erwähnung und Auszeichnung finden. Über Abu Bakr auch sprach Muhammad (sas) in übertragener Bedeutung: „Nach Allah (t) ist er mein liebster Wegbegleiter“.

Liebe Brüder, liebe Schwestern, lasst uns Abu Bakr etwas näher betrachten. Lasst uns schauen, ob es sich ziemt, wenn wir behaupten, dass wir zu seiner Gemeinschaft gehören.

  • Abu Bakr der Vertrauende, der Glauben Schenkende. Als der Prophet (sas) von dem Wunder der Nacht- und Himmelfahrt berichtete, distanzierte sich das Volk der Quraisch noch weiter von ihm und selbst aus den Reihen der Muslime gab es einige, die wieder Abstand nahmen. Doch Abu Bakr sprach in vollem Vertrauen: „Wenn er (sas) das sagt, dann ist das die Wahrheit“

In einer anderen Überlieferung spricht Muhammad(sas): „Jedem, den ich zum Islam einlud, sah ich seine anfänglichen Bedenken an. Nur mein Bruder Abu Bakr zweifelte nie.“ Aus dieser Haltung heraus entstand der Beiname dieses großartigen Gefährten.

Wie steht es mit unserem Vertrauen, liebe Geschwister? Führt uns unsere Zuversicht in Allah zu Wohltat und Standhaftigkeit? Würden wir für unseren Glauben auch Unannehmlichkeit und Anfeindung in Kauf nehmen? Ist uns klar, dass wir Allah ständig enttäuschen, wenn wir entgegen unserer Überzeugung handeln?

  • Abu Bakr, der Großzügige, der reiche Kaufmann, der sein gesamtes Hab und Gut an Bedürftige verteilte und der Sache des Propheten (sas) zur Verfügung stellte. Er war der Anlass für die Verse im Qur´an:

    Doch ferngehalten (von der Strafe) wird der Gottesfürchtige, der seinen Besitz hingibt, um sich zu läutern, (der handelt) im Trachten nach dem Angesicht seines höchsten Herrn.”

    Wie ist es mit uns, liebe Geschwister? Sind wir uns bewusst, dass wir lediglich Treuhänder, nicht Besitzer, von Allahs Gaben sind? Gehen uns auch die Spenden und Wohltaten so leicht von der Hand, dass die linke Hand nicht weiß, was die rechte gibt? Sind wir bereit zu teilen von dem, was Allah uns beschert hat? Oder fällt uns das Spenden und Schenken immer noch so schwer, während wir uns für Materielles sogar in Schuld und Kredit begeben?

 

  • Abu Bakr, der Nachsicht übende und sich Vertragende. Es begab sich, dass ein mittelloser Gefährte die Tochter von Abu Bakr und Ehefrau des Propheten (sas) A´ischa verleumdete. Diesem Gefährten gegenüber hatte sich Abu Bakr sonst immer sehr großzügig gezeigt. Als er jedoch von der Verschwörung erfuhr, stellte er seine Gaben ein. Daraufhin wurde der Vers gesandt:

    Und es sollen diejenigen von euch, die Überfluss und Wohlstand besitzen, nicht schwören, sie würden den Verwandten, den Armen und denjenigen, die auf Allahs Weg ausgewandert sind, nichts mehr geben, sondern sie sollen verzeihen und nachsichtig sein. Liebt Ihr es (selbst) nicht, dass Allah euch vergibt?“

    Daraufhin brach Abu Bakr in Tränen aus und rief: „Doch, ich liebe, ich liebe (, dass Allah mir vergibt)!“
    Wie steht es mit uns? Vergeben wir jenen, die nicht gerecht zu uns waren? Reichen wir jenen, die uns enttäuschen, trotzdem vertragend die Hand? Oder ist es nicht eher so, dass es etliche Personen gibt, gegen die wir Groll hegen? Geschwister, Verwandte oder ehemalige Freunde, denen wir aus dem Weg gehen und über die wir schlecht reden?

Abu Bakr, ein Pionier, ein Wegbereiter. Es gibt noch viele Eigenschaften die zu benenne wären, aber leider diesen Rahmen übersteigen würden, liebe Geschwister. Es liegt nun bei uns, die Geschichte unseres geliebten Muhammad (sas) und seiner Gefährten zu studieren. Es liegt bei uns, sich ein Beispiel an diesen großartigen und selbstlosen Menschen zu nehmen. Denn Allah verspricht uns im Qur´an:

Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist.“

Ya Allah, Verzeihe uns, vergib uns und erbarme Dich unser, denn Du bist unser Schutzherr.

Amin