Moschee

Wichtige Hinweise im Umgang mit dem Coronavirus

Liebe Geschwister,

als Moschee stehen wir in der Pflicht unser Möglichstes zu tun, um vermeidbare Schäden von der Gesellschaft abzuwenden. Dazu gehört auch auf Basis von aktuellen medizinischen Erkenntnissen vernünftige Maßnahmen zu ergreifen, um dabei zu helfen inschallah eine Ansteckung durch den Coronavirus zu verhindern und eine Verbreitung der damit verbundenen Lungenkrankheit vorzubeugen.

Vorweg sei gesagt, dass das Freitagsgebet in der Othman Ibn Affan Moschee vorerst weiterhin stattfinden wird.

Allerdings ist anzumerken, dass wir uns als Verantwortliche der Moschee vorbehalten, je nach Sachlage diesbezüglich Änderungen vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Sollte in den nächsten Wochen das Aussetzen des Freitagsgebets als notwendig erachtet werden, wird es dazu zeitnah entsprechende Ankündigungen auf unserer Webseite und in den sozialen Medien und selbstverständlich in Aushängen vor Ort geben. Informiert euch daher vor dem Besuch des Freitagsgebets, ob es diesbezüglich eine Ankündigung gab.

Bereits jetzt möchten wir jedoch einige konkrete Empfehlungen aussprechen und Maßnahmen ankündigen:

  • Zunächst empfehlen wir ausdrücklich älteren Menschen und Menschen mit einer Immunschwäche oder Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Kreislaufbeschwerden und Diabetes ihre Gebete zu Hause zu verrichten, da diese am stärksten vom Coronavirus gefährdet sind. Auch bitten wir darum, bei grippalen Infekten, Schnupfen und Husten daheim zu bleiben. Sowohl zum Eigenschutz als auch um niemanden anzustecken.
  • Auch wird empfohlen auf unnötigen Körperkontakt zu verzichten und beispielsweise das Händeschütteln oder das Umarmen und Küssen zur Begrüßung aus hygienischen Gründen zu unterlassen.
  • Regelmäßiges gründliches Händewaschen für mindestens 20 Sekunden unter Anwendung von Wasser und Seife oder Desinfektionsmitteln dient ebenfalls der Vorbeugung.
  • Sollte jemand Husten oder Niesen müssen, ist die linke Armbeuge oder ein Taschentuch zu verwenden, das danach im Müll zu entsorgen ist.
  • Aus hygienischen Gründen werden auch die Wasserflaschen und Becher im Gebetsraum entfernt. Wer dennoch etwas trinken möchte, soll sich eine eigene Trinkflasche mitbringen oder die Möglichkeiten ausserhalb des Gebetsraums nutzen und verwendete Becher danach entsorgen. Auch wird es im Eingangsbereich aus hygienischen Gründen vorerst keine Datteln oder anderen Speisen geben. Wir danken dahingehend für das Verständnis und bitten von diesen Punkten abzusehen.
  • Nach Möglichkeit werden wir auch die Abstände zwischen den Gebetsreihen vergrößern, um unnötige Nähe zu vermeiden und die Ansteckungsgefahr zu verringern. Etwaige Anweisungen der Moscheeverwaltung sich gegebenenfalls wo anders hinzusetzen oder sich anders aufzustellen, ist daher ohne weitere Diskussion Folge zu leisten.
  • Auch bitten wir darum beim Betreten und Verlassen der Moschee geduldig und rücksichtsvoll zu sein, um dichtes Gedränge zu verhindern.

Dies sind lediglich die ersten Maßnahmen im Kampf gegen den Virus. Weitere Gegenmaßnahmen folgen!

Abschließend noch ein Ratschlag für den Umgang mit dem Coronavirus außerhalb der Moschee:

Wer selbst nicht zur Risikogruppe gehört, also weder alt ist noch an einer Vorerkrankung leidet und keine Immunschwäche hat, sollte gefährdete Personen in seinem Umkreis unterstützen und beispielsweise für seine Eltern oder Großeltern einkaufen gehen und sich um ihre Erledigungen kümmern, damit sie nicht unnötig überfüllte Orte aufsuchen müssen. Bei gesunden und jungen Menschen ist der Krankheitsverlauf im Falle einer Ansteckung nämlich in der Regel vergleichsweise milder.

Möge Allah uns alle vor dem Virus beschützen, uns eine starke Gesundheit schenken und allen Betroffenen eine baldige Genesung gewähren!

Amin.

Nachtvorträge freitags nach Tarawih um 00:30 Uhr im Seminarraum

Im Ramadan wird es an mehreren Freitagen nach dem Tarawih-Gebet Nachtvorträge in deutscher Sprache in unserer Moschee geben.
Am ersten Freitag eröffnet Bruder Edin Ljajic mit einem Vortrag über das Gebet, am zweiten Freitag geht Bruder Mouhsine Chtaiti auf die Güte gegenüber den Eltern ein und am dritten Freitag nimmt uns Diplompsychologin Malika Laabdallaoui mit auf eine Reise zu einem gesünderen Selbst.

Komm also am Freitag zu Tarawih und bleib für den Vortrag um 00:30 Uhr im Seminarraum (1.Stockwerk) der Moschee.

Neue Gebetszeiten für 2015

Liebe Geschwister,

wie bereits vor Ort nach der heutigen Freitagspredigt angekündigt, möchten wir bekannt geben, dass sich unsere Moschee gemeinsam mit anderen Moscheegemeinden aus Rhein-Main für 2015 auf die zukünftige Berechnung der Gebetszeiten auf die Grundlage des Tiefenwinkels von 13 Grad geeinigt haben.

Im Wesentlichen bedeutet dies, dass sich daraus im Vergleich zu den Vorjahren leicht veränderte Gebetszeiten ergeben. Spürbar ist dies insbesondere beim Morgengebet, welches erst etwas später als nach der alten Berechnungsmethode eintrifft und beim Isha’a-Gebet, welches früher als zuvor eintritt.

Gültig ist diese Änderung in unserer Moschee ab morgen, also ab dem 3. Januar 2015. Das Morgengebet wird folglich am 3. Januar (in schā’a llāh) um 6:59 Uhr sein.

Auf unserer Webseite finden sich bereits die aktualisierten Gebetszeiten. Zum einen in der rechten Seitenspalten für den aktuellen Tag und im Menüpunkt “Gebetszeiten” in der Monatsansicht.

Wir erhoffen uns damit eine Erleichterung im Rahmen des Erlaubten für die Muslime in Deutschland. Auch soll damit der Zusammenhalt gestärkt werden und Streit, insbesondere im Hochsommer und im Ramadan, vorgebeugt werden.

Anzumerken ist, dass auch andere Tiefenwinkel wie z.B. bei unserer alten Berechnungsmethode weiterhin völlig legitim sind.

Auch sind neue Imsakiye (Gebetskalender) für 2015 ab sofort in unserer Moschee für einen Unkostenbeitrag von 1 Euro pro Stück erhältlich.

Lesenswert dazu ist auch der offizielle Beschluss des Fiqh-Rats. Darin wird ausführlich darauf eingegangen. Dies hängt auch in der Vitrine vor unserer Moschee aus.

Möge Allah unsere Gebete annehmen und unsere Bemühungen akzeptieren!

Das Verhalten in der Moschee

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad(ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

Liebe Geschwister im Islam,

wer Allah liebt, liebt seine Häuser und sucht sie auf, so oft es ihm möglich ist. Denn hier treffen sich diejenigen, die sich dem Glauben verschrieben haben.  In einer bekannten Überlieferung spricht unser geliebte und verehrte Prophet Muhammad (ﷺ) von sieben Menschen, denen Allah Schatten spenden wird am Tage, an dem es keinen Schatten außer dem Seinen gibt. Und einer von diesen sieben wird derjenige sein, dessen Herz an der Moschee hängt.

Liebe Brüder, liebe Schwestern, wenn der Gast ein Anrecht auf die Großzügigkeit des Gastgebers hat, so gehört es aber auch zu seinen Pflichten, sich über die Bedeutung des Gastgebers im Klaren zu sein, sich auf ihn einzustellen und einen Anstand an den Tag zu legen, der der Würde und Größe des Gastgebers ziemt.

Dem Beobachter einer Moschee und ihrer Besucher wird sich ein Bild zeigen, dass ein großes Maß an angemessenem Verhalten offenbart. So werden überall Gotteshäuser mit Hingabe errichtet und erweitert. Sie präsentieren sich stets in einem gepflegten Zustand und jeder verrichtet ein kurzes Gebet, wenn er die Moschee betritt.

An diesem gesegneten Freitag, liebe Geschwister, wollen wir uns einige weitere sogenannte Anstandsregeln vor Augen führen.

Die Moschee sollte in einem sauberen und ansprechenden Zustand gehalten werden. Sie Sollte hoch gehalten werden. Im Qur´an heißt es nicht, dass Moscheen gebaut, sondern dass sie „erhöht“ werden.

Gotteshäuser sollen von betenden Menschen besucht und gefüllt werden, auch wenn der Gläubige hierfür einen weiten Weg oder große Hitze oder Kälte auf sich nehmen muss. Der Gesandte Allahs (ﷺ) sprach hierzu in ungefährer Übertragung:

Den größten Lohn erhalten diejenigen, die am weitesten zur Moschee laufen. Und je weiter der Weg, desto höher der Lohn. Und wer auf den Imam wartet, um hinter ihm zu beten, hat sich weit verdienter gemacht als derjenige, der(zu Hause) betet und anschließend wieder schlafen geht.”

Leeres und übermäßiges Gerede muss in den Häusern Gottes unterbleiben. Auch hier sprach der Prophet (ﷺ) folgenden Satz:

Gegen Ende aller Zeiten werden die Gespräche in den Moscheen solcher Art  sein, dass Allah an ihnen kein Interesse hat.“

Dem Geist eines Gotteshauses angemessen ist es, die Stimme nicht zu erheben, auch wenn es dem Rezitieren des Qur´an dient.  Muhammad (ﷺ) ermahnte eine Gruppe folgendermaßen:

Ihr alle seid im leisen Gespräch mit Allah. So stört einander nicht. Und erhebt eure Stimme nicht über die der anderen.“

Die Moschee ist nicht der richtige Ort, um Streitereien auszutragen. Wenn der Gläubige schon beim Lesen des Qur´an auf Ruhe achten soll, wie ist es erst bei der Diskussion? Weiterhin wird man schnell feststellen, dass es bei Auseinandersetzungen in der Moschee meist um nichtige und eitle Dinge wie den Gebetsplatz geht oder darum, wer zum Gebet ruft. Ein Gefährte sagte folgenden Satz:

Wer sich in die Moschee setzt, setzt sich zu Allah. Und Ihm gebührt , dass man nur Gutes spricht.“

Der Prophet (ﷺ) ermahnte uns, dass die Moschee nicht dazu genutzt wird, dass in ihr Handel getrieben wird oder dass in ihr  Gedichte gesungen werden oder dass in ihr nach weltlichen Dingen ausgerufen wird.

Ebenfalls sollte ein jeder darauf achten, sein Telefon so einzustellen, dass in der Moschee keine Klingeltöne, Melodien oder Gesänge erschallen. Mit diesen Tönen werden Betende gestört und aus ihrer Meditation gerissen. Auch der Charakter der Moschee als einer Stätte der Andacht wird damit entweiht.

Nach dem ´Adhan, dem ersten Gebetsruf, wird die Moschee nicht mehr verlassen, bis das Gebet zu Ende ist. Ein treuer Gefährte unseres Gesandten (ﷺ) sprach über einen, der genau dies getan hat, dass dieser gerade eben den Gesandten Allahs missachtet hat.

Kinder sollen motiviert werden, in die Moschee zu gehen. Wer allerding seine Kinder mitnimmt, sollte mit ihnen vorher reden und ihnen vermitteln, was eine Moschee ist, welche Bedeutung ihr zukommt und welche Verhaltensregeln zu beachten sind. Außerdem sollte er sie stets im Blick haben, um sie bei Bedarf zu erinnern oder zu ermahnen. Eine Ermahnung erfolgt stets in einem nachsichtigen und ruhigen Ton. Es gilt nicht, sie aus der Moschee zu vertreiben oder sie in der Moschee zu demütigen.

Ein freizügiges oder ordinäres Erscheinungsbild haben Männer wie Frauen zu vermeiden. Insbesondere die Schwestern haben darauf zu achten, dass ihre Erscheinung keine besondere Aufmerksamkeit hervorruft und sich keine Vermischung mit ihren Brüdern ergibt. Aus einem Ausspruch unseres Gesandten (ﷺ) geht hervor, dass die gläubigen Frauen auf Parfüm verzichten, wenn sie in die Moschee gehen.

Eine besondere Rolle kommt den Gotteshäusern in der nichtislamischen Welt zu. Hier werden die Räume auch für gesellschaftliche und festliche Anlässe genutzt. Auch in diesen Fällen gilt es, darauf zu achten, dass der Charakter der Moschee nicht durch weltlichen Gesang, Freizügigkeit und Vermischung der Geschlechter entweiht wird.

Erhaben bist Du, ya Allah, und alles Lob ist Dein! Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Dir allein. Und wir bitten Dich, uns mit einer Art auszustatten, die Deinen Häusern entspricht und Dein Wohlgefallen findet.

Amin

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: „Mein Projekt- Unsere Moschee“

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit entsandt wurde (sas)

Gepriesen sei Er, der uns das Schönste und Wertvollste aller Bücher in die Hände gegeben hat. Gepriesen sei Er, der uns den edlen und letzten aller Propheten gesandt hat. Und gepriesen sei Er, der die Gemeinschaft der Muslime zur besten aller Gemeinschaften erklärt hat. Gepriesen sei Allah, der Dankbare und immer wieder Verzeihende.

Liebe Gemeinschaft,

Die heutige Predigt beginnen wir mit einem sehr denkwürdigen Vers aus dem Qur´an:

Und so haben Wir euch zu einer Gemeinschaft der Mitte gemacht, damit ihr Zeugen über die (…) Menschen seiet und damit der Gesandte über euch Zeuge sei. Wir hatten die Gebetsrichtung (…) nur bestimmt, um zu wissen, wer dem Gesandten folgt und wer sich auf den Fersen umkehrt(…). Aber Allah lässt nicht zu, dass euer Glaube verloren geht. Allah ist zu den Menschen wahrlich gnädig, barmherzig.“

Es sind einige Jahrzehnte vergangen, seitdem der Islam mit den Migranten in Europa eingetroffen ist. Die einen kamen, um ein gewisses Kapital für die Heimat anzusparen. Die anderen wiederum kamen, um des Studiums willen. Wieder andere suchten Freiheit und Frieden in der Hoffnung, dass die politische Krise in ihrer Heimat möglichst bald ein Ende fände und sie zu ihren Häusern und ihren Familien zurückkehren konnten. Doch eines war allen gemeinsam: nur vorübergehend sollte der Aufenthalt in der Fremde sein.

In einer langen Zeit des Provisoriums befanden sich die Muslime in einem Zustand der Heimatlosigkeit, der Entbehrungen und der Kompromisse- mit welchem Auftrag und mit welchen Visionen auch sollten sie hierher gehören, wähnten sie sich alle schließlich in einigen Jahren wieder daheim.

Junge Männer -teilweise gerade erst mündig geworden- wer hätte sich da ihrer annehmen sollen, wer ihnen ihre Religion, die Riten des Islam, das Lesen und  Verstehen nahe bringen sollen?

Dann durchlebten die Muslime hierzulande viele Phasen, die Rückkehr in die Heimat rückte immer weiter in die Ferne, bessere Arbeit gesucht, Freunde gefunden, eigene Wohnungen eingerichtet, Frauen und Kinder reisten nach und brachten neue Herausforderungen mit, bis jeder auf seine ganz persönliche Weise jemanden traf, der ihn an die Hand nahm und in eine mehr oder weniger große Gruppe führte, die sich regelmäßig traf und der Suche nach und dem Weg zu Allah, dem Allwissenden und Alles Bestimmenden verpflichtet hatte.

Nun begannen sie sich zu organisieren, und die zur Verfügung stehenden Räume für die Lehren des Islam und den Gottesdienst einzurichten. Und je mehr Zulauf die Gemeinden erhielten, je evidenter die Verantwortung für die Kinder und vielfältiger die Aufgaben wurden, umso größer und funktionsgerechter wurden die Räume.

Heute stehen wir an einem Punkt, an dem wir voller Achtung und mit Stolz und Dankbarkeit  auf das Werk dieser Pioniere zurückblicken können. Eine wahre Meisterleistung, liebe Geschwister, die seinesgleichen sucht. Mit materiellen Mitteln komplett aus eigener Tasche, mit Tatkraft, mit Geduld und Schweiß haben sie  aufgebaut, was uns heute in fast jeder größeren Stadt Europas begegnet: prachtvolle islamische Gotteshäuser, deren eigene Schönheit und wirklicher Schmuck sich meist erst im Inneren erschließen lässt.

Zu Recht sind diese Häuser die Wohnstätten des Lichts und der Rechtleitung, denn während sie fleißig sammelten, um tagsüber Stein auf Stein zu setzen, erlangten sie des Nachts eine beachtliche Reife an Bildung und Haltung, indem sie lesen und den Qur´an rezitieren lernten und sich die Handlungen, Aussprüche und Geschichte des Gesandten(sas) einprägten und aneigneten. Der Islam, liebe Geschwister, ist hierzulande trotz aller Widrigkeiten längst angekommen!

An uns liegt es nun dieses Werk fortzuführen und aus der Moschee, in der wir hier und jetzt unser Freitagsgebet verrichten, eine umfassende Stätte Allahs erwachsen zu lassen, um den vielfältigen generationsübergreifenden und gesellschaftlichen Anforderungen, die an sie gestellt werden, gerecht zu werden. Auf drei Punkte sollte unser Augenmerk gerichtet werden, um sich dieser Aufgabe zu stellen:

  • Der Moschee, mit der wir in erster Linie, das Haus verbinden, indem wir uns unserem Schöpfer, dem Erhabenen nähern, gilt es, ein weiteres charakteristisches Merkmal zu verleihen. Vor allem im Hinblick auf unsere Schulen, in denen die nächsten Generationen sich die arabische Sprache und eine Erziehung im Sinne unserer Religion aneignen möchten, bedarf es eines institutionellen Charakters, was unsere Haltung und unsere Organisation betrifft.

Beengte Verhältnisse und mangelnde Koordination lassen keinen Unterricht zu, der der Anzahl der Schülerinnen und Schüler in Form und Selbstständigkeit entspricht. Ein nur langsamer Lernerfolg führt zum negativen Vergleich mit den Regelschulen und raubt den Kindern die Motivation. Hier bedarf es vor allem geeigneter Räumlichkeiten und geeigneter Ausstattung um eine Verbesserung zu erzielen.

  • Weiterhin erstrebenswert wäre der Transfer vom „Haus des Gebets“ zum „Haus des Betenden“. Denn das Individuum ist der Schlüssel zum Erfolg und  der Einzelne das Fundament eines guten Gelingens. Und jedes “Moschee-Projekt“, das sich nicht das Wohl und die Entwicklung des Einzelnen zum Programm macht, ist zum Scheitern verurteilt.

So setzen wir viel auf Aussehen, Form und Schmuck des Gebäudes und verlieren dabei schnell den Blick für den, der kommt um sich hier vor seinen Schöpfer, den Ersten und Einzigen niederzuwerfen. Es gibt islamische Zentren, die sind in ihrer Erscheinung so unscheinbar und doch in ihrem Angebot und ihren Ambitionen so kolossal lebendig und aktiv.

Nachdem wir diese unsere prächtige Moschee gebaut haben, kommt es nun darauf an, an uns zu arbeiten und auf kommende führende Generationen zu bauen, damit dies ein Ort des Lernens bleibt; an dem der einzelne Bereicherung, Frieden und Liebe findet. An dem der einzelne seinen Lebensentwurf entdeckt, als  Alternative zu dem, was unsere Welt außerhalb bietet. Denn, so heißt es im Qur´an: „Allah hat den Gläubigen wirklich eine Wohltat erwiesen, als Er unter ihnen einen Gesandten von ihnen selbst geschickt hat, der ihnen Seine Zeichen verliest, und sie läutert und sie das Buch und die Weisheit lehrt, obgleich sie sich zuvor wahrlich in deutlichem Irrtum befanden“.

  • Der dritte Punkt betrifft unsere Moschee und ihre Präsentation nach außen in einer  zunehmend kritischen deutschen Mehrheitsgesellschaft. In unserem heiligen Buch heißt es: „Allah ist das Licht der Himmel und der Erde. Das Gleichnis seines Lichtes ist das einer Nische, in der eine Lampe ist. Die Lampe ist in einem Glas. Das Glas ist, als wäre es ein funkelnder Stern. Ihr Brennstoff kommt von einem gesegneten Baum, einem Ölbaum, weder östlich noch westlich, dessen Öl beinahe schon Helligkeit verbreitete, auch wenn das Feuer es nicht berührte. Licht über Licht. Allah führt zu Seinem Licht, wen Er will(…) und Allah weiß über alles Bescheid. (Solche Lampen gibt es) in Häusern, für die Allah erlaubt hat, dass sie errichtet werden und dass darin Sein Name genannt wird. Ihn preisen darin, am Morgen und am Abend, Männer, die weder Handel noch Kaufgeschäft ablenken vom Gedenken Allahs, von der Verrichtung des Gebets und der Entrichtung der Abgabe“.

Der Zweck eines Gotteshauses ist also, dass der Muslim aus ihm heraustritt und etwas von dem Licht mitnimmt, das dort scheint um das Dunkle, das draußen herrscht, zu erhellen und zu verbannen. Und der Zweck eines Gotteshauses ist, dass dort im Licht unseres Glaubens die gesellschaftlichen Belange beleuchtet werden und nach dem gesucht wird, was dem Zusammenleben dienlich und förderlich ist. Dass dort Frieden gefunden und friedliches Miteinander gelebt und erhalten und nach außen getragen wird.

Für uns heißt das konkret, dass wir gemeinschaftliche Projekte und Unternehmungen finden müssen, in die wir unsere Mitmenschen einbeziehen können um dort Vertrauen zu schaffen und Ängste, Vorbehalte und Vorurteile abzubauen. Unsere Jugend, die mit der deutschen Sprache und Kultur groß geworden ist, und am besten einzuschätzen weiß, wie wir uns in diesem Punkt verbessern können, ist hier in besonderer Weise um ihre Mithilfe gefragt.

Für uns alle, jung und alt, heißt es, sich zu verhalten, wie es uns der Gesandte Allahs gelehrt hat. Und zu den ersten Fakten, die wir über ihn (sas) lernen, gehört, dass sein Volk, die Quraisch, ihn äußerst feindselig empfangen haben, als er mit dem Licht des Glaubens kam. Und doch gebot er (sas), geduldig zu sein, freundlich und offen und dem Lächeln eine Wohnstätte in unseren Augen zu geben. Feindseliges und verletzendes Verhalten darf in friedlichen Zeiten keinen Platz in unseren Herzen und Taten haben. Der Muslim fällt durch seine Güte auf, nicht durch Raserei, Regelüberschreitung und Rücksichtslosigkeit. Unsere Moschee, liebe Geschwister ist unser Projekt, liegt in unserer aller Hände und ist in unser aller Verantwortung. Und Allah, der Alles Aufzeichnende verspricht durch seinen Propheten Muhammad (sas), dass derjenige, dessen Herz an seiner Moschee hängt, zu jenen gehört, denen Allah Schatten spendet am Tage, an dem es keinen Schatten außer dem Seinen gibt.

„Unser Herr, gewiss, wir hörten einen Rufer, der zum Glauben aufrief: Glaubt an euren Herrn. Da glaubten wir. Unser Herr, vergib uns unsere Sünden, tilge unsere bösen Taten und berufe uns ab unter den Gütigen. 

Unser Herr, und gib uns, was Du uns durch Deine Gesandten versprochen hast, und stürze uns nicht in Schande am Tag der Auferstehung. Gewiß, Du brichst nicht, was Du versprochen hast.”

“Unser Herr, belange uns nicht, wenn wir (etwas) vergessen oder einen Fehler begehen. Unser Herr, lege uns keine Bürde auf, wie Du sie denjenigen vor uns auferlegt hast. Unser Herr, bürde uns nichts auf, wozu wir keine Kraft haben. Verzeihe uns, vergib uns und erbarme Dich unser, denn Du bist unser Schutzherr“

Amin

Seminar: Die Rolle der Moscheen für die Muslime in der westlichen Gesellschaft

من أنشطة رمضان بمسجد عثمان بن عفان بروسلسهايم
ندوة علمية بعنوان”دور المساجد في وحدة المسلمين بالغرب”
:من تأطير
الدكتور عبد القادر بيطار أستاذ محاضر بجامعة محمد الأول بوجدة، والشيخ مبارك كونت إمام مسجد طارق بن زياد بفرنكفورت، والشيخ عبد الرحمن إمام مسجد التوحيد بفيزبادن، والشيخ قسم الصالحي إمام مسجد بدر بفيزبادن، وأخوكم عبد الحق الكواني

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Am Sonntag, 20. Juli 2013 fand in der Othman Ibn Affan Moschee im Rahmen der Ramadanaktivitäten ein Seminar über die Rolle der Moscheen für die Muslime in der westlichen Gesellschaft statt. Mit dabei waren:

  • Dr. Abdelkader Baytar aus Oujda,
  • Sheikh Mubarak, Imam der Tarik-Moschee Frankfurt,
  • Sheikh Abdelrahman von der Tauhid-Moschee, Wiesbaden,
  • Sheikh Kassim Essalhi von der Badr-Moschee, Wiesbaden
  • und unser Imam Sheikh Abdelhak.

Baukonzept für die neue Moschee 2003

Der neue Moscheebau wird als Model veranschaulicht.

Baukonzept Stand Oktober 2003