Hadsch

Ein Jahr ohne Hadsch

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass dieses Jahr keine Pilgerfahrt stattfindet.

Noch im vergangenen Jahr um diese Zeit pilgerten Millionen Gläubige nach Mekka, um die Hadsch zu verrichten. Der Anblick dieser Millionen Gläubigen während der Verrichtung der entsprechenden Rituale war äußerst prägend und beeindruckend.

Doch in diesem Jahr wird sich das leider nicht wiederholen. Stattdessen werden wegen der fortdauernden Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 nur einige Tausende Muslime dieses Jahr die Hadsch nach Mekka verrichten.

Die Pilgerfahrt ist dabei eine besondere Ibada, denn sie vereint zwei verschiedenen Anstrengungen, die der Gläubige auf sich nimmt, um Allahs Wohlwollen zu erlangen.

Zum einen die körperliche Anstrengung, bei der sich der Gläubige gemeinsam mit Millionen Anderen die Kraft für die rituelle Verrichtung nimmt und dann noch die finanzielle Anstrengung, welche mit den ganzen Ausgaben widerspiegelt, welche die Pilgerfahrt mit sich bringt.

In einem Hadith heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung, dass derjenige der die Pilgerfahrt rein von Sünde verrichtet, mit dem Paradies belohnt wird.

Grundsätzlich hat jeder Gläubige die Pilgerfahrt einmal in seinem Leben zu verrichten, sofern er bzw. sie körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

Diese Regel ist jedoch in der aktuellen Zeit im Zusammenhang mit der Angst vor Corona und der damit verbundenen Gefahr für Leib und Leben nicht mehr gültig.

So sagt der Gelehrte Dr. Ali Al-Qurra Dagi dazu in seiner Fatwa, dass beim Bestehen der Gefahr, dass sich die Pilgernden gegenseitig mit dem Virus anstecken könnten, es nicht nur erlaubt sei, sondern sogar eine Pflicht sei die Pilgerfahrt auszusetzen, bis sichergestellt ist, dass keine weitere Gefahr aus dem Virus für die Gläubigen hervorgeht.

Auch weitere Gelehrten stellen mit ihrer Rechtssprechung die Gläubigen von der Pflicht der Pilgerfahrt frei, wenn der Weg dorthin unsicher ist und der Weg zu den Pilgerstätten mit Gefahren behaftet ist.

Liebe Geschwister,

die Behauptung, dass das Aussetzen der Hadsch in diesem Jahr ein Zeichen für das baldige Ende der Welt sei, ist reiner Unsinn. Die Hadsch wurde im Laufe der Geschichte schon mehrmals aus unterschiedlichen und nachvollziehbaren Gründen ausgesetzt.

Auch sei davor gewarnt, die Heiligkeit dieser Ibada für politische oder sonstige Zwecke zu missbrauchen, da dies den Zorn Allahs mit sich bringt.

Die Unterbrechung der Hadsch in diesem Jahr ist jedenfalls eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz aller Gläubigen, die planten die Pilgerfahrt zu verrichten und somit auch zum Schutz der gesamten Menschheit.

Auch können sich diejenigen über Allahs Großzügigkeit und Barmherzigkeit freuen, die die Absicht hatten dieses Jahr die Pilgerfahrt anzutreten, aber wegen Corona daran gehindert wurden, da sie die Belohnung erhalten, als hätten sie die Pilgerfahrt verrichtet.

Dies geht beispielsweise aus einem überlieferten Hadith hervor, in dem Gläubige als Pilger bezeichnet wurden, obwohl sie in Medina blieben, da sie zwar bei der Pilgerfahrt dabei sein wollten, aber aus nachvollziehbaren Gründen verhindert waren. Sie erhielten bei Allah dennoch den Lohn eines Pilgernden.

Möge Allah die Gefahr durch Corona bald zu einem Ende kommen lassen und wieder Normalität in unsere Moschee und auf das Ritual der Hadsch einkehren lassen.

Amin!

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Die Pilgerfahrt

 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener und Gesandter ist.

Liebe Geschwister im Islam,

in wenigen Tagen wird für Millionen Gläubige die großartige Pilgerreise zu den geheiligten Orten beginnen um die fünfte Säule ihres Glaubens zu verrichten.  Jahrelang, wenn nicht ihr ganzes Leben lang, haben sie diesen Moment ersehnt und von ihm geträumt. Und endlich, endlich packt sie Vorfreude und Lampenfieber: die Kaaba in Mekka berühren und auf den Spuren der Propheten und ihrer Gefährtinnen und Gefährten wandeln und ihrem Barmherzigen Schöpfer nahe sein.

Die Pilgerfahrt, liebe Geschwister, ist eine Einladung Allahs an die Muslime, ihren Glauben an Ihn, an Seine Propheten und an das Jenseits zu festigen und zu vervollkommnen. Eine Einladung auch, ihren Charakter zu veredeln, indem sie Geduld und  Rücksicht, Respekt und Geschwisterlichkeit, Selbstlosigkeit und Freigebigkeit zu praktizieren.

Diese Reise, liebe Schwestern und Brüder, ist eine Reise auf verschiedenen Ebenen.

Sie ist ein Aufbruch in die eigene, in die innere Welt, eine Reise des Herzens.

Das Anlegen des Pilgergewands, das Übertreten der Grenze zum heiligen Boden, die Abermillionen Münder, die mit einer gemeinsamen Stimme den ergreifenden Ruf zum Himmel schicken:

Hier bin ich, o Allah, hier bin ich! Hier bin ich, Du hast keinen Teilhaber, hier bin ich!”

Die Umkreisung der Kaaba, der Lauf zwischen den beiden Hügeln, wie ihn die Gattin Abrahams (alayhi as-salām) gelaufen ist, das Verharren auf dem Berge Arafat, die stehende Gebetshaltung und viele, viele Eindrücke mehr, sind Stationen auf dieser Reise, die mit dem Herzen begangen werden und ein Leben lang in lebendiger Erinnerung bleiben.

Eine weitere Reise wird mit dem Hadsch angetreten: die Reise zum Jenseits und zum ewigen Leben.

Die Hadsch, welches der gnadenreiche Koran als Symbol benennt, ist mit vielen Gleichnissen gespickt. So mag beispielsweise der Pilgernde in seinem weißen Pilgergewand auf dem Berge Arafat sich selbst erkennen, wie er einst vor seinem Herren stehen wird.

Sein Weihegewand ist das Leichentuch, die Grenze der heiligen Stätten ist der  Übergang vom Dies- zum Jenseits, und der Berg Arafat der Versammlungsort nach der Auferstehung am Jüngsten Tag.

Und jeder weitere Bestandteil und jeder Ritus der Pilgerfahrt  ist ein geistiges und herzliches, ein wörtliches und praktisches Versprechen des Pilgernden gegenüber seinem Herrn:

Hier bin ich, o Allah, hier bin ich, Hier bin ich, Du hast keinen Teilhaber, hier bin ich. Alles Lob, alle Gnade und alle Herrschaft sind Dein, Du hast keinen Teilhaber, Hier bin ich!“

Weiterhin symbolisiert die Pilgerfahrt eine Reise zu den Geschwistern aus aller Welt. Hier ist der Versammlungsort der Ummah, der Gemeinschaft unseres geliebten Muhammad (ﷺ). Bei den Umkreisungen der Kaaba in der heiligen Stadt treffen Millionen von Muslimen mit ihren unterschiedlichen Sprachen, Herkünften, Farben und Geschichten aus der ganzen Welt aufeinander und bilden einen gemeinsamen Körper, der im Gottesdienst begriffen ist.

Doch vor allem ist die Pilgerfahrt dem Gläubigen eine Reise zum „Hause Allahs”. In diesem Sinne ist sie die Hinwendung zu seinem Schöpfer, dem Allmächtigen. Und sowie der Gläubige mit einem aufrichtigen Herzen in das Haus Allahs einkehrt, wird Allah (Subhanahu wa ta’ala) in das Herz des Gläubigen einkehren und versprechen, dass ihm von nun an ein neuer Start gewährt und sämtliche vorangegangenen schlechten Taten getilgt wurden.

Möge Allah unsere Geschwister, die sich auf die Reise zu Ihm begeben, annehmen und sie mit seinem Schutz geleiten.

Amin.

Mini-Hadsch

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Vergangenen Sonntag organisierte unsere Mutter-Kind Gruppe eine Mini-Hadsch für Kinder.
Dort konnten die Kinder spielerisch den Ablauf einer Pilgerfahrt lernen und konnten gemeinsam essen.
Der Eintritt betrug 1 Euro pro Kind. Der Erlös dieser Veranstaltung ging zu Gute unserer Syrienhilfe.

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‘Aid-Gebet


Lieber Bruder, liebe Schwester,

Wir laden Dich hiermit herzlich zum ‘Aid-Gebet um 8:15 Uhr am Dienstag, 15. Oktober 2013 in unsere Moschee ein.