Demut

Das Verhalten in der Moschee

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad(ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

Liebe Geschwister im Islam,

wer Allah liebt, liebt seine Häuser und sucht sie auf, so oft es ihm möglich ist. Denn hier treffen sich diejenigen, die sich dem Glauben verschrieben haben.  In einer bekannten Überlieferung spricht unser geliebte und verehrte Prophet Muhammad (ﷺ) von sieben Menschen, denen Allah Schatten spenden wird am Tage, an dem es keinen Schatten außer dem Seinen gibt. Und einer von diesen sieben wird derjenige sein, dessen Herz an der Moschee hängt.

Liebe Brüder, liebe Schwestern, wenn der Gast ein Anrecht auf die Großzügigkeit des Gastgebers hat, so gehört es aber auch zu seinen Pflichten, sich über die Bedeutung des Gastgebers im Klaren zu sein, sich auf ihn einzustellen und einen Anstand an den Tag zu legen, der der Würde und Größe des Gastgebers ziemt.

Dem Beobachter einer Moschee und ihrer Besucher wird sich ein Bild zeigen, dass ein großes Maß an angemessenem Verhalten offenbart. So werden überall Gotteshäuser mit Hingabe errichtet und erweitert. Sie präsentieren sich stets in einem gepflegten Zustand und jeder verrichtet ein kurzes Gebet, wenn er die Moschee betritt.

An diesem gesegneten Freitag, liebe Geschwister, wollen wir uns einige weitere sogenannte Anstandsregeln vor Augen führen.

Die Moschee sollte in einem sauberen und ansprechenden Zustand gehalten werden. Sie Sollte hoch gehalten werden. Im Qur´an heißt es nicht, dass Moscheen gebaut, sondern dass sie „erhöht“ werden.

Gotteshäuser sollen von betenden Menschen besucht und gefüllt werden, auch wenn der Gläubige hierfür einen weiten Weg oder große Hitze oder Kälte auf sich nehmen muss. Der Gesandte Allahs (ﷺ) sprach hierzu in ungefährer Übertragung:

Den größten Lohn erhalten diejenigen, die am weitesten zur Moschee laufen. Und je weiter der Weg, desto höher der Lohn. Und wer auf den Imam wartet, um hinter ihm zu beten, hat sich weit verdienter gemacht als derjenige, der(zu Hause) betet und anschließend wieder schlafen geht.”

Leeres und übermäßiges Gerede muss in den Häusern Gottes unterbleiben. Auch hier sprach der Prophet (ﷺ) folgenden Satz:

Gegen Ende aller Zeiten werden die Gespräche in den Moscheen solcher Art  sein, dass Allah an ihnen kein Interesse hat.“

Dem Geist eines Gotteshauses angemessen ist es, die Stimme nicht zu erheben, auch wenn es dem Rezitieren des Qur´an dient.  Muhammad (ﷺ) ermahnte eine Gruppe folgendermaßen:

Ihr alle seid im leisen Gespräch mit Allah. So stört einander nicht. Und erhebt eure Stimme nicht über die der anderen.“

Die Moschee ist nicht der richtige Ort, um Streitereien auszutragen. Wenn der Gläubige schon beim Lesen des Qur´an auf Ruhe achten soll, wie ist es erst bei der Diskussion? Weiterhin wird man schnell feststellen, dass es bei Auseinandersetzungen in der Moschee meist um nichtige und eitle Dinge wie den Gebetsplatz geht oder darum, wer zum Gebet ruft. Ein Gefährte sagte folgenden Satz:

Wer sich in die Moschee setzt, setzt sich zu Allah. Und Ihm gebührt , dass man nur Gutes spricht.“

Der Prophet (ﷺ) ermahnte uns, dass die Moschee nicht dazu genutzt wird, dass in ihr Handel getrieben wird oder dass in ihr  Gedichte gesungen werden oder dass in ihr nach weltlichen Dingen ausgerufen wird.

Ebenfalls sollte ein jeder darauf achten, sein Telefon so einzustellen, dass in der Moschee keine Klingeltöne, Melodien oder Gesänge erschallen. Mit diesen Tönen werden Betende gestört und aus ihrer Meditation gerissen. Auch der Charakter der Moschee als einer Stätte der Andacht wird damit entweiht.

Nach dem ´Adhan, dem ersten Gebetsruf, wird die Moschee nicht mehr verlassen, bis das Gebet zu Ende ist. Ein treuer Gefährte unseres Gesandten (ﷺ) sprach über einen, der genau dies getan hat, dass dieser gerade eben den Gesandten Allahs missachtet hat.

Kinder sollen motiviert werden, in die Moschee zu gehen. Wer allerding seine Kinder mitnimmt, sollte mit ihnen vorher reden und ihnen vermitteln, was eine Moschee ist, welche Bedeutung ihr zukommt und welche Verhaltensregeln zu beachten sind. Außerdem sollte er sie stets im Blick haben, um sie bei Bedarf zu erinnern oder zu ermahnen. Eine Ermahnung erfolgt stets in einem nachsichtigen und ruhigen Ton. Es gilt nicht, sie aus der Moschee zu vertreiben oder sie in der Moschee zu demütigen.

Ein freizügiges oder ordinäres Erscheinungsbild haben Männer wie Frauen zu vermeiden. Insbesondere die Schwestern haben darauf zu achten, dass ihre Erscheinung keine besondere Aufmerksamkeit hervorruft und sich keine Vermischung mit ihren Brüdern ergibt. Aus einem Ausspruch unseres Gesandten (ﷺ) geht hervor, dass die gläubigen Frauen auf Parfüm verzichten, wenn sie in die Moschee gehen.

Eine besondere Rolle kommt den Gotteshäusern in der nichtislamischen Welt zu. Hier werden die Räume auch für gesellschaftliche und festliche Anlässe genutzt. Auch in diesen Fällen gilt es, darauf zu achten, dass der Charakter der Moschee nicht durch weltlichen Gesang, Freizügigkeit und Vermischung der Geschlechter entweiht wird.

Erhaben bist Du, ya Allah, und alles Lob ist Dein! Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Dir allein. Und wir bitten Dich, uns mit einer Art auszustatten, die Deinen Häusern entspricht und Dein Wohlgefallen findet.

Amin

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Omar ibn al-Khattab

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit den Weltenbewohner entsandt wurde (sas).

Liebe Geschwister im Islam,

bereits in der letzten Woche hörten wir Auszüge aus dem Leben von Abu Bakr, einem herausragenden Gefährten unseres Propheten Muhamed (S). Menschen die durch den Quran und der Schule des Propheten (S) zu leuchtenden Vorbilder für die Menschheit geworden sind – deren Namen bis zum Ende dieser Welt ehrfürchtig Erwähnung finden.

Einst bestieg der Prophet (s) einen Berg in Uhud mit Abu Bakr, Omar und Uthman r.a., und der Berg erzitterte unter einem plötzlich aufkommendem Erdbeben. Daraufhin sprach der Prophet (S) zum Berg:

Sei still Berg! Auf dir schreitet ein Prophet, ein Wahrhaftiger und zwei Märtyrer.“

Und der Berg gehorchte, nie wandelten edlere Menschen über ihn.

Heute möchten wir uns an einige der Charaktereigenschaften von dem großen Gefährten Omar ibn al-Khattab erinnern, einem der größten und gerechtesten Anführer den die Menschheit kannte, der Prophet (S) sagte über ihn:

Würde es einen Propheten nach mir geben, würde Omar dieser Mann sein, denn niemand vermag derart gerecht zu sein wie er.”

Und in einer anderen Überlieferung heißt es:

Wahrlich, es gab schon vor euch Menschen unter den Kindern Israels, zu denen gesprochen wurde, ohne dass sie Propheten waren. Wenn sich einer von diesen in meiner Umma befindet, dann ist es Omar.“

Omar zeichnete sich einerseits durch seinen tiefen und demütigen Glauben aus, andererseits war er eine bemerkenswerte Persönlichkeit – der stets unbeirrt der Wahrheit, Gerechtigkeit und Aufrichtigkeit folgte. Einen besonderen Charakter hatte er bereits bevor er den Islam annahm – durch den Islam aber veredelte er seinen Charakter und fand seinen Weg in die islamischen Geschichtsbücher. Er wachte nachts, damit die Menschen schlafen konnten – und er hungerte, damit er den Menschen zu essen geben konnte. Er war so standhaft in seinem rechten Weg, dass der Prophet (S) über ihn sagte:

(…) Sohn des Khattab, bei Dem, in dessen Hand meine Seele ist, wenn Scheitan dich den einen Weg gehen sähe, dann würde er selbst den anderen nehmen“.

An anderer Stelle lobte der Prophet (s) sowohl den Glauben als auch das Wissen von Omar (r.a.). Und der Prophet (S) prophezeite Omar (r.a.) dass er ein Bewohner des Paradieses sein wird – in einem Hadith berichtet der Prophet(S), dass er sich im Traum im Paradies gesehen hat, er machte die Gebetswaschung in der Nähe eines Schlosses aus dem eine Frau heraustrat – er fragte sie, wem gehört dieses Schloss? Und die Frau antwortete: es gehört Omar. Der Prophet (S) sagte, ich erinnerte mich der Eifersucht von Omar und verließ diesen Ort hastig. Als Omar dies hörte, sagte er weinend – O Prophet, wie kann ich dir gegenüber eifersüchtig werden?

Omar hatte ein bemerkenswertes Verantwortungsgefühl – auch als er das Khalifat übernahm, wusste er dass diese Aufgabe eine Bürde ist und keine Bereicherung, eine Versuchung der man mit Demut entgegentreten muss. Er sagte einst, wenn ein Tier zu Tode stürzen sollte, würde ich mich sorgen, dass Allah Omar fragt, warum du diesem Tier keinen Pfad hast errichten lassen auf dem es sicher gehen kann.

Als er das Khalifat übernahm, sprach er zu seinem Volk:

Gehorcht mir solange ihr seht, dass ich Allah in euren Rechten gehorche. Wenn ich Ihm gegenüber ungehorsam bin – so dürft ihr mir kein Gehorsam erbringen. Ein Mann antwortete: O Amir al Mouminin, Bei dem der Mohammed mit der Wahrheit entsandt hat, wenn wir in dir Fehler sehen, werden wir diese zu Not auch mit unseren Schwertern verbessern. Da lächelte Omar und sagte: nichts Gutes wäre in euch, wenn ihr das nicht gesagt hättet. Und nichts Gutes wäre in mir, wenn ich diese Worte nicht zulassen würden.

Über Omar wird berichtet, als er bei einem Sterbenden war, hatte er unmittelbar nach dessen Versterben das Licht ausgemacht, die Anwesenden fragten ihn verwundert: willst du uns nun im Dunkeln lassen? Omar sagte: dieses Öl, welches wir für das Licht benutzen ist nun Eigentum der Waisenkinder – wollt ihr, dass wir deren Erbe zu Unrecht verbrauchen?

Omar zeichnete sich durch seine Beharrlichkeit aus, der Wahrheit zu folgen – gerecht zu handeln, Allahs Gebote und Verbote einzuhalten. Er war ein Herrscher, der mit besten Wissen und Gewissen all seine Kraft für das Wohlergehen seines Volkes einsetzte, ohne in seinem Inneren Hochmut oder Selbstgefälligkeit aufkommen zu lassen und erzog sein Ego mit Demut. Er sagte einst zu seinen Gefährten – wenn ich wollen würde, hätte ich die besten Gewänder und die schönsten Häuser – doch ziehe ich diese Kostbarkeiten im Jenseits vor. 

Von Messerstichen tödlich verletzt sagte Omar vor seinem Tode: Wehe dem Omar, wenn der Gott Omars ihm nicht mit Vergebung und Barmherzigkeit entgegentritt; dies sagend, fing er an zu weinen.

Da sagte einer der Gefährten: ich hörte wie der Prophet sagte: der erste der sein Buch in seiner Rechten nimmt, wird Omar sein. Auch Omar war anwesend, als der Prophet dies sagte – aber der schwere Moment des Todes, ließ es ihn vergessen. Als Omar diese Worte hörte, beruhigte er sich, und bat Abu Musa diese Worte zu wiederholen – dann sagte er: Und Ich bezeuge das es keinen Gott außer Allah gibt und der Prophet sein Gesandter ist – und  verstarb mit diesen Worten auf den Lippen.

Möge sich Allah Omar erbarmen!

Liebe Geschwister im Islam – wo wäre der Stellenwert der islamischen Umah heute, wenn wir Anführer wie Omar hätten – wenn Allah uns solch einen Khalifen schenken würde, der die Muslime vereint und mit Gottesfurcht und Gerechtigkeit führen würde, müssten wir nicht hilflos zusehen, wie unsere Geschwister, unsere Kinder, Mütter und Väter tagtäglich getötet, gefoltert und gedemütigt werden.

O Allah – einige das Wort der Muslime – schenke uns einen Führer der uns vereint und uns in Deinem Namen führt, Amin.

IVAD-EVENT: DEMUT im GEBET – Das Rezept zum Erfolg!

Das IVAD-Team präsentiert diesen Sonntag, 08. September 2013 um 14.30 Uhr in der Aula des Immanuel Kant Gymnasiums, Evreuxring 25, 65428 Rüsselsheim einen weiteren deutschsprachigen islamischen Vortrag.

Dieses mal mit dem Titel: DEMUT im GEBET – Das Rezept zum Erfolg!
Referentin ist Schwester Gökcen Yildirim-Zümrüt.

Alle Brüder und Schwestern sind herzlich zu diesem Vortrag und unserem Rahmenprogramm eingeladen.


Tipp: Reichlich Parkmöglichkeiten gibt es gegenüber auf dem Parkplatz der Walter-Köbel-Sporthalle.

Weitere Infos rund um IVAD und viele schöne islamische Inhalte auch auf facebook.

Anbei der Flyer zum Herunterladen und Weiterleiten.

Demut im Gebet

Freie Übersetzung der ‘Aid-Predigt

Im Namen Allahs, des Gnädigen, des Allbarmherzigen,

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Liebe Geschwister im Islam,

es ist eine Verantwortung die jeder Einzelne von uns trägt – und ganz besonders in den nicht-islamischen Ländern – den wahren Islam zu präsentieren und nach außen zu tragen.

Zuerst muss sich jeder von uns bewusst machen, dass der Islam ein Segen für die Erdenbewohner ist – ein Segen und eine Rechtleitung vom Schöpfer der Himmel und der Erde. Alle Propheten die entsandt wurden, wurden mit dem Islam entsandt. In Surat al Maida spricht Allah über unsere Religion:

Heute habe Ich euch eure Religion vervollkommnet und Meine Gunst an euch vollendet, und Ich bin mit dem Islam als Religion für euch zufrieden.”

Der Islam ist die Religion aller entsandten Propheten – denn „Gewiss, die Religion ist bei Allah der Islam.“. Im Quran berichtet uns Allah über die vorhergehenden Propheten:

Über Jesus (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Wir glauben an Allah, und bezeugen, daß wir Muslime sind – also: Allah ergeben sind.“

Und über Musa (Allahs Wohlgefallen auf ihn) heißt es: Und Musa sagte: “O mein Volk, wenn ihr wirklich an Allah glaubt, dann verlasst euch auf Ihn, wenn ihr Muslime seid“

Über Sulaiman (Allahs Wohlgefallen auf ihn) sagt der Quran: Gewiß, es ist von Sulaiman, und es lautet: ,Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Barmherzigen. Seid mir gegenüber nicht überheblich und kommt als Muslime zu mir’.”

Nuh (Allahs Wohlgefallen auf ihn) spricht im Quran sein Volk an, da heißt es: „Doch wenn ihr euch abkehrt, so habe ich von euch keinen Lohn verlangt. Mein Lohn obliegt nur Allah. Und mir ist befohlen worden, einer der Muslime zu sein.”

Und über Abraham (Allahs Wohlgefallen auf ihn) lehrt der Quran folgendes Bittgebet:
Unser Herr, mache uns zu Muslimen und von unserer Nachkommenschaft eine muslimische  Gemeinschaft“

Und in Surat Ali Imran spricht Allah:

Wer aber als Religion etwas anderes als den Islam begehrt, so wird es von ihm nicht angenommen werden, und im Jenseits wird er zu den Verlierern gehören. 

Die von Allah erwählte Religion für die Menschen ist der Islam! Diesen müssen wir Muslime in all seiner Herrlichkeit, Gnade und Barmherzigkeit präsentieren. Um dies zu können, müssen wir einige Punkte beachten:

1. Dass wir die wahre Lehre des Islams für uns verinnerlichen – und Allah so dienen wie Er es für uns vorgesehen hat. Denn Muslim sein heißt, Allah ergeben sein.

Dazu gehört auch, dass wir einsehen, dass der Mensch nicht frei ist – um zu tun und zu lassen was ihm beliebt – wir sind Allahs Geschöpfe, und Allah hat für uns im irdischen Leben Aufgaben bestimmt, nach denen wir beurteilt werden – Allah spricht im Quran über die Jinn und die Menschen: Und Ich habe die Ginn und die Menschen nur (dazu) erschaffen, damit sie Mir dienen. Ich will weder von ihnen irgendeine Versorgung, noch will Ich, daß sie Mir zu essen geben.

2. Auch gehört dazu, dass wir die Lehren des Islams unseren Kindern vermitteln, ihnen vorleben und versuchen den Islam in ihre Herzen zu pflanzen. Die Eltern werden von Allah danach gefragt werden, ob sie dieser Verantwortung nachgekommen sind. Denn der, der nicht Allahs Religion annimmt ist verloren – welche Eltern wollen, dass ihre Kinder vom Licht in die Finsternis abdriften und in der Ewigkeit verlieren??

3. Als Muslime wollen wir das Gute nicht nur für uns und für unsere Kinder und Angehörige – nein, der Muslim will das Gute für alle Geschöpfe dieser Welt – deswegen ist es auch unsere Aufgabe, den Islam vorbildlich vorzuleben – um andere Menschen durch gute Taten und einen guten Charakter zum Islam einzuladen – und nicht, um sie davor abzuschrecken.

4. Auch müssen die Moscheen zu ihren wahren Aufgaben zurückfinden. Die Mosche ist nicht nur ein Ort zum Beten – sie ist ein Ort um Allah zu gedenken, das Wissen zu mehren, die brüderliche Bande zwischen den Muslimen zu knüpfen und zu stärken. Eine EINHEIT zwischen den Muslimen herzustellen. Die Moscheen sind die Häuser Allahs – sie sind kein Eigentum von irgendwelchen Menschen – sie sind kein Ort für Überheblichkeit, Hochmut oder von Härte. Diejenigen die sich um die Belange dieser Moschee kümmern tun dies demütig Allahs Wohlgefallen erflehend.

Die Aufgabe der Moschee ist es, den Menschen zu formen und zu erziehen – nicht um Wände zu schmücken oder Teppiche zu zieren. Vor Allem die Jugend muss in dieser Moschee eine Anlaufstelle finden ihren Glauben zu erlernen – und zum islamischen Glauben gehört auch die Gemeinschaft, an der festgehalten werden muss. Und – liebe Geschwister – damit die Gemeinschaft nicht zerfällt bedarf es viel Geduld und hohe Charaktereigenschaften eines jeden ihrer Mitglieder. Das bedeutet, seinem Bruder zu vergeben und nicht nachtragend zu sein, nicht die Fehler der anderen zu suchen, nachsichtig und mild zu sein, großherzig und edelmütig in Wort und Tat zu sein damit ein brüderliches Miteinander entsteht.

Allah fordert im Quran zu diesem Zusammenhalt auf und spricht uns an:

Und haltet alle fest am Seil Allahs und geht nicht auseinander!”

Und wenn wir dies nicht befolgen, werden wir keine Stärke besitzen und wir werden eine Opferrolle in der Weltengemeinschaft einnehmen – genau so, wie es zurzeit die traurige Realität ist.

Unser Leben – liebe Geschwister im Islam – unser gesamtes Leben ist der Islam, sowohl unsere Zeit in der Moschee, als auch außerhalb der Moschee, die Zeit während Ramadan, als auch die übrigen Monate im Jahr sind wir Muslime – auch im Umgang mit unseren Mitmenschen müssen wir uns so verhalten, wie es der Islam uns lehrt.

Unser Prophet (S) lehrte uns folgenden Hadith:

Beneidet einander nicht und überbietet (einander beim Handel) nicht, hasst einander nicht, wendet euch nicht voneinander ab, unterbietet einander nicht (beim Kauf), sondern seid Diener Allahs, Brüder im Glauben. Der Muslim ist der Bruder des Muslims, er fügt ihm kein Unrecht zu und lässt ihn nicht im Stich, er belügt ihn nicht und verachtet ihn nicht. Die Gottesfurcht ist hier» – und er zeigt dreimal auf seine Brust. «Es genügt dem Menschen an Schlechten, dass er seinen Bruder verachtet. Jedes Muslim Blut, Hab, Gut und Ehre sind dem anderen Muslim heilig.”

Liebe Geschwister,

heute ist unser Fest des Fastenbrechens, wir beginnen diesen Tag in dem wir Allah verherrlichen, Seine Riten in bester Weise befolgen, in die Moschee kommen und in der Gemeinschaft das Fest-Gebet verrichten, anschließend unsere Geschwister in die Arme nehmen. Heute ist die Gelegenheit Zwietracht zu vergessen, und die Herzen zu reinigen, heute ist der Tag an dem wir unsere Eltern Ehren, unsere Verwandten besuchen, unsere Reihen vereinigen.

Liebe Geschwister im Islam – bittet Allah reumütig um Vergebung für die Sünden, die wir begangen haben.

Bittet Allah um Vergebung und kommt der Verantwortung eurer Kinder nach. 

Bittet Allah um Vergebung und begegnet euren Mitmenschen mit dem Charakter des Islams. 

Bitte Allah um Vergebung und reinigt eure Herzen vor Neid, Hochmut und Hartherzigkeit – und davor, dass wir schlecht über unsere Mitmenschen denken. 

Möge Allah unser Gehorsam, unser Fasten, Beten und Quranlesen annehmen und unsere Sünden tilgen und uns Eintritt in das Paradies schenken.

Amin.