Corona

Geduld im Umgang mit Corona


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir im Zusammenhang mit dem Coronavirus über die Geduld im Umgang mit Herausforderungen und schweren Prüfungen sprechen.

Einerseits macht der Coronavirus derzeit vielen Menschen verständlicherweise Angst und sorgt für eine weltweite Verunsicherung.

Andererseits zieht die Menschheit gerade wegen dieser Krise in noch nie dagewesener Form an einem Strang und fährt das wetteifern in materiellen Dingen runter. Stattdessen werden die Kräfte gebündelt, um gemeinsam an einem Gegenmittel oder einer Impfung gegen diesen Virus zu arbeiten.

Nun ist es Zeit für alle Völker dieser Welt – und dazu zählen auch wir Muslime – Geduld zu üben und sich durch Mitarbeit um eine Lösung zu bemühen.

Allah der Allerhabene prüft uns mit solchen Herausforderungen, damit wir Dankbarkeit zeigen und Demut beweisen. Selbst wenn wir Dingen begegnen, die uns zuwider sind, gilt es positiv zu bleiben und Geduld zu bewahren. So sagt Allah im edlen Koran in Surat Al-Anbiya, Vers 35 mit eindringlichen Worten in der ungefähren Übersetzung:

Jede Seele wird den Tod kosten. Und Wir prüfen euch mit Schlechtem und Gutem als Versuchung. Und zu Uns werdet ihr zurückgebracht.“


Aber warum sollten wir überhaupt Geduld üben?

Zunächst belohnt Allah der Allgnädige und Barmherzige den Geduldigen. Auch schützt uns  die Geduld davor, unüberlegt zu handeln und bewahrt uns vor Resignation, Trauer und Unzufriedenheit. Dies würde uns nämlich nicht weiterhelfen und auch nichts an unserer Situation ändern, sondern würde uns sogar ganz im Gegenteil zusätzlich belasten.

Auch können wir die Zeit in der Quarantäne sinnvoll nutzen, um uns unserem Schöpfer anzunähern, unsere Beziehung gegenüber unserer Familie innerhalb der eigenen vier Wände zu verbessern und den edlen Koran zu rezitieren.

Abschließend sollten wir zuversichtlich sein und auf Allah den Allmächtigen vertrauen, der  letztlich alles zum Guten wenden wird. So lautet unsere Devise in diesen Zeiten:

Je größer die Herausforderung ist, desto größer ist unser Gottvertrauen.

Liebe Geschwister, wir müssen geduldig sein und die Erlösung abwarten. So heißt es dazu sinngemäß in einem äußerst bekannten Koranvers:

[…] Wahrlich, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung.“ 

Möge Allah der Allgnädige uns und all unsere Mitmenschen vor allem Übel beschützen.

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Madrassa der Othman Ibn Affan Moschee wegen Corona vorübergehend geschlossen

Liebe Eltern,

im Rahmen unserer Maßnahmen gegen die Ausbreitung des Coronaviruses hat die Schulverwaltung der Madrassa der Othman Ibn Affan Moschee beschlossen den Unterricht mit sofortiger Wirkung vorerst bis zu den Osterferien auszusetzen.

Das heißt ab heute findet kein Unterricht in der Schule unserer Moschee statt.

Der erste planmäßige Schultag ist daher inschallah erst am 21. April 2020.
Sollte sich daran etwas ändern, werden wir dies zeitnah bekanntgeben.

Bei weiteren Fragen zum Schulbetrieb bitten wir darum unter madrassa@othman-moschee.de per Mail direkt Kontakt mit der Schulverwaltung aufzunehmen.

Möge Allah uns alle und insbesondere unsere Kinder vor schweren Krankheiten bewahren!

Amin.

Wichtige Hinweise im Umgang mit dem Coronavirus

Liebe Geschwister,

als Moschee stehen wir in der Pflicht unser Möglichstes zu tun, um vermeidbare Schäden von der Gesellschaft abzuwenden. Dazu gehört auch auf Basis von aktuellen medizinischen Erkenntnissen vernünftige Maßnahmen zu ergreifen, um dabei zu helfen inschallah eine Ansteckung durch den Coronavirus zu verhindern und eine Verbreitung der damit verbundenen Lungenkrankheit vorzubeugen.

Vorweg sei gesagt, dass das Freitagsgebet in der Othman Ibn Affan Moschee vorerst weiterhin stattfinden wird.

Allerdings ist anzumerken, dass wir uns als Verantwortliche der Moschee vorbehalten, je nach Sachlage diesbezüglich Änderungen vorzunehmen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen. Sollte in den nächsten Wochen das Aussetzen des Freitagsgebets als notwendig erachtet werden, wird es dazu zeitnah entsprechende Ankündigungen auf unserer Webseite und in den sozialen Medien und selbstverständlich in Aushängen vor Ort geben. Informiert euch daher vor dem Besuch des Freitagsgebets, ob es diesbezüglich eine Ankündigung gab.

Bereits jetzt möchten wir jedoch einige konkrete Empfehlungen aussprechen und Maßnahmen ankündigen:

  • Zunächst empfehlen wir ausdrücklich älteren Menschen und Menschen mit einer Immunschwäche oder Personen mit Vorerkrankungen wie zum Beispiel Atemwegserkrankungen, Kreislaufbeschwerden und Diabetes ihre Gebete zu Hause zu verrichten, da diese am stärksten vom Coronavirus gefährdet sind. Auch bitten wir darum, bei grippalen Infekten, Schnupfen und Husten daheim zu bleiben. Sowohl zum Eigenschutz als auch um niemanden anzustecken.
  • Auch wird empfohlen auf unnötigen Körperkontakt zu verzichten und beispielsweise das Händeschütteln oder das Umarmen und Küssen zur Begrüßung aus hygienischen Gründen zu unterlassen.
  • Regelmäßiges gründliches Händewaschen für mindestens 20 Sekunden unter Anwendung von Wasser und Seife oder Desinfektionsmitteln dient ebenfalls der Vorbeugung.
  • Sollte jemand Husten oder Niesen müssen, ist die linke Armbeuge oder ein Taschentuch zu verwenden, das danach im Müll zu entsorgen ist.
  • Aus hygienischen Gründen werden auch die Wasserflaschen und Becher im Gebetsraum entfernt. Wer dennoch etwas trinken möchte, soll sich eine eigene Trinkflasche mitbringen oder die Möglichkeiten ausserhalb des Gebetsraums nutzen und verwendete Becher danach entsorgen. Auch wird es im Eingangsbereich aus hygienischen Gründen vorerst keine Datteln oder anderen Speisen geben. Wir danken dahingehend für das Verständnis und bitten von diesen Punkten abzusehen.
  • Nach Möglichkeit werden wir auch die Abstände zwischen den Gebetsreihen vergrößern, um unnötige Nähe zu vermeiden und die Ansteckungsgefahr zu verringern. Etwaige Anweisungen der Moscheeverwaltung sich gegebenenfalls wo anders hinzusetzen oder sich anders aufzustellen, ist daher ohne weitere Diskussion Folge zu leisten.
  • Auch bitten wir darum beim Betreten und Verlassen der Moschee geduldig und rücksichtsvoll zu sein, um dichtes Gedränge zu verhindern.

Dies sind lediglich die ersten Maßnahmen im Kampf gegen den Virus. Weitere Gegenmaßnahmen folgen!

Abschließend noch ein Ratschlag für den Umgang mit dem Coronavirus außerhalb der Moschee:

Wer selbst nicht zur Risikogruppe gehört, also weder alt ist noch an einer Vorerkrankung leidet und keine Immunschwäche hat, sollte gefährdete Personen in seinem Umkreis unterstützen und beispielsweise für seine Eltern oder Großeltern einkaufen gehen und sich um ihre Erledigungen kümmern, damit sie nicht unnötig überfüllte Orte aufsuchen müssen. Bei gesunden und jungen Menschen ist der Krankheitsverlauf im Falle einer Ansteckung nämlich in der Regel vergleichsweise milder.

Möge Allah uns alle vor dem Virus beschützen, uns eine starke Gesundheit schenken und allen Betroffenen eine baldige Genesung gewähren!

Amin.