Ali

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Ashura

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit entsandt wurde (ﷺ)

Liebe Geschwister im Islam,

den gestrigen Tag nehmen wir zum Anlass, um über die wiederkehrende Tage Allahs zu reden. Jedes Jahr ereilt die Muslime der gesegnete Monat Ramadan, ein Monat in dem wir Vergebung unserer Taten finden und unseren Glauben stärken können. In diesem Monat gibt es die Nacht der Allmacht, die erneut eine besondere Nacht darstellt. Nach Ramadan kommen die Tage der Hajj, die wir jetzt hinter uns gelassen haben und zu den besten Tagen auf Erden gezählt werden. Es sind wiederkehrende besondere Momente, die Allah in Seiner Barmherzigkeit uns geschenkt hat. Auch der gestrige Tag – Jaum 3ashura – ist ein besonderer Tag, den wir Muslime bedenken sollen.

Ein Tag der symbolisch für den Niedergang derjenigen steht, die Allahs Wort und die Muslime bekämpfen. An diesem Tag erlöste Allah das Volk der Juden unter der Führung vom Propheten Musa (a.s.s.) von der Knechtschaft und Sklaverei durch den Pharao und sein Volk. Musa (a.s.s.) und sein Volk wurde gerettet, doch der Pharao und seine Streitmacht ertranken im Wasser. Seitdem gedenken die Juden diesen Tag indem sie ihn fasten als Akt der Dankbarkeit Allah gegenüber.

Dieser Tag symbolisiert aber auch die Vereinigung aller Muslime – so sind diese Gläubige die mit dem Propheten Musa (a.s.s.) standen auch unsere Brüder im Glauben, und sie stehen uns nahe, doch stand der Prophet Muhammad (ﷺ) dem Propheten Musa (a.s.s) noch viel näher, beide sind Brüder im Prophetentum und besondere unter den Auserwählten Allahs unter den Menschen.

Aus diesem Grund lehrte uns der Prophet (ﷺ), dass auch wir diesen Tag gedenken, indem wir ihn fasten und empfahl uns, ebenfalls den Tag davor zu fasten. In einer weiteren Überlieferung heißt es, dass mit dem Fasten am Tag von 3ashura einem die Sünden eines gesamten Jahres vergeben werden. Als die Gefährten des Propheten (ﷺ) dies hörten, setzten sie das in die Tat um und fasteten diese Tage und lehrten ihre Kinder, diese Tage zu fasten – in Hoffnung auf den großen Lohn von Allah.

Dieser Tag zeigt uns, die große Barmherzigkeit Allahs, wie wir mit wenigen Taten großen Lohn erhalten, durch das Fasten eines Tages werden einem die Sünden eines Jahres vergeben. Er zeigt uns aber auch, dass der Mensch Taten vollbringen muss – dass er seine Dankbarkeit Allah gegenüber in Taten umsetzen muss, und das freiwillige Fasten stellt eine Tat der Dankbarkeit dar.

Liebe Geschwister im Islam,

wir gedenken und fasten den Tag von 3ashura nicht, um den Totentag vom Houssain (Allahs Segen und Frieden auf ihn) zu betrauern, wie es viele andere machen – sondern, weil Allah an diesem Tag Mousa (a.s.s) und sein Volk vor dem Pharao errettet hat. Die Bilder die in den Medien gezeigt werden, vermitteln ein befremdliches Gefühl – es passt nicht zur Aqida des Islams. Es wird ein Personenkult betrieben, der vom Propheten Muhammad (ﷺ) stets abgelehnt wurde. Auch wir betrauern den Tod des Enkel des Propheten (ﷺ) Hussain, aber ebenso betrauern wir den Tod seines Vaters Ali (radi allahu ‘anhu ) und noch viel mehr betrauern wir den Tod seines Großvaters, unseres geliebten Propheten Muhamed (ﷺ), aber solche Handlungen stehen im Widerspruch zu unserem Glaubensbekenntnis, zu unserer Aqida.

Möge Allah uns rechtleiten, uns Muslime allesamt einigen, uns stärken und das Unrecht auf dieser Welt beseitigen.

Freie Übersetzung der Freitagspredigt: ʿAlī ibn Abī Tālib

Im Namen Allahs, des Allerbarmers, des Allbarmherzigen.

Alle Herrlichkeit und alles Lob gebührt Allah dem Herrn der Welten.

Frieden und Segensgruß sei über Muhammad, der aus Barmherzigkeit entsandt wurde (sas)

Liebe Geschwister im Islam,

heute führen wir unsere Erinnerungen über die vier rechtgeleiteten Khalifen fort und widmen uns dem Imam Ali ibn Abi Talib – ibn AbdelMuttalib – ibnHashim – dem Cousin des Propheten Muhamed(S). Er ist der Ehemann von Fatima (R.), der Tochter des Propheten und der Vater von Hassan und Houssein – die Enkelkinder des Propheten, über die gesagt wurde, sie seien die Fürsten des Paradieses. Er war der erste unter den jugendlichen, der den Islam annahm – und er lag im Bett an Stelle des Propheten (S) um die Quraisch von Muhamed(S) abzulenken und um ihn zu schützen, als dieser mit Abu Bakr nach Medina auswanderte. Er war einer der zehn, denen noch zu ihren Lebzeiten das Paradies versprochen wurde. Seine Meinung war hoch geschätzt und der Prophet (S) ernannte ihn oft zu seinem Stellvertreter.

Der Prophet (S) bezeugte Ali, dass er Allah und Seinen Propheten (S) liebt – und auch Allah und Sein Prophet lieben ihn. Der Prophet (S) machte gar, die Liebe zu Ali als Zeichen des Imans – Ali zu verabscheuen und zu hassen hingegen, ist ein Zeichen der Scheinheiligkeit. Der Prophet (S) erhob das Ansehen von Ali als er ihn zum Statthalter über Medina ernannte, während der Prophet (S) in die Schlacht Tabuk auszog und tröstete Ali mit den Worten „Tröstet es dich denn nicht, wenn du bei mir den Platz einnimmst, den Haroun für Musa eingenommen hatte – mit der Ausnahme, dass es nach mir keine Propheten mehr gibt“. SubhanAllah – Haroun war der Bruder von Musa – Er wurde nach Musa zu einem Propheten berufen. Wie nah muss dann Ali (R.) dem Propheten (S) gewesen sein?

In einem Hadith sprich der Prophet (S)

Wer Ali Schaden zufügt, der fügt auch mir Schaden zu“.

Der Prophet Muhamed (S) verbrüderte sich mit Ali und sagte

Du bist mein Bruder und ich bin dein Bruder“.

Und der Prophet gab ihm seine Tochter Fatima zur Ehefrau.

Als dem Propheten der Vers

Und warne die Nächsten deiner Sippe.“

offenbart wurde, versammelte er seine Sippe Banu Hashim, und berichtete ihnen über den Quran und dass sie den Islam annehmen müssen, um sich vor den Strafen des Jenseits zu schützen. Als der Prophet mit seiner Rede fertig war, fragte er: Wer von euch nimmt den Islam an? Ein Junge stand auf und rief: Ich glaube daran. Es war Ali ibn AbiTalib (R.).

Alis Glaube an den Propheten und an die Worte der Offenbarung waren unerschütterlich:

Unmittelbar vor der Eröffnung Mekkas durch die Muslime, schlich eine Frau aus der Stadt mit einer geheimen Botschaft von den Quraisch an Ibn Sufian, um ihn zu warnen. Der Engel Gabriel kam zu dem Propheten um ihn diese List mitzuteilen, daraufhin sandte er Ali und Al Subair aus, um diese Frau abzufangen, bevor sie ihre Botschaft weitergeben kann. Als sie sie gefunden haben, sagte diese Frau entschlossen: Ich habe gar keine Botschaft. Und sie schwor, dass sie nichts der Gleichen habe. Ali aber antwortete ihr: “Du lügst! Bei Allah, Gabriel lügt nicht und auch der Prophet Muhamed (S) lügt nicht. Du hast diese Botschaft gib sie raus, sonst werden wir dich durchsuchen und wir werden sie finden.” Als sie sah, wie entschlossen er war, gab sie ihm die Botschaft – sie war in ihren Haaren eingeflochten.

Ali wurde wegen seiner Weisheit und seines Verstandes hoch angesehen, zu einigen seiner niedergeschriebenen Aussagen gehört

Wovor ich mich mit am meisten Fürchte ist den Gelüsten nach zu gehen, und vor der trügerischen Hoffnung der Langlebigkeit. Wenn du deinen Gelüsten folgst, wird es dich von der Wahrheit abbringen – und wenn du hoffst noch lange Zeit zu leben, dann vergisst du das Jenseits“.

Über den Gefährten und Khalifen Ali (R.), der bereits in seiner Jugend den Islam annahm, gibt es so viel Lehrreiches zu berichten, dass es Bücher füllen würde. Diesen Zeilen können Ali (R.) nicht gerecht werden und sollten uns dazu anhalten, mehr über diese großartige Persönlichkeit zu lernen.

Abschließend möchten wir an die besonderen Tage die uns bevorstehen erinnern. Allah der Erhabene erwähnte sie im Quran in Surat Al Fajr, sie sind die die ersten zehn Tage von Dhil-Hijja. Die Tage der Riten der Hajj. Der Prophet (S) sagte über diese Tage, dass es die besten auf Erden sind. In diesen Tagen fällt der Tag ´Arafah, es sind gesegnete Tage in unserer Religion die wir uns bewusst machen  sollten, es sind Tage, in denen wir uns um besonders viele gute Taten bemühen sollten. Unsere Gelehrten lehren uns, dass wir zur Vorbereitung dieser Tage uns unserer Taten besinnen, eine aufrechte Reue ablegen und den Vorsatz fassen sollten, wahrhaftig näher zu Allah zu finden. Wer einen Vorsatz fasst Gutes zu tun, dem wird Allah helfen, dieses Ziel zu erreichen, denn im Quran heißt es:

Diejenigen aber, die sich um Unsertwillen abmühen, werden Wir ganz gewiß Unsere Wege leiten. Und Allah ist wahrlich mit den Gutes Tuenden“