Die Rückkehr zur Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,
in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Rückkehr in die Moscheen sprechen und welcher Segen dies für die Gläubigen ist.

Nach langer Abwesenheit kehren wir endlich wieder zurück zum Haus Allahs, welches wir sehr vermisst haben. Unsere Herzen waren voller Trauer, als wir unserer Moschee fernbleiben mussten. Die Corona-Krise und die Pandemie hat die ganze Welt zum Stillstand gebracht und wir Muslime müssen unsere Lehren aus dieser Prüfung und den damit einhergehenden Herausforderungen ziehen, in dem wir Reue für unsere Sünden zeigen und aufrichtig zu Allah zurückkehren.

Im edlen Koran, in Surat Al-Araf, Vers 168 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die dies nicht waren. Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren mögen.”

Als Muslime müssen wir in unserer Beziehung zu unserem Schöpfer stets ehrlich und aufrichtig sein und haben daher unsere Gebete trotz aller Einschränkungen zu Hause verrichtet. Die Moschee war zwar geschlossen, aber unsere Beziehung zu Allah blieb ungebrochen, insbesondere da uns Allah, der Allerhabene in seiner Großzügigkeit wegen unserer Absicht dennoch so belohnt, als ob wir unsere Gebete in der Moschee verrichtet hätten.

Wir dürfen daher trotz der aktuellen Situation oder wegen Reisebeschränkungen oder gegebenenfalls wegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit nicht nachlässig mit unseren Gebeten und unserem Gottesdienst werden.

Letztlich sollte uns diese Erschwernis in unserem Glauben festigen und uns unseren Iman stärken. Abschließend möchten wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass die Moschee inzwischen wiedereröffnet werden konnte.

Im edlen Koran, in Surat Ibrahim, Vers 7 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und als euer Herr ankündigte: ‚Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist meine Strafe fürwahr streng‘.“

Wir sollten daher unsere Dankbarkeit in Taten und Worten zeigen.

Möge Allah, der Allerhabene in dessen Hand alles liegt uns von diesem Übel befreien und uns und unsere Familien diese Zeit durchstehen lassen.

Amin!