Ramadan als Chance für Veränderung

Liebe Geschwister,

wir sollten uns alle fragen, ob wir inzwischen die Gelegenheit im Ramadan genutzt haben, um die von uns angestrebte positive Veränderung tatsächlich umsetzen. Wir sollten uns weiterhin fragen, was wir eigentlich zum Besseren verändern wollen.

Damit sind jedoch nicht nur oberflächliche Dinge wie unsere Essgewohnheiten gemeint, denn eine Veränderung dessen ist ein Kinderspiel.

Vielmehr ist eine Veränderung unseres Benehmens – unseres Akhlaqs – hin zum Positiven gemeint. So ist dies doch für viele die wahre Herausforderung.

Im edlen Qur’an in Sure Ar-Ra’d, Vers 11 heißt es dazu:

[…] Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. […]”

Auch sagte der Gelehrte Al-Schukani einst, dass es Allahs Gewohnheit sei, dass die Gaben an seine Geschöpfe nicht ändern, bis die Geschöpfe ihr Inneres ändern. Dies kann  zum Negativen hin geschehen. Beispielsweise durch ihre Ablehnung und Leugnung des Islams und durch unislamisches Benehmen wie Lügen, Ungerechtigkeit und das Begehen von Sünden, die allesamt im Widerspruch zum Benehmen eines wahren Gläubigen stehen.

Daher sollte insbesondere der Fastende darauf achtgeben nicht den Sünden zu verfallen.

So heißt es in einem überlieferten Hadith sinngemäß, dass von demjenigen, der beim Fasten Falschaussagen, Lügen und schlechte Taten nicht unterlässt und nur auf das Essen und Trinken verzichtet, das Fasten bei Allah wertlos ist.

Liebe Geschwister,

das Fasten ist doch keine bloße Gewohnheit, bei der wir etwas Fett loswerden können oder unser Wunschgewicht erreichen können, sondern das Fasten ist die Gelegenheit, um schlechte Angewohnheiten loszuwerden. So liebt doch Allah den Fastenden, der ihm nicht mit schlechten Taten begegnet.

Wir dürfen daher keine schlechten Taten unterschätzen, denn auch ein Berg besteht aus vielen kleinen Kieselsteinen.

Im Ramadan sollte daher jeder ein eigenes Program für sich anwenden, um mit einem geregelten Tagesablauf aktiv an uns zu arbeiten.

Nutzt Weiterbildungsseminare. Ihr werden den Unterschied merken und feststellen, dass ihr dadurch zu besseren Muslimen werdet.

Aber keine Sorge. Ihr sollt keine Gelehrten werden oder gar Fatwas aussprechen. Dies ist etwas vor uns der Gesandte Allahs (ﷺ) gewarnt hat. Nein, nein. So ist doch für denjenigen, der Fatwas ohne Wissen ausspricht ein Platz im Höllenfeuer reserviert.

Wir sollen lediglich unser Verständnis des eigenen Glaubens korrigieren, denn insbesondere die aktuelle Krise zeigt wieviele Defizite und Unwissen oftmals über den eigenen Glauben oder den edlen Qur’an besteht. So sollte beispielsweise, während keine Gemeinschaftsgebete in der Moschee stattfinden, diese daheim in den eigenen vier Wänden verrichteten werden.

Abschließend sei gesagt, dass das Fasten eine Schule ist, in der wir Taqwa erlangen können. Wir müssen daher der Sunnah des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen und unser Bestes geben, um uns diesem Vorbild anzunähern. Damit helfen wir uns selbst, stärken unseren Glauben und erreichen das Wohlwollen Allahs.

Diese Gelegenheit im Ramadan sollten wir wirklich nicht unversucht verstreichen lassen, also seid aktiv liebe Geschwister!

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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