Ramadan, der Monat der Erneuerung des Glaubens

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.
Im edlen Qur’an steht in ungefährer Übersetzung:

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”


Liebe Geschwister,

der heilige Fastenmonat Ramadan ist nun gekommen und mit ihm haben wir die Gelegenheit unseren Glauben aufzufrischen, ihn zu stärken und die Möglichkeit Vergebung für unsere Sünden und Verfehlungen zu erhalten.

Ramadan ist weiterhin der Monat der guten Werke und der Hoffnung, denn die Bittgebete der Fastenden werden erhört, insbesondere in der aktuellen Situation mit der Corona-Epidemie.

Im edlen Qur’an in Surat  Al-Maida, Vers 27 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Und verlies ihnen die Kunde von den beiden Söhnen Ādams, der Wahrheit entsprechend, als sie ein Opfer darbrachten. Da wurde es von dem einen von ihnen angenommen, während es vom anderen nicht angenommen wurde. Der sagte: „Ich werde dich ganz gewiß töten.“ Der andere sagte: „Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an.“

Und in einem überlieferten Hadith fordert uns der Gesandte Allahs (ﷺ) dazu auf, stets Hoffnung zu verbreiten und keinen Anlass dafür zu bieten, dass sich Menschen verunsichert abwenden und verzweifeln.

Liebe Geschwister,

abschließend möchten wir auf das Tarawih-Gebet eingehen, dass während des Fastenmonats Ramadan einen besonderen Stellenwert hat und bei Allah dem Allerhabenen schwer wiegt. Ja genauso belohnt wird wie das Fasten selbst.
So heißt es doch dazu in der ungefähren Übersetzung eines überlieferten Hadith:

„Wer fastet und das Tarawih-Gebet regelmäßig verrichtet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“

 

Natürlich würden wir alle gerne das Tarawih-Gebet in der Moschee verrichten, aber dieses Jahr bleiben die Moscheen jedoch im Ramadan aus rationalen Gründen geschlossen, damit die beschlossenen Corona-Schutzmaßnahme und im Sinne von Social Distancing umgesetzt werden können und damit inschallah die Infektionsgefahr verringert wird.

Auch wenn es vom rein emotionalen Standpunkt aus zunächst schwer zu verstehen ist, so müssen wir als Gläubige im Angesicht einer ernstzunehmenden Gefahr eines möglichen Schadens rationale Entscheidungen zum Wohle der gesamten Gesellschaft fällen, zu der wir hier gehören.

So sind wir hier um zu helfen, um Beistand zu leisten und um andere zu beschützen.

Daher hat der Europarat der islamischen Gelehrten entschieden, dass Tarawih zu Hause verrichten werden sollte. Die Familie sollte sich dafür einen Imam aus den eigenen Reihen aussuchen, der dafür aus dem edlen Koran rezitiert.

Abschließend möchten wir noch in dem Zusammengang auf eine häufig gestellte Frage eingehen. So fragte einige Geschwister, ob sie via Internet an einem Gebet teilnehmen können. Dies ist jedoch nicht erlaubt, da eine wesentliche Voraussetzung, nämlich die Anwesenheit eines Imams vor Ort nicht erfüllt ist. Weiterhin ist es wissenswert, dass die Tarawih-Gebete freiwillig Gebete sind und daher auch von Familien zu Hause verrichtet werden können.

Möge Allah der Allerhabene der Corona-Epidemie ein baldiges Ende setzen, uns damit ermöglichen wieder Tarawih in der Moschee zu beten und unsere Mitmenschen vor allem Übel und Leid bewahren!

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.