Ein würdiger Empfang für den Fastenmonat Ramadan

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Ramadan ist der Monat der Vergebung und der Befreiung aus dem Höllenfeuer.

Sehnsüchtig erwarten alle Gläubige jedes Jahr die Ankunft dieses heiligen Monats, damit sie ihre Taqwa und ihren Glauben stärken können und die Gelegenheit nutzen können, um  wenigstens zum Teil mit unseren armen und bedürftigen Mitmenschen mitzufühlen und zeitweise Hunger und Durst zu verspüren

Allah der Allerhabene sagt dazu im edlen Koran in der ungefähren Übersetzung in Surat Al-Baqara, Vers 183:

„O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget“

Nun ist der Fastenmonat Ramadan die Gelegenheit um den eigenen Glauben aufzufrischen und zu erneuern. Wohlgemerkt erreicht uns Ramadan in diesem Jar unter besonderen Umständen, die jedem von uns abverlangen, dass wir zueinander körperlich Abstand halten, um die Infektionsgefahr zu verringern. Diese Maßnahmen erachtet wir als sinnvoll und sind daher weiterhin von uns allen zu befolgen.

Liebe Geschwister, 

die Tatsache, dass uns Ramadan erreicht, während die Moschee geschlossen ist, bedeutet nicht, dass der heilige Monat für uns ohne Nutze sein wird und wirkungslos an uns vorbeizieht. Ganz im Gegenteil! So ist Ramadan doch der Monats des Fastens und der Ibadat und wir alle dürfen diese Pflichten nicht vernachlässigen.

Lediglich Kranke und anderweitig entschuldigte Gläubige dürfen während des Ramadans nicht fasten. Für alle anderen ist es wie gewohnt vorgeschrieben.In einem überlieferten Hadith heißt es weiterhin sinngemäß:

„Wenn der Monat Ramadan kommt, so werden die Tore des Paradieses -bis zum Anschlag- geöffnet und die Tore des Höllenfeuer verriegelt und die Teufel werden in Ketten gelegt “

Mit diesem Wissen sollten wir auch in diesem Jahr Ramadan mit der Verrichtung guter Werke verbringen, großzügig Almosen spenden, den edlen Koran rezitieren und Verwandte zumindest virtuell besuchen. Umso mehr sollten wir uns ins Zeug legen, um den Lohn für das entgangene Tarawih-Gebet aufzuholen und letztlich als Gewinner aus dieser Situation hervorzugehen. So bietet sich diese Zeit beispielsweise an, um das gemeinsame Gebet daheim einzuüben, selbst zum Vorbeter zu werden, den Gebetsruf einzustudieren und den Koran zu studieren. Von all diesen Taten werden wir auch auch nach Ramadan profitieren.

Abschließend möchten wir noch eine Antwort auf eine oft gestellte Frage bezüglich des Fastens zwischen Ramadan und Schaʿbān bieten. So sollte zwischen Fastentagen im Schaʿbān und Ramadan eine Unterbrechung von einen bis zwei Tagen liegen. Durchgängiges fasten zwischen Schaʿbān und Ramadan ist somit nicht gestattet.

Möge Ramadan kommen und diese Epidemie sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern dieser Welt ein Ende finden! Amin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

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