Ramadan der Monat des Spendens


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

spenden und das ausgeben von Almosen an Bedürftige, gehören zu den lohnenswertes und angesehensten guten Taten bei Allah dem Allerhabenen. Auch das Speisen von Fastenden zum Iftar erhöht den Lohn für das eigene Fasten immens.

So gesehen, hat kein Gläubiger eine Ausreden oder einen Einwand, diese guten Werke und Taten während des Ramadans nicht zu verrichten. Der Gesandte Allahs (ﷺ) war dabei im Ramadan noch spendabler und großzügiger gegenüber Bedürftigen und Armen als er es ohnehin schon war.

Bei Allah hat das Spenden für den Iftar von Bedürftigen dabei einen besonders hohen Wert, weil damit die Verrichtung eine Ibada unterstützt wird. In Allahs Großzügigkeit ist daher der Lohn für denjenigen, der einem Fastenden den Iftar ermöglicht, so als habe er selbst gefastet, ohne dass dabei der Lohn des Fastenden gemindert wird.




Die Zakatul-Fitr ist dabei Ausgabe, welche den Muslimen im Jahre 2 nach der Hidschra vorgeschrieben wurde und ist nach Übereinstimmung aller islamischen Gelehrten für jeden Fastenden Gläubigen verpflichtend.

In einem überlieferten Hadith wurde die Zakatul-Fitr zu Zeiten des Gesandten Allahs (ﷺ) mit einer Schüssel Datteln oder Weizen bemessen. Die Zakatul-Fitr soll dabei geringe Verfehlungen während des Fastens eines Gläubigen heilen und zusätzlich die Armen und Bedürftigen unterstützen. Die Zakatul-Fitr wird aktuell mit einem Betrag von 7 Euro beziffert, welche jeder Muslim, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau vor Ende des Fastenmonats entrichten muss.

 




Der Betrag kann auch für Familienmitglieder und Eltern ausgegeben werden, die im eigenen Haushalt leben und soll in der jeweiligen Währung des Landes bezahlt werden, in der derjenige lebt.
In der Zeit der Corona-Pandemie sollte die Ausgabe von Zakatul-Fitr vorzugsweise innerhalb des eigenen Landes erfolgen, da die Not überall groß geworden ist.

Im edlen Koran, Surat Al-Baqara, Vers 261 heißt es dazu:

مَّثَلُ الَّذِينَ يُنفِقُونَ أَمْوَالَهُمْ فِي سَبِيلِ اللَّهِ كَمَثَلِ حَبَّةٍ أَنبَتَتْ سَبْعَ سَنَابِلَ فِي كُلِّ سُنبُلَةٍ مِّائَةُ حَبَّةٍ ۗ وَاللَّهُ يُضَاعِفُ لِمَن يَشَاءُ ۗ وَاللَّهُ وَاسِعٌ عَلِيمٌ

 Das Gleichnis derjenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben, ist das eines Saatkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, (und) in jeder Ähre hundert Körner. Allah vervielfacht, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.”

Wir möchten weiterhin darauf aufmerksam machen, dass die Moscheen in Europa in der aktuellen Krise viel Schaden davon getragen haben und dringend die finanzielle Unterstützung der Gläubigen benötigen. Die Zakat Al-Mal sollte daher vorrangig an die Moscheen gerichtet werden, falls diese auch in Ramadan ausgegeben wird.

Der hohe Rat der islamischen Gelehrten in Europa bestätigte in einer Fatwa, dass die Zakat sogar zwei Jahre im Voraus an die Moscheen entrichtet werden kann, um diesen in der aktuellen Krise unter die Arme zu greifen und deren Betrieb aufrecht zu erhalten.

Liebe Geschwister, die Bittgebete der Fastenden werden erhört! Erhebt daher die Hände bitte darum, dass Allah der Allmächtige uns von dieser Epidemie befreit.

Möge Allah der Erhabene unsere Sadaqa annehmen und uns unsere Sünden dafür vergeben und uns mit dem Paradies belohnen.

Amin!

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

 

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