Freitagspredigt: Die Kenntnis über Allah

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]


Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über unsere Kenntnis über Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) sprechen.

Allah zu kennen ist etwas, was jeden Gläubigen beschäftigen sollte. Denn nur wer weiß, wer und wie Allah ist, kann auch wahrhaftig an Ihn glauben.

Wer Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) nicht kennt, der hat wahrlich verloren und sich im Leben geirrt, selbst wenn er darin materiellen Erfolg erzielen mag.

Ein Grundsatz des Islams ist es, an Allah zu glauben, obwohl wir Ihn nicht sehen können.

So beschreibt sich Allah im edlen Koran in Surat Al-Anam, Vers 103 in der ungefähren Übersetzung wie folgt:

„Die Blicke erfassen Ihn nicht, Er aber erfasst die Blicke. Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige.“

Wir glauben an Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى). Nicht nur mit bloßen Worten, sondern aus fester Überzeugung dessen, dass alles in seiner Hand liegt, er uns erschaffen hat, uns großzügig mit seinem Reich beschenkt hat und uns zum Leben erweckt hat und eines Tages auch sterben lassen wird, um uns danach für unsere Taten zur Verantwortung zu ziehen.

Ein Weg um Allah näher kennen zu lernen, ist es sich mit dem Koran, dem regelmäßigem Gebet in der Moschee und intensiv mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen. 

Auch hilft das Nachdenken über das Universum und den Sinn des Lebens dabei sich Allah anzunähern und Ihn besser kennenzulernen.

Im Koran heißt es dazu in Surat Al-Imran in den Versen 190 bis 191 in der ungefähren Übersetzung:

„In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die Verstand besitzen, die Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend) gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: 

„Unser Herr, Du hast (all) dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers.“

Weiterhin heißt es dazu in Surat Al-Araf Vers 185 in der ungefähren Übersetzung:

„Haben sie sich denn nicht im Reich der Himmel und der Erde umgeschaut und was Allah an Dingen erschaffen hat und, dass ihre Frist vielleicht nahegerückt ist? An welche Aussage nach dieser wollen sie denn (sonst) glauben?“

Nun liegt es bei uns diese Zeichen zu verstehen und entsprechend zu handeln und nicht zu denen zu gehören, die im edlen Koran in Surat al-Gatiya Vers 17 in der ungefähren Übersetzung wie folgt beschrieben werden:

Und Wir gaben ihnen klare Beweise in der Angelegenheit (der Religion). Sie wurden aber erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Missgunst untereinander. Gewiß, dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden, worüber sie uneinig zu sein pflegten.“

Liebe Geschwister,

als Gläubige sollten wir stolz darauf sein Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) zu kennen und uns nicht verstecken, denn Allahs Botschaft an uns ist eine Botschaft der Würde, der Gleichberechtigung und des Friedens.

Wir sollten uns daher nicht scheuen zu sagen, dass wir alhamdulillah Muslime sind.

Ya Allah, hilf uns dabei Dich näher kennen zu lernen, bevor wir am Jüngsten Tag zu Dir zurückkehren. Verzeih unsere Fehler, denn Du bist der Gnädige, der Allverzeihende.

Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.