Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Das Vertrauen auf Allah’s Beistand

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad () Sein Diener, Sein Gesandter ist.

Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister im Islam, As Salamu Alleikum wa Rahmat Allah wa Barakatuh.

Thema unserer heutigen Khutba (in schā’a llāh) ist das Vertrauen auf Allah’s Beistand.

Im edlen Quran heißt es in der ungefähren Bedeutung:

… und wenn ihr ihm keinen Beistand leisten würdet, so steht ihm Allah (ta’ala) bei

Diese Sure wurde 9 Jahre nach der Auswanderung „Al Hidschra” (الهجرة) herab gesandt, als unser Prophet (ﷺ) seine Gefährten dazu aufgefordert hatte, gegen die Römer in Tabuk zu kämpfen.

In dem Jahr herrschten Dürre und Hunger. Es war ein heißes und sehr trockenes Jahr. Aus diesem Grund sind einige der Gefährten (also einige der Sahabis) nicht dem Aufruf des Propheten (ﷺ) gefolgt. Allah (subhanahu wa ta’ala) sandte darauf hin diese Sure herab, um diese Sahabis zu ermahnen und sie daran zu erinnern, dass es der Prophet (ﷺ) mit der Hilfe von nur wenigen Sahabis erfolgreich schaffte auszuwandern und Allah (subhanahu wa ta’ala) ihm dabei beistand. Allah (ta’ala) und sein Prophet (ﷺ) sind nicht auf deren Unterstützung angewiesen und können zweifelsohne auf sie verzichten.

Wie sehr haben wir es heutzutage nötig daran erinnert zu werden zu unserem Glauben und zu unserem Propheten zu stehen, indem wir Qur’an und Sunnah folgen.

Wir haben unsere unterdrückten Geschwistern in Palästina und überall im Stich gelassen. Wir haben unsere Kinder nicht islamisch erzogen. Wir haben unser Geld nicht halal verdient.

Wir haben unsere Frauen nicht dazu angehalten, sich anständig anzuziehen und sich zu benehmen.

Wir haben nicht gerecht gehandelt, wir waren nicht ehrlich und viele unter uns nehmen es mit der Wahrheit ohnehin nicht so genau. Viele nutzen unsere Religion als Fassade, halten Predigten über Erziehung, Moral, Anstand und islamisches Benehmen und vergessen diese Lehren in unseren Familien und Häusern zu praktizieren. La hawla wala quwwata illa billah!

Allah (subhanahu wa ta’ala) braucht uns und unseren Beistand nicht, wir hingegen brauchen IHN schon. ER braucht keine Ummah, die in sich so zerstritten ist, in der jede Gruppe ihren eigenen gescheiterten Staat verwaltet, nur von einem nutzlosen Gipfeltreffen zum nächsten eilt  und nichts zum Wohle der Menschheit beiträgt, allenfalls als Konsumenten agiert.

Allah (ta’ala) erinnert uns im edlen Quran daran, dass ER unserem Propheten (ﷺ) beigestanden hat, als alle Feinde des Islams in Mekka gegen ihn waren und ihn umbringen wollten.

Als Muhammad (ﷺ) mit seinem Gefährten Abu Bakr zur Hidschra aufgebrochen war und die Feinde sie verfolgt hatten, sie beinahe gefangen nehmen und hätten töten können, stand Allah (ta’ala) seinem Propheten bei und ließ ihn nicht im Stich.

Unser Prophet Mohammed (ﷺ) war sich dem Beistand Allah’s immer sicher und hatte keine Sekunde daran gezweifelt. Selbst Suraka ein Verfolger aus Mekka, der mit seinem Pferd den Propheten (ﷺ) und seinen Gefährten fasst erreicht hatte, ist morgens als Feind des Propheten aufgebrochen um ihn aufzusuchen und zu töten und kehrte abends als sein Verteidiger nach Mekka zurück gekehrt, nachdem er die Wunder und den Beistand Allah’s gegenüber seines Propheten sah. Denn immer wenn er kurz davor war den Propheten einzuholen, ist sein Pferd im Sand versunken. Suraka ist bei jedem Versuch beinahe umgekommen.  Unser Prophet (ﷺ) rezitierte währenddessen Qur’an und schaute dabei nicht nach hinten, denn er war sich Allah’s Beistand sicher.

Nach mehreren Anläufen erkannte Suraka erkannt, dass er keine Chance hat den Propheten gegen den Willen Allah’s einzuholen, also bittete er den Propheten (ﷺ), das er es ihm erlaubt gesund zurück zu kehren  und zeigte auf dem Rückweg den Feinden des Islams den falschen Weg, um Muhammad (ﷺ) zu beschützen. Subhana Allah!

Dies zeigt uns, dass wenn wir aufrecht und ehrlich Allah’s Weg befolgen, wir nichts zu befürchten haben, egal was kommt oder wie stark unsere Feinde sind.

Liebe Geschwister im Islam, der Weg zum Paradies liegt in der Befolgung des Propheten in Worten und Taten und unser Stolz und unsere Ehre erreichen wir, in dem wir ihn uns als Vorbild nehmen.

Liebe Geschwister im Islam, wir müssen zum Qur’an und zur Sunnah zurückkehren, damit wir die Chance erhalten mit der jetzigen Zivilisation Schritt halten zu können. Ja diese gar im Guten zu übertreffen!

Liebe Geschwister und alle die voller Sorgen und Kummer sind, voller Sorgen wegen dem was unseren Geschwistern überall auf dieser Welt widerfährt, seid stark , habt Geduld und seid zuversichtlich, dass Allah (subhanahu wa ta’ala) uns beistehen wird, wenn wir standhaft dieser Prüfungen überstehen und an Ihn glauben.

Möge Allah uns Türen zu Seiner Gnade und Seinem Paradies öffnen.

O Allah, lass den edlen Qur’an zum Frühling unserer Herzen und zum Licht unseres Sehens werden. Nimm uns mit dem Qur’an unsere Sorgen und unseren Kummer.

O Allah – schenke uns das Gute im Diesseits und im Jenseits – und schütze uns vor dem Höllenfeuer und Deiner Ungnade.

Gepriesen sei unser Herr – und gesegnet sei unser Prophet ().  Und das letzte unserer Bittgebete sei der Dank und die Lobpreisung Allahs.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.