Freie Übersetzung der Freitagspredigt: Einige Vorzüge des Qur’ans

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Allah der Erhabene spricht im Quran, in Surat Al Israa – über den Quran:

Wenn du den Qur’an vorträgst, machen Wir zwischen dir und denjenigen, die an das Jenseits nicht glauben, einen unsichtbaren Vorhang.“

Liebe Geschwister im Islam,

in unseren Händen befindet sich ein Buch vom Schöpfer der Welten – Allah der Allmächtige hat bei Sich ein bindendes Versprechen abgegeben, dass Er denjenigen, der den Quran liest, über den Quran nachsinnt, ihn in seinem Leben umsetzt und sich von seinen Verboten fernhält – dass Er diesen Menschen im Diesseits nicht in die Irre gehen lässt, und das dieser Mensch am Tage der Auferstehung nicht unglücklich sein wird.

Und Allah hat bei Sich ein bindendes Versprechen abgegeben, dass Er denjenigen, der sich vom Quran abwendet und nicht über seine Verse nachsinnt, oder nicht nach seinen Geboten handelt, dass dieser Mensch ein beengtes Leben im Diesseits führen wird. Und dieser Mensch wird aus Allahs Barmherzigkeit verstoßen und am Tage der Auferstehung wird Schande über ihn kommen und er wird bloß gestellt am Tage des Gerichts vor all den Zeugen.

In Sura Ta-Ha heißt es:

Doch wenn dann von Mir Rechtleitung (= der Quran) zu euch kommt, dann wird derjenige, der Meiner Rechtleitung folgt, nicht irregehen und nicht unglücklich sein. Wer sich aber von Meiner Ermahnung abwendet, der wird ein beengtes Leben führen, und Wir werden ihn am Tag der Auferstehung blind (zu den anderen) versammeln.”

Der Prophet Muhamed (ﷺ) lehrt in einem Hadith:

lest den Quran, denn der Quran wird am Tage der Auferstehung Fürsprache für diejenigen halten, die ihn gelesen haben

– in einer anderen Überlieferung hält uns der Prophet (ﷺ) an, die Suren Al-Baqarah und Ali-Imran zu lesen, denn sie werden am Tage der Abrechnung Schatten über ihre Leser spenden. Und in einer weiteren Überlieferung heißt es:

lest den Quran – denn ein Herz ohne Quran ist wie ein ruiniertes Haus“.

Das Lesen des Qurans vermehrt die guten Taten, der Prophet (ﷺ) sagte in einem Hadith

Lest den Quran! Für jeden Buchstaben den ihr lest, bekommt ihr eine Hassanah, und jede Hassanah wird verzehnfacht – ich sage nicht, Alif-Lam-Mim (آلم) ist ein Buchstabe, sondern Alif ist ein Buchtstabe, Lam ist ein Buchstabe und Mim ist ein Buchstabe.”

Liebe Geschwister im Islam, erinnern wir uns an die Vorzüge des Quran-Lesen, er wird für dich Fürsprache am Tage des Gerichts halten, er wird dir Schatten spenden am Tage der Auferstehung wenn die Hitze der Sonne unerträglich sein wird. Lies den Quran mit wachem Verstand und handle danach, und Allah wird dich um Stufen erhöhen und dein Herz beruhigen. Erhellt eure Behausung mit dem Lesen des Qurans. Lies den Quran und du wirst am Tage der Auferstehung nicht unglücklich sein!

Das Herz, das kein Quran in sich trägt ist ein leeres, ruiniertes, beengtes Herz voller Entbehrungen, ausgestoßen aus Allahs Barmherzigkeit.

Othman Ibn Affan öffnete täglich nach dem Morgengebet den Quran und las bis zum Mittagsgebet – auch als er Khalifa der Muslime war, hielt ihn sein Amt und seine Verpflichtungen nicht vom Quranlesen ab – er sagte

Bei Allah, wenn unsere Herzen rein wären – würden wir niemals satt werden vom Quran“.

Als wir Muslime den Quran vernachlässigt haben, sind wir gefallen und gedemütigt – wir haben unsere Würde und Stärke verloren! In Surat Al-Furqan heißt es:

Und der Gesandte sagt: “O mein Herr, mein Volk mied diesen Qur’an unter Mißachtung.”

Die Gelehrten lehren uns, dass der Quran unter verschiedenen Arten gemieden oder vernachlässigt  werden kann:

Man vermeidet es, ihn zu lesen. Einige vermeiden ihn ganz und gar zu lesen, dass sind die, die irre gegangen sind und irre Leiten – andere vermeiden es, ihn täglich zu lesen!

Oder man vermeidet es, über das Gelesene nachzusinnen: Diese Menschen lesen den Quran mit Auge und Zunge, sind aber weder mit dem Herzen noch mit dem Verstand bei dem was sie lesen. Diese bekommen den Lohn, für das was ihre Zungen sagen – doch erleuchtet der Quran nicht ihre Herzen und ihren Verstand, da sie nicht über ihn nachsinnen. Wie soll man nach dem Quran handeln und leben, wenn man sich nicht bemüht, ihn zu verstehen?

Wieder andere meiden es, den Quran zur Heilung zu nutzen – sie sagen, wie kann ein Wort Heilung bringen?

Und Wir offenbaren vom Qur’an, was für die Gläubigen Heilung und Barmherzigkeit ist; den Ungerechten aber mehrt es nur den Verlust.“

heißt es in Surat Al Israa – auch viele Überlieferungen berichten, wie mit dem Quran geheilt wurde, sowohl körperliches als auch seelisches Leiden. Auch der Prophet suchte körperlichen Schutz im Quran – so las er die Schutzsuren vor dem Schlafengehen und strich dann über seinen Körper.

Und wir meiden es, nach dem Quran und seinen Vorschriften zu richten! Wir Muslime haben eine göttliche Rechtsprechung in unseren Händen, als wir ihr gefolgt sind, waren wir voller Würde und Stolz, wir entwickelten uns mit dem Quran zu einer Weltmacht – doch dann ließen wir davon ab, wir übernahmen von Menschen gemachte Gesetze – und verloren unsere Würde und unsere Stärke.

Liebe Geschwister im Islam, nehmt diese Worte als Erinnerung eure Wohnungen mit dem Quran zu beleben – er wird euch und eure Angehörigen Schützen – euch erleuchten, eure Herzen heilen und beruhigen – doch den größten Nutzen des Qurans wird der Leser am Tage der Auferstehung erleben.