Das Spenden an Bedürftige

﷽ 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten und Segen und Frieden auf unserem edlen Propheten Muhammad (ﷺ), seiner Familie und seinen Gefährten.

Meine lieben Geschwister im Islam,

in der heutigen Freitagspredigt geht es um das Spenden.

Das Spenden und das Geben von Almosen an Bedürftige zählt in unserem Glauben zu den Ibadat. Es ist eine gottesdienstliche Handlung zu der uns Allah (subhanahu wa ta’ala) wieder und wieder auffordert. So können unsere Spenden der Anlass für die Vergebung unserer Sünden sein und damit durch Allahs Barmherzigkeit eine Eintrittskarte ins Paradies darstellen.

Im edlen Qur’an beschreibt Allah (subhanahu wa ta’ala) das Spenden wie folgt:

64_17

In tuqridoo Allaha qardanhasanan yudaAAifhu lakum wayaghfir lakum wallahushakoorun haleem

Wenn ihr Allah ein gutes Darlehen gebt, wird Er es euch vervielfachen und euch vergeben.

Und Allah ist stets zu Dank bereit und nachsichtig. (64:17)

Wir sollten beim Spenden nicht zögern und besonders im Ramadan keine Gelegenheit ungenutzt lassen. So werden wir im edlen Qur’an an folgender Stelle zum Spenden aufgerufen und auch davor gewarnt dies zu unseren Lebzeiten zu vernachlässigen:

63_10

Waanfiqoo min ma razaqnakummin qabli an ya/tiya ahadakumu almawtu fayaqoola rabbilawla akhkhartanee ila ajalin qareebin faassaddaqawaakun mina assaliheen

Und gebt aus von dem, womit Wir euch versorgt haben, bevor zu einem von euch der Tod kommt und er dann sagt: “Mein Herr, würdest Du mich doch auf eine kurze Frist zurückstellen! Dann würde ich Almosen geben und zu den Rechtschaffenen gehören.” (63:10)

So spendet, bevor es zu spät ist und nutzt diese einmalige Chance um Allah (subhanahu wa ta’ala) näher zu kommen, Sein Wohlwollen zu erlangen, das Eigentum zu mehren und Vergebung für unsere Sünden zu erhalten.

Neben dem Koran, sollten wir jedoch auch zu diesem Thema einen Blick auf das Leben unseres geliebten Propheten Muhammad (ﷺ) werfen und schauen wie er uns sein Verständnis davon vorlebte.

Eines Tages ließ unser Prophet (ﷺ) ein Schaf schlachten und das Fleisch davon an Bedürftige verteilen. Am Ende des Tages fragte er (ﷺ) seine Frau Aisha (radi allahu anha), was noch vom Schaf übrig geblieben ist. Sie antwortete, dass alles weg sei bis auf eine Schulter. Daraufhin erwiderte unser Prophet (ﷺ):

Nein Aisha! Alles ist geblieben bis auf eine Schulter, denn nur die Spenden bleiben und werden uns als gute Tat angerechnet.”

In einem weiteren Hadith heißt es sinngemäß, dass kein Reichtum durch Spenden gemindert wird und Allah (subhanahu wa ta’ala) die Stellung derer erhöht, die vergebend und bescheiden sind.

Auch war unser Prophet (ﷺ) im Ramadan stets besonders großzügig und die Prophetengefährten haben nicht selten in der Hoffnung auf das Paradies all ihren Reichtum gespendet.

Meine lieben Geschwister,

Ramadan ist die Chance uns durch Spenden zum Besseren zu verändern, unseren Glauben zu stärken, unsere Schwächen auszugleichen und Allahs Vergebung für unsere Sünden zu erhalten.

Ya Allah! Mach unsere Herzen großzügig und weich! Lass uns das Spenden leicht fallen und im Vertrauen auf Dich mit den Bedürftigen teilen.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.