Die Dankbarkeit

 ﷽ 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad () Sein Diener, Sein Gesandter ist.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Nachdem wir letztes mal über die Gefahren und die Heilung der Zunge sprachen, konzentrieren wir uns heute auf die Dankbarkeit für die vielen unzählbaren Gaben und Segnungen seitens Allah (subhanahu wa ta’ala). Ob nun verborgen oder offenkundig, die Anzahl dieser Gaben und Geschenke sind dermaßen groß, dass wir sie nicht erfassen können. Dabei geht es nicht nur um unser Vermögen, sondern um weitaus mehr!
Zunächst müssen wir uns diese Gaben vergegenwärtigen und ihren wahren Wert erkennen. So kann es sein, dass einer der früher nichts besaß, inzwischen vermögend ist, eine Frau an seiner Seite hat und mit Kindern gesegnet ist. Ein anderer besucht ein Krankenhaus und sieht Menschen, die mit Krankheiten und Behinderungen geprüft werden. So erkennt er in dieser Situation den wahren Wert seiner Gesundheit.
Tagtäglich sehen wir auch Bilder aus Ländern, die von Krieg, Mord und Angst heimgesucht werden. In diesen Momenten müssen wir die Sicherheit, den Frieden und die Stabilität wertschätzen, die wir hier genießen dürfen.

Dieses Prinzip der Wertschätzung gilt für alle Gaben.

So spricht Allah (subhanahu wa ta’ala) in ungefährer Übersetzung im edlen Qur’an:

2_152

Gedenkt Meiner, so gedenke Ich eurer. Seid Mir dankbar und seid nicht undankbar gegen Mich.” [2:152]
und an anderer Stelle heißt es:
16_114
So eßt von dem, womit Allah euch versorgt hat, als etwas Erlaubtes und Gutes, und seid dankbar für die Gunst Allahs, wenn ihr Ihm allein dient.” [16:114]
Nach dem Dank gegenüber Allah folgt der Dank gegenüber den Eltern. So spricht Allah (subhanahu wa ta’ala) dazu im edlen Qur’an in ungefährer Übersetzung:
Sei Mir und deinen Eltern dankbar.
Sei Mir und deinen Eltern dankbar.“ [31:14]
Danach danken wir auch den anderen Menschen. So sprach unser Prophet Muhammad () in folgendem Hadith:
Wer den Menschen nicht dankt, dankt nicht Allah.“
Auch müssen wir bereits für das Wenige dankbar sein, denn wer nicht für das Wenige dankbar ist, der ist auch nicht für das Viele dankbar.
Es bleibt die Frage, wie wir Allah danken können?
Der Dank gegenüber Allah kommt sowohl durch Taten als auch durch Worte zum Ausdruck. Zu den Taten gehört, dass wir die Gaben Allahs auf den Wegen nutzen, die Allah zufriedenstellen. So können wir als Beispiel unsere Gesundheit im Gehorsam gegenüber Allah nutzen und um Sein Wohlgefallen zu erreichen. Unser Vermögen können wir nutzen, um davon zu spenden und es auf dem erlaubten Weg auszugeben. Wir dürfen mit dieser Gabe nicht gegenüber unseren Mitmenschen geizig sein. So wird in einem Hadith Qudsi in sinngemäßer Bedeutung überliefert:
O Sohn Adams, spende, damit Ich für dich spende!“
Unser Wissen müssen wir nutzen um es anderen näher zu bringen. Den Kindern, die Allah uns schenkte, müssen wir eine gute islamische Erziehung bieten. Wir können Allah (ta’ala) aber auch durch Worte und insbesondere durch Bittgebete danken. So ist folgendes Bittgebet von Muhammad (ﷺ) in sinngemäßer Übersetzung überliefert:
Allah, hilf mir Deiner zu gedenken und Dir dankbar zu sein und Dir auf schönste Weise zu dienen!“
Weiterhin verspricht Allah (ta’ala) dem Dankbaren die Zunahme an Gaben und Segen in seiner Versorgung. Im Qur’an steht dazu:
„Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“
Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen.“ [14:7]
Die Undankbarkeit hingegen endet im Untergang. So erging es Qarun, der all seinen Wohlstand sich selbst zuschrieb. Oder auch das Volk von Saba’, als sie die Gaben Allahs verleugneten und dafür mit einer Flut bestraft wurden und Allah (ta’ala) ihre schönen Gärten mit ungenießbaren Früchten austauschte.
Wir bitten Allah (subhanahu wa ta’ala), dass er uns zu Seinen dankbaren Dienern macht und uns zu Seinem Gedenken verhilft.
Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.