Hospizhilfe

Muslimische Hospizhelfer (w/m) für Rüsselsheim gesucht!

Als muslimische(r) Hospizhelfer(in) ist es wichtig – auf die Bedürfnisse der muslimischen Patienten einzugehen und dabei auch der Familie in der letzten Lebensphase beizustehen.

Die Qualifizierung zum muslimischen Hospizhelfer findet bei der Rüsselsheimer Hospizhilfe statt und wird durch eine Zusatzqualifikation in der Othman Ibn Affan Moschee unterstützt.

Du bist…

  • bereit Dich auf andere Menschen einzulassen,
  • in der Lage Dich inhaltlich und theologisch mit dem Tod auseinanderzusetzen,
  • mindestens 18 Jahre alt,
  • psychisch stabil,
  • und sicher in der deutschen Sprache. Sowohl in Wort als auch in Schrift. Weitere Sprachen sind von Vorteil.

Weiterhin bringst du mit:

  • Bereitschaft für die Teilnahme an allen Qualifizierungsbausteinen.
  • 8-12 Stunden Zeit pro Monat um Dich als muslimischer Hospizhelfer zu qualifizieren
  • Einsatzbereitschaft für eine ehrenamtliche Tätigkeit im Namen der Othman Ibn Affan Moschee.

Beginn: Ende Januar 2016

Ort: Rüsselsheimer Hospizhilfe e.V.
Ambulante Hospiz- und Palliativberatungsstelle
August-Bebel-Str. 59
65428 Rüsselsheim

Interesse? Dann trag Dich hier ein!

Anrede:

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Wir bräuchten noch Deine Anschrift, um Dir bei Bedarf Unterlagen über die muslimische Hospizhilfe schicken zu können:

Welche Sprachen sprichst Du?

Hier kannst du uns noch etwas mitteilen, wenn Du möchtest.

Pressebeiträge über die Entstehung der muslimischen Hospizhilfe

Die Rüsselsheimer Hospizhilfe bildet Ehrenamtliche für die Begleitung von schwer kranken und sterbenden Menschen und koordiniert die Einsätze der Helfer. Dabei begleiten die Hospizhelfer zunehmend auch muslimische Patienten, und stoßen bei dieser Aufgabe immer wieder sowohl wegen bestehender Sprachbarrieren als auch aufgrund kultureller und religiöser Unterschiede an Grenzen, wie die der Verein berichtet. So entstand der Wunsch, auch Menschen mit Erfahrungen in diesem Kulturkreis zu Hospizhelfern auszubilden.

Im vergangenen Jahr startete die Hospizhilfe das Projekt „Würdevoll Abschied nehmen in islamischen Familien“, das durch das Programm „Integration im Bündnis für Familie“ (IBF) des Kreises Groß-Gerau gefördert wird. Beteiligt sind neben der Hospizhilfe und dem Büro für Integration des Kreises die Ditib-Gemeinde Rüsselsheim, die Alevitische Gemeinde Mainspitze und die Othman Ibn Affan Moschee.

„Das Projekt will Gemeinsamkeiten und Unterschiede im religiösen und kulturellen Handeln herausarbeiten, um Offenheit und gegenseitige Wertschätzung zu fördern. Andererseits will man einen Beitrag zur Enttabuisierung der Hospizarbeit leisten“, erklärt die Hospizhilfe.

Ein Ziel ist es, Menschen zu erreichen, die als muslimische Hospizhelfer geschult werden. In der letzten Phase des Lebens trete die Muttersprache wieder stärker in den Vordergrund. Es sei für die Patienten eine große Erleichterung, wenn sie mit den Sterbebegleitern in der Sprache ihres Herkunftslands reden könnten, auch wenn sie seit vielen Jahren in Deutschland lebten und sehr gut Deutsch sprechen. Im islamischen Kulturkreis sei es selbstverständlich, dass Männer Männer betreuen und Frauen Frauen.

Presseartikel - Muslimische Hospiizhilfe

Frankfurter Neue Presse, 6. Juni 2015

Stillschweigende Übereinkunft

Ein weiterer Unterschied liegt im Umgang mit dem bevorstehenden Tod: Für Menschen aus dem muslimischen Kulturkreis sei es keineswegs selbstverständlich, dass der Patient die „ganze Wahrheit“ wissen wolle. Es gebe eine Art stillschweigende Übereinkunft, dass man nicht alles offen ausspreche.

Für das Projekt „Würdevoll Abschied nehmen in islamischen Familien“ wurden bereits zahlreiche Einzelgespräche mit islamischen Gemeinden geführt, in denen die Hospizhilfe ihre Arbeit vorgestellt hat. „Die Resonanz war durchweg positiv, so dass derzeit regelmäßige Treffen stattfinden, in denen sowohl inhaltliche als auch konzeptionelle Dinge diskutiert werden“, berichtet Sedef Sertkan vom Büro für Integration des Kreises.

Als erster Schritt wurde das Curriculum der von der Rüsselsheimer Hospizhilfe durchgeführten Ausbildung der Hospizhelfer um wesentliche Merkmale interkultureller und interreligiöser Aspekte in der Begleitung schwer kranker und sterbender Menschen ergänzt.

Eine religionsspezifische Zusatzqualifikation wird noch entwickelt, berichtet Sertkan. Hierbei will die Hospizhilfe mit Experten wie muslimischen Theologen zusammenarbeiten.

Quelle: Frankfurter Rundschau, 10. Juli 2015