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Unsere Moschee öffnet wieder!

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Glaubensgeschwister,

zunächst möchten wir uns bei euch allen für eure Geduld und euer Verständnis insbesondere während des Fastenmonats Ramadan bedanken. Wir hoffen, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen als Muslime inschallah einen Teil dazu beitragen konnten, die Corona-Ansteckungen möglichst gering zu halten, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Die Gefahr durch den Coronavirus ist noch lange nicht vorbei und wird uns wohl noch einige Zeit begleiten. Um es deutlich zu sagen: es gibt immer noch kein Medikament und keine Impfung gegen COVID-19, allerdings bedeutet dies nicht, dass die Welt stehen bleibt. Verantwortungsbewusst wollen wir daher die nächste Phase unserer Corona-Strategie angehen und schrittweise eine Öffnung anstreben.

Wir sind daher froh euch darüber informieren zu können, dass wir inschallah ab dem 8. Juni 2020 unsere Moschee teilweise für gemeinschaftliche Gebete öffnen.

Wohlgemerkt unter Einhaltung von strikten Schutzmaßnahmen bei deren Umsetzung wir auf eure Unterstützung und eure Kooperation angewiesen sind!

Konkret bedeutet dies, dass ab Montag (08.06.2020) zunächst testweise Maghreb und Ishaa zusammengelegt in der Othman Ibn Affan Moschee verrichtet werden können.

Dafür öffnen wir jeweils 15 Minuten vor der Gebetszeit von Maghreb. Maghreb ist laut unserem Gebetskalender am 08. Juni 2020 beispielsweise um 21:33 Uhr. Einlass ist also am Montag ab 21:18 Uhr. Pünktlich zur Zeit von Maghreb erfolgt dann der Athan. 7 Minuten später folgt wie gewohnt die Iqama und wir beginnen mit dem Gemeinschaftsgebet. Direkt im Anschluss beten wir das Ishaa-Gebet. Wer das nicht möchte, kann natürlich auch nach dem Maghreb-Gebet gehen und Ishaa zur gewohnten Zeit zu Hause verrichten. Zur planmäßigen Zeit von Ishaa wird die Moschee jedoch nicht erneut geöffnet. 

Aufgrund der zu erwarteten Besucherströme verzichten wir vorerst weiterhin auf die Freitagsgebete und beschränken uns zunächst auf das zusammengelegte Maghreb und Ishaa-Gebet. 

  • Da die Kapazität der Moschee begrenzt ist und stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen jedem eingehalten werden muss, können wir zunächst voraussichtlich nur 130 Leute gleichzeitig hinein lassen. Gegebenenfalls kann sich die Zahl im Laufe der Zeit noch verändern, wenn weitere Gebetsräume freigegeben werden. Wir bitten insbesondere vorab um Verständnis, falls tatsächlich jemand zu Stoßzeiten abgewiesen werden muss. Zur Einhaltung des Abstands innerhalb der Moschee sind weiterhin die einzelnen Gebetsplätze bereits auf dem Boden markiert. An diese Markierungen ist sich strikt zu halten.

  • Da im Falle einer Infektion nachvollziehbar sein muss, wer wann mit wem Kontakt hatte, müssen Anwesenheitslisten geführt werden. Unsere Ordner nehmen dafür die Namen und die Telefonnummern der Besucher in Listen auf. Wiederkehrende Besucher erhalten der Einfachheit halber beim ersten Besuch eine Karte mit einer festen Nummer und müssen dann nur noch ihre Nummer vorzeigen.

  • Beim Eingang wird es dafür zwei Bereiche geben. Einmal für diejenigen, die schon eine Karte haben und nur ihre Nummer vorzeigen müssen und dann ein Bereich für erstmalige Besucher, die noch eine Karte brauchen. Wir bitten darum sich entsprechend anzustellen. Wer sich nicht anmeldet oder sich nicht registrieren lässt, der darf auch nicht in die Moschee!  
  • Das Mindestalter für den Einlass ist 12 Jahre. Menschen ab 65 Jahren wird empfohlen ihre Gebete zu Hause zu verrichten. Personen mit Krankheitssymptomen (wie zum Beispiel Husten, Schnupfen, Fieber) ist es nicht gestattet zur Moschee zu kommen.
  • Während des ganzen Aufenthalts in der Moschee besteht eine Mundschutzpflicht! Masken sind dafür selbst zu besorgen. Ohne  korrekt angezogene Maske, darf niemand hinein.

  • Damit es bei den Schuhschränken kein Gedränge gibt, wurden die Fächer der Schuhschränke abgeklebt. Stattdessen soll jeder Besucher eine Tüte für seine Schuhe mitbringen und seine Schuhe zu seinem Gebetsplatz mitnehmen. 

  • Weiterhin muss aus hygienischen Gründe jeder Besucher seinen eigenen Gebetsteppich mitbringen. Ohne eigenen Gebetsteppich ist die Verrichtung der Gebete in der Moschee untersagt.
  • Auch weisen wir daraufhin, dass die Waschräume wegen des damit verbunden erhöhten Ansteckungsrisiko geschlossen sind. Die rituelle Waschung ist daher bereits zu Hause zu verrichten. An den Eingängen stellt die Moschee weiterhin Hand-Desinfektionsmittel bereit. Wir bitten daher darum, sich die Hände vor und nach dem Besuch der Moschee zu desinfizieren. Unnötiger Körperkontakt, Händeschütteln und Umarmungen etc. sind zu unterlassen. Sowohl in der Moschee, als auch vor der Moschee ist es untersagt in Gruppen nah beinander zu stehen oder nah beinander zu sitzen.

  • Die Fenster in der Moschee sollen während dem Betrieb gekippt bleiben und wir bitten daher darum, die Fenstergriffe nicht anzufassen!
  • Auch ist das sonstige Inventar wie zum Beispiel die Bücherregale und die Koranexemplare der Moschee aus hygienischen Gründen abgesperrt und soll ebenfalls nicht angefasst werden.
  • Nach jeden Gebet ist die Moschee unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zügig und geordnet zu verlassen, damit unsere Ordner mit dem Desinfizieren der sensiblen Bereiche und dem Lüften der Räumlichkeiten beginnen können. Wir bitten um Verständnis, dass außerhalb der Gebetszeit kein Aufenthalt in der Moschee gestattet ist!

Weitere Verhaltenshinweise erfolgen durch unseren Imam, durch Vorstandsmitglieder unserer Moschee, durch Ordner oder auch durch Aushänge vor Ort. Wir bitten um strikte Einhaltung der Anweisungen, damit der Betrieb der Moschee inschallah fortgesetzt werden kann.

Wir möchten euch allen weiterhin ans Herz legen, dass Verstöße gegen das Hygienekonzept letztlich auch zu einer Schließung unserer Moschee führen können. Wir bitten daher darum unnötige Diskussionen mit unserem ehrenamtlichen Personal zu unterlassen. Auch geht es uns bei dem Hygienekonzept darum uns Stück für Stück heranzutasten, uns bei der Einhaltung der Vorgaben nicht zu überfordern, die Abläufe kontrolliert zu erproben und dann schrittweise – sofern möglich und vertretbar – weitere Lockerungen umzusetzen. Wir danken daher für das Verständnis, dass nicht direkt alle Gebete angeboten werden können. Ebenso kann es aber auch sein, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen, wenn die Einhaltung nicht klappt oder sich die Corona-Fallzahlen negativ entwickeln.

Möge Allah unsere Bemühungen annehmen, den Kranken eine baldige Gesundheit schenken und alle Gebetshäuser vor jeglichem Übel bewahren. Amin!

Gebetszeiten für Juni 2020

Anbei die Gebetszeiten für Juni in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass unsere Moschee derzeit wegen Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen ist und keine Gemeinschaftsgebete stattfinden.

Download (PDF, 2.53MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Die Stärke des Glaubens

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Was verstehen wir unter dem Begriff der Stärke? Manche bemessen ihre Stärke in ihrem finanziellen Vermögen, anderen in ihrer körperlichen Gesundheit, wiederum andere beurteilen ihre Stärke in ihrer sozialen oder beruflichen Stellung.

Auch ist der Zusammenhalt der Gesellschaft eine Form der Stärke.

Allerdings laufen all diese Formen der Stärke Gefahr zu Hochmut zu führen, denn sobald jemand denkt, er wäre unbesiegbar oder gar allmächtig, irrt er sich wahrlich.

Denn die einzig wahre Form der Stärke ist die Kraft, die wir als Muslime aus dem Glauben an Allah dem Allerhabenen schöpfen.

So ist doch Allahs Macht die einzig unbesiegbare und wer seinen Glauben daran vervollkommnet hat, der spürt diese Stärke auch in sich und wird dadurch standhaft gegenüber alle Krisen und Herausforderungen des Lebens.

In einem Hadith lobt der Gesandte Allahs (ﷺ) den Zustand diejenigen, deren Glaube so stark ist, dass sie dankbar sind keine Hochmut zeigen, wenn ihnen etwas Gutes widerfährt, und sich um Allahs Willen in Geduld üben, wenn ihnen scheinbar ein Schaden widerfährt oder sie einer Prüfung konfrontiert werden.

Aischa (radi allahu anha), die Gattin des Propheten (ﷺ) berichtete: „Ich erkundigte mich beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, über die Pest, und er teilte mir mit, dass sie eine Strafe sei, mit der Allah denjenigen heimsuchte, den Er wolle, und daß Allah sie zu einer Barmherzigkeit für die Gläubigen machte. Keiner wird die Heimsuchung der Pest erleben, sich weiterhin in seinem Ort geduldig und in Betracht des Lohns (Allahs) aufhalten – während er weiß, dass ihn nur das trifft, was Allah für ihn bestimmt hat -, ohne daß ihm der gleiche Lohn wie der eines Märtyrers zuteil wird.“ 

Liebe Geschwister,

der Glaube an die Bestimmung ist ein wichtiger Teil unseres Glaubens, ohne den diese nicht vollständig wäre.

Im edlen Koran in Sure Luqman, Vers 34 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Gewiß, Allah (allein) besitzt das Wissen über die Stunde, läßt den Regen herabkommen und weiß, was im Mutterleib ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.”

und in Sure Al-Qamar, Vers 49 heißt es weiterhin:

“Gewiß, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen.”

Wir beten daher und machen Dua für unsere Geschwister und Mitmenschen, die nicht nachgelassen haben, alle Risiken auf sich genommen haben und ihren Pflichten und Aufgaben täglich nachkommen. Diese Geschwister zeigen uns jeden Tag, dass der Glaube stärker ist als die Angst vor einer Ansteckung.

Als Beispiel hat unsere Moschee während des Ramadans trotz der Umstände weiter Iftar an Bedürftige und Studenten ausgeteilt. Unser Imam hat seine Predigten ununterbrochen online zur Verfügung gestellt, um die Gläubigen zu informieren und die Verbindung zur Moschee aufrecht zu erhalten. Viele unserer Geschwister haben trotz geschlossener Türen weiter daran gearbeitet den Betrieb der Moschee in angepasster fortzusetzen.

Möge Allah alle ihre Taten annehmen und sie mit dem Paradies belohnen, Amin!.

Auch die Mitarbeiter der Stadt, die Polizisten, Ärzte und Krankenpfleger leisten jeden Tag unglaubliches, um die Verbreitung des Virus einzudämmen und Kranke zu behandeln. 

Möge Allah ihre Taten ebenfalls reichlich belohnen und sie vor allem Übel beschützen!.

Unsere Glaube verpflichtet uns dazu, alle notwendigen Schritte und Schutzmaßnahmen, strikt zu befolgen, um die Verbreitung und die Gefahr der Ansteckung einzudämmen und uns und andere zu schützen.

Mit Geduld und Vorsicht werden wir inschaAllah gestärkt aus dieser Krise hervor gehen und mit unserem Glauben sämtliche Widrigkeiten überwinden und siegen.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Festpredigt nach Ramadan 2020

Bismillahirrahmanirrahim,

im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen,

liebe Geschwister im Islam,

gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe wir gute Werke verrichten.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind. Wir bezeugen weiterhin, dass Muhammad, Sein Diener und Sein Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die Seinem Pfad und den Weg des Propheten (ﷺ) bis zum Jüngsten Tag folgen. Amin!

Allahu akbar, allahu akbar, la ilaha illallah, allahu akbar, allahu akbar wa lillahil hamd!

Mit dieser Lobpreisung und Huldigung Allahs empfangen wir das heutige Fest im Jahr 1441 nach der Auswanderung bzw. im Jahr 2020 nach christlicher Zeitrechnung.

Unsere Feste sind Feste der Ibadat und der Bittgebete und keine Feste der Sünde und der schlechten Taten. Sich am heutigen Eid zu freuen und dieses zu feiern ist geboten und erlaubt, wir sollten jedoch darauf achten, beim Feiern nicht verschwenderisch zu werden oder Verbotenes zu tun.

Im edlen Koran in Surat Al-Araf, Vers 31, heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“O Kinder Ādams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“

Sich zu freuen und sich gegenseitig zu gratulieren ist an diesem besonderen Tag geboten, denn wir Gläubige freuen uns darüber, dass wir den Fastenmonat Ramadan erlebt haben und darin fasten durften.

Im edlen Koran in Surat Al-Baqara, Vers 31, heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, – damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, daß Er euch rechtgeleitet hat, auf daß ihr dankbar sein möget.” 

Der Muslim freut sich am heutigen Fest sogar doppelt. Einmal über den heutigen Feiertag als Lohn  für das Fasten und dann nochmal am Tag der Begegnung mit Allah dem Allerhabenen, wenn das Fasten zu seinem Fürsprecher wird.

Liebe Geschwister,

  • Bei all der Freude, vergesst jedoch nicht unsere Brüder und Schwestern, die in anderen Ländern leben und Angst um sich und ihre Familien haben. Schließt sie in eure Gebete ein auf das Allah der Allerhabene ihr Leid lindert und ihnen Frieden und Sicherheit schenkt.
  • Weiterhin dürfen wir nicht die Gefahr durch den Coronavirus unterschätzen. Wir beten daher dafür, dass Allah der Allmächtige uns davor beschützt und diese Epidemie schon bald enden lässt.
  • Denkt bei euren Bittgebeten an all die Kranken und bittet Allah den Allgnädigen darum sie zu heilen und sich den Seelen der Verstorbenen zu erbarmen.
  • Auch sollten wir alle dafür beten, damit die Moscheen bald wieder öffnen können und wir die Gelegenheit bekommen sie wieder mit unseren Gebeten zu beleben.

In diesem Sinne gratulieren wir uns in diesem Jahr aus der Ferne und verzichten auf den Körperkontakt, um uns und unsere Liebsten zu schützen.

Feiert in euren Häusern aber beachtet dabei die geltenden Schutzmaßnahmen, um euch und insbesondere eure Kinder vor dem Virus zu schützen!

Abschließend sei gesagt, dass jede Familie das Eid-Gebet zu Hause verrichten kann, welches aus zwei Gebetseinheiten besteht. Dafür sollte der Vorbeter, beispielsweise der Vater, siebenmalig Allahu akbar sagen, anschließend die Al-Fatiha verlesen, danach eine kurze Sure rezitieren und dann in der zweiten Rakaat das gleiche nochmal jedoch mit einem fünfmaligen Takbirat anstelle des siebenmaligen Takbirats. Das Festgebet ersetzt übrigens nicht das Morgengebet.

Möge Allah unser aller Gebete und unser aller Fasten annehmen!

Amin.

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Der Abschied vom Ramadan

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir Ramadan gebührend verabschieden.

Ramadan ist dabei der Monat des Fastens. Darin erziehen wir unser Ego und zügeln unsere Triebe und Neigungen.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir in diesem Jahr die Gelegenheit bekommen haben Ramadan mitzuerleben und uns damit Allah dem Allerhabenen annähern konnten. 

Das Schöne ist, dass sich der Fastende gleich doppelt freuen kann. Zunächst am ende eines jeden Fastentags, wenn er sein Fasten und zum zweiten wenn er am Jüngsten Tag vor seinem Schöpfer stehen wird.

Wer jedoch diesen Monat erleben durfte, ohne sich zu bessern und sich zu ändern und beispielsweise selbst im Ramadan seine Gebete nicht ordentlich verichtete oder vernachlässigt, der hat wahrlich einen großen Verlust.

Oh du, der sich ausschließlich mit der Dunya beschäftigt und sich einbildet ewig in ihr zu verweilen, sei gewarnt, denn der Tod kommt plötzlich und dann wir dein Grab ein Behältnis für deine Taten sein!

Jeder sollte sich fragen, wie es für ihn nach Ramadan weitergeht.

So ist es doch eines der Zeichen, dass das Fasten angenommen wurde, wenn man auch danach mit den guten Taten weitermacht und man nicht zu schlechten taten und Sünden zurückkehrt, die man im Ramadan zu begehen pflegte.

Leider fallen jedoch erfahrungsgemäß viele Gläubige nach dem Ramadan wieder in alte Verhaltensmuster zurück und verlassen das regelmäßige Gebet, legen den edlen Koran beiseite, obwohl wir darin in Surat An-Nahl Vers 92 mit folgenden Worten gewarnt werden:

وَلَا تَكُونُوا كَالَّتِي نَقَضَتْ غَزْلَهَا مِن بَعْدِ قُوَّةٍ أَنكَاثًا تَتَّخِذُونَ أَيْمَانَكُمْ دَخَلًا بَيْنَكُمْ أَن تَكُونَ أُمَّةٌ هِيَ أَرْبَىٰ مِنْ أُمَّةٍ ۚ إِنَّمَا يَبْلُوكُمُ اللَّهُ بِهِ ۚ وَلَيُبَيِّنَنَّ لَكُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ مَا كُنتُمْ فِيهِ تَخْتَلِفُونَ

„Und seid nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in aufgelöste Strähnen bricht, indem ihr eure Eide untereinander als Mittel des Betrugs nehmt, weil eine Gemeinschaft zahlreicher ist als eine andere Gemeinschaft. Allah prüft euch damit nur, und Er wird euch am Tag der Auferstehung ganz gewiß über das Klarheit geben, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.“ 

Auch wird der Zustand des Gläubigen, der nach dem Fasten wieder rückfällig wird mit dem Zustand einer bestimmten Frau verglichen, die zu Zeiten des Gesandten Allahs (ﷺ) lebte und zum Stamm der Quraisch gehörte. Aus verschiedenen Gründen konnte sie nicht heiraten und wurde daraufhin psychisch labil. Allerdings war sie wohlhabend und hatte mehrere Bedienstete. Aus Wut auf die Gesellschaft gründete sie eine Nähfabrik und befahl ihren Bedienstete Kleider zu nähen und diese kurz vor der Fertigstellung wieder aufzulösen.

Handelt nicht wie sie und zerstört nicht den Garn, den ihr zuvor fest gesponnen habt, sondern haltet auch nach Ramadan daran fest.

Möge Allah der Allerhabene unsere aller Fasten annehmen und uns mit dem Paradies belohnen. Amin!

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Lailatul-Qadr – Die Nacht des Schicksals

Im Namen Allahs des Allerbarmers und Allbarmherzigen.
In der heutigen Predigt befassen wir uns mit Lailatul-Qadr der Nacht des Schicksals!
Diese Nacht ist dabei eines der wichtigsten Ereignisse im Laufe des heiligen Fastenmonats Ramadan.
In dieser Nacht wurde der edle Koran auf den Gesandten Allahs herabgesandt und die Botschaft des Islams hat in dieser Nacht begonnen.
Im edlen Koran wurde diese Nacht oft erwähnt und die Stellung und Bedeutung für die Gläubigen verdeutlicht
In Surat Ad-Dukhan, Vers 3 heißt es dazu:

إِنَّا أَنزَلْنَاهُ فِي لَيْلَةٍ مُّبَارَكَةٍ ۚ إِنَّا كُنَّا مُنذِرِينَ

  Wir haben es wahrlich in einer gesegneten Nacht herabgesandt – Wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt –, “
Die Nacht des Schicksals ist dabei eine gesegnete Nacht, welche nur in Ramdan vorkommt. In Surat Al-Baqara, Vers 185 heißt es dazu:

شَهْرُ رَمَضَانَ الَّذِي أُنزِلَ فِيهِ الْقُرْآنُ هُدًى لِّلنَّاسِ وَبَيِّنَاتٍ مِّنَ الْهُدَىٰ وَالْفُرْقَانِ ۚ فَمَن شَهِدَ مِنكُمُ الشَّهْرَ فَلْيَصُمْهُ ۖ وَمَن كَانَ مَرِيضًا أَوْ عَلَىٰ سَفَرٍ فَعِدَّةٌ مِّنْ أَيَّامٍ أُخَرَ ۗ يُرِيدُ اللَّهُ بِكُمُ الْيُسْرَ وَلَا يُرِيدُ بِكُمُ الْعُسْرَ وَلِتُكْمِلُوا الْعِدَّةَ وَلِتُكَبِّرُوا اللَّهَ عَلَىٰ مَا هَدَاكُمْ وَلَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

  Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, – damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, daß Er euch rechtgeleitet hat, auf daß ihr dankbar sein möget.”
Diese Nacht hat ihren Namen bekommen, weil Allah der Allerhabene in dieser Nacht über die Schicksale der Menschen entscheidet. Ihr Leben und ihr Reichtum und welche Gaben sie von IHM bekommen werden und wem diese Gaben vorenthalten werden, wird in dieser besonderen Nacht entscheiden. Auch alles was in dem Jahr passieren wird, wird in dieser Nacht vorherbestimmt.
In Vers 4 von Surat Ad-Dukhan heißt es dazu weiterhin:

فِيهَا يُفْرَقُ كُلُّ أَمْرٍ حَكِيمٍ

  in der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird”
Liebe Geschwister, in dieser Nacht werden gute Taten und Werke bei Allah besonders hoch belohnt. So geht aus einem überlieferten Hadith hervor, dass derjenige der Lailatul-Qadr in Ehrfurcht und Glaube um Allahs Willen durchbetete, Vergebung für alle seine vergangen Sünden erhält.
Der Zeitpunkt dieser Nacht wird dabei auf die letzten zehn Nächte im Ramadan festgestellt. Insbesondere in den ungeraden Nächten. Die Nacht des Schicksals ist dabei eine, welche Allah der Allerhabene für alle seine Geschöpfe vorgesehen hat und bis zum Jüngsten Tag auch in jedem Ramadan in jedem Jahr stattfinden wird, bis das Diesseits sein Ende finden wird.

Aber woran lässt sich Lailatul-Qadr erkennen?

  • So ist ein Anzeichen, dass am nächsten Tag die Sonne weiß erscheint und keine Strahlen erkennbar sind, da eine dichte Anzahl an Engeln mit ihren Flügeln die Strahlen eindämmen und wir beim Sonnenaufgang nur eine weisse Masse sehen können.
  • Zwar gibt es auch noch andere vermeintliche Zeichen für Lailatul-Qadr, wie zum Beispiel dass diese Nacht weder kalt noch warm sei, aber dafür sind keine gesicherten Hadithe oder sonstigen Belege in der islamischen Lehre vorhanden.
  • Auch gibt es andere angebliche Zeichen, die nicht korrekt sind und deren Wahrheitsgehalt sich nicht überprüfen lässt, wie zum Beispiel, dass sich die Bäume in dieser Nacht zum Sujud niederknien würden sich danach wieder aufrichten oder das Salzwaser in dieser Nacht zu Süßwasser wird, oder dass Hunde in dieser Nacht nicht bellen würden und viele andere unsinnige Aussagen, die mit authentischen Überlieferungen nichts zu tun haben.
Die Nacht des Schicksals ist dabei nicht nur für betende Gläubige gedacht, sondern ist auch für alle anderen Muslime in ihren unterschiedlichen Lebensbedingungen vorgesehen und auch relevant. So zum Beispiel für Reisende, Kranke oder Frauen, die gerade ihre Tage haben oder sonstige Lebensumstände, in denen sich die Gläubigen während dieser Nacht befinden.
Liebe Geschwister, lasst uns diese Gelegenheit nicht entgehen!
Möge Allah der Allererhabene uns die Kraft geben, diese Nacht zu erleben und mit Bittgebeten und guten Werken zu verbringen, auf das uns unsere Sünden und Verfehlungen vergeben werden.

Amin. Gepriesen sei Allah der Allerhabene der Herr der Welten!

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Ramadan der Monat des Spendens


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

16_90

Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

spenden und das ausgeben von Almosen an Bedürftige, gehören zu den lohnenswertes und angesehensten guten Taten bei Allah dem Allerhabenen. Auch das Speisen von Fastenden zum Iftar erhöht den Lohn für das eigene Fasten immens.

So gesehen, hat kein Gläubiger eine Ausreden oder einen Einwand, diese guten Werke und Taten während des Ramadans nicht zu verrichten. Der Gesandte Allahs (ﷺ) war dabei im Ramadan noch spendabler und großzügiger gegenüber Bedürftigen und Armen als er es ohnehin schon war.

Bei Allah hat das Spenden für den Iftar von Bedürftigen dabei einen besonders hohen Wert, weil damit die Verrichtung eine Ibada unterstützt wird. In Allahs Großzügigkeit ist daher der Lohn für denjenigen, der einem Fastenden den Iftar ermöglicht, so als habe er selbst gefastet, ohne dass dabei der Lohn des Fastenden gemindert wird.




Die Zakatul-Fitr ist dabei Ausgabe, welche den Muslimen im Jahre 2 nach der Hidschra vorgeschrieben wurde und ist nach Übereinstimmung aller islamischen Gelehrten für jeden Fastenden Gläubigen verpflichtend.

In einem überlieferten Hadith wurde die Zakatul-Fitr zu Zeiten des Gesandten Allahs (ﷺ) mit einer Schüssel Datteln oder Weizen bemessen. Die Zakatul-Fitr soll dabei geringe Verfehlungen während des Fastens eines Gläubigen heilen und zusätzlich die Armen und Bedürftigen unterstützen. Die Zakatul-Fitr wird aktuell mit einem Betrag von 7 Euro beziffert, welche jeder Muslim, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau vor Ende des Fastenmonats entrichten muss.

 




Der Betrag kann auch für Familienmitglieder und Eltern ausgegeben werden, die im eigenen Haushalt leben und soll in der jeweiligen Währung des Landes bezahlt werden, in der derjenige lebt.
In der Zeit der Corona-Pandemie sollte die Ausgabe von Zakatul-Fitr vorzugsweise innerhalb des eigenen Landes erfolgen, da die Not überall groß geworden ist.

Im edlen Koran, Surat Al-Baqara, Vers 261 heißt es dazu:

مَّثَلُ الَّذِينَ يُنفِقُونَ أَمْوَالَهُمْ فِي سَبِيلِ اللَّهِ كَمَثَلِ حَبَّةٍ أَنبَتَتْ سَبْعَ سَنَابِلَ فِي كُلِّ سُنبُلَةٍ مِّائَةُ حَبَّةٍ ۗ وَاللَّهُ يُضَاعِفُ لِمَن يَشَاءُ ۗ وَاللَّهُ وَاسِعٌ عَلِيمٌ

 Das Gleichnis derjenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben, ist das eines Saatkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, (und) in jeder Ähre hundert Körner. Allah vervielfacht, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.”

Wir möchten weiterhin darauf aufmerksam machen, dass die Moscheen in Europa in der aktuellen Krise viel Schaden davon getragen haben und dringend die finanzielle Unterstützung der Gläubigen benötigen. Die Zakat Al-Mal sollte daher vorrangig an die Moscheen gerichtet werden, falls diese auch in Ramadan ausgegeben wird.

Der hohe Rat der islamischen Gelehrten in Europa bestätigte in einer Fatwa, dass die Zakat sogar zwei Jahre im Voraus an die Moscheen entrichtet werden kann, um diesen in der aktuellen Krise unter die Arme zu greifen und deren Betrieb aufrecht zu erhalten.

Liebe Geschwister, die Bittgebete der Fastenden werden erhört! Erhebt daher die Hände bitte darum, dass Allah der Allmächtige uns von dieser Epidemie befreit.

Möge Allah der Erhabene unsere Sadaqa annehmen und uns unsere Sünden dafür vergeben und uns mit dem Paradies belohnen.

Amin!

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

 

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Ramadan als Monat des Sieges

Im Namen Allahs des Albarmers  Albarmherzigen.

In unserer heutigen Predigt geht es um Ramadan als Monat des Sieges. So wird während des Fastenmonats der Glaube gestärkt und die Kraft der Gläubigen aufgeladen. Auch sind die historischen Siege der Muslime im Ramadan ein großes Geschenk Allahs des Allerhabenen an Seine Gläubigen, wie zum Beispiel bei der Schlacht von Badr im Jahre 2 nach der Auswanderung des Gesandten Allahs (ﷺ) nach Medina am 17. Tag des Ramadans, welcher als die Schlacht der Trennung zwischen Gut und Böse und der Trennung zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen bezeichnet wird.
Im edlen Koran, Surat Al-Anfal, Vers 41 heißt es dazu:

وَاعْلَمُوا أَنَّمَا غَنِمْتُم مِّن شَيْءٍ فَأَنَّ لِلَّهِ خُمُسَهُ وَلِلرَّسُولِ وَلِذِي الْقُرْبَىٰ وَالْيَتَامَىٰ وَالْمَسَاكِينِ وَابْنِ السَّبِيلِ إِن كُنتُمْ آمَنتُم بِاللَّهِ وَمَا أَنزَلْنَا عَلَىٰ عَبْدِنَا يَوْمَ الْفُرْقَانِ يَوْمَ الْتَقَى الْجَمْعَانِ ۗ وَاللَّهُ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

“Und wisset: Was immer ihr erbeutet, so gehört Allah ein Fünftel davon und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir auf Unseren Diener am Tag der Unterscheidung (als Offenbarung) hinabgesandt haben, an dem Tag, da die beiden Heere aufeinandertrafen. Und Allah hat zu allem die Macht. “
Und im Jahre 8 nach der Auswanderung wurde Mekka von den Muslimen befreit. Auch wurden in den nachfolgenden Jahren im Verlauf der frühen islamischen Geschichte viele weitere Schlachten zu Gunsten der Gläubigen entschieden, wie zum die Schlacht von Ain Jalut im Jahre 658 nach der Auswanderung, welche gegen die Mongolen gewonnen wurde.
Auch die Schlacht der Befreiung, welche am 10. Tag des Monats Ramadan im Jahre 1393 nach der Auswanderung ausgetragen wurde, welche mit dem Namen berühmt des Oktoberkrieges berühmt wurde.
Liebe Geschwister,
Ramadan hat sich im Verlauf der Gesichte als Architekt und der Zeichner des Schicksals für die Gläubigen herauskristallisiert.
In diesem Monat können die Gläubigen ihren Iman stärken und sich von ihren Zustand zum einem besseren Zustand fortentwickeln.
Im edlen Koran, Surat Al-Imran, Vers 123 heißt es dazu:

وَلَقَدْ نَصَرَكُمُ اللَّهُ بِبَدْرٍ وَأَنتُمْ أَذِلَّةٌ ۖ فَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

“Allah hat euch doch schon in Badr geholfen, als ihr verächtlich erschient. Darum fürchtet Allah, auf dass ihr dankbar sein möget! “
Die Schlacht von Badr hat dabei den Verlauf der Geschichte der Muslime maßgeblich zum Positiven verändert, denn danach hatten die Muslime einen eigenen Staat und konnten die Menschheitsgeschichte konstruktiv mitgestalten.
Zusammengefasst haben die Siege im Ramadan folgende Bedeutungen:
– Der Sieg der Wahrheit gegenüber der Unwahrheit
– Der Sieg von Recht und Gerechtigkeit und der Verwirklichung der Menschenwürde gegen Unrecht und Ungerechtigkeit
– Die Rückkehr der Menschen zum Glauben an Allah den Allerhabenen
– Das Ablegen von Hochmut und die Ausübung von Bescheidenheit
– Die Verbreitung von Brüderlichkeit unter den Menschen ohne Rassismus oder Ausgrenzungen von anderen Mitmenschen.
Liebe Geschwister, in unserer Geschichte finden sich viele Lehren. Nun liegt es an uns, diese zu erkennen.
Letztlich ist alles ist in Allahs Hand und Sein Wille geschehe.
Im edlen Koran, Surat Al-Anfal, Vers 10 heißt es dazu:

وَمَا جَعَلَهُ اللَّهُ إِلَّا بُشْرَىٰ وَلِتَطْمَئِنَّ بِهِ قُلُوبُكُمْ ۚ وَمَا النَّصْرُ إِلَّا مِنْ عِندِ اللَّهِ ۚ إِنَّ اللَّهَ عَزِيزٌ حَكِيمٌ

“Allah machte es nur zu einer frohen Botschaft und damit eure Herzen dadurch Ruhe fänden. Der Sieg kommt ja nur von Allah. Gewiss, Allah ist Allmächtig und Allweise.”
Wohlgemerkt kann der Sieg nur denjenigen zu Teil werden, die fleißig sind und Gerechtigkeit, Gnade und Rücksicht unter den Menschen anstreben und nicht denjenigen die sündigen, faul und ungerecht sind.
Gepriesen und Lob gebührt Allah dem Schöpfer der Welten.
Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Ramadan sinnvoll nutzen, bevor er vorbei ist

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Manche unter uns mögen sagen, dass noch viele Tage vom Ramadan übrig sind und wir darin noch viele gute Taten und Ibadat verrichten können.

Unsere Predigt richtet sich jedoch an diejenigen, die offenbar die Ankunft des heiligen Monats noch nicht in seiner Gänze begriffen haben und sich damit schwer tun, in den ersten Tagen des Ramadans die Nachtgebete zu verrichten und Ausreden suchen wie zum Beispiel, dass das Fasten anstrengend sei oder sie zu müden seien.

In einem überlieferten Hadith wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (ﷺ) dreimalig „Amin“ sagte, während er die Minbar, also die Gebetskanzel bestieg, woraufhin ihn die Gefährten verwundert fragten, was er damit auf sich habe.

  • Der Gesandte Allahs (ﷺ) erwiderte daraufhin sinngemäß, dass beim Besteigen der ersten Stufe der Engel Jibriel zu ihm kam und ihm sagte, dass derjenige verloren habe, der Ramadan zwar erlebt, aber dem am Ende des Monats nicht seine Sünden wurden, woraufhin Muhammad (ﷺ) erstmals „Amin“ antwortete.
  • Bei der nächste Stufe sagte ihm Jibril, dass derjenigen verloren hat, dessen Eltern oder dessen Elternteil miterlebt, aber nicht durch ihr Wohlwollen ins Paradies kommt, woraufhin Muhammad (ﷺ) zum zweiten mal „Amin“ antwortete.
  • Und bei der letzten Stufe sagte Jibriel, dass derjenigen verloren habe, der die Erwähnung des Gesandten Allahs (ﷺ) hört, aber nicht ﷺ  erwidert, woraufhin Muhammad (ﷺ) zum dritten mal „Amin“ antwortete.

So geht es uns in dieser Predigt um die Gruppe von Gläubigen, bei denen der Ramadan noch keine positive Veränderung bewirken konnten, die weder Koran gelesen haben, noch Almosen an die Armen gegeben hat noch die Nachtgebetet verrichten.

Liebe Geschwister,

Ramadan ist der Monat der guten Gelegenheiten. Diese müssen wir wahrnehmen. Dies kann niemand anders stellvertretend für einen tun.

Vergleichbar mit all den Menschen in diesem Land, die ihren Beitrag leisten, um die Corona-Epidemie einzudämmen und unsere Gesundheit zu schützen. Dafür gebührt ihnen unser Dank und unser Respekt.

So wie wir darauf hoffen, dass ein Impfstoff entwickelt wird, um ums alle zu schützen, hoffen wir auch darauf, dass der edle Koran als Heilung für unsere Seelen erkennt wird und allen Menschen zu Gute kommt, so wie es auch die Erkenntnis von gläubigen Wissenschaftlern schon seit jeher tun, wie zum Beispiel

Unser Handel sollte sich aus tiefsten Glauben ableiten lassen, um allen Menschen Gutes zu tun, so wie es gläubige Wissenschaftler vor uns getan haben, Wie Abu r-Raihan Muhammad ibn Ahmad al-Biruni , der eine Formel entwickelte mit der man den Umfang der Erde berechnen konnte.

Aber auch zahlreiche andere muslimische Wissenschaftler haben die Sterne erforscht und in Gruppen aufgeteilt und mit ihren Errungenschaften die Welt verändert.

Wir fordern daher alle muslimischen Wissenschaftler, Forscher und Erfinder auf zum Wohle aller Menschen auf dieser Welt ihre Bemühungen zu vereinen, um einen Impfstoff gegen den Coronavirus zu entwickeln.

Möge Allah den Einsatz aller beteiligten Kräfte segnen und reichlich belohnen, wie zum Beispiel Ärzte, Krankenpfleger, Sanitäter, Polizisten und freiwillige Helfern, die versuchen das das Leid der Menschen zu lindern und Neuinfektionen eindämmen wollen.

Möge Allah sie alle beschützen, Amin!

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Unsere Moschee bleibt aus gutem Grund vorerst geschlossen

Liebe Glaubensgeschwister,

schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass die Othman Ibn Affan Moschee auch weiterhin geschlossen bleibt, da wir schlicht und einfach nicht die Gesundheit und das Leben unserer Mitmenschen gefährden wollen.

Selbstverständlich verstehen wir die Sehnsucht eines jeden Einzelnen die Moschee wieder besuchen zu wollen, allerdings dürfen wir uns nicht emotional zu unüberlegtem oder egoistischem Handeln hinreissen lassen, sondern müssen der Vernunft, den wissenschaftlichen Fakten und allen voran unserem Gewissen folgen.

In aller Deutlichkeit müssen wir daher sagen: Nein! Unsere Moschee soll nicht zu einem Ansteckungsherd für den Coronavirus werden und keine Menschenleben kosten, sondern wir müssen alles daran setzen jegliches Leben zu erhalten und zu schützen. Der Preis für unser Gemeinschaftsgebet darf nicht sein, dass Menschen sterben. Daher bleibt unsere Moschee vorerst geschlossen.

Zwar besteht inzwischen im Rahmen der gesetzlichen Lockerungen eine Erlaubnis den öffentlichen Betrieb der Moscheen unter Einhaltung gewisser Vorgaben wieder aufzunehmen, die sich ausführlich im Ratgeber des Koordinationsrats der Muslime nachlesen lassen, allerdings befreit uns diese Genehmigung auf dem Papier nicht von unserer religiösen Verantwortung zum Wohl der Allgemeinheit zu handeln.

Besonders wir als Muslime sind uns darüber bewusst, dass nicht alles was gesetzlich erlaubt ist, auch automatisch für jeden moralisch richtig sein muss.

Unserer Einschätzung und Erfahrung nach wäre weiterhin die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für eine Öffnung der Moschee vor Ort faktisch kaum realisierbar und würde mit einer unverhältnismäßigen Belastung sowohl gegenüber unseren ehrenamtlichen Helfern als auch gegenüber unseren Moscheebesuchern mehr Probleme und Risiken als Nutzen nach sich ziehen.

Auch historisch betrachtet sind in der Geschichte des Islams bereits Seuchen und Epidemien vorgekommen, auf die selbst bei der ehrenwerten Al-Haram-Moschee als Schutzmaßnahme mit dem Aussetzen der Gemeinschaftsgebete und der Freitagsgebete reagiert wurde bis die Gefahr vorbei war. Daher ist es auch für uns heute geboten diese Maßnahme zu ergreifen, um Schäden abzuwenden.

Und für diejenigen, die jetzt Vergleiche ziehen wollen und fragen, warum aber Supermärkte öffnen, während die Moschee geschlossen bleibt, sei gesagt:

Unsere Moschee ist nicht vergleichbar mit einem Supermarkt. Unsere Moschee unterscheidet sich in seinen Gegebenheiten und den Abläufen auch erheblich von denen einer Kirche. Die Natur des Gottesdienstes ist eine andere und insbesondere der zu erwartende Besucherstrom im Ramadan ist eine erhebliche Herausforderung. Deswegen lassen sich auch nicht einfach die selben Maßstäbe wie bei anderen Einrichtungen ansetzen.

Liebe Geschwister, schließt alle Moscheen in eure Gebete ein und bleibt trotz körperlicher Distanz im Herzen mit den Gotteshäusern verbunden, so wie auch Allah der Allerhabene dem Gläubigen stets nahe ist.

إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا

Gewiss, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung.” (94: 6)


Wir nennen an dieser Stelle auch ganz bewusst kein konkretes Datum für eine Wiedereröffnung, da nur Allah der Allwissende das Verborgene kennt und wir keine Vorhersagen über die ungewisse Zukunft treffen können. Sollte sich etwas an der Sachlage ändern, werden wir dies bekannt geben. Wir bitten daher auf dahingehende Nachfragen zu verzichten. Auch hat diese Stellungnahme nur Gültigkeit für unsere Moschee. Wir wünschen daher jeder Moscheegemeinde viel Erfolg dabei ihren individuellen Weg durch die Corona-Krise zu finden.

Möge Allah unsere Bemühungen akzeptieren, unser Fasten im Ramadan annehmen, die Kranken genesen lassen und allen eine starke Gesundheit schenken.

Amin!

Ramadan als Chance für Veränderung

Liebe Geschwister,

wir sollten uns alle fragen, ob wir inzwischen die Gelegenheit im Ramadan genutzt haben, um die von uns angestrebte positive Veränderung tatsächlich umsetzen. Wir sollten uns weiterhin fragen, was wir eigentlich zum Besseren verändern wollen.

Damit sind jedoch nicht nur oberflächliche Dinge wie unsere Essgewohnheiten gemeint, denn eine Veränderung dessen ist ein Kinderspiel.

Vielmehr ist eine Veränderung unseres Benehmens – unseres Akhlaqs – hin zum Positiven gemeint. So ist dies doch für viele die wahre Herausforderung.

Im edlen Qur’an in Sure Ar-Ra’d, Vers 11 heißt es dazu:

[…] Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. […]”

Auch sagte der Gelehrte Al-Schukani einst, dass es Allahs Gewohnheit sei, dass die Gaben an seine Geschöpfe nicht ändern, bis die Geschöpfe ihr Inneres ändern. Dies kann  zum Negativen hin geschehen. Beispielsweise durch ihre Ablehnung und Leugnung des Islams und durch unislamisches Benehmen wie Lügen, Ungerechtigkeit und das Begehen von Sünden, die allesamt im Widerspruch zum Benehmen eines wahren Gläubigen stehen.

Daher sollte insbesondere der Fastende darauf achtgeben nicht den Sünden zu verfallen.

So heißt es in einem überlieferten Hadith sinngemäß, dass von demjenigen, der beim Fasten Falschaussagen, Lügen und schlechte Taten nicht unterlässt und nur auf das Essen und Trinken verzichtet, das Fasten bei Allah wertlos ist.

Liebe Geschwister,

das Fasten ist doch keine bloße Gewohnheit, bei der wir etwas Fett loswerden können oder unser Wunschgewicht erreichen können, sondern das Fasten ist die Gelegenheit, um schlechte Angewohnheiten loszuwerden. So liebt doch Allah den Fastenden, der ihm nicht mit schlechten Taten begegnet.

Wir dürfen daher keine schlechten Taten unterschätzen, denn auch ein Berg besteht aus vielen kleinen Kieselsteinen.

Im Ramadan sollte daher jeder ein eigenes Program für sich anwenden, um mit einem geregelten Tagesablauf aktiv an uns zu arbeiten.

Nutzt Weiterbildungsseminare. Ihr werden den Unterschied merken und feststellen, dass ihr dadurch zu besseren Muslimen werdet.

Aber keine Sorge. Ihr sollt keine Gelehrten werden oder gar Fatwas aussprechen. Dies ist etwas vor uns der Gesandte Allahs (ﷺ) gewarnt hat. Nein, nein. So ist doch für denjenigen, der Fatwas ohne Wissen ausspricht ein Platz im Höllenfeuer reserviert.

Wir sollen lediglich unser Verständnis des eigenen Glaubens korrigieren, denn insbesondere die aktuelle Krise zeigt wieviele Defizite und Unwissen oftmals über den eigenen Glauben oder den edlen Qur’an besteht. So sollte beispielsweise, während keine Gemeinschaftsgebete in der Moschee stattfinden, diese daheim in den eigenen vier Wänden verrichteten werden.

Abschließend sei gesagt, dass das Fasten eine Schule ist, in der wir Taqwa erlangen können. Wir müssen daher der Sunnah des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen und unser Bestes geben, um uns diesem Vorbild anzunähern. Damit helfen wir uns selbst, stärken unseren Glauben und erreichen das Wohlwollen Allahs.

Diese Gelegenheit im Ramadan sollten wir wirklich nicht unversucht verstreichen lassen, also seid aktiv liebe Geschwister!

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Ramadan in Zeiten von Corona

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

in dieser Predigt wollen wir über Ramadan in Zeiten von Corona sprechen.

Das Fasten ist für die Gläubigen die Gelegenheit den eignen Glauben zu stärken und erneut Energie und Kraft aufzuladen.

Das Fasten lässt uns auch jedes Jahr in Hinsicht auf Mitgefühl mit den Armen und Bedürftigen sensibler werden und korrigiert unsere Beziehung zu Allah dem Allerhabenen und gegenüber unseren Mitmenschen.

Das Fasten wird dabei von den Gelehrten als eine islamische Pflicht definiert, welche sich äußerlich dadurch zeigt, dass wir von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang kein Essen oder Trinken zu uns nehmen und keinen Beischlaf praktizieren, aber damit endet das Fasten bei Weitem nicht. Das Fasten geht weit darüber hinaus.

Leider hat sich bei vielen Muslimen die schlechte Angewohnheit etabliert, dass sie kurzerhand den Tag zur Nacht gemacht haben und umgekehrt. So schlafen einige von ihnen einfach tagsüber und bleiben nachts wach und feiern ohne den wirklichen Sinn dahinter zu erkennen oder zu verstehen. So zügeln sie nicht ihr Benehmen und übertreiben maßlos beim Fastenbrechen mit alle dem, was sie essen, trinken oder sonst noch tun.

Dabei lehrt uns insbesondere der Ramadan ein wichtiges und grundlegendes Prinzip des Islams.

Nämlich das Mittelmaß, das wir bei allem was wir tun als Maßgabe wählen sollten.

Beispielswiese ist uns das Essen zwar erlaubt und natürlich auch notwendig, aber besonders im Ramadan sollten wir darauf achten zum Wohl der eigenen eigenen Familie nicht dabei zu übertreiben.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Araf, Vers 31 sagt Allah der Allerhabene dazu in der ungefähren Übersetzung:

O Kinder Ādams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“ 

Wir dürfen daher nicht die Armen vergessen, die sowohl im Ramadan als auch nach Ramadan unter ihrer Not leiden, kein Essen, kaum zu Trinken oder sogar kein Dach über dem Kopf haben.

Es ist daher unsere Aufgabe ihr Leid im Ramadan zu lindern, damit sie während des heiligen Fastenmonats nicht auch noch doppelt leiden müssen.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Insan, Vers 8 sagt Allah der Allerhabene in der ungefähren Übersetzung:

„und sie geben – obwohl man sie liebt – Speise zu essen einem Armen, einer Waisen und einem Gefangenen“

Es wäre daher besser anstelle von den üblichen Iftareinladungen innerhalb der Familie, bei denen man Nettigkeiten austauscht, diese Sunnah der Großzügigkeit auf Bedürftige auszuweiten.

Denn wie können wir uns die Bäuche füllen, während wir die dabei den wahren Sinn des Ramadans aus den Augen verlieren und die Bedürftigen vergessen?

In einem überlieferten Hadith sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) sinngemäß:

„Wer einen Fastenden zum Essen gibt, dem wird die gleiche Belohnung zum Teil, wer der Fastende selbst, ohne dass die Belohnung des Fastenden dadurch gemindert wird.“

Liebe Geschwister, das ist das Mindeste, was wir in diesem heiligen Monat machen können.



Wenn wir schon nachts lange aufbleiben, dann sollte wir diese Zeit in Bittgebeten oder freiwilligen Gebeten verbringen und nicht mit sinnloser Zeitverschwendung verplempern.

In Surat Al-Baqara, Vers 185 steht dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, …“

Trotz der aktuellen Corona-Krise können wir im Ramadan an unserem Akhlaq, sprich unserem Benehmen arbeiten, indem wir den heiligen Monat mit Ibadat, Koranrezitationen, freiwilligen Nachgebete und in der Verrichtung guter Werke verbringen.

So werden doch die Bittgebete der Fastenden erhört. Erhebt also eure Hände und sprecht reichlich Dua.

Ya Allah! Bitte lass diese Epidemie sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern dieser Welt ein Ende finden und unsere Zeit im Ramadan segnen! Oh Allah, gib uns Kraft und Geduld, um diese Krise gut zu überstehen und wende jeglichen Schaden von uns allen ab.

Amin.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Gebetszeiten für Mai 2020

Anbei die Gebetszeiten für Mai in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass unsere Moschee derzeit wegen Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen ist und keine Gemeinschaftsgebete stattfinden.

Download (PDF, 2.6MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Auch gibt es zusätzlich speziell für die Fastenzeit einen eigenen Ramadan-Kalender. Mehr dazu hier.

Die Sunnah beim Iftar

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen,
In dieser kurzen Botschaft wollen wir vermitteln, wie unser aller Vorbild und geliebter Prophet Muhammad (ﷺ) das Fasten zu brechen pflegte.

Dafür wollen wir auf 3 wichtige Empfehlungen eingehen, die sich authentischen Hadithen entnehmen lassen:

  • Zunächst ist es eine Sunnah das Fasten mit Datteln oder Wasser zu brechen, denn dies tat auch der Gesandte Allahs, wie uns von seinem Gefährten Anas Ibn Malek (radi allahu anhu) überliefert wurde.
  • Weiterhin ist eine Sunnah nicht mit dem Fastenbrechen zu zögern und es nach den Sonnenuntergang zu verschieben.

In einem Hadith heißt es dazu sinngemäß, dass es den Menschen gut ergehen würde, wenn sie den Iftar zeitig begehen.

Und zu guter Letzt ein ganz besonders wichtiger Hinweis, der zugleich auch ein Grundprinzip des Islams darstellt:

Das Mittelmaß!

So übertreibt nicht mit beim Fastenbrechen mit dem Essen oder Trinken.

Gemäß eines durch Ahmad und At-Tirmidhi überlieferten Hadith ist dabei ein gute Einteilung, dass der Gläubige ein Drittel seines Magens für Essen, ein Drittel für Trinken und ein Drittel seine Magens für die Luft nutzen sollte.

Liebe Geschwister, 

das Fasten ist eine Schule der Taqwa! Wir müssen daher der Sunnah des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen und unser Bestes versuchen, diesem Vorbild nachzukommen. 

Wir helfen uns damit selbst und stärken unseren Glauben und erlangen inschallah das Wohlwollen unseres Schöpfers.

Nutzt diese Gelegenheit und lasst nicht den Ramadan verstreichen ohne dabei aktiv zu werden.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

 

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Iftar to go: Jetzt anmelden und kostenlose Mahlzeit im Ramadan abholen!

Normalerweise bieten wir während des Ramadans in der Othman Ibn Affan Moschee jeden Abend kostenlose Iftar-Speisungen an. Dieses Angebot ist dabei an Bedürftige und Menschen in schwierigen Lebenslagen gerichtet.

Derzeit können wir dies jedoch nicht wie gewohnt in der Moschee umsetzen, da das Gebäude wegen den Corona-Schutzmaßnahmen für die Öffentlichkeit geschlossen ist und auch keine Versammlungen zum gemeinsamen Iftar gestattet sind.

Darum haben wir uns dazu entschlossen in diesem Jahr erstmalig “Iftar to go”, sprich kostenlose Mahlzeiten zum Selbstabholen anzubieten. Die Ausgabe der Speisen zur Abholung soll dabei täglich von 18-19:30 Uhr auf dem Hof der Moschee erfolgen. Dabei sind die gängigen Corona-Sicherheitsmaßnahmen (2 Meter Abstand, kein Körperkontakt, keine Gruppenbildung und zügiges Verlassen des Geländes) einzuhalten.

Zum Zwecke der Organisation bitten wir darum sich über dieses Online-Formular spätestens bis 16 Uhr des Vortags der gewünschten Abholung für Iftar to go anzumelden, damit die Portionen rechtzeitig vorbereitet werden können:

Anrede

Dein Vorname

Dein Nachname

Deine Handynummer für kurzfristige Rückfragen

Deine Email-Adresse

Gewünschter Termin für die Abholung des Iftars

Anzahl der Portionen (Maximal 3)

Wenn Sie möchten, können Sie uns noch eine Nachricht mitteilen. (Beispielsweise, wenn Sie an mehreren Terminen oder über den ganzen Ramadan am Iftar to go-Projekt teilnehmen wollen.)

Hiermit bestätige ich meine Bedürftigkeit.

Die Gerichte dabei können variieren. Meist gibt es dabei jedoch Harira, Brot, Milch, Wasser, Tee, Datteln und eine kräftige Mahlzeit.

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Die Kosten für die Zutaten dabei trägt unsere Moschee aus Spenden. Wir rufen daher dazu auf im Rahmen eurer Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu leisten. Unten gibt es Zahlungsmöglichkeiten. Unsere Köche kümmern sich ehrenamtlich um die Zubereitung.

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So sagt unser geliebter Prophet Muhammed (ﷺ) sinngemäß in einem Hadith:

Wer einen Fastenden mit Essen für den Iftar versorgt, der bekommt den gleichen Lohn wie der Fastende, ohne dass der Lohn dessen geschmälert wird.”

Möge Allah euer Fasten annehmen und jeden Spender für seine Großzügigkeit belohnen! Amin.

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Nachfolgend die Bankdaten unserer Moschee für Spenden per Überweisung:

Islamisches Kulturzentrum Rüsselsheim e.V.
Rüsselsheimer Volksbank
IBAN: DE04 5009 3000 0001 7575 04
BIC: GENODE51RUS

Als Verwendungszweck bitte “IFTAR” angeben.

Weiterhin sind Spenden auch über PayPal möglich: