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Ramadan der Monat des Spendens


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

spenden und das ausgeben von Almosen an Bedürftige, gehören zu den lohnenswertes und angesehensten guten Taten bei Allah dem Allerhabenen. Auch das Speisen von Fastenden zum Iftar erhöht den Lohn für das eigene Fasten immens.

So gesehen, hat kein Gläubiger eine Ausreden oder einen Einwand, diese guten Werke und Taten während des Ramadans nicht zu verrichten. Der Gesandte Allahs (ﷺ) war dabei im Ramadan noch spendabler und großzügiger gegenüber Bedürftigen und Armen als er es ohnehin schon war.

Bei Allah hat das Spenden für den Iftar von Bedürftigen dabei einen besonders hohen Wert, weil damit die Verrichtung eine Ibada unterstützt wird. In Allahs Großzügigkeit ist daher der Lohn für denjenigen, der einem Fastenden den Iftar ermöglicht, so als habe er selbst gefastet, ohne dass dabei der Lohn des Fastenden gemindert wird.




Die Zakatul-Fitr ist dabei Ausgabe, welche den Muslimen im Jahre 2 nach der Hidschra vorgeschrieben wurde und ist nach Übereinstimmung aller islamischen Gelehrten für jeden Fastenden Gläubigen verpflichtend.

In einem überlieferten Hadith wurde die Zakatul-Fitr zu Zeiten des Gesandten Allahs (ﷺ) mit einer Schüssel Datteln oder Weizen bemessen. Die Zakatul-Fitr soll dabei geringe Verfehlungen während des Fastens eines Gläubigen heilen und zusätzlich die Armen und Bedürftigen unterstützen. Die Zakatul-Fitr wird aktuell mit einem Betrag von 7 Euro beziffert, welche jeder Muslim, egal ob jung oder alt, Mann oder Frau vor Ende des Fastenmonats entrichten muss.

 




Der Betrag kann auch für Familienmitglieder und Eltern ausgegeben werden, die im eigenen Haushalt leben und soll in der jeweiligen Währung des Landes bezahlt werden, in der derjenige lebt.
In der Zeit der Corona-Pandemie sollte die Ausgabe von Zakatul-Fitr vorzugsweise innerhalb des eigenen Landes erfolgen, da die Not überall groß geworden ist.

Im edlen Koran, Surat Al-Baqara, Vers 261 heißt es dazu:

مَّثَلُ الَّذِينَ يُنفِقُونَ أَمْوَالَهُمْ فِي سَبِيلِ اللَّهِ كَمَثَلِ حَبَّةٍ أَنبَتَتْ سَبْعَ سَنَابِلَ فِي كُلِّ سُنبُلَةٍ مِّائَةُ حَبَّةٍ ۗ وَاللَّهُ يُضَاعِفُ لِمَن يَشَاءُ ۗ وَاللَّهُ وَاسِعٌ عَلِيمٌ

 Das Gleichnis derjenigen, die ihren Besitz auf Allahs Weg ausgeben, ist das eines Saatkorns, das sieben Ähren wachsen läßt, (und) in jeder Ähre hundert Körner. Allah vervielfacht, wem Er will. Und Allah ist Allumfassend und Allwissend.”

Wir möchten weiterhin darauf aufmerksam machen, dass die Moscheen in Europa in der aktuellen Krise viel Schaden davon getragen haben und dringend die finanzielle Unterstützung der Gläubigen benötigen. Die Zakat Al-Mal sollte daher vorrangig an die Moscheen gerichtet werden, falls diese auch in Ramadan ausgegeben wird.

Der hohe Rat der islamischen Gelehrten in Europa bestätigte in einer Fatwa, dass die Zakat sogar zwei Jahre im Voraus an die Moscheen entrichtet werden kann, um diesen in der aktuellen Krise unter die Arme zu greifen und deren Betrieb aufrecht zu erhalten.

Liebe Geschwister, die Bittgebete der Fastenden werden erhört! Erhebt daher die Hände bitte darum, dass Allah der Allmächtige uns von dieser Epidemie befreit.

Möge Allah der Erhabene unsere Sadaqa annehmen und uns unsere Sünden dafür vergeben und uns mit dem Paradies belohnen.

Amin!

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

 

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Ramadan als Monat des Sieges

Im Namen Allahs des Albarmers  Albarmherzigen.

In unserer heutigen Predigt geht es um Ramadan als Monat des Sieges. So wird während des Fastenmonats der Glaube gestärkt und die Kraft der Gläubigen aufgeladen. Auch sind die historischen Siege der Muslime im Ramadan ein großes Geschenk Allahs des Allerhabenen an Seine Gläubigen, wie zum Beispiel bei der Schlacht von Badr im Jahre 2 nach der Auswanderung des Gesandten Allahs (ﷺ) nach Medina am 17. Tag des Ramadans, welcher als die Schlacht der Trennung zwischen Gut und Böse und der Trennung zwischen den Gläubigen und den Ungläubigen bezeichnet wird.
Im edlen Koran, Surat Al-Anfal, Vers 41 heißt es dazu:

وَاعْلَمُوا أَنَّمَا غَنِمْتُم مِّن شَيْءٍ فَأَنَّ لِلَّهِ خُمُسَهُ وَلِلرَّسُولِ وَلِذِي الْقُرْبَىٰ وَالْيَتَامَىٰ وَالْمَسَاكِينِ وَابْنِ السَّبِيلِ إِن كُنتُمْ آمَنتُم بِاللَّهِ وَمَا أَنزَلْنَا عَلَىٰ عَبْدِنَا يَوْمَ الْفُرْقَانِ يَوْمَ الْتَقَى الْجَمْعَانِ ۗ وَاللَّهُ عَلَىٰ كُلِّ شَيْءٍ قَدِيرٌ

“Und wisset: Was immer ihr erbeutet, so gehört Allah ein Fünftel davon und dem Gesandten, und den Verwandten, den Waisen, den Armen und dem Sohn des Weges, wenn ihr an Allah glaubt und an das, was Wir auf Unseren Diener am Tag der Unterscheidung (als Offenbarung) hinabgesandt haben, an dem Tag, da die beiden Heere aufeinandertrafen. Und Allah hat zu allem die Macht. “
Und im Jahre 8 nach der Auswanderung wurde Mekka von den Muslimen befreit. Auch wurden in den nachfolgenden Jahren im Verlauf der frühen islamischen Geschichte viele weitere Schlachten zu Gunsten der Gläubigen entschieden, wie zum die Schlacht von Ain Jalut im Jahre 658 nach der Auswanderung, welche gegen die Mongolen gewonnen wurde.
Auch die Schlacht der Befreiung, welche am 10. Tag des Monats Ramadan im Jahre 1393 nach der Auswanderung ausgetragen wurde, welche mit dem Namen berühmt des Oktoberkrieges berühmt wurde.
Liebe Geschwister,
Ramadan hat sich im Verlauf der Gesichte als Architekt und der Zeichner des Schicksals für die Gläubigen herauskristallisiert.
In diesem Monat können die Gläubigen ihren Iman stärken und sich von ihren Zustand zum einem besseren Zustand fortentwickeln.
Im edlen Koran, Surat Al-Imran, Vers 123 heißt es dazu:

وَلَقَدْ نَصَرَكُمُ اللَّهُ بِبَدْرٍ وَأَنتُمْ أَذِلَّةٌ ۖ فَاتَّقُوا اللَّهَ لَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

“Allah hat euch doch schon in Badr geholfen, als ihr verächtlich erschient. Darum fürchtet Allah, auf dass ihr dankbar sein möget! “
Die Schlacht von Badr hat dabei den Verlauf der Geschichte der Muslime maßgeblich zum Positiven verändert, denn danach hatten die Muslime einen eigenen Staat und konnten die Menschheitsgeschichte konstruktiv mitgestalten.
Zusammengefasst haben die Siege im Ramadan folgende Bedeutungen:
– Der Sieg der Wahrheit gegenüber der Unwahrheit
– Der Sieg von Recht und Gerechtigkeit und der Verwirklichung der Menschenwürde gegen Unrecht und Ungerechtigkeit
– Die Rückkehr der Menschen zum Glauben an Allah den Allerhabenen
– Das Ablegen von Hochmut und die Ausübung von Bescheidenheit
– Die Verbreitung von Brüderlichkeit unter den Menschen ohne Rassismus oder Ausgrenzungen von anderen Mitmenschen.
Liebe Geschwister, in unserer Geschichte finden sich viele Lehren. Nun liegt es an uns, diese zu erkennen.
Letztlich ist alles ist in Allahs Hand und Sein Wille geschehe.
Im edlen Koran, Surat Al-Anfal, Vers 10 heißt es dazu:

وَمَا جَعَلَهُ اللَّهُ إِلَّا بُشْرَىٰ وَلِتَطْمَئِنَّ بِهِ قُلُوبُكُمْ ۚ وَمَا النَّصْرُ إِلَّا مِنْ عِندِ اللَّهِ ۚ إِنَّ اللَّهَ عَزِيزٌ حَكِيمٌ

“Allah machte es nur zu einer frohen Botschaft und damit eure Herzen dadurch Ruhe fänden. Der Sieg kommt ja nur von Allah. Gewiss, Allah ist Allmächtig und Allweise.”
Wohlgemerkt kann der Sieg nur denjenigen zu Teil werden, die fleißig sind und Gerechtigkeit, Gnade und Rücksicht unter den Menschen anstreben und nicht denjenigen die sündigen, faul und ungerecht sind.
Gepriesen und Lob gebührt Allah dem Schöpfer der Welten.
Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Ramadan sinnvoll nutzen, bevor er vorbei ist

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Manche unter uns mögen sagen, dass noch viele Tage vom Ramadan übrig sind und wir darin noch viele gute Taten und Ibadat verrichten können.

Unsere Predigt richtet sich jedoch an diejenigen, die offenbar die Ankunft des heiligen Monats noch nicht in seiner Gänze begriffen haben und sich damit schwer tun, in den ersten Tagen des Ramadans die Nachtgebete zu verrichten und Ausreden suchen wie zum Beispiel, dass das Fasten anstrengend sei oder sie zu müden seien.

In einem überlieferten Hadith wird berichtet, dass der Gesandte Allahs (ﷺ) dreimalig „Amin“ sagte, während er die Minbar, also die Gebetskanzel bestieg, woraufhin ihn die Gefährten verwundert fragten, was er damit auf sich habe.

  • Der Gesandte Allahs (ﷺ) erwiderte daraufhin sinngemäß, dass beim Besteigen der ersten Stufe der Engel Jibriel zu ihm kam und ihm sagte, dass derjenige verloren habe, der Ramadan zwar erlebt, aber dem am Ende des Monats nicht seine Sünden wurden, woraufhin Muhammad (ﷺ) erstmals „Amin“ antwortete.
  • Bei der nächste Stufe sagte ihm Jibril, dass derjenigen verloren hat, dessen Eltern oder dessen Elternteil miterlebt, aber nicht durch ihr Wohlwollen ins Paradies kommt, woraufhin Muhammad (ﷺ) zum zweiten mal „Amin“ antwortete.
  • Und bei der letzten Stufe sagte Jibriel, dass derjenigen verloren habe, der die Erwähnung des Gesandten Allahs (ﷺ) hört, aber nicht ﷺ  erwidert, woraufhin Muhammad (ﷺ) zum dritten mal „Amin“ antwortete.

So geht es uns in dieser Predigt um die Gruppe von Gläubigen, bei denen der Ramadan noch keine positive Veränderung bewirken konnten, die weder Koran gelesen haben, noch Almosen an die Armen gegeben hat noch die Nachtgebetet verrichten.

Liebe Geschwister,

Ramadan ist der Monat der guten Gelegenheiten. Diese müssen wir wahrnehmen. Dies kann niemand anders stellvertretend für einen tun.

Vergleichbar mit all den Menschen in diesem Land, die ihren Beitrag leisten, um die Corona-Epidemie einzudämmen und unsere Gesundheit zu schützen. Dafür gebührt ihnen unser Dank und unser Respekt.

So wie wir darauf hoffen, dass ein Impfstoff entwickelt wird, um ums alle zu schützen, hoffen wir auch darauf, dass der edle Koran als Heilung für unsere Seelen erkennt wird und allen Menschen zu Gute kommt, so wie es auch die Erkenntnis von gläubigen Wissenschaftlern schon seit jeher tun, wie zum Beispiel

Unser Handel sollte sich aus tiefsten Glauben ableiten lassen, um allen Menschen Gutes zu tun, so wie es gläubige Wissenschaftler vor uns getan haben, Wie Abu r-Raihan Muhammad ibn Ahmad al-Biruni , der eine Formel entwickelte mit der man den Umfang der Erde berechnen konnte.

Aber auch zahlreiche andere muslimische Wissenschaftler haben die Sterne erforscht und in Gruppen aufgeteilt und mit ihren Errungenschaften die Welt verändert.

Wir fordern daher alle muslimischen Wissenschaftler, Forscher und Erfinder auf zum Wohle aller Menschen auf dieser Welt ihre Bemühungen zu vereinen, um einen Impfstoff gegen den Coronavirus zu entwickeln.

Möge Allah den Einsatz aller beteiligten Kräfte segnen und reichlich belohnen, wie zum Beispiel Ärzte, Krankenpfleger, Sanitäter, Polizisten und freiwillige Helfern, die versuchen das das Leid der Menschen zu lindern und Neuinfektionen eindämmen wollen.

Möge Allah sie alle beschützen, Amin!

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Unsere Moschee bleibt aus gutem Grund vorerst geschlossen

Liebe Glaubensgeschwister,

schweren Herzens müssen wir mitteilen, dass die Othman Ibn Affan Moschee auch weiterhin geschlossen bleibt, da wir schlicht und einfach nicht die Gesundheit und das Leben unserer Mitmenschen gefährden wollen.

Selbstverständlich verstehen wir die Sehnsucht eines jeden Einzelnen die Moschee wieder besuchen zu wollen, allerdings dürfen wir uns nicht emotional zu unüberlegtem oder egoistischem Handeln hinreissen lassen, sondern müssen der Vernunft, den wissenschaftlichen Fakten und allen voran unserem Gewissen folgen.

In aller Deutlichkeit müssen wir daher sagen: Nein! Unsere Moschee soll nicht zu einem Ansteckungsherd für den Coronavirus werden und keine Menschenleben kosten, sondern wir müssen alles daran setzen jegliches Leben zu erhalten und zu schützen. Der Preis für unser Gemeinschaftsgebet darf nicht sein, dass Menschen sterben. Daher bleibt unsere Moschee vorerst geschlossen.

Zwar besteht inzwischen im Rahmen der gesetzlichen Lockerungen eine Erlaubnis den öffentlichen Betrieb der Moscheen unter Einhaltung gewisser Vorgaben wieder aufzunehmen, die sich ausführlich im Ratgeber des Koordinationsrats der Muslime nachlesen lassen, allerdings befreit uns diese Genehmigung auf dem Papier nicht von unserer religiösen Verantwortung zum Wohl der Allgemeinheit zu handeln.

Besonders wir als Muslime sind uns darüber bewusst, dass nicht alles was gesetzlich erlaubt ist, auch automatisch für jeden moralisch richtig sein muss.

Unserer Einschätzung und Erfahrung nach wäre weiterhin die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben für eine Öffnung der Moschee vor Ort faktisch kaum realisierbar und würde mit einer unverhältnismäßigen Belastung sowohl gegenüber unseren ehrenamtlichen Helfern als auch gegenüber unseren Moscheebesuchern mehr Probleme und Risiken als Nutzen nach sich ziehen.

Auch historisch betrachtet sind in der Geschichte des Islams bereits Seuchen und Epidemien vorgekommen, auf die selbst bei der ehrenwerten Al-Haram-Moschee als Schutzmaßnahme mit dem Aussetzen der Gemeinschaftsgebete und der Freitagsgebete reagiert wurde bis die Gefahr vorbei war. Daher ist es auch für uns heute geboten diese Maßnahme zu ergreifen, um Schäden abzuwenden.

Und für diejenigen, die jetzt Vergleiche ziehen wollen und fragen, warum aber Supermärkte öffnen, während die Moschee geschlossen bleibt, sei gesagt:

Unsere Moschee ist nicht vergleichbar mit einem Supermarkt. Unsere Moschee unterscheidet sich in seinen Gegebenheiten und den Abläufen auch erheblich von denen einer Kirche. Die Natur des Gottesdienstes ist eine andere und insbesondere der zu erwartende Besucherstrom im Ramadan ist eine erhebliche Herausforderung. Deswegen lassen sich auch nicht einfach die selben Maßstäbe wie bei anderen Einrichtungen ansetzen.

Liebe Geschwister, schließt alle Moscheen in eure Gebete ein und bleibt trotz körperlicher Distanz im Herzen mit den Gotteshäusern verbunden, so wie auch Allah der Allerhabene dem Gläubigen stets nahe ist.

إِنَّ مَعَ الْعُسْرِ يُسْرًا

Gewiss, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung.” (94: 6)


Wir nennen an dieser Stelle auch ganz bewusst kein konkretes Datum für eine Wiedereröffnung, da nur Allah der Allwissende das Verborgene kennt und wir keine Vorhersagen über die ungewisse Zukunft treffen können. Sollte sich etwas an der Sachlage ändern, werden wir dies bekannt geben. Wir bitten daher auf dahingehende Nachfragen zu verzichten. Auch hat diese Stellungnahme nur Gültigkeit für unsere Moschee. Wir wünschen daher jeder Moscheegemeinde viel Erfolg dabei ihren individuellen Weg durch die Corona-Krise zu finden.

Möge Allah unsere Bemühungen akzeptieren, unser Fasten im Ramadan annehmen, die Kranken genesen lassen und allen eine starke Gesundheit schenken.

Amin!

Ramadan als Chance für Veränderung

Liebe Geschwister,

wir sollten uns alle fragen, ob wir inzwischen die Gelegenheit im Ramadan genutzt haben, um die von uns angestrebte positive Veränderung tatsächlich umsetzen. Wir sollten uns weiterhin fragen, was wir eigentlich zum Besseren verändern wollen.

Damit sind jedoch nicht nur oberflächliche Dinge wie unsere Essgewohnheiten gemeint, denn eine Veränderung dessen ist ein Kinderspiel.

Vielmehr ist eine Veränderung unseres Benehmens – unseres Akhlaqs – hin zum Positiven gemeint. So ist dies doch für viele die wahre Herausforderung.

Im edlen Qur’an in Sure Ar-Ra’d, Vers 11 heißt es dazu:

[…] Allah ändert nicht den Zustand eines Volkes, bis sie das ändern, was in ihnen selbst ist. […]”

Auch sagte der Gelehrte Al-Schukani einst, dass es Allahs Gewohnheit sei, dass die Gaben an seine Geschöpfe nicht ändern, bis die Geschöpfe ihr Inneres ändern. Dies kann  zum Negativen hin geschehen. Beispielsweise durch ihre Ablehnung und Leugnung des Islams und durch unislamisches Benehmen wie Lügen, Ungerechtigkeit und das Begehen von Sünden, die allesamt im Widerspruch zum Benehmen eines wahren Gläubigen stehen.

Daher sollte insbesondere der Fastende darauf achtgeben nicht den Sünden zu verfallen.

So heißt es in einem überlieferten Hadith sinngemäß, dass von demjenigen, der beim Fasten Falschaussagen, Lügen und schlechte Taten nicht unterlässt und nur auf das Essen und Trinken verzichtet, das Fasten bei Allah wertlos ist.

Liebe Geschwister,

das Fasten ist doch keine bloße Gewohnheit, bei der wir etwas Fett loswerden können oder unser Wunschgewicht erreichen können, sondern das Fasten ist die Gelegenheit, um schlechte Angewohnheiten loszuwerden. So liebt doch Allah den Fastenden, der ihm nicht mit schlechten Taten begegnet.

Wir dürfen daher keine schlechten Taten unterschätzen, denn auch ein Berg besteht aus vielen kleinen Kieselsteinen.

Im Ramadan sollte daher jeder ein eigenes Program für sich anwenden, um mit einem geregelten Tagesablauf aktiv an uns zu arbeiten.

Nutzt Weiterbildungsseminare. Ihr werden den Unterschied merken und feststellen, dass ihr dadurch zu besseren Muslimen werdet.

Aber keine Sorge. Ihr sollt keine Gelehrten werden oder gar Fatwas aussprechen. Dies ist etwas vor uns der Gesandte Allahs (ﷺ) gewarnt hat. Nein, nein. So ist doch für denjenigen, der Fatwas ohne Wissen ausspricht ein Platz im Höllenfeuer reserviert.

Wir sollen lediglich unser Verständnis des eigenen Glaubens korrigieren, denn insbesondere die aktuelle Krise zeigt wieviele Defizite und Unwissen oftmals über den eigenen Glauben oder den edlen Qur’an besteht. So sollte beispielsweise, während keine Gemeinschaftsgebete in der Moschee stattfinden, diese daheim in den eigenen vier Wänden verrichteten werden.

Abschließend sei gesagt, dass das Fasten eine Schule ist, in der wir Taqwa erlangen können. Wir müssen daher der Sunnah des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen und unser Bestes geben, um uns diesem Vorbild anzunähern. Damit helfen wir uns selbst, stärken unseren Glauben und erreichen das Wohlwollen Allahs.

Diese Gelegenheit im Ramadan sollten wir wirklich nicht unversucht verstreichen lassen, also seid aktiv liebe Geschwister!

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Ramadan in Zeiten von Corona

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

in dieser Predigt wollen wir über Ramadan in Zeiten von Corona sprechen.

Das Fasten ist für die Gläubigen die Gelegenheit den eignen Glauben zu stärken und erneut Energie und Kraft aufzuladen.

Das Fasten lässt uns auch jedes Jahr in Hinsicht auf Mitgefühl mit den Armen und Bedürftigen sensibler werden und korrigiert unsere Beziehung zu Allah dem Allerhabenen und gegenüber unseren Mitmenschen.

Das Fasten wird dabei von den Gelehrten als eine islamische Pflicht definiert, welche sich äußerlich dadurch zeigt, dass wir von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang kein Essen oder Trinken zu uns nehmen und keinen Beischlaf praktizieren, aber damit endet das Fasten bei Weitem nicht. Das Fasten geht weit darüber hinaus.

Leider hat sich bei vielen Muslimen die schlechte Angewohnheit etabliert, dass sie kurzerhand den Tag zur Nacht gemacht haben und umgekehrt. So schlafen einige von ihnen einfach tagsüber und bleiben nachts wach und feiern ohne den wirklichen Sinn dahinter zu erkennen oder zu verstehen. So zügeln sie nicht ihr Benehmen und übertreiben maßlos beim Fastenbrechen mit alle dem, was sie essen, trinken oder sonst noch tun.

Dabei lehrt uns insbesondere der Ramadan ein wichtiges und grundlegendes Prinzip des Islams.

Nämlich das Mittelmaß, das wir bei allem was wir tun als Maßgabe wählen sollten.

Beispielswiese ist uns das Essen zwar erlaubt und natürlich auch notwendig, aber besonders im Ramadan sollten wir darauf achten zum Wohl der eigenen eigenen Familie nicht dabei zu übertreiben.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Araf, Vers 31 sagt Allah der Allerhabene dazu in der ungefähren Übersetzung:

O Kinder Ādams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“ 

Wir dürfen daher nicht die Armen vergessen, die sowohl im Ramadan als auch nach Ramadan unter ihrer Not leiden, kein Essen, kaum zu Trinken oder sogar kein Dach über dem Kopf haben.

Es ist daher unsere Aufgabe ihr Leid im Ramadan zu lindern, damit sie während des heiligen Fastenmonats nicht auch noch doppelt leiden müssen.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Insan, Vers 8 sagt Allah der Allerhabene in der ungefähren Übersetzung:

„und sie geben – obwohl man sie liebt – Speise zu essen einem Armen, einer Waisen und einem Gefangenen“

Es wäre daher besser anstelle von den üblichen Iftareinladungen innerhalb der Familie, bei denen man Nettigkeiten austauscht, diese Sunnah der Großzügigkeit auf Bedürftige auszuweiten.

Denn wie können wir uns die Bäuche füllen, während wir die dabei den wahren Sinn des Ramadans aus den Augen verlieren und die Bedürftigen vergessen?

In einem überlieferten Hadith sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) sinngemäß:

„Wer einen Fastenden zum Essen gibt, dem wird die gleiche Belohnung zum Teil, wer der Fastende selbst, ohne dass die Belohnung des Fastenden dadurch gemindert wird.“

Liebe Geschwister, das ist das Mindeste, was wir in diesem heiligen Monat machen können.



Wenn wir schon nachts lange aufbleiben, dann sollte wir diese Zeit in Bittgebeten oder freiwilligen Gebeten verbringen und nicht mit sinnloser Zeitverschwendung verplempern.

In Surat Al-Baqara, Vers 185 steht dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, …“

Trotz der aktuellen Corona-Krise können wir im Ramadan an unserem Akhlaq, sprich unserem Benehmen arbeiten, indem wir den heiligen Monat mit Ibadat, Koranrezitationen, freiwilligen Nachgebete und in der Verrichtung guter Werke verbringen.

So werden doch die Bittgebete der Fastenden erhört. Erhebt also eure Hände und sprecht reichlich Dua.

Ya Allah! Bitte lass diese Epidemie sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern dieser Welt ein Ende finden und unsere Zeit im Ramadan segnen! Oh Allah, gib uns Kraft und Geduld, um diese Krise gut zu überstehen und wende jeglichen Schaden von uns allen ab.

Amin.

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Gebetszeiten für Mai 2020

Anbei die Gebetszeiten für Mai in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass unsere Moschee derzeit wegen Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen ist und keine Gemeinschaftsgebete stattfinden.

Download (PDF, 2.6MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Auch gibt es zusätzlich speziell für die Fastenzeit einen eigenen Ramadan-Kalender. Mehr dazu hier.

Die Sunnah beim Iftar

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen,
In dieser kurzen Botschaft wollen wir vermitteln, wie unser aller Vorbild und geliebter Prophet Muhammad (ﷺ) das Fasten zu brechen pflegte.

Dafür wollen wir auf 3 wichtige Empfehlungen eingehen, die sich authentischen Hadithen entnehmen lassen:

  • Zunächst ist es eine Sunnah das Fasten mit Datteln oder Wasser zu brechen, denn dies tat auch der Gesandte Allahs, wie uns von seinem Gefährten Anas Ibn Malek (radi allahu anhu) überliefert wurde.
  • Weiterhin ist eine Sunnah nicht mit dem Fastenbrechen zu zögern und es nach den Sonnenuntergang zu verschieben.

In einem Hadith heißt es dazu sinngemäß, dass es den Menschen gut ergehen würde, wenn sie den Iftar zeitig begehen.

Und zu guter Letzt ein ganz besonders wichtiger Hinweis, der zugleich auch ein Grundprinzip des Islams darstellt:

Das Mittelmaß!

So übertreibt nicht mit beim Fastenbrechen mit dem Essen oder Trinken.

Gemäß eines durch Ahmad und At-Tirmidhi überlieferten Hadith ist dabei ein gute Einteilung, dass der Gläubige ein Drittel seines Magens für Essen, ein Drittel für Trinken und ein Drittel seine Magens für die Luft nutzen sollte.

Liebe Geschwister, 

das Fasten ist eine Schule der Taqwa! Wir müssen daher der Sunnah des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen und unser Bestes versuchen, diesem Vorbild nachzukommen. 

Wir helfen uns damit selbst und stärken unseren Glauben und erlangen inschallah das Wohlwollen unseres Schöpfers.

Nutzt diese Gelegenheit und lasst nicht den Ramadan verstreichen ohne dabei aktiv zu werden.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

 

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Iftar to go: Jetzt anmelden und kostenlose Mahlzeit im Ramadan abholen!

Normalerweise bieten wir während des Ramadans in der Othman Ibn Affan Moschee jeden Abend kostenlose Iftar-Speisungen an. Dieses Angebot ist dabei an Bedürftige und Menschen in schwierigen Lebenslagen gerichtet.

Derzeit können wir dies jedoch nicht wie gewohnt in der Moschee umsetzen, da das Gebäude wegen den Corona-Schutzmaßnahmen für die Öffentlichkeit geschlossen ist und auch keine Versammlungen zum gemeinsamen Iftar gestattet sind.

Darum haben wir uns dazu entschlossen in diesem Jahr erstmalig “Iftar to go”, sprich kostenlose Mahlzeiten zum Selbstabholen anzubieten. Die Ausgabe der Speisen zur Abholung soll dabei täglich von 18-19:30 Uhr auf dem Hof der Moschee erfolgen. Dabei sind die gängigen Corona-Sicherheitsmaßnahmen (2 Meter Abstand, kein Körperkontakt, keine Gruppenbildung und zügiges Verlassen des Geländes) einzuhalten.

Zum Zwecke der Organisation bitten wir darum sich über dieses Online-Formular spätestens bis 16 Uhr des Vortags der gewünschten Abholung für Iftar to go anzumelden, damit die Portionen rechtzeitig vorbereitet werden können:

Anrede

Dein Vorname

Dein Nachname

Deine Handynummer für kurzfristige Rückfragen

Deine Email-Adresse

Gewünschter Termin für die Abholung des Iftars

Anzahl der Portionen (Maximal 3)

Wenn Sie möchten, können Sie uns noch eine Nachricht mitteilen. (Beispielsweise, wenn Sie an mehreren Terminen oder über den ganzen Ramadan am Iftar to go-Projekt teilnehmen wollen.)

Hiermit bestätige ich meine Bedürftigkeit.

Die Gerichte dabei können variieren. Meist gibt es dabei jedoch Harira, Brot, Milch, Wasser, Tee, Datteln und eine kräftige Mahlzeit.

iftar_fleisch_batata

Die Kosten für die Zutaten dabei trägt unsere Moschee aus Spenden. Wir rufen daher dazu auf im Rahmen eurer Möglichkeit finanzielle Unterstützung zu leisten. Unten gibt es Zahlungsmöglichkeiten. Unsere Köche kümmern sich ehrenamtlich um die Zubereitung.

harira_kochen

So sagt unser geliebter Prophet Muhammed (ﷺ) sinngemäß in einem Hadith:

Wer einen Fastenden mit Essen für den Iftar versorgt, der bekommt den gleichen Lohn wie der Fastende, ohne dass der Lohn dessen geschmälert wird.”

Möge Allah euer Fasten annehmen und jeden Spender für seine Großzügigkeit belohnen! Amin.

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Nachfolgend die Bankdaten unserer Moschee für Spenden per Überweisung:

Islamisches Kulturzentrum Rüsselsheim e.V.
Rüsselsheimer Volksbank
IBAN: DE04 5009 3000 0001 7575 04
BIC: GENODE51RUS

Als Verwendungszweck bitte “IFTAR” angeben.

Weiterhin sind Spenden auch über PayPal möglich:





Ramadan, der Monat der Erneuerung des Glaubens

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.
Im edlen Qur’an steht in ungefährer Übersetzung:

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”


Liebe Geschwister,

der heilige Fastenmonat Ramadan ist nun gekommen und mit ihm haben wir die Gelegenheit unseren Glauben aufzufrischen, ihn zu stärken und die Möglichkeit Vergebung für unsere Sünden und Verfehlungen zu erhalten.

Ramadan ist weiterhin der Monat der guten Werke und der Hoffnung, denn die Bittgebete der Fastenden werden erhört, insbesondere in der aktuellen Situation mit der Corona-Epidemie.

Im edlen Qur’an in Surat  Al-Maida, Vers 27 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Und verlies ihnen die Kunde von den beiden Söhnen Ādams, der Wahrheit entsprechend, als sie ein Opfer darbrachten. Da wurde es von dem einen von ihnen angenommen, während es vom anderen nicht angenommen wurde. Der sagte: „Ich werde dich ganz gewiß töten.“ Der andere sagte: „Allah nimmt nur von den Gottesfürchtigen an.“

Und in einem überlieferten Hadith fordert uns der Gesandte Allahs (ﷺ) dazu auf, stets Hoffnung zu verbreiten und keinen Anlass dafür zu bieten, dass sich Menschen verunsichert abwenden und verzweifeln.

Liebe Geschwister,

abschließend möchten wir auf das Tarawih-Gebet eingehen, dass während des Fastenmonats Ramadan einen besonderen Stellenwert hat und bei Allah dem Allerhabenen schwer wiegt. Ja genauso belohnt wird wie das Fasten selbst.
So heißt es doch dazu in der ungefähren Übersetzung eines überlieferten Hadith:

„Wer fastet und das Tarawih-Gebet regelmäßig verrichtet, dem werden alle seine vergangenen Sünden vergeben.“

 

Natürlich würden wir alle gerne das Tarawih-Gebet in der Moschee verrichten, aber dieses Jahr bleiben die Moscheen jedoch im Ramadan aus rationalen Gründen geschlossen, damit die beschlossenen Corona-Schutzmaßnahme und im Sinne von Social Distancing umgesetzt werden können und damit inschallah die Infektionsgefahr verringert wird.

Auch wenn es vom rein emotionalen Standpunkt aus zunächst schwer zu verstehen ist, so müssen wir als Gläubige im Angesicht einer ernstzunehmenden Gefahr eines möglichen Schadens rationale Entscheidungen zum Wohle der gesamten Gesellschaft fällen, zu der wir hier gehören.

So sind wir hier um zu helfen, um Beistand zu leisten und um andere zu beschützen.

Daher hat der Europarat der islamischen Gelehrten entschieden, dass Tarawih zu Hause verrichten werden sollte. Die Familie sollte sich dafür einen Imam aus den eigenen Reihen aussuchen, der dafür aus dem edlen Koran rezitiert.

Abschließend möchten wir noch in dem Zusammengang auf eine häufig gestellte Frage eingehen. So fragte einige Geschwister, ob sie via Internet an einem Gebet teilnehmen können. Dies ist jedoch nicht erlaubt, da eine wesentliche Voraussetzung, nämlich die Anwesenheit eines Imams vor Ort nicht erfüllt ist. Weiterhin ist es wissenswert, dass die Tarawih-Gebete freiwillig Gebete sind und daher auch von Familien zu Hause verrichtet werden können.

Möge Allah der Allerhabene der Corona-Epidemie ein baldiges Ende setzen, uns damit ermöglichen wieder Tarawih in der Moschee zu beten und unsere Mitmenschen vor allem Übel und Leid bewahren!

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Ein würdiger Empfang für den Fastenmonat Ramadan

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Ramadan ist der Monat der Vergebung und der Befreiung aus dem Höllenfeuer.

Sehnsüchtig erwarten alle Gläubige jedes Jahr die Ankunft dieses heiligen Monats, damit sie ihre Taqwa und ihren Glauben stärken können und die Gelegenheit nutzen können, um  wenigstens zum Teil mit unseren armen und bedürftigen Mitmenschen mitzufühlen und zeitweise Hunger und Durst zu verspüren

Allah der Allerhabene sagt dazu im edlen Koran in der ungefähren Übersetzung in Surat Al-Baqara, Vers 183:

„O die ihr glaubt, vorgeschrieben ist euch das Fasten, so wie es denjenigen vor euch vorgeschrieben war, auf daß ihr gottesfürchtig werden möget“

Nun ist der Fastenmonat Ramadan die Gelegenheit um den eigenen Glauben aufzufrischen und zu erneuern. Wohlgemerkt erreicht uns Ramadan in diesem Jar unter besonderen Umständen, die jedem von uns abverlangen, dass wir zueinander körperlich Abstand halten, um die Infektionsgefahr zu verringern. Diese Maßnahmen erachtet wir als sinnvoll und sind daher weiterhin von uns allen zu befolgen.

Liebe Geschwister, 

die Tatsache, dass uns Ramadan erreicht, während die Moschee geschlossen ist, bedeutet nicht, dass der heilige Monat für uns ohne Nutze sein wird und wirkungslos an uns vorbeizieht. Ganz im Gegenteil! So ist Ramadan doch der Monats des Fastens und der Ibadat und wir alle dürfen diese Pflichten nicht vernachlässigen.

Lediglich Kranke und anderweitig entschuldigte Gläubige dürfen während des Ramadans nicht fasten. Für alle anderen ist es wie gewohnt vorgeschrieben.In einem überlieferten Hadith heißt es weiterhin sinngemäß:

„Wenn der Monat Ramadan kommt, so werden die Tore des Paradieses -bis zum Anschlag- geöffnet und die Tore des Höllenfeuer verriegelt und die Teufel werden in Ketten gelegt “

Mit diesem Wissen sollten wir auch in diesem Jahr Ramadan mit der Verrichtung guter Werke verbringen, großzügig Almosen spenden, den edlen Koran rezitieren und Verwandte zumindest virtuell besuchen. Umso mehr sollten wir uns ins Zeug legen, um den Lohn für das entgangene Tarawih-Gebet aufzuholen und letztlich als Gewinner aus dieser Situation hervorzugehen. So bietet sich diese Zeit beispielsweise an, um das gemeinsame Gebet daheim einzuüben, selbst zum Vorbeter zu werden, den Gebetsruf einzustudieren und den Koran zu studieren. Von all diesen Taten werden wir auch auch nach Ramadan profitieren.

Abschließend möchten wir noch eine Antwort auf eine oft gestellte Frage bezüglich des Fastens zwischen Ramadan und Schaʿbān bieten. So sollte zwischen Fastentagen im Schaʿbān und Ramadan eine Unterbrechung von einen bis zwei Tagen liegen. Durchgängiges fasten zwischen Schaʿbān und Ramadan ist somit nicht gestattet.

Möge Ramadan kommen und diese Epidemie sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern dieser Welt ein Ende finden! Amin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Ramadankalender 2020/1441 als PDF Download

Zusätzlich zu unseren regulären Gebetskalendern bietet unsere Moschee speziell für Ramadan einen gesonderten Ramadankalender an. Darin finden sich neben den Fastenzeiten auch Informationen zur Abgabe von Zaktul-Fitr und Fidya. Da die Moscheen immer noch nicht öffnen dürfen, sind dieses Jahr keine Angaben zu Tarawih und sonstigen Aktivitäten darin vermerkt. Wir bitten um Verständnis. Sollte sich etwas an der Situation ändern, werden wir dies bekannt geben. Stattdessen verweisen wir auf Informationen zu Online-Angeboten auf unserer Webseite und in den sozialen Netzwerken.

Den Ramadankalender kann man hier als PDF herunterladen.

Download (PDF, 2.05MB)

Download (PDF, 838KB)

Ferner besteht ggf. die Möglichkeit im Lebensmittelgeschäft der Moschee den Ramadankalender auch ausgedruckt in Papierform zu erhalten, solange der Vorrat reicht.

Alternativ lassen sich natürlich auch die Gebetszeiten bzw. die Fastenzeiten auch wie gewohnt dem kompletten Gebetskalender für 2020 auf den Monatsblättern für April und Mai entnehmen. Mehr dazu hier. 

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Auch gibt es die Informationen natürlich hier auf unserer Webseite und über die Mawaqit-App.

Vielen Dank an dieser Stelle an den KFZ-Gutachter MExpert und die Fahrschule Drive Community für das Sponsoring des Ramadankalenders.

Möge Allah der Allbarmherzige unser aller Fasten annehmen und allen eine starke Gesundheit schenken! Amin.

Unser Gebetsruf als Zeichen der Solidarität und Hoffnung

Im Rahmen einer gemeinsam koordinierten Aktion der Kirchen und Moscheen fand als Zeichen des Zusammenhalts gleichzeitig zum Läuten der Kirchenglocken der evangelischen und katholischen Gemeinden anlässlich des heutigen internationalen Weltgesundheitstags um 19 Uhr ein symbolischer Athan live in der Othman Ibn Affan Moschee statt. Weiterhin unterstützen Repräsentanten unserer Moscheegemeinde während des Aktionszeitraums auch Gebetsrufe in zentralgelegenen Moscheen. Wir sind alle ein Teil dieser Gesellschaft und stehen diese Zeit inschallah zusammen durch. Wir rufen hiermit alle dazu auf ihre Bittgebete zu verstärken, so wie es auch unser geliebter Prophet (ﷺ) in Krisenzeiten zu tun pflegte. Möge Allah uns alle vor dem Coronavirus beschützen, den Kranken eine baldige Genesung gewähren und allen eine starke Gesundheit schenken! Amin.

Familien im Umgang mit dem Coronavirus

Liebe Geschwister,

trotz aller Differenzen sind sich alle Länder und Nationen darüber einig, ihre Bemühungen im Kampf gegen diese Epidemie zum Schutze aller Völker zu vereinen

Nach dem Bittgebet an Allah ist dabei der beste Schutz für unsere Familie und unsere Angehörigen, dass wir zu Hause bleiben sollen.

Um diese Zeit der Isolation daheim jedoch sinnvoll und im Wohlwollen Allahs zu verbringen, bedarf es einer durchdachten Planung.

So gilt es dabei insbesondere darauf zu achten, dass die Zeit der Quarantäne nicht zu einer zusätzlichen Belastung wird und die Beziehung der Familienmitglieder untereinander nicht darunter leidet.

Wir sollten daher auf die Verteilung der Rechte und Pflichten eines jeden Mitglieds in der Familie achten, denn die Rolle eines jeden wird im Islam definiert und geht mit seinen eigenen Verantwortungsbereichen einher.

Gerade kleine Kinder, aber auch Erwachsene verfallen dabei durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit schnell der Langeweile. Wir wollen daher einige praktische Tipps bieten, wie ihr aus dieser Krise inschallah eine Chance machen könnt:

  • Zunächst sollten sich alle jüngeren und gesundheitlich stabilen Menschen um die älteren Familienmitglieder und ihre Nachbarn kommen und diese beispielsweise beim Einkaufen unterstützen.
  • Dabei gilt es stets sich selbst und andere zu motivieren und hoffnungsvoll mit der Situation umzugehen und an sich selbst zu arbeiten.
  • Was die Moscheen und Imame angeht wird inzwischen alhamdulillah einiges an digitalen Medien und Beratungsmöglichkeiten angeboten, die einem dabei helfen mit dieser Prüfung richtig umzugehen.
  • Ein anderer Punkt ist es sich zu Hause nicht noch mehr zu isolieren als nötig und sich nicht die ganze alleine ins Zimmer zurückzuziehen, sondern aktiv mit anderen Familienmitgliedern innerhalb des Haushalts Zeit zu verbringen.

Liebe Geschwister,

wir sollten uns in Zeiten wie diesen ein Beispiel daran nehmen, was andere Menschen in ähnlichen Situationen für bewährte Methoden einsetzen. So zum Beispiel Astronauten. Sie teilen sich ihre Zeit im Weltall ein, setzen sich vernünftige Zeiten zum Essen, Schlafen, zum Arbeiten, für den Sport und sonstige Aktivitäten. Sie sitzen nicht nur sinnlos alleine rum und lassen ihr Leben verstreichen.

Auch bietet diese Situation durch die Digitalisierung großartige Möglichkeiten, um uns weiterzubilden. Akademiker und Experten könnten völlig neue Kanäle, Medien oder Lernportale ins Leben rufen, von denen wir alle profitieren könnten.

Und letztlich ist diese Zeit für unseren Glauben besonders kostbar.

Beispielsweise können dank Home Office und Quarantäne sehr viel einfacher Gebete zur dafür vorgesehenen Zeit verrichtet werden. Wir könne die Gebete gemeinsam mit unserer Familie verrichten, um ein Vielfaches des Lohns zu erhalten und damit das Zugehörigkeitsgefühl unserer Familie zu stärken.

Dafür sollte bestimmt werden wo, die gemeinsame Gebetsecke im Haus sein soll und einer aus der Familie sollte die Aufgabe des Muezzins übernehmen und den Athan ausrufen. Wer am meisten Koran rezitieren kann, sollte die Aufgabe des Vorbeters übernehmen und im Anschluss an das Gebet könnten sich die Familienmitgliedern mit kleinen Vorträgen abwechseln und auch gemeinsam Bittgebete sprechen.

Liebe Geschwister,

Unser Glaube bietet uns Halt und Stärke. Dies ist etwas worum uns viele Menschen beneiden. Seid dankbar dafür und nutzt diese Zeit im Wohlwollen Allahs!

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und alle Menschen vor jeglichem Schaden und Leid bewahren.

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

 

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:


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Gebetszeiten für April 2020

Anbei die Gebetszeiten für April in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten. Die Zeiten sind unserem Kalender zu entnehmen.

Download (PDF, 2.49MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)