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Gebetszeiten für März 2019

Gebetszeiten2019

Anbei die Gebetszeiten für März 2019 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten.

Download (PDF, 2.93MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2019 kostenlos herunterzuladen.

Gebetskalender 2019 herunterladen (ca. 45MB)

Freitagspredigt: Menschlichkeit und Brüderlichkeit

Menschlichkeit-Hände

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über Brüderlichkeit, Menschlichkeit und Rassismus sprechen.

Der Mensch ist ein soziales Wesen und braucht andere Menschen, Verwandte und Freunde, um sich wohlzufühlen.

Wahrlich arm ist derjenigen, der sich nicht um andere bemüht und es bevorzugt alleine und einsam durch das Leben zu gehen.

Unabhängig von Religion, Herkunft, Hautfarbe oder sozialer Stellung sind wir doch alle Menschen und miteinander verbunden.

Es kann nicht angehen, dass die friedliche Botschaft des Islams missbraucht wird, um Hass, Zerstörung und bewaffnete Konflikte zu verbreiten, worunter auch Muslime, Kinder, Frauen und alte Menschen leiden, wo doch der Islam Frieden und Glück für alle Menschen bringen soll.

Dieser Missbrauch unserer Religion ist jedoch erst möglich geworden, weil wir uns so weit von unserem Glauben entfernt haben und es durch unser Verhalten zugelassen haben, dass andere ihre Ideologien unter dem Deckmantel des Islams propagieren können und sich als wahre Gläubige darstellen.

Wir müssen verstehen, dass die Brüderlichkeit im Islam vier Stufen und Formen kennt.

Die zu den eigenen Geschwistern innerhalb der Familie, dann die Verwandten und entfernten Angehörigen, dann die Verbindung zu unseren Geschwistern im Glauben, die in Surat Al-Hujurat Vers 10 in der ungefähren Übersetzung wie folgt beschrieben werden:

Die Gläubigen sind doch Brüder. So stiftet Frieden zwischen euren beiden Brüdern und fürchtet Allah, auf dass ihr Erbarmen finden möget.“

Und dann noch die Verbindung zu allen unseren Mitmenschen, denn Adam (aleyhi salam) ist unser aller Vater.

Liebe Geschwister,

Gemäß überlieferten Hadithen des Gesandten Allah (ﷺ) haben wir verschiedene Rechte und Pflichten füreinander. Wir sollten uns gegenseitig mit Rat und tat zur Seite stehen, sollten füreinander da sein, egal ob im Krankheitsfall oder gar bis zum Tod. 

So hat unser Vorbild Muhammad (ﷺ) kranke Bedienstete besucht und stand als Zeichen des Respekts und der Anteilnahme auf, als der Leichnam eines Juden vorbeigetragen wurde.

Auch seine Wahrung von Verträgen und Abkommen mit Mitmenschen außerhalb der islamischen Gemeinde, zeigt seine Verpflichtung und Haltung gegenüber anderen und wie diese im Islam zu verstehen ist, denn die Pflege dieser Beziehungen und die Einhaltung von Abmachungen haben viele positive Auswirkungen auf uns selbst und auf die ganze Gesellschaft.

Wie können wir unsere Brüderlichkeit und Menschlichkeit wieder beleben und verbessern?

Zum einen in dem wir uns gute Freunde suchen, die einen positiven Einfluss auf uns und unser Leben haben. Weiterhin sollten wir uns freundlich gegenseitig begrüßen und empfangen, denn auch ein Lächeln kann viel Positives bewirken und ist eine gute Tat.

Wir sollten füreinander da sein, gute Absichten füreinander hegen, reinen Herzens sein, uns gegenseitig beschenken und am gesellschaftlichen Leben teilnehmen.

Denn ein Herz, das den Islam als Glauben in sich trägt, kennt keinen Hass, keinen Hochmut, keinen Rassismus und keinen Neid gegenüber anderen Menschen.

Wer Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) liebt, kann seine Mitmenschen nicht hassen!

Ya Allah, hilf uns dabei unsere Herzen von negativen Gefühlen zu befreien und lass uns ein Licht der Menschlichkeit und Güte sein.

Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Freitagspredigt: Der gute Rat

Vater-Sohn-Ratschlag

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

egal ob jung oder alt, hin und wieder braucht jeder von uns in allen möglichen Lebenslagen einen guten Rat und darum wollen wir heute darüber sprechen, was bei einem Ratschlag zu beachten ist.

So bezeichnete doch unser Prophet Muhammad (ﷺ) in einem Hadith unseren Glauben ebenfalls als einen guten Rat, der um Allahs Wohlwollen hin ausgesprochen wird.

Sprachlich ist mit einem guten Rat eine Empfehlung gemeint, um etwas Gutes zu tun oder etwas Schlechtes zu vermeiden. Beispielsweise, wenn eine Regierung darauf hingewiesen wird ihrer Rolle und Verantwortung gerecht zu werden.

Auf Arabisch kommt noch die Bedeutung hinzu, dass sich Gläubige untereinander in guter Absicht einen Rat erteilen sollen, um sich zu schützen oder allen gemeinsam zu einem Vorteil zu verhelfen.

Im islamischen Sinne ist es beispielsweise ein guter Rat jemandem zu empfehlen sich Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) anzunähern, den Glauben mit reiner Absicht zu praktizieren, sich seiner Sterblichkeit bewusst zu werden, sich mit dem edlen Koran zu befassen, über die Verse darin nachzudenken, die enthaltene Botschaft zum eigenen moralischen Maßstab werden zu lassen und die Inhalte daraus im Umgang mit seinen Mitmenschen wie dem Ehepartner, der Familie, den Nachbarn, den Mitschülern und den Arbeitskollegen umzusetzen.

Kurzum: an die Botschaft unseres Propheten Muhammads (ﷺ) zu glauben und seiner Sunnah zu folgen.

Eine Empfehlung oder ein guter Ratschlag sollte jedoch niemals hochmütig oder herablassend gegeben werden, sondern mit Rücksicht und Fingerspitzengefühl vermittelt werden.

So ist es verkehrt einen Ratschlag in der Öffentlichkeit zu erteilen und jemanden durch die Ermahnung zu blamieren oder zu kränken. Vielmehr sollte ein Ratschlag zum richtigen Zeitpunkt im Privaten gegeben werden. Auch sollte ein Ratschlag von seiner Art und Weise nicht voller Vorwürfe und Tadel sein, sondern konstruktiv gestaltet werden. Denn es kommt nicht nur auf die Botschaft an, sondern auch darauf an wann und wie diese Botschaft überbracht wird.

Im edlen Koran heißt es dazu in Surat An-Nahl in Vers 125 in der ungefähren Übersetzung:

Rufe zum Weg deines Herrn mit Weisheit und schöner Ermahnung, und streite mit ihnen in bester Weise. Gewiß, dein Herr kennt sehr wohl, wer von Seinem Weg abirrt, und Er kennt sehr wohl die Rechtgeleiteten.“

Weiterhin sollte derjenige, der einen Ratschlag oder eine Empfehlung gibt, auch selbst ein Vorbild sein und entsprechend der eigenen Empfehlung handeln.

In Surat al-Baqara Vers 44 sagt Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) in der ungefähren Übersetzung dazu:

Befehlt ihr denn den Menschen Güte, während ihr euch selbst vergesst, wo ihr doch die Schrift lest? Begreift ihr denn nicht?“

In diesem Sinne beratet euch gegenseitig liebe Geschwister, aber achtet dabei auch auf die Art und Weise, denn ein guter Ratschlag soll niemanden erniedrigen, sondern uns alle gemeinsam aufsteigen lassen.

Ya Allah, verzeih uns unsere Überheblichkeit und hilf uns dabei uns gegenseitig im Guten zu bestärken.

Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Freitagspredigt: Die Kenntnis über Allah

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]


Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über unsere Kenntnis über Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) sprechen.

Allah zu kennen ist etwas, was jeden Gläubigen beschäftigen sollte. Denn nur wer weiß, wer und wie Allah ist, kann auch wahrhaftig an Ihn glauben.

Wer Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) nicht kennt, der hat wahrlich verloren und sich im Leben geirrt, selbst wenn er darin materiellen Erfolg erzielen mag.

Ein Grundsatz des Islams ist es, an Allah zu glauben, obwohl wir Ihn nicht sehen können.

So beschreibt sich Allah im edlen Koran in Surat Al-Anam, Vers 103 in der ungefähren Übersetzung wie folgt:

„Die Blicke erfassen Ihn nicht, Er aber erfasst die Blicke. Und Er ist der Feinfühlige und Allkundige.“

Wir glauben an Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى). Nicht nur mit bloßen Worten, sondern aus fester Überzeugung dessen, dass alles in seiner Hand liegt, er uns erschaffen hat, uns großzügig mit seinem Reich beschenkt hat und uns zum Leben erweckt hat und eines Tages auch sterben lassen wird, um uns danach für unsere Taten zur Verantwortung zu ziehen.

Ein Weg um Allah näher kennen zu lernen, ist es sich mit dem Koran, dem regelmäßigem Gebet in der Moschee und intensiv mit dem eigenen Glauben zu beschäftigen. 

Auch hilft das Nachdenken über das Universum und den Sinn des Lebens dabei sich Allah anzunähern und Ihn besser kennenzulernen.

Im Koran heißt es dazu in Surat Al-Imran in den Versen 190 bis 191 in der ungefähren Übersetzung:

„In der Schöpfung der Himmel und der Erde und in dem Unterschied von Nacht und Tag liegen wahrlich Zeichen für diejenigen, die Verstand besitzen, die Allahs stehend, sitzend und auf der Seite (liegend) gedenken und über die Schöpfung der Himmel und der Erde nachdenken: 

„Unser Herr, Du hast (all) dies nicht umsonst erschaffen. Preis sei Dir! Bewahre uns vor der Strafe des (Höllen)feuers.“

Weiterhin heißt es dazu in Surat Al-Araf Vers 185 in der ungefähren Übersetzung:

„Haben sie sich denn nicht im Reich der Himmel und der Erde umgeschaut und was Allah an Dingen erschaffen hat und, dass ihre Frist vielleicht nahegerückt ist? An welche Aussage nach dieser wollen sie denn (sonst) glauben?“

Nun liegt es bei uns diese Zeichen zu verstehen und entsprechend zu handeln und nicht zu denen zu gehören, die im edlen Koran in Surat al-Gatiya Vers 17 in der ungefähren Übersetzung wie folgt beschrieben werden:

Und Wir gaben ihnen klare Beweise in der Angelegenheit (der Religion). Sie wurden aber erst uneinig, nachdem das Wissen zu ihnen gekommen war – aus Missgunst untereinander. Gewiß, dein Herr wird am Tag der Auferstehung zwischen ihnen über das entscheiden, worüber sie uneinig zu sein pflegten.“

Liebe Geschwister,

als Gläubige sollten wir stolz darauf sein Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) zu kennen und uns nicht verstecken, denn Allahs Botschaft an uns ist eine Botschaft der Würde, der Gleichberechtigung und des Friedens.

Wir sollten uns daher nicht scheuen zu sagen, dass wir alhamdulillah Muslime sind.

Ya Allah, hilf uns dabei Dich näher kennen zu lernen, bevor wir am Jüngsten Tag zu Dir zurückkehren. Verzeih unsere Fehler, denn Du bist der Gnädige, der Allverzeihende.

Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Gebetszeiten für Februar 2019

Gebetszeiten2019

Anbei die Gebetszeiten für Februar 2019 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten.

Download (PDF, 2.6MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2019 kostenlos herunterzuladen.

Gebetskalender 2019 herunterladen (ca. 45MB)

Gebetszeiten für Januar 2019

Gebetszeiten2019

Anbei die Gebetszeiten für Januar 2019 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten.

Download (PDF, 2.89MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2019 kostenlos herunterzuladen.

Gebetskalender 2019 herunterladen (ca. 45MB)

Neue Gebetskalender für 2019

Neue-Gebetskalender-2019

Ab sofort gibt es in der Othman Ibn Affan Moschee neue Gebetskalender (Imsakiye) für 2019 im modernen Design solange der Vorrat reicht. Die Kalender sind gegen einen Unkostenbeitrag in Höhe von einem Euro pro Exemplar im Geschäft der Moschee erhältlich und hier kostenlos zum Download verfügbar:

Gebetskalender 2019 herunterladen (ca. 45MB)

Enthalten sind:

  • ein schickes Deckblatt mit Ornamenten aus unserer Gebetsnische,
  • ein Vorwort mit Informationen über die Berechnung der Zeiten,
  • ein Hinweis auf das Freitagsgebet in unserer Moschee,
  • 12 Kalenderblätter mit der islamischen und der gregorianischen Zeitrechnung,
  • die islamischen und die gesetzlichen Feiertage,
  • Hinweise auf die Zeitumstellung (Sommer/Winterzeit),
  • natürlich die Gebetszeiten der jeweiligen Tage plus die Zeit für Shuruq
  • und alle wichtigen Kontaktdaten unserer Moschee samt dem Spendenkonto.

Das ganze in einer wertigen Spiralbindung mit einer Auswuchtung um den Kalender aufhängen zu können.

Wir hoffen der Gebetskalender hilft Dir und Deiner Familie dabei dem Gebet nachzukommen und gefällt euch. Besonderen Dank an Bruder Mohamed Elhamouti, der sich Jahr für Jahr um die Erstellung des Kalenders gekümmert hat.

Möge Allah ihn für seine Mühen belohnen und all unsere Gebete annehmen!

Das Design ist übrigens leicht angelehnt an eine sehr liebevolle Gestaltung eines ehemaligen Kalenders aus den 80er Jahren. Damals noch handschriftlich und mit einer Schreibmaschine erstellt.

Freitagspredigt: Der Glaube an Jesus (عليه السلام) im Islam

Der Glaube an Jesus im Islam

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,
besonders in diesen Zeiten ist es wichtig klarzustellen, wie wir Muslime zum Propheten und Messias Issa Ibn Mariam (Friede sei auf ihm) stehen, der hierzulande als Jesus der Sohn von Maria bekannt ist.

Wir glauben an ihn, so wie wir auch an all die anderen Propheten vor ihm und an Muhammad (ﷺ) nach ihm glauben.

Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) sagt dazu im edlen Koran in Surat Al-Baqara, Vers 285 (in der ungefähren Übersetzung):

Der Gesandte (Allahs) glaubt an das, was zu ihm von seinem Herrn (als Offenbarung) herabgesandt worden ist, und ebenso die Gläubigen; alle glauben an Allah, Seine Engel, Seine Bücher und Seine Gesandten – Wir machen keinen Unterschied bei jemandem von Seinen Gesandten. Und sie sagen: „Wir hören und gehorchen. (Gewähre uns) Deine Vergebung, unser Herr! Und zu Dir ist der Ausgang.“

Wir glauben an ihn und seine Botschaft und daran, dass er als Sohn Marias ohne Vater geboren wurde. Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) hat mit ihm eines seiner Zeichen gesetzt.

Seine Geburt war ein Wunder, wie auch die Tatsache, dass er als Säugling sprach um seine Mutter Maria vor falschen Verdächtigungen und vor der Verleumdung zu verteidigen.

Im edlen Koran wurde seiner Mutter sogar eine ganze Sure gewidmet, die ausführlich die Geschichte von Mariam erzählt.

In Surat An-Nisa Vers 171 (in der ungefähren Übersetzung) heißt es weiterhin dazu:

O Leute der Schrift, übertreibt nicht in eurer Religion und sagt gegen Allah nur die Wahrheit aus! al-Masīḥ ʿĪsā, der Sohn Maryams, ist nur Allahs Gesandter und Sein Wort, das Er Maryam entbot, und Geist von Ihm. Darum glaubt an Allah und Seine Gesandten und sagt nicht „Drei“. Hört auf (damit), das ist besser für euch! Allah ist nur ein Einziger Gott. Preis sei Ihm (, und Erhaben ist Er darüber), dass Er ein Kind haben sollte! Ihm gehört (alles), was in den Himmeln und was auf der Erde ist, und Allah genügt als Sachwalter.“

`Ubada, Allahs Wohlgefallen auf ihm, berichtete, dass der Prophet, Allahs Segen und Heil auf ihm, einst sagte:

Wer bezeugt, dass kein Gott da ist außer Allah, Der keinen Partner hat, und daß Muhammad Sein Diener und Gesandter ist, und daß `Isa (Jesus) der Diener Allahs und Sein Gesandter und Sein Wort ist, das Er Maryam (Maria) entboten hat und von Seinem Geist, und (bezeugt), dass das Paradies wahr ist und das Höllenfeuer wahr ist, den lässt Allah ins Paradies eingehen um dessentwillen, was er (im Diesseits) getan hat.“ 

Viele vergessen übrigens, dass Jesus nicht der erste Mensch war, der keinen Vater hatte. So wurde Adam (عليه السلام) ohne Vater und ohne Mutter erschaffen. In Surat Al-Imran Vers 59 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

Gewiss, das Gleichnis ʿĪsās ist bei Allah wie das Gleichnis Ādams. Er erschuf ihn aus Erde. Hierauf sagte Er zu ihm: „Sei!“ und da war er.“

Bemerkenswert ist auch, dass es zwischen Issa (عليه السلام) und Muhammad (ﷺ) keinen anderen Propheten gab und Issa die Botschaft Muhammads (ﷺ) ankündigte.

In Surat As-Saf, Vers 6 (heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung):

Und als ʿĪsā, der Sohn Maryams, sagte: „O Kinder Isrāʾīls, gewiß, ich bin Allahs Gesandter an euch, das bestätigend, was von der Thora vor mir (offenbart) war, und einen Gesandten verkündend, der nach mir kommen wird: sein Name ist Ah)mad.“ Als er nun mit den klaren Beweisen zu ihnen kam, sagten sie: „Das ist deutliche Zauberei.“

Obwohl Issa seine Botschaft an die Kinder Israels verkündete um sie zurück zum Glauben zu bringen, überzeugten sie ihren König ihn töten zu lassen. Als er jedoch getötet und gekreuzigt werden sollte, erhob Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى ) ihn hoch zu sich.

Beschrieben wird dies in Surat An-Nisa Vers 157 & 158 in dessen ungefährer Übersetzung es heißt:

und dafür, daß sie sagten: „Gewiß, wir haben al-Masīḥ ʿĪsā, den Sohn Maryams, den Gesandten Allahs getötet.“ – Aber sie haben ihn weder getötet noch gekreuzigt, sondern es erschien ihnen so. Und diejenigen, die sich darüber uneinig sind, befinden sich wahrlich im Zweifel darüber. Sie haben kein Wissen darüber, außer daß sie Mutmaßungen folgen. Und sie haben ihn mit Gewissheit nicht getötet. Nein! Vielmehr hat Allah ihn zu Sich erhoben. Allah ist Allmächtig und Allweise.“

Letztlich wird er wieder herabgesenkt und wird alles was falsch über ihn berichtet und geglaubt wurde, korrigieren, hinter dem Imam der Muslime beten und nach 40 Jahren sterben und die Gläubigen werden das Totengebet für ihn abhalten.

Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) segnete Issa (عليه السلام) mit vielen Gaben und Wundern, die die Echtheit seiner Botschaft untermauern sollten. So konnte er mit Allahs Erlaubnis Kranke heilen, lies Blinde wieder sehen und er erweckte sogar Tote wieder zum Leben.

Issa hat sich gut um seine Mutter gekümmert und war bescheiden und beging keine Sünden.

Im edlen Koran, in den Versen 31-33 aus Surat Mariam sagt Isa sinngemäß:

Ich bin wahrlich Allahs Diener; Er hat mir die Schrift gegeben und mich zu einem Propheten gemacht. Und gesegnet hat Er mich gemacht, wo immer ich bin, und angeordnet hat Er mir, das Gebet (zu verrichten) und die Abgabe (zu entrichten), solange ich lebe, und gütig gegen meine Mutter zu sein. Und Er hat mich weder gewalttätig noch unglücklich gemacht.“

Liebe Geschwister,

abschließend noch einige praktische Hinweise für die Weihnachtszeit, weil dahingehend erfahrungsgemäß Fragen aufkommen:

Ja, es ist erlaubt Nicht-Muslimen zu ihren Feiertagen zu gratulieren. Das ist etwas anderes als mit ihnen zu feiern. Dazu sind zahlreiche Fatwas bekannt.

Aus islamischer Sicht ist auch nichts dagegen einzuwenden Geschenke von Nicht-Muslimen anzunehmen oder auch Nicht-Muslime zu beschenken oder gemeinsam mit ihnen Freude zu haben.

Wir leben in einer vielfältigen Gesellschaft mit unterschiedlichen Kulturen und Religionen. Unsere Nachbarn und Freunde, ja sogar nahe Verwandte sind oftmals keine Muslime und wir sollten ihre Aufmerksamkeiten erwidern, solange wir dabei nichts Verbotenes verschenken oder verbotene Geschenke annehmen.

Diese soziale Verpflichtung gilt auch für unsere Moscheen und Vereine, die Toleranz und die Verständigung der Kulturen und Religionen unterstützen, um Frieden und Harmonie in unserer Gesellschaft zu stiften.

Möge Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) uns beistehen und uns dabei helfen das Gehörte in unserem Leben umzusetzen, um letztlich bessere Muslime zu werden. Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Ein offener Dialog: Deutsche Islam Konferenz 2018 – Fortschritt oder Rückschritt?

Am Sonntag, 16. Dezember 2018 findet ab 16:30 Uhr ein offener Dialog mit Abdassamad El Yazidi dem Generalsekretär des Zentralrats der Muslime in Deutschland in der Othman Ibn Affan Moschee statt. Alle Interessierten sind herzlich dazu eingeladen.

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Gebetszeiten für Dezember 2018

Anbei die Gebetszeiten für Dezember 2018 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten.

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Gebetszeiten für November 2018

Anbei die Gebetszeiten für November 2018 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet pünktlich zu Dhuhr verrichten.

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Monatstreff: Von der Dunkelheit ins Licht – Sonntag, 28. Oktober 2018

Monatstreff - Mouhsine Chtaiti - Von der Dunkelheit ins Licht - Oktober 2018

Liebe Brüder und Schwestern, wir laden euch herzlich zum nächsten deutschsprachigen Monatstreff am Sonntag, 28. Oktober 2018 um 16 Uhr im Seminarraum im 1.OG der Othman Ibn Affan Moschee, Kobaltstr. 13 in 65428 Rüsselsheim ein. Das Thema lautet: “Von der Dunkelheit ins Licht” und der Referent ist unser geliebter Bruder Mouhsine Chtaiti.

Monatstreff - Mouhsine Chtaiti - Von der Dunkelheit ins Licht - Oktober 2018

Jetzt zur Erinnerung teilnehmen und Freunde einladen!

Gebetszeiten für Oktober 2018

Anbei die Gebetszeiten für Oktober 2018 in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir das Freitagsgebet erst um 14:45 Uhr verrichten.

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Freitagspredigt: Die Heirat

 

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir uns inschallah mit der Heirat beschäftigen.

Die Heirat schützt unsere jungen Brüder und Schwestern davor, falsche Wege im Sinne des Glaubens einzuschlagen und stärkt ihren Iman. Alle Propheten im Laufe unserer Geschichte lebten vor, wie wichtig die Heirat für sie persönlich aber auch für die Gesellschaft ist.

Die Heirat ist die Grundlage, um Familien zu gründen und Kinder zu bekommen und bietet in jeder Hinsicht einen sicheren Hafen und sozialen Rückhalt.

Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) sagt im edlen Koran in Surat Al-Rum, Vers 21 (in der ungefähren Übersetzung):

Und es gehört zu Seinen Zeichen, dass Er euch aus euch selbst Gattinnen erschaffen hat, damit ihr bei ihnen Ruhe findet; und Er hat Zuneigung und Barmherzigkeit zwischen euch gesetzt. Darin sind wahrlich Zeichen für Leute, die nachdenken.“

Umso verwunderlicher ist es, dass viele unserer jungen Geschwister heutzutage in ein heiratsfähiges Alter kommen, dies bei weitem überschreiten, ohne im Geringsten über Heirat und Familiengründung nachzudenken oder dies überhaupt in Erwägung zu ziehen.

Viele wetteifern anderen Kulturen und Gebräuchen nach, in denen es meist nur um das eigene Ich geht und der Egoismus im Zentrum steht.

Hierbei können wir auch gewisse Fehler seitens der Eltern feststellen, die ihren Kindern die Bedeutung der Heirat und der Ehe nicht ausreichend klarmachen.

Manche lassen ihre Kinder gewähren und ehe sie sich versehen, sind sie zu alt und nicht mehr in der Lage eine eigene Familie zu gründen und auf eigenen Beinen zu stehen, weil sie sich bislang viel zu sehr auf ihre Eltern verlassen konnten, keine Verantwortung tragen mussten und nur noch an Spaß denken während sie ihre kostbaren Lebensjahre vergeuden.

In einem von Anas Ibn Malik, Allahs Wohlgefallen auf ihm, überlieferten Hadith berichtete er sinngemäß, dass eine Gruppe von drei Männern den Propheten (ﷺ) aufsuchte, um sich über seine Frömmigkeit zu erkundigen. Einer von ihnen beschrieb sich damit, dass er die ganze Nacht im Gebet verbringt, der zweite, dass er ununterbrochen fastet und sein Fasten nicht bricht und der dritte sagte, dass er sich den Frauen enthält und niemals heiraten wird.
Der Gesandte Allahs (ﷺ) sagte daraufhin: „Seid ihr diejenigen, die dies und jenes gesagt haben? Was mich wirklich angeht, so bin ich bei Allah unter euch derjenige, der Allah am meisten fürchtet und Ihm gegenüber am frömmsten ist. Dennoch faste ich und breche mein Fasten, bete ich und gehe schlafen und heirate die Frauen. Wer sich von diesem meinem Weg abwendet, der gehört nicht zu mir!“

Liebe Geschwister,

Die Ehe bietet den Verheirateten Ruhe und inneren Frieden und wir müssen heiratswillige Männer und Frauen unter uns unterstützen und Ihnen den Weg ebnen, um sich und die Gesellschaft vor Sünde und Unmoral zu schützen.

Dabei sollten keine Ausreden gelten, wie zum Beispiel dass die jungen Männer kein Geld hätten oder dass manche Mädchen nicht schön genug wären, denn der Maßstab sollte bei beiden Geschlechtern der Glaube und die Taqwa sein. Alle anderen Aspekte können mit Allahs Hilfe gemeinsam bewältigt werden.

Eltern sollten weiterhin keine übertriebenen Forderungen stellen, wenn jemand um die Hand ihrer Tochter anhält und junge Heiratswillige sollten bei der Suche nach der geeigneten Frau nicht nur auf Äußerlichkeiten oder materiellen Reichtum achten, sondern nach Gläubigen und aufrichtigen Frauen suchen.


Aber wie sieht es damit aus, wenn man verheiratet ist? Worauf sollte man achten, damit die Ehe erfolgreich wird?

Allen voran sollte man stets Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) gedenken, lobpreisen und für den Ehepartner dankbar sein. Auch sollte man in den guten Taten und den Ibadat wetteifern, gemeinsame Interessen und alltägliche Belange gemeinsam pflegen. Eine Besonderheit hierbei ist auch, dass wir auch die Lebensumstände hier in Europa richtig verstehen müssen. So haben alle Kulturen und Religionen im Zusammenhang mit der Ehe wertvolle Werte gemeinsam. Der Islam ist dabei keine Ausnahme.

Liebe Geschwister,
es ist wenig zielführend eine zu strenge, harte und unverhältnismäßige Haltung im Hinblick auf die Glaubenspraxis innerhalb der Familie zu verfolgen und ohne jegliche Nachsicht und Rücksicht auf die Belange und Gefühle der Familienmitglieder zu handeln. Wenn die Rolle als Familienoberhaupt aus islamischer Sicht missverstanden wird, führt dies dazu, dass das eigene zu Hause zu einem Ort voller Stress, Unterdrückung und Unsicherheit wird.

Anzumerken ist auch, dass unsere Moscheen junge Muslime über die Ehe aufklären sollten und sie dazu motivieren sollten eine eigene Familie zu gründen, ihr Leben in geordnete Bahnen zu bringen, fern von jeglichen Sünden oder Verfehlungen, welche mit dem Leben als ledige Muslime und Muslimas in Europa einhergehen können.

Abschließen möchten wir mit einem Koranvers und einer Dua.

So heißt es dazu in Surat Al-Furqan, Vers 74 in der ungefähren Übersetzung:

Und diejenigen, die sagen: „Unser Herr, schenke uns an unseren Gattinnen und unseren Nachkommenschaften Grund zur Freude, und mache uns für die Rechtschaffenen zu einem Vorbild.“

In diesem Sinne erheben wir unsere Hände und bitten unseren Schöpfer:

Möge Allah (subhanahu wa ta’ala) allen Heiratswilligen dabei helfen ihren Seelenpartner zu finden und die Ehen aller Gläubigen segnen. Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

IVAD: Samstag, 8. September 2018 um 17:30 Uhr mit Dr. Ahmad Al-Khalifa

IVAD - Ahmed Al-Khalifah - Schura & Hijra - Samstag 8-9-2018

Liebe Brüder und Schwestern, am Samstag, 8. September 2018 präsentiert unsere Jugendinitiative IVAD um 17:30 Uhr einen weiteren deutschsprachigen islamischen Vortrag. Zu Gast ist Bruder Dr. Ahmad Al-Khalifa, der mit uns über Aschura und die Hijra sprechen möchte. Im Anschluss gibt es eine gemeinsame Teerunde. Kuchenspenden sind erwünscht! Veranstaltungsort ist der Seminarraum im 1. Obergeschoss der Othman Ibn Affan Moschee, Kobaltstr. 13 in 65428 Rüsselsheim.
Jetzt zur Erinnerung teilnehmen und Freunde einladen!