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Ehrenamtliche Hilfe

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über ehrenamtliche Hilfe sprechen.

Viele unter uns bemühen sich tagtäglich ihren Mitmenschen selbstlos zu helfen, sie bei Bedarf zu unterstützen und sich ehrenamtlich zu engagieren ohne dafür eine Belohnung vom Geholfen zu erwarten.

Demjenigen der sich zum Wohle seiner Mitmenschen einsetzt sei gesagt, dass Allah der Allerhabene mit demjenigen ist, der seinen Mitmenschen beisteht.

Manch einer würde zwar meinen, dass es Zeitverschwendung sei, so etwas zu tun, aber die Wahrheit ist ist nein, dies ist definitiv keine Zeitverschwendung, sondern ganz im Gegenteil eine gute Tat, die letztlich der Anlass dafür sein kann ins Paradies zu gelangen.

Im edlen Koran in Surat Al-Hadsch, Vers 77 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„O die ihr glaubt, verbeugt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn und tut das Gute, auf dass es euch wohl ergehen möge! “

Und in Surat al-Baqara in Vers 195 heißt es dazu weiterhin:

„Und gebt auf Allahs Weg aus und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben. Und tut Gutes. Allah liebt die Gutes Tuenden.“

Auch ist es ein gutes Zeichen, wenn Allah der Allerhabene Dich häufig dazu verleitet gute Taten zu vollbringen oder dich dafür nutzt, um anderen zu helfen, denn dies bedeutet, dass  dich Allah Ihm näher bringen will und wir alle wissen, welche Belohnung denjenigen erwarten, der Allahs Wohlwollen erlangt.

Liebe Geschwister, gerade in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Flüchtlingsheimen engagieren sich hier hierzulande viele hilfsbereiten Menschen und auch ältere Menschen, die keine Muslime sind. Sie betreuen Kinder, unterstützen Erwachsende und helfen ihnen die Sprache zu erlernen. Gerade in diesen Bereichen sollten wir uns als Muslime noch mehr anstrengen. So ist doch der Islam ein Glaube des aktiven Handelns und wir haben bei uns keinen Platz für Faulheit oder Passivität. Auch sollten wir keine Ausreden suchen, um anderen nicht helfen zu müssen.

Viel mehr sind Fleiß, Produktivität und Hilfsbereitschaft Tugenden, die im Islam groß geschrieben werden.

Diese Werte sollten wir alle unseren Kindern lehren und auch auch entsprechend vorleben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dankbarkeit. Denn wer seinen Mitmenschen nicht für ihre Hilfe dankt, der verhält sich damit auch undankbar gegenüber Allah dem Allerhabenen.

Wir möchten daher an dieser Stelle allen danken, die sich um eine bessere Gesellschaft bemühen und insbesondere denjenigen danken, die uns hier in der Moschee unterstützen und mit Rat und Tat helfen und unseren Mitmenschen stets zur Verfügung stehen.

Wir wissen, dass dies nicht immer einfach ist, aber inschallah ist der Lohn für die Aufopferung bei Allah umso größer.

Möge Allah jeden reichlich für seine selbstlose Hilfe belohnen und alle ehrenamtlichen Helfer auf ihrem Weg bestärken.

Amin!

Ein Jahr ohne Hadsch

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass dieses Jahr keine Pilgerfahrt stattfindet.

Noch im vergangenen Jahr um diese Zeit pilgerten Millionen Gläubige nach Mekka, um die Hadsch zu verrichten. Der Anblick dieser Millionen Gläubigen während der Verrichtung der entsprechenden Rituale war äußerst prägend und beeindruckend.

Doch in diesem Jahr wird sich das leider nicht wiederholen. Stattdessen werden wegen der fortdauernden Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 nur einige Tausende Muslime dieses Jahr die Hadsch nach Mekka verrichten.

Die Pilgerfahrt ist dabei eine besondere Ibada, denn sie vereint zwei verschiedenen Anstrengungen, die der Gläubige auf sich nimmt, um Allahs Wohlwollen zu erlangen.

Zum einen die körperliche Anstrengung, bei der sich der Gläubige gemeinsam mit Millionen Anderen die Kraft für die rituelle Verrichtung nimmt und dann noch die finanzielle Anstrengung, welche mit den ganzen Ausgaben widerspiegelt, welche die Pilgerfahrt mit sich bringt.

In einem Hadith heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung, dass derjenige der die Pilgerfahrt rein von Sünde verrichtet, mit dem Paradies belohnt wird.

Grundsätzlich hat jeder Gläubige die Pilgerfahrt einmal in seinem Leben zu verrichten, sofern er bzw. sie körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

Diese Regel ist jedoch in der aktuellen Zeit im Zusammenhang mit der Angst vor Corona und der damit verbundenen Gefahr für Leib und Leben nicht mehr gültig.

So sagt der Gelehrte Dr. Ali Al-Qurra Dagi dazu in seiner Fatwa, dass beim Bestehen der Gefahr, dass sich die Pilgernden gegenseitig mit dem Virus anstecken könnten, es nicht nur erlaubt sei, sondern sogar eine Pflicht sei die Pilgerfahrt auszusetzen, bis sichergestellt ist, dass keine weitere Gefahr aus dem Virus für die Gläubigen hervorgeht.

Auch weitere Gelehrten stellen mit ihrer Rechtssprechung die Gläubigen von der Pflicht der Pilgerfahrt frei, wenn der Weg dorthin unsicher ist und der Weg zu den Pilgerstätten mit Gefahren behaftet ist.

Liebe Geschwister,

die Behauptung, dass das Aussetzen der Hadsch in diesem Jahr ein Zeichen für das baldige Ende der Welt sei, ist reiner Unsinn. Die Hadsch wurde im Laufe der Geschichte schon mehrmals aus unterschiedlichen und nachvollziehbaren Gründen ausgesetzt.

Auch sei davor gewarnt, die Heiligkeit dieser Ibada für politische oder sonstige Zwecke zu missbrauchen, da dies den Zorn Allahs mit sich bringt.

Die Unterbrechung der Hadsch in diesem Jahr ist jedenfalls eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz aller Gläubigen, die planten die Pilgerfahrt zu verrichten und somit auch zum Schutz der gesamten Menschheit.

Auch können sich diejenigen über Allahs Großzügigkeit und Barmherzigkeit freuen, die die Absicht hatten dieses Jahr die Pilgerfahrt anzutreten, aber wegen Corona daran gehindert wurden, da sie die Belohnung erhalten, als hätten sie die Pilgerfahrt verrichtet.

Dies geht beispielsweise aus einem überlieferten Hadith hervor, in dem Gläubige als Pilger bezeichnet wurden, obwohl sie in Medina blieben, da sie zwar bei der Pilgerfahrt dabei sein wollten, aber aus nachvollziehbaren Gründen verhindert waren. Sie erhielten bei Allah dennoch den Lohn eines Pilgernden.

Möge Allah die Gefahr durch Corona bald zu einem Ende kommen lassen und wieder Normalität in unsere Moschee und auf das Ritual der Hadsch einkehren lassen.

Amin!

Unser Glaube im Alltag

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, wie uns unser Glaube in unserem alltäglichen Handeln beeinflusst.

Gerade in schweren Zeiten wie diesen, zeigt sich die Großartigkeit des Islams, die beweist, dass unser Glaube keine bloße Theorie, sondern eine tatkräftige Lebenseinstellung ist und die darin enthaltenen Gebote und Verbote direkt stets mit konkreten Handlungsanweisungen verbunden sind, die wir als Gläubige auf der Basis des Wissens umsetzen sollen.

Wen Allah der Allerhabene liebt, meine lieben Geschwister, dem bringt Er den Glauben näher und lässt ihn andere zum Wohle der gesamten Menschheit positiv beeinflussen.

Im Zusammenhang mit dieser Einflussnahme auf die Gesellschaft fällt der Begriff der Integration. Die Integration der Muslime in diese Gesellschaft ist notwendig, um uns in die Lage zu bringen einen positiven und konstruktiven Beitrag zum Wohle aller zu leisten.

Die Integration bedeutet im Islam jedoch keinesfalls Assimilation und gar den Verzicht auf die eigenen Grundsätzen und Glaubensregeln. Denkt daher an euren persönlichen Beitrag gegenüber eurer unmittelbaren Umgebung. Insbesondere gegenüber euren Nachbarn, euren Bekannten, euren Arbeitskollegen, euren Mitschülern und euren Kommilitonen.

Um dies zu veranschaulichen möchte ich euch eine kurze Geschichte berichten. Ein Bruder kam vor einiger Zeit nach Deutschland und erzählte davon, dass er sich nicht so recht mit der Idee anfreunden konnte Blut für Nicht-Muslime zu spenden. Seine Frau jedoch, die den Islam neu angenommen hatte, fragte ihn ob der Islam denn nicht zur Rettung aller Menschen herabgesandt wurde, was der Bruder bejahte. Sie fragte ihn daraufhin, warum er dann mit der Blutspende geizt, wenn der Islam doch zum Wohle aller Menschen da ist. Nach diesem Denkanstoß verstand der Bruder die wahre Botschaft des Islams und spendete letztlich sein Blut.

Liebe Geschwister,

es ist bemerkenswert, dass sich viele zwar in der Theorie mit dem Glauben auseinandersetzen, aber in der Umsetzung in unserem Alltag weit davon entfernt sind, wozu uns der Islam aufruft. Daran sollten wir unbedingt arbeiten.

Ein anderes Thema, das ich in aller Kürze aus gegebenem Anlass anschneiden möchte, ist die Beerdigung unserer verstorbenen Geschwister in diesen Zeiten. Manche unter uns sind sehr traurig darüber, wenn ein Bruder oder eine Schwester verstirbt und der Leichnam nicht in ihren Herkunftsländern bestattet werden kann. Teils wird die Beerdigung in Deutschland sogar als eine Art Strafe wahrgenommen. Tatsächlich macht es den Verstorben aber nichts aus, wo sie begraben werden. Einzig und allein die Taten aus dem Diesseits zählen. Auch sollte man wissen, dass viele der früheren Gelehrten in fremden Ländern bestattet wurden. Es war nicht üblich mit unnötigem Aufwand Leichen in ihre Heimatländer zu bringen. Ohnehin liegt die ganze Welt unter der Hand Allahs des Allerhabenen.

Auch ist dies eine Frage der Integration. Denn wie können wir von Menschen zu Lebzeiten Akzeptanz erwarten, wenn wir sie nicht mal als Tote in ihren Gräbern akzeptieren?

Lasst uns daher unsere Absichten prüfen und in allem was wir tun das Wohl aller Menschen anstreben, denn nur das bringt uns dem Wohlwollen Allahs näher.

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und alle Menschen vor Schaden und Leid bewahren. Amin! 

Gebetszeiten für Juli 2020

Anbei die Gebetszeiten für Juli in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir inzwischen wieder alle 5 täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet (um 14:45 Uhr) gemeinsam verrichten. Dabei sind jedoch weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, eigener Teppich, Sicherheitsabstand, Erfassung der Teilnahme etc.) einzuhalten.

Download (PDF, 2.61MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Die Rückkehr zur Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,
in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Rückkehr in die Moscheen sprechen und welcher Segen dies für die Gläubigen ist.

Nach langer Abwesenheit kehren wir endlich wieder zurück zum Haus Allahs, welches wir sehr vermisst haben. Unsere Herzen waren voller Trauer, als wir unserer Moschee fernbleiben mussten. Die Corona-Krise und die Pandemie hat die ganze Welt zum Stillstand gebracht und wir Muslime müssen unsere Lehren aus dieser Prüfung und den damit einhergehenden Herausforderungen ziehen, in dem wir Reue für unsere Sünden zeigen und aufrichtig zu Allah zurückkehren.

Im edlen Koran, in Surat Al-Araf, Vers 168 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die dies nicht waren. Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren mögen.”

Als Muslime müssen wir in unserer Beziehung zu unserem Schöpfer stets ehrlich und aufrichtig sein und haben daher unsere Gebete trotz aller Einschränkungen zu Hause verrichtet. Die Moschee war zwar geschlossen, aber unsere Beziehung zu Allah blieb ungebrochen, insbesondere da uns Allah, der Allerhabene in seiner Großzügigkeit wegen unserer Absicht dennoch so belohnt, als ob wir unsere Gebete in der Moschee verrichtet hätten.

Wir dürfen daher trotz der aktuellen Situation oder wegen Reisebeschränkungen oder gegebenenfalls wegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit nicht nachlässig mit unseren Gebeten und unserem Gottesdienst werden.

Letztlich sollte uns diese Erschwernis in unserem Glauben festigen und uns unseren Iman stärken. Abschließend möchten wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass die Moschee inzwischen wiedereröffnet werden konnte.

Im edlen Koran, in Surat Ibrahim, Vers 7 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und als euer Herr ankündigte: ‚Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist meine Strafe fürwahr streng‘.“

Wir sollten daher unsere Dankbarkeit in Taten und Worten zeigen.

Möge Allah, der Allerhabene in dessen Hand alles liegt uns von diesem Übel befreien und uns und unsere Familien diese Zeit durchstehen lassen.

Amin!

Das Verbot von Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit im Islam

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass der Islam keinen Platz für Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit lässt.

So ist unser Glaube eine Rechtleitung für alle Menschen, unabhängig ihrer Rasse, Herkunft oder Sprache. Daher ist jeglicher Hass, die Ausgrenzung Andersdenkender oder Feindseligkeiten gegenüber Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts nicht vereinbar mit dem Islam. Solche menschenverachtenden Haltungen sind zerstörerisch und schaden unserer Welt erheblich.

Der Islam verbietet jeglichen Rassismus und die schlechte Behandlungen anderer Mitmenschen mit Wort und Tat. So haben beispielsweise die Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) diesbezüglich den Anweisungen unseres Propheten strikt gefolgt und und ihre Bediensteten genauso eingekleidet und genauso gespeist wie sich sich selbst, so dass man die Sahaba nicht von ihren Bediensteten unterscheiden konnte.

Auch verbietet der Islam rassistische Äußerungen gegenüber anderen in jeglicher Form, da diese verletzend sind und sich in keinster Weise rechtfertigen lassen.

So ist im Islam die Menschenwürde unantastbar!

Im edlen Koran, Sure Al-Maida, Vers 32 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.”
Liebe Geschwister,
vor Allah dem Allerhabenen sind alle Menschen gleich, nur in ihrer Frömmigkeit und ihrer Taqwa unterscheiden sie sich.
Daher ist es verboten Menschen unrecht anzutun und sie respektlos zu behandeln, nur weil sie anders aussehen oder einen anderen Glauben haben als man selbst!
Im edlen Koran, Sure Al-Hujurat, Vers 13 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig”
Umso mehr macht es uns betroffen zu sehen, wie Menschen oft wegen Ihrer Hautfarbe getötet oder misshandelt werden und das selbst in vermeintlich modernen und Ländern und Gesellschaften.

Was können wir Rassismus nun entgegensetzen?

  • Zunächst müssen die entsprechenden Gesetze des sozialen Friedens konsequent eingehalten werden.
  • Auch sind wir in der Pflicht stets rassistisches Handeln zu unterbinden und anzuprangern.
  • Ferner können Religionsgemeinschaften und deren Gelehrte eine Schlüsselrolle bei der Verständigung der Völker und Kulturen einnehmen.
  • Weiterhin muss allen Schutzbedürftigen, die vor Unrecht und Terror fliehen, Schutz geboten werden.
  • Auch sollten wir das Zugehörigkeitsgefühl zu dem Land in den wir wir und unsere Familien leben vertiefen und unsere Rechte und Pflichten entsprechend wahrnehmen.
Möge Allah uns helfen jegliches rassistisches Denken aus all unseren Köpfen zu verbannen und die Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten zu beenden. Amin!

Wir bieten jetzt auch das ʿAsr-Gebet wieder an

Liebe Geschwister,

im Rahmen unserer phasenweise erfolgenden Wiedereröffnung möchten wir bekannt geben, dass wir ab sofort auch das Nachmittagsgebet (ʿAsr) wieder bei uns in der Moschee vor Ort gemeinsam verrichten.

Gemeinsam mit den vorherig angekündigten Gebeten, bieten wir also inzwischen:

Für all diese Gebete gelten weiterhin die bisherigen Hygiene-Schutzmaßnahmen, inklusive Maskenpflicht, eigenem Gebetsteppich und Sicherheitsabstand etc. Auch erfolgt der Einlass wie bisher 15 Minuten vor der jeweiligen Gebetszeit.

Lediglich das Freitagsgebet und das Dhuhr-Gebet wird noch nicht angeboten. Sobald es inschallah Neuigkeiten oder Änderungen dazu gibt, werden wir dies zeitnah bekannt geben, also behaltet unsere Ankündigungen im Blick.

Bis dahin vielen Dank für eure Geduld und eure Zusammenarbeit! Ein besonderer Dank geht dabei an unsere ehrenamtlichen Helfer für ihre Einsatzbereitschaft.

Möge Allah euch alle dafür belohnen. Amin.

Religiöse Fragen und Antworten zur Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Wiederöffnung der Moschee und die Regeln bei der Teilnahme am gemeinsamen Gebet während der Corona-Pandemie sprechen.

Wie bereits erläutert, veröffentlichte die Moschee hier die notwendigen Schutzmaßnahmen zum Schutz der Betenden und auch um eine Schließung der Moschee zu vermeiden.

Die bisherigen Fatwas bezüglich der Schließung der Moscheen waren dabei im Einklang und in Übereinstimmung mit den allgemein gültigen Gesundheitsvorschriften zur Vermeidung von großen Menschenansammlungen, welche als eine Hauptquelle für viele Infektionen identifiziert wurde.

  • So ist doch im Islam der Gläubige entschuldigt, wenn er krank ist oder aus Angst um die eigene Gesundheit der Moschee fern bleibt. Auch diejenigen, die Kontakt mit Infizierten hatten oder gar selbst infiziert sind, müssen zuhause bleiben, um anderer vor der Ansteckung zu schützen. Für diejenigen, wäre der Moscheebesuch sogar eine große Sünde, da sie damit die Leben vieler Gläubige gefährden würden.
  • Auch ist es erlaubt beim Gebet einen Mundschutz oder eine Mundbedeckung zu tragen, da es hierbei um eine Notwendigkeit handelt.
  • Diejenigen, die sich nun fragen, warum manche Moscheen öffnen, während andere geschlossen bleiben, möchten wir darauf hinweisen, dass jede Moschee dies nach eigenen Ermessen unter Berücksichtigung der erforderlichen Schutzmaßnahmen für sich entscheidet. Auch sollte man bedenken, dass auch in manchem islamischen Ländern Moscheen wieder geschlossen wurden, nachdem die Infektionszahlen wieder erheblich angestiegen sind.
  • Eine weitere interessante Frage ist bezüglich der rituellen Reinheit aufgekommen, da Desinfektionsmittel Alkohol enthalten. Dazu gibt es von den Gelehrten zwei Meinung. Die eine Gruppe urteilt zwar, dass Desinfektionsmittel unrein (najis) ist, aber eine zweite Gruppe von Gelehrten urteilt, dass Desinfektionsmittel rein (tahir) ist, was auch der Ansicht vieler Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) entspricht, die ebenfalls Desinfektionsmittel einsetzten um Bakterien und Viren zu töten. Es ist daher erlaubt Moscheen damit zu besprühen.
  • Ein anderer Punkt ist der Abstand zwischen den Betenden. In normalen Zeiten gilt das Zusammenrücken der Gläubigen beim Gebet hinter dem Imam als empfohlen und gut. In dieser aktuellen Situation jedoch ist die Wahrung des Abstands als Schutzmaßnahme notwendig. Nach Urteil der Gelehrten ist das Gebet daher in dieser speziellen Situation trotzdem richtig, da dies notwendig ist um Schaden von den Gläubigen abzuwenden.
Liebe Geschwister,
abschließend möchten wir euch auch darauf aufmerksam machen, dass es für jede Krankheit auch eine entsprechende Medizin gibt. Übt euch daher in Geduld und bittet Allah der Allerhabenen vom Herzen und aufrichtig um seinen Schutz und seine Barmherzigkeit, damit diese schwere Zeit bald vorüber geht.
Auch sagt Allah (subhanahahu wa ta’ala) im edlen Koran, Sure At-Tauba, Vers 18 in der ungefähren Übersetzung:
  Gewiß, Allahs Gebetsstätten bevölkert nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet. Diese aber werden vielleicht zu den Rechtgeleiteten gehören.”

Weiterhin möchte wir die Gelegenheit nutzen, um euch allen für eure bisherige Mithilfe zu bedanken und hiermit bekannt geben, dass wir die bisherigen Öffnungen zu Maghreb/Ishaa ab Samstag, 13. Juni 2020 auch auf Fajr erweitern werden. Der Einlass beginnt dabei 15 Minuten vor der Gebetszeit aus unserem Kalender.

Ya Allah wende jeglichen Schaden von uns ab, hilf uns durch diese schwierige Zeit und lass diese Krankheit bald ein Ende nehmen. Amin.

Hinweise zur schrittweisen Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe gute Werke gelingen.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) sein Diener und Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die seinem Pfad und dem Weg des Propheten (ﷺ) folgen bis zum Jüngsten Tag. Amin!

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir über die Wiedereröffnung der Moschee unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Corona sprechen. 

Als die Moschee geschlossen wurde, um die Infektionsgefahr einzudämmen, handelten die Verantwortlichen im Sinne des Islams und folgten den Empfehlungen und Vorgaben der lokalen Behörden, um die Gläubigen und die Mitmenschen zu schützen.

Nachdem wir nun seit einigen Monaten unsere Gebete zuhause verrichten mussten und es inzwischen entsprechende Erlasse durch die Behörden gibt, die uns den Betrieb erlauben, wollen wir die Moschee ab dem 8. Juni allmählich wieder für die Gläubigen öffnen.

Nachfolgend wollen jedoch erst einige Fragen beantworten, die sich sicherlich der eine oder andere stellt.

  • Warum wurde überhaupt die Moschee geschlossen, obwohl niemand von uns infiziert wurde? Die Antwort begründet sich im Schutz unserer Mitbürger. Durch die Schließung der Moschee konnten wir einen Teil dazu beitragen und Schaden von der Gesellschaft abwenden, zu der wir als Muslime ebenfalls gehören.
  • Auch stellt sich die Frage, ob uns durch nicht verrichteten Gemeinschaftsgebete Lohn entgangen ist. Dazu sei gesagt, dass die Gebete ja aus triftigen Gründen nicht gemeinsam verrichtet wurden und Versammlungen verboten waren. Daher zählt bezüglich der Belohnung bei Allah bereits die Absicht, als ob wir die Gebete gemeinsam verrichtet hätten.
  • Weiterhin stellt sich die Frage, wie das Gemeinschaftsgebet unter Vorgabe der Abstandsreglungen zu werten ist. Im Islam ist das gemeinsame Gebet eine Pflicht, sofern kein Hindernis vorliegt. In der aktuellen Situation liegen jedoch besondere Umstände vor, wegen denen wir einige Regeln beachten müssen:
    • Zunächst müssen wir die Hygiene-Richtlinien (wie zum Beispiel der Sicherheitsabstand, die Maskenpflicht, eigene Gebetsteppiche etc.) einhalten und für Sauberkeit sorgen.
    • Kinder und ältere Geschwister sollen weiterhin dem gemeinsamen Gebet fernbleiben. Auch Kranke sollen bitte zu Hause bleiben, um sich selbst und auch andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
    • Auch ist darauf zu achten die Gebetszeit und die Anzahl der Gebete genau einzuhalten und diese nicht zu verlängern. Auch bitten wir darum sich nicht die Hände zu geben oder sich umarmen, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

All diese Regeln widersprechen nicht dem Islam, sondern zielen darauf ab uns vor Schaden zu schütze und das Leben zu bewahren. Auch der Gesandte Allahs (ﷺ) hat einem Gläubigen die Hand gegeben, als ihm dieser die Hand geben wollte, während er krank war und bekannt war, dass sich seine Krankheit durch einen solchen Kontakt übertragen könnte. Stattdessen sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) aus der Ferne, dass er sein Versprechen angenommen haben.

  • Eine andere Frage, die in dieser Zeit häufiger aufgetreten ist, ist das Begräbnis von Muslimen zwischen Nicht-Muslimen und ob derjenige am Jüngsten Tag mit den Nicht-Muslimen stehen wird. Liebe Geschwister. Die ganze Erde ist das Eigentum von Allah dem Allmächtigen. Die Stellung des Verstorben am Jüngsten Tag bei Allah ist völlig unabhängig davon an welchem Ort der Gläubige bestattet wird.
  • Weiterhin erlauben die muslimischen Gelehrten die Bestattung der Muslime in bestimmten Bereichen innerhalb eines nicht-muslimischen Friedhofs, da für jeden Toten ein eigenes Grab vorgesehen ist.
  • Am Tag der Wiederauferstehung kommt es dabei einzig allein auf die guten Taten des Menschen an. Auch sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir als Muslime mit anderen Gläubigen gemeinsam auf dieser Welt leben und dementsprechend gegenseitigen Respekt an den Tag legen sollten.

Möge Allah der Allerhabene uns davor bewahrenden Islam durch unser Unwissen über den eigenen Glauben ins negative Licht zu rücken und möge Allah und alle davor beschützen gegenüber unseren Mitmenschen ungerecht zu sein. Amin.

Für alle Details zum Ablauf der schrittweisen Wiederöffnung unserer Moschee ab dem 8. Juni verweisen wir auf diese ausführliche Mitteilung.

Diese Predigst ist übrigens eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Unsere Moschee öffnet wieder!

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Glaubensgeschwister,

zunächst möchten wir uns bei euch allen für eure Geduld und euer Verständnis insbesondere während des Fastenmonats Ramadan bedanken. Wir hoffen, dass wir mit den bisherigen Maßnahmen als Muslime inschallah einen Teil dazu beitragen konnten, die Corona-Ansteckungen möglichst gering zu halten, Menschenleben zu retten und das Gesundheitssystem zu entlasten.

Die Gefahr durch den Coronavirus ist noch lange nicht vorbei und wird uns wohl noch einige Zeit begleiten. Um es deutlich zu sagen: es gibt immer noch kein Medikament und keine Impfung gegen COVID-19, allerdings bedeutet dies nicht, dass die Welt stehen bleibt. Verantwortungsbewusst wollen wir daher die nächste Phase unserer Corona-Strategie angehen und schrittweise eine Öffnung anstreben.

Wir sind daher froh euch darüber informieren zu können, dass wir inschallah ab dem 8. Juni 2020 unsere Moschee teilweise für gemeinschaftliche Gebete öffnen.

Wohlgemerkt unter Einhaltung von strikten Schutzmaßnahmen bei deren Umsetzung wir auf eure Unterstützung und eure Kooperation angewiesen sind!

Konkret bedeutet dies, dass ab Montag (08.06.2020) zunächst testweise Maghreb und Ishaa zusammengelegt in der Othman Ibn Affan Moschee verrichtet werden können.

Dafür öffnen wir jeweils 15 Minuten vor der Gebetszeit von Maghreb. Maghreb ist laut unserem Gebetskalender am 08. Juni 2020 beispielsweise um 21:33 Uhr. Einlass ist also am Montag ab 21:18 Uhr. Pünktlich zur Zeit von Maghreb erfolgt dann der Athan. 7 Minuten später folgt wie gewohnt die Iqama und wir beginnen mit dem Gemeinschaftsgebet. Direkt im Anschluss beten wir das Ishaa-Gebet. Wer das nicht möchte, kann natürlich auch nach dem Maghreb-Gebet gehen und Ishaa zur gewohnten Zeit zu Hause verrichten. Zur planmäßigen Zeit von Ishaa wird die Moschee jedoch nicht erneut geöffnet. 

Aufgrund der zu erwarteten Besucherströme verzichten wir vorerst weiterhin auf die Freitagsgebete und beschränken uns zunächst auf das zusammengelegte Maghreb und Ishaa-Gebet. 

  • Da die Kapazität der Moschee begrenzt ist und stets ein Sicherheitsabstand von mindestens 1,5 Metern zwischen jedem eingehalten werden muss, können wir zunächst voraussichtlich nur 130 Leute gleichzeitig hinein lassen. Gegebenenfalls kann sich die Zahl im Laufe der Zeit noch verändern, wenn weitere Gebetsräume freigegeben werden. Wir bitten insbesondere vorab um Verständnis, falls tatsächlich jemand zu Stoßzeiten abgewiesen werden muss. Zur Einhaltung des Abstands innerhalb der Moschee sind weiterhin die einzelnen Gebetsplätze bereits auf dem Boden markiert. An diese Markierungen ist sich strikt zu halten.

  • Da im Falle einer Infektion nachvollziehbar sein muss, wer wann mit wem Kontakt hatte, müssen Anwesenheitslisten geführt werden. Unsere Ordner nehmen dafür die Namen und die Telefonnummern der Besucher in Listen auf. Wiederkehrende Besucher erhalten der Einfachheit halber beim ersten Besuch eine Karte mit einer festen Nummer und müssen dann nur noch ihre Nummer vorzeigen.

  • Beim Eingang wird es dafür zwei Bereiche geben. Einmal für diejenigen, die schon eine Karte haben und nur ihre Nummer vorzeigen müssen und dann ein Bereich für erstmalige Besucher, die noch eine Karte brauchen. Wir bitten darum sich entsprechend anzustellen. Wer sich nicht anmeldet oder sich nicht registrieren lässt, der darf auch nicht in die Moschee!  
  • Das Mindestalter für den Einlass ist 12 Jahre. Menschen ab 65 Jahren wird empfohlen ihre Gebete zu Hause zu verrichten. Personen mit Krankheitssymptomen (wie zum Beispiel Husten, Schnupfen, Fieber) ist es nicht gestattet zur Moschee zu kommen.
  • Während des ganzen Aufenthalts in der Moschee besteht eine Mundschutzpflicht! Masken sind dafür selbst zu besorgen. Ohne  korrekt angezogene Maske, darf niemand hinein.

  • Damit es bei den Schuhschränken kein Gedränge gibt, wurden die Fächer der Schuhschränke abgeklebt. Stattdessen soll jeder Besucher eine Tüte für seine Schuhe mitbringen und seine Schuhe zu seinem Gebetsplatz mitnehmen. 

  • Weiterhin muss aus hygienischen Gründe jeder Besucher seinen eigenen Gebetsteppich mitbringen. Ohne eigenen Gebetsteppich ist die Verrichtung der Gebete in der Moschee untersagt.
  • Auch weisen wir daraufhin, dass die Waschräume wegen des damit verbunden erhöhten Ansteckungsrisiko geschlossen sind. Die rituelle Waschung ist daher bereits zu Hause zu verrichten. An den Eingängen stellt die Moschee weiterhin Hand-Desinfektionsmittel bereit. Wir bitten daher darum, sich die Hände vor und nach dem Besuch der Moschee zu desinfizieren. Unnötiger Körperkontakt, Händeschütteln und Umarmungen etc. sind zu unterlassen. Sowohl in der Moschee, als auch vor der Moschee ist es untersagt in Gruppen nah beinander zu stehen oder nah beinander zu sitzen.

  • Die Fenster in der Moschee sollen während dem Betrieb gekippt bleiben und wir bitten daher darum, die Fenstergriffe nicht anzufassen!
  • Auch ist das sonstige Inventar wie zum Beispiel die Bücherregale und die Koranexemplare der Moschee aus hygienischen Gründen abgesperrt und soll ebenfalls nicht angefasst werden.
  • Nach jeden Gebet ist die Moschee unter Einhaltung des Sicherheitsabstands zügig und geordnet zu verlassen, damit unsere Ordner mit dem Desinfizieren der sensiblen Bereiche und dem Lüften der Räumlichkeiten beginnen können. Wir bitten um Verständnis, dass außerhalb der Gebetszeit kein Aufenthalt in der Moschee gestattet ist!

Weitere Verhaltenshinweise erfolgen durch unseren Imam, durch Vorstandsmitglieder unserer Moschee, durch Ordner oder auch durch Aushänge vor Ort. Wir bitten um strikte Einhaltung der Anweisungen, damit der Betrieb der Moschee inschallah fortgesetzt werden kann.

Wir möchten euch allen weiterhin ans Herz legen, dass Verstöße gegen das Hygienekonzept letztlich auch zu einer Schließung unserer Moschee führen können. Wir bitten daher darum unnötige Diskussionen mit unserem ehrenamtlichen Personal zu unterlassen. Auch geht es uns bei dem Hygienekonzept darum uns Stück für Stück heranzutasten, uns bei der Einhaltung der Vorgaben nicht zu überfordern, die Abläufe kontrolliert zu erproben und dann schrittweise – sofern möglich und vertretbar – weitere Lockerungen umzusetzen. Wir danken daher für das Verständnis, dass nicht direkt alle Gebete angeboten werden können. Ebenso kann es aber auch sein, dass Lockerungen wieder zurückgenommen werden müssen, wenn die Einhaltung nicht klappt oder sich die Corona-Fallzahlen negativ entwickeln.

Möge Allah unsere Bemühungen annehmen, den Kranken eine baldige Gesundheit schenken und alle Gebetshäuser vor jeglichem Übel bewahren. Amin!

Gebetszeiten für Juni 2020

Anbei die Gebetszeiten für Juni in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass unsere Moschee derzeit wegen Corona-Schutzmaßnahmen geschlossen ist und keine Gemeinschaftsgebete stattfinden.

Download (PDF, 2.53MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Die Stärke des Glaubens

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Was verstehen wir unter dem Begriff der Stärke? Manche bemessen ihre Stärke in ihrem finanziellen Vermögen, anderen in ihrer körperlichen Gesundheit, wiederum andere beurteilen ihre Stärke in ihrer sozialen oder beruflichen Stellung.

Auch ist der Zusammenhalt der Gesellschaft eine Form der Stärke.

Allerdings laufen all diese Formen der Stärke Gefahr zu Hochmut zu führen, denn sobald jemand denkt, er wäre unbesiegbar oder gar allmächtig, irrt er sich wahrlich.

Denn die einzig wahre Form der Stärke ist die Kraft, die wir als Muslime aus dem Glauben an Allah dem Allerhabenen schöpfen.

So ist doch Allahs Macht die einzig unbesiegbare und wer seinen Glauben daran vervollkommnet hat, der spürt diese Stärke auch in sich und wird dadurch standhaft gegenüber alle Krisen und Herausforderungen des Lebens.

In einem Hadith lobt der Gesandte Allahs (ﷺ) den Zustand diejenigen, deren Glaube so stark ist, dass sie dankbar sind keine Hochmut zeigen, wenn ihnen etwas Gutes widerfährt, und sich um Allahs Willen in Geduld üben, wenn ihnen scheinbar ein Schaden widerfährt oder sie einer Prüfung konfrontiert werden.

Aischa (radi allahu anha), die Gattin des Propheten (ﷺ) berichtete: „Ich erkundigte mich beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, über die Pest, und er teilte mir mit, dass sie eine Strafe sei, mit der Allah denjenigen heimsuchte, den Er wolle, und daß Allah sie zu einer Barmherzigkeit für die Gläubigen machte. Keiner wird die Heimsuchung der Pest erleben, sich weiterhin in seinem Ort geduldig und in Betracht des Lohns (Allahs) aufhalten – während er weiß, dass ihn nur das trifft, was Allah für ihn bestimmt hat -, ohne daß ihm der gleiche Lohn wie der eines Märtyrers zuteil wird.“ 

Liebe Geschwister,

der Glaube an die Bestimmung ist ein wichtiger Teil unseres Glaubens, ohne den diese nicht vollständig wäre.

Im edlen Koran in Sure Luqman, Vers 34 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Gewiß, Allah (allein) besitzt das Wissen über die Stunde, läßt den Regen herabkommen und weiß, was im Mutterleib ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.”

und in Sure Al-Qamar, Vers 49 heißt es weiterhin:

“Gewiß, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen.”

Wir beten daher und machen Dua für unsere Geschwister und Mitmenschen, die nicht nachgelassen haben, alle Risiken auf sich genommen haben und ihren Pflichten und Aufgaben täglich nachkommen. Diese Geschwister zeigen uns jeden Tag, dass der Glaube stärker ist als die Angst vor einer Ansteckung.

Als Beispiel hat unsere Moschee während des Ramadans trotz der Umstände weiter Iftar an Bedürftige und Studenten ausgeteilt. Unser Imam hat seine Predigten ununterbrochen online zur Verfügung gestellt, um die Gläubigen zu informieren und die Verbindung zur Moschee aufrecht zu erhalten. Viele unserer Geschwister haben trotz geschlossener Türen weiter daran gearbeitet den Betrieb der Moschee in angepasster fortzusetzen.

Möge Allah alle ihre Taten annehmen und sie mit dem Paradies belohnen, Amin!.

Auch die Mitarbeiter der Stadt, die Polizisten, Ärzte und Krankenpfleger leisten jeden Tag unglaubliches, um die Verbreitung des Virus einzudämmen und Kranke zu behandeln. 

Möge Allah ihre Taten ebenfalls reichlich belohnen und sie vor allem Übel beschützen!.

Unsere Glaube verpflichtet uns dazu, alle notwendigen Schritte und Schutzmaßnahmen, strikt zu befolgen, um die Verbreitung und die Gefahr der Ansteckung einzudämmen und uns und andere zu schützen.

Mit Geduld und Vorsicht werden wir inschaAllah gestärkt aus dieser Krise hervor gehen und mit unserem Glauben sämtliche Widrigkeiten überwinden und siegen.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Festpredigt nach Ramadan 2020

Bismillahirrahmanirrahim,

im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen,

liebe Geschwister im Islam,

gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe wir gute Werke verrichten.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind. Wir bezeugen weiterhin, dass Muhammad, Sein Diener und Sein Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die Seinem Pfad und den Weg des Propheten (ﷺ) bis zum Jüngsten Tag folgen. Amin!

Allahu akbar, allahu akbar, la ilaha illallah, allahu akbar, allahu akbar wa lillahil hamd!

Mit dieser Lobpreisung und Huldigung Allahs empfangen wir das heutige Fest im Jahr 1441 nach der Auswanderung bzw. im Jahr 2020 nach christlicher Zeitrechnung.

Unsere Feste sind Feste der Ibadat und der Bittgebete und keine Feste der Sünde und der schlechten Taten. Sich am heutigen Eid zu freuen und dieses zu feiern ist geboten und erlaubt, wir sollten jedoch darauf achten, beim Feiern nicht verschwenderisch zu werden oder Verbotenes zu tun.

Im edlen Koran in Surat Al-Araf, Vers 31, heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“O Kinder Ādams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“

Sich zu freuen und sich gegenseitig zu gratulieren ist an diesem besonderen Tag geboten, denn wir Gläubige freuen uns darüber, dass wir den Fastenmonat Ramadan erlebt haben und darin fasten durften.

Im edlen Koran in Surat Al-Baqara, Vers 31, heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, – damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, daß Er euch rechtgeleitet hat, auf daß ihr dankbar sein möget.” 

Der Muslim freut sich am heutigen Fest sogar doppelt. Einmal über den heutigen Feiertag als Lohn  für das Fasten und dann nochmal am Tag der Begegnung mit Allah dem Allerhabenen, wenn das Fasten zu seinem Fürsprecher wird.

Liebe Geschwister,

  • Bei all der Freude, vergesst jedoch nicht unsere Brüder und Schwestern, die in anderen Ländern leben und Angst um sich und ihre Familien haben. Schließt sie in eure Gebete ein auf das Allah der Allerhabene ihr Leid lindert und ihnen Frieden und Sicherheit schenkt.
  • Weiterhin dürfen wir nicht die Gefahr durch den Coronavirus unterschätzen. Wir beten daher dafür, dass Allah der Allmächtige uns davor beschützt und diese Epidemie schon bald enden lässt.
  • Denkt bei euren Bittgebeten an all die Kranken und bittet Allah den Allgnädigen darum sie zu heilen und sich den Seelen der Verstorbenen zu erbarmen.
  • Auch sollten wir alle dafür beten, damit die Moscheen bald wieder öffnen können und wir die Gelegenheit bekommen sie wieder mit unseren Gebeten zu beleben.

In diesem Sinne gratulieren wir uns in diesem Jahr aus der Ferne und verzichten auf den Körperkontakt, um uns und unsere Liebsten zu schützen.

Feiert in euren Häusern aber beachtet dabei die geltenden Schutzmaßnahmen, um euch und insbesondere eure Kinder vor dem Virus zu schützen!

Abschließend sei gesagt, dass jede Familie das Eid-Gebet zu Hause verrichten kann, welches aus zwei Gebetseinheiten besteht. Dafür sollte der Vorbeter, beispielsweise der Vater, siebenmalig Allahu akbar sagen, anschließend die Al-Fatiha verlesen, danach eine kurze Sure rezitieren und dann in der zweiten Rakaat das gleiche nochmal jedoch mit einem fünfmaligen Takbirat anstelle des siebenmaligen Takbirats. Das Festgebet ersetzt übrigens nicht das Morgengebet.

Möge Allah unser aller Gebete und unser aller Fasten annehmen!

Amin.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Der Abschied vom Ramadan

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir Ramadan gebührend verabschieden.

Ramadan ist dabei der Monat des Fastens. Darin erziehen wir unser Ego und zügeln unsere Triebe und Neigungen.

Wir sind sehr froh darüber, dass wir in diesem Jahr die Gelegenheit bekommen haben Ramadan mitzuerleben und uns damit Allah dem Allerhabenen annähern konnten. 

Das Schöne ist, dass sich der Fastende gleich doppelt freuen kann. Zunächst am ende eines jeden Fastentags, wenn er sein Fasten und zum zweiten wenn er am Jüngsten Tag vor seinem Schöpfer stehen wird.

Wer jedoch diesen Monat erleben durfte, ohne sich zu bessern und sich zu ändern und beispielsweise selbst im Ramadan seine Gebete nicht ordentlich verichtete oder vernachlässigt, der hat wahrlich einen großen Verlust.

Oh du, der sich ausschließlich mit der Dunya beschäftigt und sich einbildet ewig in ihr zu verweilen, sei gewarnt, denn der Tod kommt plötzlich und dann wir dein Grab ein Behältnis für deine Taten sein!

Jeder sollte sich fragen, wie es für ihn nach Ramadan weitergeht.

So ist es doch eines der Zeichen, dass das Fasten angenommen wurde, wenn man auch danach mit den guten Taten weitermacht und man nicht zu schlechten taten und Sünden zurückkehrt, die man im Ramadan zu begehen pflegte.

Leider fallen jedoch erfahrungsgemäß viele Gläubige nach dem Ramadan wieder in alte Verhaltensmuster zurück und verlassen das regelmäßige Gebet, legen den edlen Koran beiseite, obwohl wir darin in Surat An-Nahl Vers 92 mit folgenden Worten gewarnt werden:

وَلَا تَكُونُوا كَالَّتِي نَقَضَتْ غَزْلَهَا مِن بَعْدِ قُوَّةٍ أَنكَاثًا تَتَّخِذُونَ أَيْمَانَكُمْ دَخَلًا بَيْنَكُمْ أَن تَكُونَ أُمَّةٌ هِيَ أَرْبَىٰ مِنْ أُمَّةٍ ۚ إِنَّمَا يَبْلُوكُمُ اللَّهُ بِهِ ۚ وَلَيُبَيِّنَنَّ لَكُمْ يَوْمَ الْقِيَامَةِ مَا كُنتُمْ فِيهِ تَخْتَلِفُونَ

„Und seid nicht wie jene, die ihr Garn, nachdem es fest gesponnen war, wieder in aufgelöste Strähnen bricht, indem ihr eure Eide untereinander als Mittel des Betrugs nehmt, weil eine Gemeinschaft zahlreicher ist als eine andere Gemeinschaft. Allah prüft euch damit nur, und Er wird euch am Tag der Auferstehung ganz gewiß über das Klarheit geben, worüber ihr uneinig zu sein pflegtet.“ 

Auch wird der Zustand des Gläubigen, der nach dem Fasten wieder rückfällig wird mit dem Zustand einer bestimmten Frau verglichen, die zu Zeiten des Gesandten Allahs (ﷺ) lebte und zum Stamm der Quraisch gehörte. Aus verschiedenen Gründen konnte sie nicht heiraten und wurde daraufhin psychisch labil. Allerdings war sie wohlhabend und hatte mehrere Bedienstete. Aus Wut auf die Gesellschaft gründete sie eine Nähfabrik und befahl ihren Bedienstete Kleider zu nähen und diese kurz vor der Fertigstellung wieder aufzulösen.

Handelt nicht wie sie und zerstört nicht den Garn, den ihr zuvor fest gesponnen habt, sondern haltet auch nach Ramadan daran fest.

Möge Allah der Allerhabene unsere aller Fasten annehmen und uns mit dem Paradies belohnen. Amin!

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Lailatul-Qadr – Die Nacht des Schicksals

Im Namen Allahs des Allerbarmers und Allbarmherzigen.
In der heutigen Predigt befassen wir uns mit Lailatul-Qadr der Nacht des Schicksals!
Diese Nacht ist dabei eines der wichtigsten Ereignisse im Laufe des heiligen Fastenmonats Ramadan.
In dieser Nacht wurde der edle Koran auf den Gesandten Allahs herabgesandt und die Botschaft des Islams hat in dieser Nacht begonnen.
Im edlen Koran wurde diese Nacht oft erwähnt und die Stellung und Bedeutung für die Gläubigen verdeutlicht
In Surat Ad-Dukhan, Vers 3 heißt es dazu:

إِنَّا أَنزَلْنَاهُ فِي لَيْلَةٍ مُّبَارَكَةٍ ۚ إِنَّا كُنَّا مُنذِرِينَ

  Wir haben es wahrlich in einer gesegneten Nacht herabgesandt – Wir haben ja (die Menschen) immer wieder gewarnt –, “
Die Nacht des Schicksals ist dabei eine gesegnete Nacht, welche nur in Ramdan vorkommt. In Surat Al-Baqara, Vers 185 heißt es dazu:

شَهْرُ رَمَضَانَ الَّذِي أُنزِلَ فِيهِ الْقُرْآنُ هُدًى لِّلنَّاسِ وَبَيِّنَاتٍ مِّنَ الْهُدَىٰ وَالْفُرْقَانِ ۚ فَمَن شَهِدَ مِنكُمُ الشَّهْرَ فَلْيَصُمْهُ ۖ وَمَن كَانَ مَرِيضًا أَوْ عَلَىٰ سَفَرٍ فَعِدَّةٌ مِّنْ أَيَّامٍ أُخَرَ ۗ يُرِيدُ اللَّهُ بِكُمُ الْيُسْرَ وَلَا يُرِيدُ بِكُمُ الْعُسْرَ وَلِتُكْمِلُوا الْعِدَّةَ وَلِتُكَبِّرُوا اللَّهَ عَلَىٰ مَا هَدَاكُمْ وَلَعَلَّكُمْ تَشْكُرُونَ

  Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, wer jedoch krank ist oder sich auf einer Reise befindet, (der soll) eine (gleiche) Anzahl von anderen Tagen (fasten). Allah will für euch Erleichterung; Er will für euch nicht Erschwernis, – damit ihr die Anzahl vollendet und Allah als den Größten preist, dafür, daß Er euch rechtgeleitet hat, auf daß ihr dankbar sein möget.”
Diese Nacht hat ihren Namen bekommen, weil Allah der Allerhabene in dieser Nacht über die Schicksale der Menschen entscheidet. Ihr Leben und ihr Reichtum und welche Gaben sie von IHM bekommen werden und wem diese Gaben vorenthalten werden, wird in dieser besonderen Nacht entscheiden. Auch alles was in dem Jahr passieren wird, wird in dieser Nacht vorherbestimmt.
In Vers 4 von Surat Ad-Dukhan heißt es dazu weiterhin:

فِيهَا يُفْرَقُ كُلُّ أَمْرٍ حَكِيمٍ

  in der jede weise Angelegenheit einzeln entschieden wird”
Liebe Geschwister, in dieser Nacht werden gute Taten und Werke bei Allah besonders hoch belohnt. So geht aus einem überlieferten Hadith hervor, dass derjenige der Lailatul-Qadr in Ehrfurcht und Glaube um Allahs Willen durchbetete, Vergebung für alle seine vergangen Sünden erhält.
Der Zeitpunkt dieser Nacht wird dabei auf die letzten zehn Nächte im Ramadan festgestellt. Insbesondere in den ungeraden Nächten. Die Nacht des Schicksals ist dabei eine, welche Allah der Allerhabene für alle seine Geschöpfe vorgesehen hat und bis zum Jüngsten Tag auch in jedem Ramadan in jedem Jahr stattfinden wird, bis das Diesseits sein Ende finden wird.

Aber woran lässt sich Lailatul-Qadr erkennen?

  • So ist ein Anzeichen, dass am nächsten Tag die Sonne weiß erscheint und keine Strahlen erkennbar sind, da eine dichte Anzahl an Engeln mit ihren Flügeln die Strahlen eindämmen und wir beim Sonnenaufgang nur eine weisse Masse sehen können.
  • Zwar gibt es auch noch andere vermeintliche Zeichen für Lailatul-Qadr, wie zum Beispiel dass diese Nacht weder kalt noch warm sei, aber dafür sind keine gesicherten Hadithe oder sonstigen Belege in der islamischen Lehre vorhanden.
  • Auch gibt es andere angebliche Zeichen, die nicht korrekt sind und deren Wahrheitsgehalt sich nicht überprüfen lässt, wie zum Beispiel, dass sich die Bäume in dieser Nacht zum Sujud niederknien würden sich danach wieder aufrichten oder das Salzwaser in dieser Nacht zu Süßwasser wird, oder dass Hunde in dieser Nacht nicht bellen würden und viele andere unsinnige Aussagen, die mit authentischen Überlieferungen nichts zu tun haben.
Die Nacht des Schicksals ist dabei nicht nur für betende Gläubige gedacht, sondern ist auch für alle anderen Muslime in ihren unterschiedlichen Lebensbedingungen vorgesehen und auch relevant. So zum Beispiel für Reisende, Kranke oder Frauen, die gerade ihre Tage haben oder sonstige Lebensumstände, in denen sich die Gläubigen während dieser Nacht befinden.
Liebe Geschwister, lasst uns diese Gelegenheit nicht entgehen!
Möge Allah der Allererhabene uns die Kraft geben, diese Nacht zu erleben und mit Bittgebeten und guten Werken zu verbringen, auf das uns unsere Sünden und Verfehlungen vergeben werden.

Amin. Gepriesen sei Allah der Allerhabene der Herr der Welten!

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