Freitagspredigt

Ehrenamtliche Hilfe

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über ehrenamtliche Hilfe sprechen.

Viele unter uns bemühen sich tagtäglich ihren Mitmenschen selbstlos zu helfen, sie bei Bedarf zu unterstützen und sich ehrenamtlich zu engagieren ohne dafür eine Belohnung vom Geholfen zu erwarten.

Demjenigen der sich zum Wohle seiner Mitmenschen einsetzt sei gesagt, dass Allah der Allerhabene mit demjenigen ist, der seinen Mitmenschen beisteht.

Manch einer würde zwar meinen, dass es Zeitverschwendung sei, so etwas zu tun, aber die Wahrheit ist ist nein, dies ist definitiv keine Zeitverschwendung, sondern ganz im Gegenteil eine gute Tat, die letztlich der Anlass dafür sein kann ins Paradies zu gelangen.

Im edlen Koran in Surat Al-Hadsch, Vers 77 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„O die ihr glaubt, verbeugt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn und tut das Gute, auf dass es euch wohl ergehen möge! “

Und in Surat al-Baqara in Vers 195 heißt es dazu weiterhin:

„Und gebt auf Allahs Weg aus und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben. Und tut Gutes. Allah liebt die Gutes Tuenden.“

Auch ist es ein gutes Zeichen, wenn Allah der Allerhabene Dich häufig dazu verleitet gute Taten zu vollbringen oder dich dafür nutzt, um anderen zu helfen, denn dies bedeutet, dass  dich Allah Ihm näher bringen will und wir alle wissen, welche Belohnung denjenigen erwarten, der Allahs Wohlwollen erlangt.

Liebe Geschwister, gerade in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Flüchtlingsheimen engagieren sich hier hierzulande viele hilfsbereiten Menschen und auch ältere Menschen, die keine Muslime sind. Sie betreuen Kinder, unterstützen Erwachsende und helfen ihnen die Sprache zu erlernen. Gerade in diesen Bereichen sollten wir uns als Muslime noch mehr anstrengen. So ist doch der Islam ein Glaube des aktiven Handelns und wir haben bei uns keinen Platz für Faulheit oder Passivität. Auch sollten wir keine Ausreden suchen, um anderen nicht helfen zu müssen.

Viel mehr sind Fleiß, Produktivität und Hilfsbereitschaft Tugenden, die im Islam groß geschrieben werden.

Diese Werte sollten wir alle unseren Kindern lehren und auch auch entsprechend vorleben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dankbarkeit. Denn wer seinen Mitmenschen nicht für ihre Hilfe dankt, der verhält sich damit auch undankbar gegenüber Allah dem Allerhabenen.

Wir möchten daher an dieser Stelle allen danken, die sich um eine bessere Gesellschaft bemühen und insbesondere denjenigen danken, die uns hier in der Moschee unterstützen und mit Rat und Tat helfen und unseren Mitmenschen stets zur Verfügung stehen.

Wir wissen, dass dies nicht immer einfach ist, aber inschallah ist der Lohn für die Aufopferung bei Allah umso größer.

Möge Allah jeden reichlich für seine selbstlose Hilfe belohnen und alle ehrenamtlichen Helfer auf ihrem Weg bestärken.

Amin!

Ein Jahr ohne Hadsch

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass dieses Jahr keine Pilgerfahrt stattfindet.

Noch im vergangenen Jahr um diese Zeit pilgerten Millionen Gläubige nach Mekka, um die Hadsch zu verrichten. Der Anblick dieser Millionen Gläubigen während der Verrichtung der entsprechenden Rituale war äußerst prägend und beeindruckend.

Doch in diesem Jahr wird sich das leider nicht wiederholen. Stattdessen werden wegen der fortdauernden Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 nur einige Tausende Muslime dieses Jahr die Hadsch nach Mekka verrichten.

Die Pilgerfahrt ist dabei eine besondere Ibada, denn sie vereint zwei verschiedenen Anstrengungen, die der Gläubige auf sich nimmt, um Allahs Wohlwollen zu erlangen.

Zum einen die körperliche Anstrengung, bei der sich der Gläubige gemeinsam mit Millionen Anderen die Kraft für die rituelle Verrichtung nimmt und dann noch die finanzielle Anstrengung, welche mit den ganzen Ausgaben widerspiegelt, welche die Pilgerfahrt mit sich bringt.

In einem Hadith heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung, dass derjenige der die Pilgerfahrt rein von Sünde verrichtet, mit dem Paradies belohnt wird.

Grundsätzlich hat jeder Gläubige die Pilgerfahrt einmal in seinem Leben zu verrichten, sofern er bzw. sie körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

Diese Regel ist jedoch in der aktuellen Zeit im Zusammenhang mit der Angst vor Corona und der damit verbundenen Gefahr für Leib und Leben nicht mehr gültig.

So sagt der Gelehrte Dr. Ali Al-Qurra Dagi dazu in seiner Fatwa, dass beim Bestehen der Gefahr, dass sich die Pilgernden gegenseitig mit dem Virus anstecken könnten, es nicht nur erlaubt sei, sondern sogar eine Pflicht sei die Pilgerfahrt auszusetzen, bis sichergestellt ist, dass keine weitere Gefahr aus dem Virus für die Gläubigen hervorgeht.

Auch weitere Gelehrten stellen mit ihrer Rechtssprechung die Gläubigen von der Pflicht der Pilgerfahrt frei, wenn der Weg dorthin unsicher ist und der Weg zu den Pilgerstätten mit Gefahren behaftet ist.

Liebe Geschwister,

die Behauptung, dass das Aussetzen der Hadsch in diesem Jahr ein Zeichen für das baldige Ende der Welt sei, ist reiner Unsinn. Die Hadsch wurde im Laufe der Geschichte schon mehrmals aus unterschiedlichen und nachvollziehbaren Gründen ausgesetzt.

Auch sei davor gewarnt, die Heiligkeit dieser Ibada für politische oder sonstige Zwecke zu missbrauchen, da dies den Zorn Allahs mit sich bringt.

Die Unterbrechung der Hadsch in diesem Jahr ist jedenfalls eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz aller Gläubigen, die planten die Pilgerfahrt zu verrichten und somit auch zum Schutz der gesamten Menschheit.

Auch können sich diejenigen über Allahs Großzügigkeit und Barmherzigkeit freuen, die die Absicht hatten dieses Jahr die Pilgerfahrt anzutreten, aber wegen Corona daran gehindert wurden, da sie die Belohnung erhalten, als hätten sie die Pilgerfahrt verrichtet.

Dies geht beispielsweise aus einem überlieferten Hadith hervor, in dem Gläubige als Pilger bezeichnet wurden, obwohl sie in Medina blieben, da sie zwar bei der Pilgerfahrt dabei sein wollten, aber aus nachvollziehbaren Gründen verhindert waren. Sie erhielten bei Allah dennoch den Lohn eines Pilgernden.

Möge Allah die Gefahr durch Corona bald zu einem Ende kommen lassen und wieder Normalität in unsere Moschee und auf das Ritual der Hadsch einkehren lassen.

Amin!

Unser Glaube im Alltag

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, wie uns unser Glaube in unserem alltäglichen Handeln beeinflusst.

Gerade in schweren Zeiten wie diesen, zeigt sich die Großartigkeit des Islams, die beweist, dass unser Glaube keine bloße Theorie, sondern eine tatkräftige Lebenseinstellung ist und die darin enthaltenen Gebote und Verbote direkt stets mit konkreten Handlungsanweisungen verbunden sind, die wir als Gläubige auf der Basis des Wissens umsetzen sollen.

Wen Allah der Allerhabene liebt, meine lieben Geschwister, dem bringt Er den Glauben näher und lässt ihn andere zum Wohle der gesamten Menschheit positiv beeinflussen.

Im Zusammenhang mit dieser Einflussnahme auf die Gesellschaft fällt der Begriff der Integration. Die Integration der Muslime in diese Gesellschaft ist notwendig, um uns in die Lage zu bringen einen positiven und konstruktiven Beitrag zum Wohle aller zu leisten.

Die Integration bedeutet im Islam jedoch keinesfalls Assimilation und gar den Verzicht auf die eigenen Grundsätzen und Glaubensregeln. Denkt daher an euren persönlichen Beitrag gegenüber eurer unmittelbaren Umgebung. Insbesondere gegenüber euren Nachbarn, euren Bekannten, euren Arbeitskollegen, euren Mitschülern und euren Kommilitonen.

Um dies zu veranschaulichen möchte ich euch eine kurze Geschichte berichten. Ein Bruder kam vor einiger Zeit nach Deutschland und erzählte davon, dass er sich nicht so recht mit der Idee anfreunden konnte Blut für Nicht-Muslime zu spenden. Seine Frau jedoch, die den Islam neu angenommen hatte, fragte ihn ob der Islam denn nicht zur Rettung aller Menschen herabgesandt wurde, was der Bruder bejahte. Sie fragte ihn daraufhin, warum er dann mit der Blutspende geizt, wenn der Islam doch zum Wohle aller Menschen da ist. Nach diesem Denkanstoß verstand der Bruder die wahre Botschaft des Islams und spendete letztlich sein Blut.

Liebe Geschwister,

es ist bemerkenswert, dass sich viele zwar in der Theorie mit dem Glauben auseinandersetzen, aber in der Umsetzung in unserem Alltag weit davon entfernt sind, wozu uns der Islam aufruft. Daran sollten wir unbedingt arbeiten.

Ein anderes Thema, das ich in aller Kürze aus gegebenem Anlass anschneiden möchte, ist die Beerdigung unserer verstorbenen Geschwister in diesen Zeiten. Manche unter uns sind sehr traurig darüber, wenn ein Bruder oder eine Schwester verstirbt und der Leichnam nicht in ihren Herkunftsländern bestattet werden kann. Teils wird die Beerdigung in Deutschland sogar als eine Art Strafe wahrgenommen. Tatsächlich macht es den Verstorben aber nichts aus, wo sie begraben werden. Einzig und allein die Taten aus dem Diesseits zählen. Auch sollte man wissen, dass viele der früheren Gelehrten in fremden Ländern bestattet wurden. Es war nicht üblich mit unnötigem Aufwand Leichen in ihre Heimatländer zu bringen. Ohnehin liegt die ganze Welt unter der Hand Allahs des Allerhabenen.

Auch ist dies eine Frage der Integration. Denn wie können wir von Menschen zu Lebzeiten Akzeptanz erwarten, wenn wir sie nicht mal als Tote in ihren Gräbern akzeptieren?

Lasst uns daher unsere Absichten prüfen und in allem was wir tun das Wohl aller Menschen anstreben, denn nur das bringt uns dem Wohlwollen Allahs näher.

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und alle Menschen vor Schaden und Leid bewahren. Amin! 

Die Rückkehr zur Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,
in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Rückkehr in die Moscheen sprechen und welcher Segen dies für die Gläubigen ist.

Nach langer Abwesenheit kehren wir endlich wieder zurück zum Haus Allahs, welches wir sehr vermisst haben. Unsere Herzen waren voller Trauer, als wir unserer Moschee fernbleiben mussten. Die Corona-Krise und die Pandemie hat die ganze Welt zum Stillstand gebracht und wir Muslime müssen unsere Lehren aus dieser Prüfung und den damit einhergehenden Herausforderungen ziehen, in dem wir Reue für unsere Sünden zeigen und aufrichtig zu Allah zurückkehren.

Im edlen Koran, in Surat Al-Araf, Vers 168 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die dies nicht waren. Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren mögen.”

Als Muslime müssen wir in unserer Beziehung zu unserem Schöpfer stets ehrlich und aufrichtig sein und haben daher unsere Gebete trotz aller Einschränkungen zu Hause verrichtet. Die Moschee war zwar geschlossen, aber unsere Beziehung zu Allah blieb ungebrochen, insbesondere da uns Allah, der Allerhabene in seiner Großzügigkeit wegen unserer Absicht dennoch so belohnt, als ob wir unsere Gebete in der Moschee verrichtet hätten.

Wir dürfen daher trotz der aktuellen Situation oder wegen Reisebeschränkungen oder gegebenenfalls wegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit nicht nachlässig mit unseren Gebeten und unserem Gottesdienst werden.

Letztlich sollte uns diese Erschwernis in unserem Glauben festigen und uns unseren Iman stärken. Abschließend möchten wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass die Moschee inzwischen wiedereröffnet werden konnte.

Im edlen Koran, in Surat Ibrahim, Vers 7 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und als euer Herr ankündigte: ‚Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist meine Strafe fürwahr streng‘.“

Wir sollten daher unsere Dankbarkeit in Taten und Worten zeigen.

Möge Allah, der Allerhabene in dessen Hand alles liegt uns von diesem Übel befreien und uns und unsere Familien diese Zeit durchstehen lassen.

Amin!

Das Verbot von Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit im Islam

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass der Islam keinen Platz für Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit lässt.

So ist unser Glaube eine Rechtleitung für alle Menschen, unabhängig ihrer Rasse, Herkunft oder Sprache. Daher ist jeglicher Hass, die Ausgrenzung Andersdenkender oder Feindseligkeiten gegenüber Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts nicht vereinbar mit dem Islam. Solche menschenverachtenden Haltungen sind zerstörerisch und schaden unserer Welt erheblich.

Der Islam verbietet jeglichen Rassismus und die schlechte Behandlungen anderer Mitmenschen mit Wort und Tat. So haben beispielsweise die Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) diesbezüglich den Anweisungen unseres Propheten strikt gefolgt und und ihre Bediensteten genauso eingekleidet und genauso gespeist wie sich sich selbst, so dass man die Sahaba nicht von ihren Bediensteten unterscheiden konnte.

Auch verbietet der Islam rassistische Äußerungen gegenüber anderen in jeglicher Form, da diese verletzend sind und sich in keinster Weise rechtfertigen lassen.

So ist im Islam die Menschenwürde unantastbar!

Im edlen Koran, Sure Al-Maida, Vers 32 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.”
Liebe Geschwister,
vor Allah dem Allerhabenen sind alle Menschen gleich, nur in ihrer Frömmigkeit und ihrer Taqwa unterscheiden sie sich.
Daher ist es verboten Menschen unrecht anzutun und sie respektlos zu behandeln, nur weil sie anders aussehen oder einen anderen Glauben haben als man selbst!
Im edlen Koran, Sure Al-Hujurat, Vers 13 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig”
Umso mehr macht es uns betroffen zu sehen, wie Menschen oft wegen Ihrer Hautfarbe getötet oder misshandelt werden und das selbst in vermeintlich modernen und Ländern und Gesellschaften.

Was können wir Rassismus nun entgegensetzen?

  • Zunächst müssen die entsprechenden Gesetze des sozialen Friedens konsequent eingehalten werden.
  • Auch sind wir in der Pflicht stets rassistisches Handeln zu unterbinden und anzuprangern.
  • Ferner können Religionsgemeinschaften und deren Gelehrte eine Schlüsselrolle bei der Verständigung der Völker und Kulturen einnehmen.
  • Weiterhin muss allen Schutzbedürftigen, die vor Unrecht und Terror fliehen, Schutz geboten werden.
  • Auch sollten wir das Zugehörigkeitsgefühl zu dem Land in den wir wir und unsere Familien leben vertiefen und unsere Rechte und Pflichten entsprechend wahrnehmen.
Möge Allah uns helfen jegliches rassistisches Denken aus all unseren Köpfen zu verbannen und die Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten zu beenden. Amin!

Hinweise zur schrittweisen Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe gute Werke gelingen.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) sein Diener und Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die seinem Pfad und dem Weg des Propheten (ﷺ) folgen bis zum Jüngsten Tag. Amin!

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir über die Wiedereröffnung der Moschee unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Corona sprechen. 

Als die Moschee geschlossen wurde, um die Infektionsgefahr einzudämmen, handelten die Verantwortlichen im Sinne des Islams und folgten den Empfehlungen und Vorgaben der lokalen Behörden, um die Gläubigen und die Mitmenschen zu schützen.

Nachdem wir nun seit einigen Monaten unsere Gebete zuhause verrichten mussten und es inzwischen entsprechende Erlasse durch die Behörden gibt, die uns den Betrieb erlauben, wollen wir die Moschee ab dem 8. Juni allmählich wieder für die Gläubigen öffnen.

Nachfolgend wollen jedoch erst einige Fragen beantworten, die sich sicherlich der eine oder andere stellt.

  • Warum wurde überhaupt die Moschee geschlossen, obwohl niemand von uns infiziert wurde? Die Antwort begründet sich im Schutz unserer Mitbürger. Durch die Schließung der Moschee konnten wir einen Teil dazu beitragen und Schaden von der Gesellschaft abwenden, zu der wir als Muslime ebenfalls gehören.
  • Auch stellt sich die Frage, ob uns durch nicht verrichteten Gemeinschaftsgebete Lohn entgangen ist. Dazu sei gesagt, dass die Gebete ja aus triftigen Gründen nicht gemeinsam verrichtet wurden und Versammlungen verboten waren. Daher zählt bezüglich der Belohnung bei Allah bereits die Absicht, als ob wir die Gebete gemeinsam verrichtet hätten.
  • Weiterhin stellt sich die Frage, wie das Gemeinschaftsgebet unter Vorgabe der Abstandsreglungen zu werten ist. Im Islam ist das gemeinsame Gebet eine Pflicht, sofern kein Hindernis vorliegt. In der aktuellen Situation liegen jedoch besondere Umstände vor, wegen denen wir einige Regeln beachten müssen:
    • Zunächst müssen wir die Hygiene-Richtlinien (wie zum Beispiel der Sicherheitsabstand, die Maskenpflicht, eigene Gebetsteppiche etc.) einhalten und für Sauberkeit sorgen.
    • Kinder und ältere Geschwister sollen weiterhin dem gemeinsamen Gebet fernbleiben. Auch Kranke sollen bitte zu Hause bleiben, um sich selbst und auch andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
    • Auch ist darauf zu achten die Gebetszeit und die Anzahl der Gebete genau einzuhalten und diese nicht zu verlängern. Auch bitten wir darum sich nicht die Hände zu geben oder sich umarmen, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

All diese Regeln widersprechen nicht dem Islam, sondern zielen darauf ab uns vor Schaden zu schütze und das Leben zu bewahren. Auch der Gesandte Allahs (ﷺ) hat einem Gläubigen die Hand gegeben, als ihm dieser die Hand geben wollte, während er krank war und bekannt war, dass sich seine Krankheit durch einen solchen Kontakt übertragen könnte. Stattdessen sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) aus der Ferne, dass er sein Versprechen angenommen haben.

  • Eine andere Frage, die in dieser Zeit häufiger aufgetreten ist, ist das Begräbnis von Muslimen zwischen Nicht-Muslimen und ob derjenige am Jüngsten Tag mit den Nicht-Muslimen stehen wird. Liebe Geschwister. Die ganze Erde ist das Eigentum von Allah dem Allmächtigen. Die Stellung des Verstorben am Jüngsten Tag bei Allah ist völlig unabhängig davon an welchem Ort der Gläubige bestattet wird.
  • Weiterhin erlauben die muslimischen Gelehrten die Bestattung der Muslime in bestimmten Bereichen innerhalb eines nicht-muslimischen Friedhofs, da für jeden Toten ein eigenes Grab vorgesehen ist.
  • Am Tag der Wiederauferstehung kommt es dabei einzig allein auf die guten Taten des Menschen an. Auch sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir als Muslime mit anderen Gläubigen gemeinsam auf dieser Welt leben und dementsprechend gegenseitigen Respekt an den Tag legen sollten.

Möge Allah der Allerhabene uns davor bewahrenden Islam durch unser Unwissen über den eigenen Glauben ins negative Licht zu rücken und möge Allah und alle davor beschützen gegenüber unseren Mitmenschen ungerecht zu sein. Amin.

Für alle Details zum Ablauf der schrittweisen Wiederöffnung unserer Moschee ab dem 8. Juni verweisen wir auf diese ausführliche Mitteilung.

Diese Predigst ist übrigens eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Die Stärke des Glaubens

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Was verstehen wir unter dem Begriff der Stärke? Manche bemessen ihre Stärke in ihrem finanziellen Vermögen, anderen in ihrer körperlichen Gesundheit, wiederum andere beurteilen ihre Stärke in ihrer sozialen oder beruflichen Stellung.

Auch ist der Zusammenhalt der Gesellschaft eine Form der Stärke.

Allerdings laufen all diese Formen der Stärke Gefahr zu Hochmut zu führen, denn sobald jemand denkt, er wäre unbesiegbar oder gar allmächtig, irrt er sich wahrlich.

Denn die einzig wahre Form der Stärke ist die Kraft, die wir als Muslime aus dem Glauben an Allah dem Allerhabenen schöpfen.

So ist doch Allahs Macht die einzig unbesiegbare und wer seinen Glauben daran vervollkommnet hat, der spürt diese Stärke auch in sich und wird dadurch standhaft gegenüber alle Krisen und Herausforderungen des Lebens.

In einem Hadith lobt der Gesandte Allahs (ﷺ) den Zustand diejenigen, deren Glaube so stark ist, dass sie dankbar sind keine Hochmut zeigen, wenn ihnen etwas Gutes widerfährt, und sich um Allahs Willen in Geduld üben, wenn ihnen scheinbar ein Schaden widerfährt oder sie einer Prüfung konfrontiert werden.

Aischa (radi allahu anha), die Gattin des Propheten (ﷺ) berichtete: „Ich erkundigte mich beim Gesandten Allahs, Allahs Segen und Heil auf ihm, über die Pest, und er teilte mir mit, dass sie eine Strafe sei, mit der Allah denjenigen heimsuchte, den Er wolle, und daß Allah sie zu einer Barmherzigkeit für die Gläubigen machte. Keiner wird die Heimsuchung der Pest erleben, sich weiterhin in seinem Ort geduldig und in Betracht des Lohns (Allahs) aufhalten – während er weiß, dass ihn nur das trifft, was Allah für ihn bestimmt hat -, ohne daß ihm der gleiche Lohn wie der eines Märtyrers zuteil wird.“ 

Liebe Geschwister,

der Glaube an die Bestimmung ist ein wichtiger Teil unseres Glaubens, ohne den diese nicht vollständig wäre.

Im edlen Koran in Sure Luqman, Vers 34 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Gewiß, Allah (allein) besitzt das Wissen über die Stunde, läßt den Regen herabkommen und weiß, was im Mutterleib ist. Niemand weiß, was er morgen erwerben wird, und niemand weiß, in welchem Land er sterben wird. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig.”

und in Sure Al-Qamar, Vers 49 heißt es weiterhin:

“Gewiß, Wir haben alles in (bestimmtem) Maß erschaffen.”

Wir beten daher und machen Dua für unsere Geschwister und Mitmenschen, die nicht nachgelassen haben, alle Risiken auf sich genommen haben und ihren Pflichten und Aufgaben täglich nachkommen. Diese Geschwister zeigen uns jeden Tag, dass der Glaube stärker ist als die Angst vor einer Ansteckung.

Als Beispiel hat unsere Moschee während des Ramadans trotz der Umstände weiter Iftar an Bedürftige und Studenten ausgeteilt. Unser Imam hat seine Predigten ununterbrochen online zur Verfügung gestellt, um die Gläubigen zu informieren und die Verbindung zur Moschee aufrecht zu erhalten. Viele unserer Geschwister haben trotz geschlossener Türen weiter daran gearbeitet den Betrieb der Moschee in angepasster fortzusetzen.

Möge Allah alle ihre Taten annehmen und sie mit dem Paradies belohnen, Amin!.

Auch die Mitarbeiter der Stadt, die Polizisten, Ärzte und Krankenpfleger leisten jeden Tag unglaubliches, um die Verbreitung des Virus einzudämmen und Kranke zu behandeln. 

Möge Allah ihre Taten ebenfalls reichlich belohnen und sie vor allem Übel beschützen!.

Unsere Glaube verpflichtet uns dazu, alle notwendigen Schritte und Schutzmaßnahmen, strikt zu befolgen, um die Verbreitung und die Gefahr der Ansteckung einzudämmen und uns und andere zu schützen.

Mit Geduld und Vorsicht werden wir inschaAllah gestärkt aus dieser Krise hervor gehen und mit unserem Glauben sämtliche Widrigkeiten überwinden und siegen.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Ramadan in Zeiten von Corona

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

in dieser Predigt wollen wir über Ramadan in Zeiten von Corona sprechen.

Das Fasten ist für die Gläubigen die Gelegenheit den eignen Glauben zu stärken und erneut Energie und Kraft aufzuladen.

Das Fasten lässt uns auch jedes Jahr in Hinsicht auf Mitgefühl mit den Armen und Bedürftigen sensibler werden und korrigiert unsere Beziehung zu Allah dem Allerhabenen und gegenüber unseren Mitmenschen.

Das Fasten wird dabei von den Gelehrten als eine islamische Pflicht definiert, welche sich äußerlich dadurch zeigt, dass wir von Sonnenaufgang bis zum Sonnenuntergang kein Essen oder Trinken zu uns nehmen und keinen Beischlaf praktizieren, aber damit endet das Fasten bei Weitem nicht. Das Fasten geht weit darüber hinaus.

Leider hat sich bei vielen Muslimen die schlechte Angewohnheit etabliert, dass sie kurzerhand den Tag zur Nacht gemacht haben und umgekehrt. So schlafen einige von ihnen einfach tagsüber und bleiben nachts wach und feiern ohne den wirklichen Sinn dahinter zu erkennen oder zu verstehen. So zügeln sie nicht ihr Benehmen und übertreiben maßlos beim Fastenbrechen mit alle dem, was sie essen, trinken oder sonst noch tun.

Dabei lehrt uns insbesondere der Ramadan ein wichtiges und grundlegendes Prinzip des Islams.

Nämlich das Mittelmaß, das wir bei allem was wir tun als Maßgabe wählen sollten.

Beispielswiese ist uns das Essen zwar erlaubt und natürlich auch notwendig, aber besonders im Ramadan sollten wir darauf achten zum Wohl der eigenen eigenen Familie nicht dabei zu übertreiben.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Araf, Vers 31 sagt Allah der Allerhabene dazu in der ungefähren Übersetzung:

O Kinder Ādams, legt euren Schmuck bei jeder Gebetsstätte an und eßt und trinkt, aber seid nicht maßlos! – Er (Allah) liebt nicht die Maßlosen.“ 

Wir dürfen daher nicht die Armen vergessen, die sowohl im Ramadan als auch nach Ramadan unter ihrer Not leiden, kein Essen, kaum zu Trinken oder sogar kein Dach über dem Kopf haben.

Es ist daher unsere Aufgabe ihr Leid im Ramadan zu lindern, damit sie während des heiligen Fastenmonats nicht auch noch doppelt leiden müssen.

Im edlen Qur’an in Surat Al-Insan, Vers 8 sagt Allah der Allerhabene in der ungefähren Übersetzung:

„und sie geben – obwohl man sie liebt – Speise zu essen einem Armen, einer Waisen und einem Gefangenen“

Es wäre daher besser anstelle von den üblichen Iftareinladungen innerhalb der Familie, bei denen man Nettigkeiten austauscht, diese Sunnah der Großzügigkeit auf Bedürftige auszuweiten.

Denn wie können wir uns die Bäuche füllen, während wir die dabei den wahren Sinn des Ramadans aus den Augen verlieren und die Bedürftigen vergessen?

In einem überlieferten Hadith sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) sinngemäß:

„Wer einen Fastenden zum Essen gibt, dem wird die gleiche Belohnung zum Teil, wer der Fastende selbst, ohne dass die Belohnung des Fastenden dadurch gemindert wird.“

Liebe Geschwister, das ist das Mindeste, was wir in diesem heiligen Monat machen können.



Wenn wir schon nachts lange aufbleiben, dann sollte wir diese Zeit in Bittgebeten oder freiwilligen Gebeten verbringen und nicht mit sinnloser Zeitverschwendung verplempern.

In Surat Al-Baqara, Vers 185 steht dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Der Monat Ramaḍān (ist es), in dem der Qurʾān als Rechtleitung für die Menschen herabgesandt worden ist und als klare Beweise der Rechtleitung und der Unterscheidung. Wer also von euch während dieses Monats anwesend ist, der soll ihn fasten, …“

Trotz der aktuellen Corona-Krise können wir im Ramadan an unserem Akhlaq, sprich unserem Benehmen arbeiten, indem wir den heiligen Monat mit Ibadat, Koranrezitationen, freiwilligen Nachgebete und in der Verrichtung guter Werke verbringen.

So werden doch die Bittgebete der Fastenden erhört. Erhebt also eure Hände und sprecht reichlich Dua.

Ya Allah! Bitte lass diese Epidemie sowohl in Deutschland als auch in allen anderen Ländern dieser Welt ein Ende finden und unsere Zeit im Ramadan segnen! Oh Allah, gib uns Kraft und Geduld, um diese Krise gut zu überstehen und wende jeglichen Schaden von uns allen ab.

Amin.

Dies ist eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

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Das falsche Verständnis der Corona-Krise

Liebe Geschwister,

Wer behauptet, dass der Coronavirus eine Strafe für Nicht-Muslime sei oder davon ausgeht, dass diese Krankheit gar eine Bestrafung für uns Muslime darstellt, mit der uns Allah (سُبْحَانَهُ وَ تَعَالَى) vom Moscheebesuch abhalten will, der ist auf dem Holzweg.
Solche Behauptungen sind rein emotional gesteuert und entbehren jeglicher islamischer Lehre und den Aussagen der Gelehrten.

Vielmehr sollten wir uns die Frage stellen, warum die drei heiligsten Moscheen im Islam geschlossen wurden.

Liebe Geschwister, 

sowie unser gesamtes Leben eine Prüfung darstellt,

so ist auch diese Situation eine Prüfung.

Ein Gesetz Allahs ist es, dass Seine Geschöpfe geprüft werden. Dies betrifft alle Menschen und Gläubigen. Ja selbst unsere Propheten und insbesondere der Gesandte Allahs Muhammad (ﷺ) wurden geprüft.

Aber was ist der Sinn einer solchen Prüfung?

  • Allah prüft uns nicht um uns zu bestrafen, sondern um uns zu erziehen und aufzurütteln.
  • Weiterhin reinigen Prüfungen den Glauben und tilgen schlechte Taten, sofern wir diese Herausforderungen mit Geduld und Gottvertrauen durchstehen.
  • Jede Prüfung im Diesseits kommt uns letztlich im Jenseits zu Gute, da wir dadurch umso weniger Sünden zum jüngsten Tag mitbringen.

So heißt es in der ungefähren Übersetzung eines überlieferten Hadith, dass Nichts, was einem Gläubigen an Stress und Kummer widerfährt, ja selbst wenn es sich nur um das Piksen eines kleinen Stachels handelt, nicht ein Anlass dafür wäre, dass ihm dafür Sünden von Allah dem Allbarmherzigen vergeben werden.

Prüfungen sind daher viel mehr als Zeichen der Liebe Allahs gegenüber Seinen Geschöpfen zu verstehen, denn gemäß eines Hadith, prüft Allah diejenigen, die er liebt und wer diese Prüfung geduldig bewältigt, dem ist die Vergebung seiner Sünden und der Lohn Allahs gewiss. Wer hingegen keine Geduld an den Tag legt und undankbar für seine Prüfung ist, dem wir nicht vergeben.

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und allen Menschen vor jeglichem Schaden und Leid bewahren.

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

 

Familien im Umgang mit dem Coronavirus

Liebe Geschwister,

trotz aller Differenzen sind sich alle Länder und Nationen darüber einig, ihre Bemühungen im Kampf gegen diese Epidemie zum Schutze aller Völker zu vereinen

Nach dem Bittgebet an Allah ist dabei der beste Schutz für unsere Familie und unsere Angehörigen, dass wir zu Hause bleiben sollen.

Um diese Zeit der Isolation daheim jedoch sinnvoll und im Wohlwollen Allahs zu verbringen, bedarf es einer durchdachten Planung.

So gilt es dabei insbesondere darauf zu achten, dass die Zeit der Quarantäne nicht zu einer zusätzlichen Belastung wird und die Beziehung der Familienmitglieder untereinander nicht darunter leidet.

Wir sollten daher auf die Verteilung der Rechte und Pflichten eines jeden Mitglieds in der Familie achten, denn die Rolle eines jeden wird im Islam definiert und geht mit seinen eigenen Verantwortungsbereichen einher.

Gerade kleine Kinder, aber auch Erwachsene verfallen dabei durch die eingeschränkte Bewegungsfreiheit schnell der Langeweile. Wir wollen daher einige praktische Tipps bieten, wie ihr aus dieser Krise inschallah eine Chance machen könnt:

  • Zunächst sollten sich alle jüngeren und gesundheitlich stabilen Menschen um die älteren Familienmitglieder und ihre Nachbarn kommen und diese beispielsweise beim Einkaufen unterstützen.
  • Dabei gilt es stets sich selbst und andere zu motivieren und hoffnungsvoll mit der Situation umzugehen und an sich selbst zu arbeiten.
  • Was die Moscheen und Imame angeht wird inzwischen alhamdulillah einiges an digitalen Medien und Beratungsmöglichkeiten angeboten, die einem dabei helfen mit dieser Prüfung richtig umzugehen.
  • Ein anderer Punkt ist es sich zu Hause nicht noch mehr zu isolieren als nötig und sich nicht die ganze alleine ins Zimmer zurückzuziehen, sondern aktiv mit anderen Familienmitgliedern innerhalb des Haushalts Zeit zu verbringen.

Liebe Geschwister,

wir sollten uns in Zeiten wie diesen ein Beispiel daran nehmen, was andere Menschen in ähnlichen Situationen für bewährte Methoden einsetzen. So zum Beispiel Astronauten. Sie teilen sich ihre Zeit im Weltall ein, setzen sich vernünftige Zeiten zum Essen, Schlafen, zum Arbeiten, für den Sport und sonstige Aktivitäten. Sie sitzen nicht nur sinnlos alleine rum und lassen ihr Leben verstreichen.

Auch bietet diese Situation durch die Digitalisierung großartige Möglichkeiten, um uns weiterzubilden. Akademiker und Experten könnten völlig neue Kanäle, Medien oder Lernportale ins Leben rufen, von denen wir alle profitieren könnten.

Und letztlich ist diese Zeit für unseren Glauben besonders kostbar.

Beispielsweise können dank Home Office und Quarantäne sehr viel einfacher Gebete zur dafür vorgesehenen Zeit verrichtet werden. Wir könne die Gebete gemeinsam mit unserer Familie verrichten, um ein Vielfaches des Lohns zu erhalten und damit das Zugehörigkeitsgefühl unserer Familie zu stärken.

Dafür sollte bestimmt werden wo, die gemeinsame Gebetsecke im Haus sein soll und einer aus der Familie sollte die Aufgabe des Muezzins übernehmen und den Athan ausrufen. Wer am meisten Koran rezitieren kann, sollte die Aufgabe des Vorbeters übernehmen und im Anschluss an das Gebet könnten sich die Familienmitgliedern mit kleinen Vorträgen abwechseln und auch gemeinsam Bittgebete sprechen.

Liebe Geschwister,

Unser Glaube bietet uns Halt und Stärke. Dies ist etwas worum uns viele Menschen beneiden. Seid dankbar dafür und nutzt diese Zeit im Wohlwollen Allahs!

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und alle Menschen vor jeglichem Schaden und Leid bewahren.

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

 

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:


Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.

Geduld im Umgang mit Corona


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

16_90

Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir im Zusammenhang mit dem Coronavirus über die Geduld im Umgang mit Herausforderungen und schweren Prüfungen sprechen.

Einerseits macht der Coronavirus derzeit vielen Menschen verständlicherweise Angst und sorgt für eine weltweite Verunsicherung.

Andererseits zieht die Menschheit gerade wegen dieser Krise in noch nie dagewesener Form an einem Strang und fährt das wetteifern in materiellen Dingen runter. Stattdessen werden die Kräfte gebündelt, um gemeinsam an einem Gegenmittel oder einer Impfung gegen diesen Virus zu arbeiten.

Nun ist es Zeit für alle Völker dieser Welt – und dazu zählen auch wir Muslime – Geduld zu üben und sich durch Mitarbeit um eine Lösung zu bemühen.

Allah der Allerhabene prüft uns mit solchen Herausforderungen, damit wir Dankbarkeit zeigen und Demut beweisen. Selbst wenn wir Dingen begegnen, die uns zuwider sind, gilt es positiv zu bleiben und Geduld zu bewahren. So sagt Allah im edlen Koran in Surat Al-Anbiya, Vers 35 mit eindringlichen Worten in der ungefähren Übersetzung:

Jede Seele wird den Tod kosten. Und Wir prüfen euch mit Schlechtem und Gutem als Versuchung. Und zu Uns werdet ihr zurückgebracht.“


Aber warum sollten wir überhaupt Geduld üben?

Zunächst belohnt Allah der Allgnädige und Barmherzige den Geduldigen. Auch schützt uns  die Geduld davor, unüberlegt zu handeln und bewahrt uns vor Resignation, Trauer und Unzufriedenheit. Dies würde uns nämlich nicht weiterhelfen und auch nichts an unserer Situation ändern, sondern würde uns sogar ganz im Gegenteil zusätzlich belasten.

Auch können wir die Zeit in der Quarantäne sinnvoll nutzen, um uns unserem Schöpfer anzunähern, unsere Beziehung gegenüber unserer Familie innerhalb der eigenen vier Wände zu verbessern und den edlen Koran zu rezitieren.

Abschließend sollten wir zuversichtlich sein und auf Allah den Allmächtigen vertrauen, der  letztlich alles zum Guten wenden wird. So lautet unsere Devise in diesen Zeiten:

Je größer die Herausforderung ist, desto größer ist unser Gottvertrauen.

Liebe Geschwister, wir müssen geduldig sein und die Erlösung abwarten. So heißt es dazu sinngemäß in einem äußerst bekannten Koranvers:

[…] Wahrlich, nach der Erschwernis kommt die Erleichterung.“ 

Möge Allah der Allgnädige uns und all unsere Mitmenschen vor allem Übel beschützen.

Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Dies ist die sinngemäße Übersetzung zu folgender arabischsprachiger Predigt auf YouTube:

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Wir schließen die Moschee vorübergehend

Liebe Geschwister,

angesichts der aktuellen Gesundheitssituation in Deutschland hat der Vorstand der Othman Ibn Affan Moschee entschieden zur Vorbeugung der Verbreitung des Coronaviruses die Moschee für alle Aktivitäten zu schließen. Dies gilt sowohl für die täglichen fünf Gebete, das Freitagsgebet, den Betrieb unserer Schule und alle anderen Aktivitäten.

Die Schließung gilt ab Montag den 16.03.2020.
Der Betrieb der Schule wird erst nach den Osterferien fortgesetzt. Mehr dazu hier.

الإخوة الكرام
نظرًا للظروف الصحية التي تمر بألمانيا والخوف من تفشي وباء فيروس كورونا
قررت لجنة مسجد عثمان بن عفان روسلسهيم
إغلاق المسجد في كافة الأنشطة ( الجمعه – الصلوات الخمس – الاحتفالات – المدرسة – الدروس – الشباب – أنشطة الأخوات ) من يوم الاثنين 16 مارس 2020 الى 31 مارس 2020

Aktiv sein und auf Allah vertrauen!

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.
Im edlen Qur’an steht in ungefährer Übersetzung:

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass man sich stets auf Allah den Allerhabenen verlassen und dabei nicht untätig sein sollte.

Im edlen Koran, Surat Al-Furqan heißt es dazu in Vers 58 in der ungefähren Übersetzung:

Und verlasse dich auf den Lebendigen, Der nicht stirbt, und lobpreise Ihn. Er genügt als Kenner der Sünden Seiner Diener,“

und auch in Surat At-Tauba, Vers 51 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Sag: Uns wird nur das treffen, was Allah für uns bestimmt hat. Er ist unser Schutzherr. Auf Allah sollen sich die Gläubigen verlassen.“

So ist es doch so, dass uns Allah im Qur’an mehrfach dazu auffordert uns auf ihn zu verlassen. In Vers 158 in Surat Al-Imran heißt es dazu in ungefährer Übersetzung:

„…Und wenn du dich entschlossen hast, dann verlasse dich auf Allah! Gewiß, Allah liebt die sich (auf Ihn) Verlassenden.“

Aber nicht nur im Qur’an, sondern auch in zahlreichen Hadithen finden wir Aussagen zu diesem Thema. 

So geht beispielsweise aus einen überlieferten Hadith hervor, dass eine Gruppe von 70.000 Personen ins Paradies eintreten wird, ohne am Jüngsten Tag Rechenschaft ablegen zu müssen. Als der Gesandte Allahs (ﷺ) danach gefragt wurde, wer diese Gruppe sei, beschrieb er die Menschen, als Gläubige, die sich auf Allah den Allerhabenen und nicht auf seine Geschöpfe verlassen haben. Es seien diejenigen, die in allem was sie tun, wahrhaftig und gerecht sind. Auch sind es diejenigen, die sich obwohl sie sich auf Allah verlassen haben, nicht passiv wurden, sondern aktiv handelten. So zum Beispiel wie jemand, der im Krankheitsfall Medikamente einnimmt und Allah anschließend um Heilung bittet. Diese Menschen arbeiten hart in ihrem Leben, um ihre Ziele zu erreichen und Allah der Allerhabene belohnt sie dafür mit dem Erfolg.

Liebe Geschwister,

wir müssen erkennen,

dass alle Macht ausschließlich in der Hand von Allah dem Allerhabenen liegt.

Wir müssen erkennen, dass Er alleine alles weiß, was war, was ist und was sein wird.

Wir müssen erkennen, dass wir hingegen nur Seine Geschöpfe sind und geduldig und dankbar sein sollten.

Ya Allah, lass uns das Gehörte verinnerlichen und voller Vertrauen auf Dich sein. Amin. Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Die Pflege der Beziehung zur engen Verwandtschaft – Silat-ur-Rahim

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.
Im edlen Qur’an steht in ungefährer Übersetzung:

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir wir über die Pflege der Beziehung zu engen Verwandtschaft sprechen. Auf Arabisch wird dies als Silat-ur-Rahim bezeichnet.

Mit der engen Verwandtschaft sind zunächst die Verwandten seitens der Mutter und des Vaters gemeint. Nach Übereinstimmung aller Gelehrten ist die Pflege der Beziehung zu ihnen eine islamische Pflicht und die Vernachlässigung dieser Beziehung gilt als eine große Sünde für die Allah, der Allerhabene eine harte Bestrafung vorgesehen hat.

Im edlen Qur’an in den Versen 22-23 in Surat Muhammad heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„Werdet ihr vielleicht, wenn ihr euch abkehrt,

auf der Erde Unheil stiften und eure Verwandtschaftsbande zerreißen?

Das sind diejenigen, die Allah verflucht; 

so macht Er sie taub und läßt ihr Augenlicht erblinden.“

Auch ist die Pflege einer guten Beziehung zur eigenen Verwandtschaft ein Zeichen eines starken Glaubens und ist direkt mit der Beziehung zu Allah dem Allerbarmer und Allbarmherzigen verbunden. Gemäß eines vom Gelehrten ʿAbd ar-Rahmān ibn ʿAuf überlieferten Hadith ist der arabische Begriff der engen Verwandtschaft „al-Rahem“ nämlich sprachlich vom Namen Allahs al-Rahmān abgeleitet.

Wer jedenfalls diese Beziehung aufrecht erhält, sprich „Silat-ur-Rahim” pflegt, zu dem hält auch Allah der Allerhabene Seine Beziehung ein und wer diese Beziehung unterbricht, zu dem bricht Allah der Allerhabene ebenfalls Seine Beziehung ab.

Weiterhin heißt es in einem weiteren Hadith sinngemäß, dass derjenigen, der an Allah und Seine Gesandten glaubt, seine Verwandtschaft besuchen und sich um sie kümmern sollte.

Liebe Geschwister, wer sich um seine Verwandten bemüht, dem geht es nachweislich gut und er wird ein gesegnetes Leben, Reichtum und rechtschaffene Nachkommen haben. Darum sollten wir unsere Verwandten besuchen und uns um sie kümmern, auch wenn es manchmal nicht leicht ist und unsere Verwandten möglicherweise nicht das dasselbe für einen tun. So versucht doch der Sheytan mit allen Mitteln unsere Beziehungen untereinander zu zerstören und dafür sollten wir ihm keine Gelegenheit bieten. Weiterhin sollten wir Streitigkeiten mit unseren Verwandten nicht an unsere Kinder weiterreichen und sie dennoch dazu erziehen gute Gläubige zu sein, die sich um ihre Verwandtschaft kümmern.

Möge Allah der Allerhabene, unsere Familien zusammenhalten lassen und zu einem Anlass für reichlich Segen in unserem Leben werden lassen. Amin. 

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.

Das Verbot von Selbstmord im Islam

 


Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

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Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.” [16:90]

alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.
Im edlen Qur’an steht in ungefährer Übersetzung:

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”


Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über ein heikles Thema sprechen. So trägt die Khutba den Titel: Das Verbot von Selbstmord im Islam.

Wir begegnen heutzutage bei unserer Jugend immer häufiger Selbstmordgedanken, obwohl dies etwas ist, was in unserem Glauben und unserer Kultur fremd ist.

Wir treffen Jugendliche an, welche die Hoffnung auf ein besseres Leben verloren haben und in vermeintlich muslimischen Ländern unter Unrecht und Unterdrückung leiden.
Anstelle jedoch den Herausforderungen entgegen zu treten und zu versuchen diese zu meistern, flüchten einige von ihnen in den Selbstmord.

Liebe Geschwister, Selbstmord ist eine große Sünde und nach Übereinstimmung aller islamischen Gelehrten und Rechtsschulen haram.

Auch ist sich die Gemeinschaft der islamischen Gelehrten darüber einig, dass derjenige, der Selbstmord begeht, damit nicht nur eine große Sünde begangen hat, sondern dafür auch keine Vergebung erhalten wird. Derjenige bleibt jedoch Muslim und das Totengebet wird auf ihn verrichtet und er wird auch bei den Gräbern der Muslime beigesetzt.

Weiterhin ist für denjenigen, der versucht sich selbst zu töten oder sich umgebracht hat, von seinem Eigentum eine Abgabe an die Armen zu entrichten.

Im edlen Koran, Surat An-Nisa Vers 29 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„O die ihr glaubt, zehrt nicht euren Besitz untereinander auf nichtige Weise auf, es sei denn, dass es sich um einen Handel in gegenseitigem Einvernehmen handelt. Und tötet euch nicht selbst (gegenseitig). Allah ist gewiß Barmherzig gegen euch.“

Auch geht aus Hadithen einiges über die Bestrafung eines Selbstmörders am Jüngsten Tag hervor. So sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) sinngemäß, dass derjenige, der sich mit einem Stück Metall tötet, im ewigen Höllenfeuer wieder und wieder darunter leiden wird und dass derjenige, der sich vergiftet hat, ebenfalls ewig die darin verweilen wird und der Zorn Allahs auf ihn herabgelassen wird. Das gleiche gilt auch für denjenigen, der sich von einem Berg nieder stürzt und sich damit tötet.

Nach dieser mehr als deutlichen Botschaft, dass Selbstmord im Islam verboten ist, sollten wir jedoch schauen wie es bei manchen überhaupt dazu kommt.

Sicherlich ist das Leben nicht immer einfach, aber wenn Gläubige den Sinn des Lebens nicht richtig verstanden haben und nicht erkennen, dass Leben und Tod in der Hand Allahs liegen und Er uns mit Herausforderungen prüft, um uns entsprechend zu belohnen oder zu bestrafen, ist das ein wesentlicher Teil der Ursache dieses Problems.

Als Muslime müssen wir uns stets in Geduld üben und dem Vorbild des Gesandten Allahs (ﷺ) folgen, der geduldig seinem Schicksal begegnete.

Das Leben ist voller Freude, aber auch gepflastert mit schweren Prüfungen und Schicksalsschlägen.

Liebe Geschwister, wir dürfen nicht aufgeben und uns den Tod wünschen, sobald wir Schwierigkeiten antreffen, sondern müssen hoffnungsvoll bleiben.

Auch Depressionen können ein Grund für Selbstmordgedanken sein, welche jedoch mit professioneller ärztlicher Behandlung oder auch mit Medikamenten in den Griff bekommen werden kann, denn unsere Gesundheit ist ein Geschenk von Allah dem Allerhabenen. Jeder Tag an dem wir gesund sind, ist eine Gelegenheit um Gutes zu tun und uns Allah anzunähern und letztlich mit den Paradies belohnt zu werden.

Ein weiteres Problem kann jedoch auch mangelnder Eigenantrieb und ein schwacher Glaube sein. Daran sollten wir arbeiten.

Liebe Geschwister, wer für sich etwas Gutes wünscht, der muss auch dafür etwas tun und sich anstrengen, denn es regnet kein Gold und kein Silber einfach vom Himmel.

Eine weitere Ursache für Selbstmordgedanken können natürlich auch Verzweiflung und Hoffnungslosigkeit in Orten sein, die von ungerechten Regimen und Diktatoren beherrscht werden und Menschen zur Resignation verleiten.

Wir müssen jedoch stark bleiben und gewiss darüber sein, dass Glaube und Verzweiflung nicht in einem Herzen zusammentreffen können und all diese Unrechtssysteme und Diktatoren verschwinden werden. Wir dürfen daher unsere Hoffnung und unser Vertrauen auf Allah den Gerechten und Allerhabenen nicht verlieren.

Das Diesseits mit Leben erfüllt und die Wahrung des Lebens ist unsere Hauptaufgabe. Dafür müssen wir unseren Glauben weiter stärken und uns weiterbilden, denn nur so sind wir in der Lage den Sinn des Lebens und den Zusammenhang zwischen dem Leben und unserem Glauben besser einzuordnen.

Dabei sollte stets der Gesandte Allahs (ﷺ) unser Vorbild sein, der nach schweren Zeiten stets als Gewinner aus dem Leben hervorging.

Möge Allah der Allerhabene uns vor solchen Gedanken bewahren, uns die Hoffnung niemals aufgeben lassen und unsere Geduld belohnen.

Amin.

Amin wa-lhamdu-li-llahi-rabbi-l´alamin.