Othman Moschee

Gebetszeiten für Oktober 2020

Anbei die Gebetszeiten für Oktober in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir inzwischen wieder alle 5 täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet (bis zum Ende der Sommerzeit um 14:45 Uhr und in der Winterzeit pünktlich zu Dhuhr) gemeinsam verrichten. Dabei sind jedoch weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, eigener Teppich, Sicherheitsabstand, Erfassung der Teilnahme etc.) einzuhalten.

Download (PDF, 2.64MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Einladung zum Tag der offenen Moschee 2020

Unter dem Motto “Glaube in außergewöhnlichen Zeiten” lädt die Othman Ibn Affan Moschee dieses Jahr am Samstag, 03. Oktober herzlich zum bundesweiten Tag der offenen Moschee 2020 ein! Ab 14 Uhr wird dafür ein interessantes Rahmenprogramm angeboten. Halbstündlich stattfindende Führungen ab 10 Uhr bieten weiterhin die Möglichkeit sich bei lockerer Atmosphäre kennenzulernen. Mitglieder der Gemeinde zeigen Ihnen dabei die Räumlichkeiten und beantworten gerne Ihre Fragen bei einer Tasse orientalischem Tee und Snacks.

 

Bitte beachten Sie während der Veranstaltung die geltenden Corona-Maßnahmen! Insbesondere die Maskenpflicht, die Einhaltung des Sicherheitsabstandes zueinander, die Verwendung von bereitgestellten Desinfektionsmitteln und die Erfassung der Kontaktdaten! Vielen Dank für das Verständnis.

 

Wir freuen uns auf Ihren Besuch am Samstag, 3. Oktober in unserer Moschee!

Zur Erinnerung können Sie hier auch am dazugehörigen Facebook-Event teilnehmen.

Download (PDF, 476KB)

Gebetszeiten für September 2020

Anbei die Gebetszeiten für September in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir inzwischen wieder alle 5 täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet (um 14:45 Uhr) gemeinsam verrichten. Dabei sind jedoch weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, eigener Teppich, Sicherheitsabstand, Erfassung der Teilnahme etc.) einzuhalten.

Download (PDF, 2.51MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Bildung – Unser Weg für eine erfolgreiche Zukunft

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen,

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

bevor wir mit der eigentlichen Predigt beginnen, möchten wir darauf hinweisen, die Einhaltung der Corona-Schutzmaßnahmen nicht schleifen zu lassen und die Regeln bitte weiterhin ordentlich zu befolgen. Insbesondere, dass die Masken so zu tragen sind dass auch die Nase bedeckt ist.

Auch bitten wir darum die Abstandsregeln nicht nur hier drinnen, sondern auch auf dem Parkplatz der Moschee einzuhalten und von Umarmungen auf dem Moscheegelände abzusehen, Ansammlungen zu vermeiden und das Gelände nach dem Gottesdienst zügig zu verlassen. Weiterhin möchten wir uns für euer Verständnis und eure Zusammenarbeit bedanken, da wir nur gemeinsam den Betrieb der Moschee in diesen Zeiten aufrecht erhalten können.

Nun zur Freitagspredigt. Bei der heutigen Khutba wollen wir aus aktuellem Anlass über die Bildung als Schlüssel für einen erfolgreichen Weg in die Zukunft sprechen. So empfangen wir ein neues Schuljahr und sind trotz dieser Widrigkeiten voller Hoffnung und Zuversicht.

Wir begleiten unsere Kinder mit Bittgebeten und setzen uns tatkräftig dafür ein, dass sie inschallah einen erfolgreichen Bildungsweg haben werden.

An diesem Ziel sollten wir alle arbeiten, denn es liegt in unserer Verantwortung sie zu unterstützen und zu motivieren, um fleißig und erfolgreich zu sein.

Eine wichtige Tugend dafür ist der Ehrgeiz, welcher im Islam einen sehr hohen Stellenwert hat. Im Laufe der Geschichte der Muslime haben uns die Gelehrten vorgelebt, was es bedeutet ehrgeizig zu sein und nach dem Erfolg zu streben. So haben sie das Leben der ganzen muslimischen Ummah positiv beeinflusst und den Fortschritt der islamischen Zivilisation aufgebaut.

Man sollte jedoch unterscheiden, worauf sich der Ehrgeiz richtet und wonach man eifert. Manche streben materiellen Reichtum, andere nach Macht und wiederum andere nach Wissen und Bildung, welches einen den Weg ins Paradies ebnet, denn mit Wissen können wir alles andere erreichen und dabei gleichzeitig Allahs Wohlwollen anstreben.

Wesentliche Faktoren, die sich auf den Ehrgeiz und den Eifer auswirken, sind dabei ein stabiles Familienleben, die Bildung der Eltern, die wirtschaftliche Situation und auch das Alter der Kinder. Probleme in diesen Bereichen können sich auch auf den Ehrgeiz der Kinder auswirken. Ein weiterer wichtiger Punkt ist auch der Freundeskreis der Kinder, da die Freundschaften der Kinder immer auch auf ihren Ehrgeiz abfärben.

Auch müssen wir lernen trotz Misserfolgen am Ball zu bleiben, um erfolgreich zu werden, wie zum Beispiel der Erfinder Thomas Edison, der über 1000 Fehlversuche hatte, bis er endlich die Glühbirne entwickelte und genau darin den Schlüssel zum Erfolg sah. 

Nicht aufgeben, sondern weitermachen und es wieder und wieder versuchen bis man sein Ziel erreicht.

Liebe Geschwister,

wir sollten uns abschließend auch bewusst darüber werden, dass wir Rechenschaft darüber ablegen werden müssen, was wir in unseren Häusern und Familien zu verantworten haben. Dazu gehört auch, dass wir unseren Kindern das nötige Wissen vermitteln, damit sie ihr Leben als erfolgreiche Muslime gestalten können und in die Lage versetzt werden ihren Glauben zu leben und zwischen Haram und Halal zu unterscheiden. Dafür steht die Schule der Othman Ibn Affan Moschee bereit, also zögert nicht und meldet eure Kinder dafür an.

Download (PDF, 123KB)

Ya Allah, segne den Bildungsweg der Kinder, schütze ihre Gesundheit und lass sie zu wissbegierigen Muslimen heranwachsen.

Amin!

Muslimische Einschulungsfeier 2020 leider abgesagt

Seit einigen Jahren veranstaltet unsere Moschee gemeinsam mit unseren Geschwistern von der Raunheimer Assadaka Moschee, dem türkischen Kulturverein (TüküBi) Raunheim, der Arrahma Moschee, der DITIB-Moschee Rüsselsheim und dem Iqraa-Institut jedes Jahr eine Einschulungsfeier für muslimische Schüler und Schülerinnen.

Dieses Jahr sind wir jedoch, in Anbetracht der Coronavirus-Pandemie und dem Bestreben größere Menschenansammlungen zu vermeiden, dazu gezwungen die Einschulungsfeier ausfallen zu lassen.

Wir bitten um Verständnis und wünschen unseren Kindern dennoch einen gesegneten Schulstart!

Ya Allah, schenke unseren Kinder einen erfolgreichen Bildungsweg. Hilf ihnen dabei mit Spaß und Freude zu lernen und eine glückliche Schulzeit zu haben! Belohne ihren Fleiß mit Erfolg und schenke ihnen Gesundheit, damit sie nichts verpassen, denn Du bist derjenige, der uns alle beschützen kann.

Du bist derjenige, der jedem Kraft gibt der auf dem Weg des Wissens ist.
Mit deiner Hilfe können wir dies schaffen. Amin!

Gebetszeiten für August 2020

Anbei die Gebetszeiten für August in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir inzwischen wieder alle 5 täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet (um 14:45 Uhr) gemeinsam verrichten. Dabei sind jedoch weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, eigener Teppich, Sicherheitsabstand, Erfassung der Teilnahme etc.) einzuhalten.

Download (PDF, 2.61MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Ehrenamtliche Hilfe

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir über ehrenamtliche Hilfe sprechen.

Viele unter uns bemühen sich tagtäglich ihren Mitmenschen selbstlos zu helfen, sie bei Bedarf zu unterstützen und sich ehrenamtlich zu engagieren ohne dafür eine Belohnung vom Geholfen zu erwarten.

Demjenigen der sich zum Wohle seiner Mitmenschen einsetzt sei gesagt, dass Allah der Allerhabene mit demjenigen ist, der seinen Mitmenschen beisteht.

Manch einer würde zwar meinen, dass es Zeitverschwendung sei, so etwas zu tun, aber die Wahrheit ist ist nein, dies ist definitiv keine Zeitverschwendung, sondern ganz im Gegenteil eine gute Tat, die letztlich der Anlass dafür sein kann ins Paradies zu gelangen.

Im edlen Koran in Surat Al-Hadsch, Vers 77 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

„O die ihr glaubt, verbeugt euch, werft euch nieder und dient eurem Herrn und tut das Gute, auf dass es euch wohl ergehen möge! “

Und in Surat al-Baqara in Vers 195 heißt es dazu weiterhin:

„Und gebt auf Allahs Weg aus und stürzt euch nicht mit eigener Hand ins Verderben. Und tut Gutes. Allah liebt die Gutes Tuenden.“

Auch ist es ein gutes Zeichen, wenn Allah der Allerhabene Dich häufig dazu verleitet gute Taten zu vollbringen oder dich dafür nutzt, um anderen zu helfen, denn dies bedeutet, dass  dich Allah Ihm näher bringen will und wir alle wissen, welche Belohnung denjenigen erwarten, der Allahs Wohlwollen erlangt.

Liebe Geschwister, gerade in sozialen Einrichtungen wie zum Beispiel Flüchtlingsheimen engagieren sich hier hierzulande viele hilfsbereiten Menschen und auch ältere Menschen, die keine Muslime sind. Sie betreuen Kinder, unterstützen Erwachsende und helfen ihnen die Sprache zu erlernen. Gerade in diesen Bereichen sollten wir uns als Muslime noch mehr anstrengen. So ist doch der Islam ein Glaube des aktiven Handelns und wir haben bei uns keinen Platz für Faulheit oder Passivität. Auch sollten wir keine Ausreden suchen, um anderen nicht helfen zu müssen.

Viel mehr sind Fleiß, Produktivität und Hilfsbereitschaft Tugenden, die im Islam groß geschrieben werden.

Diese Werte sollten wir alle unseren Kindern lehren und auch auch entsprechend vorleben.

Ein weiterer wichtiger Punkt ist die Dankbarkeit. Denn wer seinen Mitmenschen nicht für ihre Hilfe dankt, der verhält sich damit auch undankbar gegenüber Allah dem Allerhabenen.

Wir möchten daher an dieser Stelle allen danken, die sich um eine bessere Gesellschaft bemühen und insbesondere denjenigen danken, die uns hier in der Moschee unterstützen und mit Rat und Tat helfen und unseren Mitmenschen stets zur Verfügung stehen.

Wir wissen, dass dies nicht immer einfach ist, aber inschallah ist der Lohn für die Aufopferung bei Allah umso größer.

Möge Allah jeden reichlich für seine selbstlose Hilfe belohnen und alle ehrenamtlichen Helfer auf ihrem Weg bestärken.

Amin!

Ein Jahr ohne Hadsch

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass dieses Jahr keine Pilgerfahrt stattfindet.

Noch im vergangenen Jahr um diese Zeit pilgerten Millionen Gläubige nach Mekka, um die Hadsch zu verrichten. Der Anblick dieser Millionen Gläubigen während der Verrichtung der entsprechenden Rituale war äußerst prägend und beeindruckend.

Doch in diesem Jahr wird sich das leider nicht wiederholen. Stattdessen werden wegen der fortdauernden Schutzmaßnahmen im Zusammenhang mit COVID-19 nur einige Tausende Muslime dieses Jahr die Hadsch nach Mekka verrichten.

Die Pilgerfahrt ist dabei eine besondere Ibada, denn sie vereint zwei verschiedenen Anstrengungen, die der Gläubige auf sich nimmt, um Allahs Wohlwollen zu erlangen.

Zum einen die körperliche Anstrengung, bei der sich der Gläubige gemeinsam mit Millionen Anderen die Kraft für die rituelle Verrichtung nimmt und dann noch die finanzielle Anstrengung, welche mit den ganzen Ausgaben widerspiegelt, welche die Pilgerfahrt mit sich bringt.

In einem Hadith heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung, dass derjenige der die Pilgerfahrt rein von Sünde verrichtet, mit dem Paradies belohnt wird.

Grundsätzlich hat jeder Gläubige die Pilgerfahrt einmal in seinem Leben zu verrichten, sofern er bzw. sie körperlich und finanziell dazu in der Lage ist.

Diese Regel ist jedoch in der aktuellen Zeit im Zusammenhang mit der Angst vor Corona und der damit verbundenen Gefahr für Leib und Leben nicht mehr gültig.

So sagt der Gelehrte Dr. Ali Al-Qurra Dagi dazu in seiner Fatwa, dass beim Bestehen der Gefahr, dass sich die Pilgernden gegenseitig mit dem Virus anstecken könnten, es nicht nur erlaubt sei, sondern sogar eine Pflicht sei die Pilgerfahrt auszusetzen, bis sichergestellt ist, dass keine weitere Gefahr aus dem Virus für die Gläubigen hervorgeht.

Auch weitere Gelehrten stellen mit ihrer Rechtssprechung die Gläubigen von der Pflicht der Pilgerfahrt frei, wenn der Weg dorthin unsicher ist und der Weg zu den Pilgerstätten mit Gefahren behaftet ist.

Liebe Geschwister,

die Behauptung, dass das Aussetzen der Hadsch in diesem Jahr ein Zeichen für das baldige Ende der Welt sei, ist reiner Unsinn. Die Hadsch wurde im Laufe der Geschichte schon mehrmals aus unterschiedlichen und nachvollziehbaren Gründen ausgesetzt.

Auch sei davor gewarnt, die Heiligkeit dieser Ibada für politische oder sonstige Zwecke zu missbrauchen, da dies den Zorn Allahs mit sich bringt.

Die Unterbrechung der Hadsch in diesem Jahr ist jedenfalls eine reine Vorsichtsmaßnahme zum Schutz aller Gläubigen, die planten die Pilgerfahrt zu verrichten und somit auch zum Schutz der gesamten Menschheit.

Auch können sich diejenigen über Allahs Großzügigkeit und Barmherzigkeit freuen, die die Absicht hatten dieses Jahr die Pilgerfahrt anzutreten, aber wegen Corona daran gehindert wurden, da sie die Belohnung erhalten, als hätten sie die Pilgerfahrt verrichtet.

Dies geht beispielsweise aus einem überlieferten Hadith hervor, in dem Gläubige als Pilger bezeichnet wurden, obwohl sie in Medina blieben, da sie zwar bei der Pilgerfahrt dabei sein wollten, aber aus nachvollziehbaren Gründen verhindert waren. Sie erhielten bei Allah dennoch den Lohn eines Pilgernden.

Möge Allah die Gefahr durch Corona bald zu einem Ende kommen lassen und wieder Normalität in unsere Moschee und auf das Ritual der Hadsch einkehren lassen.

Amin!

Unser Glaube im Alltag

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,

in der heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, wie uns unser Glaube in unserem alltäglichen Handeln beeinflusst.

Gerade in schweren Zeiten wie diesen, zeigt sich die Großartigkeit des Islams, die beweist, dass unser Glaube keine bloße Theorie, sondern eine tatkräftige Lebenseinstellung ist und die darin enthaltenen Gebote und Verbote direkt stets mit konkreten Handlungsanweisungen verbunden sind, die wir als Gläubige auf der Basis des Wissens umsetzen sollen.

Wen Allah der Allerhabene liebt, meine lieben Geschwister, dem bringt Er den Glauben näher und lässt ihn andere zum Wohle der gesamten Menschheit positiv beeinflussen.

Im Zusammenhang mit dieser Einflussnahme auf die Gesellschaft fällt der Begriff der Integration. Die Integration der Muslime in diese Gesellschaft ist notwendig, um uns in die Lage zu bringen einen positiven und konstruktiven Beitrag zum Wohle aller zu leisten.

Die Integration bedeutet im Islam jedoch keinesfalls Assimilation und gar den Verzicht auf die eigenen Grundsätzen und Glaubensregeln. Denkt daher an euren persönlichen Beitrag gegenüber eurer unmittelbaren Umgebung. Insbesondere gegenüber euren Nachbarn, euren Bekannten, euren Arbeitskollegen, euren Mitschülern und euren Kommilitonen.

Um dies zu veranschaulichen möchte ich euch eine kurze Geschichte berichten. Ein Bruder kam vor einiger Zeit nach Deutschland und erzählte davon, dass er sich nicht so recht mit der Idee anfreunden konnte Blut für Nicht-Muslime zu spenden. Seine Frau jedoch, die den Islam neu angenommen hatte, fragte ihn ob der Islam denn nicht zur Rettung aller Menschen herabgesandt wurde, was der Bruder bejahte. Sie fragte ihn daraufhin, warum er dann mit der Blutspende geizt, wenn der Islam doch zum Wohle aller Menschen da ist. Nach diesem Denkanstoß verstand der Bruder die wahre Botschaft des Islams und spendete letztlich sein Blut.

Liebe Geschwister,

es ist bemerkenswert, dass sich viele zwar in der Theorie mit dem Glauben auseinandersetzen, aber in der Umsetzung in unserem Alltag weit davon entfernt sind, wozu uns der Islam aufruft. Daran sollten wir unbedingt arbeiten.

Ein anderes Thema, das ich in aller Kürze aus gegebenem Anlass anschneiden möchte, ist die Beerdigung unserer verstorbenen Geschwister in diesen Zeiten. Manche unter uns sind sehr traurig darüber, wenn ein Bruder oder eine Schwester verstirbt und der Leichnam nicht in ihren Herkunftsländern bestattet werden kann. Teils wird die Beerdigung in Deutschland sogar als eine Art Strafe wahrgenommen. Tatsächlich macht es den Verstorben aber nichts aus, wo sie begraben werden. Einzig und allein die Taten aus dem Diesseits zählen. Auch sollte man wissen, dass viele der früheren Gelehrten in fremden Ländern bestattet wurden. Es war nicht üblich mit unnötigem Aufwand Leichen in ihre Heimatländer zu bringen. Ohnehin liegt die ganze Welt unter der Hand Allahs des Allerhabenen.

Auch ist dies eine Frage der Integration. Denn wie können wir von Menschen zu Lebzeiten Akzeptanz erwarten, wenn wir sie nicht mal als Tote in ihren Gräbern akzeptieren?

Lasst uns daher unsere Absichten prüfen und in allem was wir tun das Wohl aller Menschen anstreben, denn nur das bringt uns dem Wohlwollen Allahs näher.

Möge Allah der Allerhabene uns, unsere Familien und alle Menschen vor Schaden und Leid bewahren. Amin! 

Gebetszeiten für Juli 2020

Anbei die Gebetszeiten für Juli in der Othman Ibn Affan Moschee als PDF.

Bitte beachten, dass wir inzwischen wieder alle 5 täglichen Gebete und auch das Freitagsgebet (um 14:45 Uhr) gemeinsam verrichten. Dabei sind jedoch weiterhin die Corona-Schutzmaßnahmen (Maskenpflicht, eigener Teppich, Sicherheitsabstand, Erfassung der Teilnahme etc.) einzuhalten.

Download (PDF, 2.61MB)

Weiterhin besteht auch die Möglichkeit den kompletten Gebetskalender für 2020 kostenlos herunterzuladen. Mehr dazu hier.

Gebetskalender 2020 herunterladen (ca. 10,6 MB)

Die Rückkehr zur Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

Liebe Geschwister,
in unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Rückkehr in die Moscheen sprechen und welcher Segen dies für die Gläubigen ist.

Nach langer Abwesenheit kehren wir endlich wieder zurück zum Haus Allahs, welches wir sehr vermisst haben. Unsere Herzen waren voller Trauer, als wir unserer Moschee fernbleiben mussten. Die Corona-Krise und die Pandemie hat die ganze Welt zum Stillstand gebracht und wir Muslime müssen unsere Lehren aus dieser Prüfung und den damit einhergehenden Herausforderungen ziehen, in dem wir Reue für unsere Sünden zeigen und aufrichtig zu Allah zurückkehren.

Im edlen Koran, in Surat Al-Araf, Vers 168 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und Wir zerteilten sie auf der Erde in Gemeinschaften. Unter ihnen gab es Rechtschaffene und solche, die dies nicht waren. Und Wir prüften sie mit Gutem und Bösem, auf dass sie umkehren mögen.”

Als Muslime müssen wir in unserer Beziehung zu unserem Schöpfer stets ehrlich und aufrichtig sein und haben daher unsere Gebete trotz aller Einschränkungen zu Hause verrichtet. Die Moschee war zwar geschlossen, aber unsere Beziehung zu Allah blieb ungebrochen, insbesondere da uns Allah, der Allerhabene in seiner Großzügigkeit wegen unserer Absicht dennoch so belohnt, als ob wir unsere Gebete in der Moschee verrichtet hätten.

Wir dürfen daher trotz der aktuellen Situation oder wegen Reisebeschränkungen oder gegebenenfalls wegen Einschränkungen der Bewegungsfreiheit nicht nachlässig mit unseren Gebeten und unserem Gottesdienst werden.

Letztlich sollte uns diese Erschwernis in unserem Glauben festigen und uns unseren Iman stärken. Abschließend möchten wir unsere Freude darüber zum Ausdruck bringen, dass die Moschee inzwischen wiedereröffnet werden konnte.

Im edlen Koran, in Surat Ibrahim, Vers 7 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:

“Und als euer Herr ankündigte: ‚Wenn ihr dankbar seid, werde Ich euch ganz gewiss noch mehr (Gunst) erweisen. Wenn ihr jedoch undankbar seid, dann ist meine Strafe fürwahr streng‘.“

Wir sollten daher unsere Dankbarkeit in Taten und Worten zeigen.

Möge Allah, der Allerhabene in dessen Hand alles liegt uns von diesem Übel befreien und uns und unsere Familien diese Zeit durchstehen lassen.

Amin!

Das Verbot von Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit im Islam

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten.

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir darüber sprechen, dass der Islam keinen Platz für Rassismus, Hass und Fremdenfeindlichkeit lässt.

So ist unser Glaube eine Rechtleitung für alle Menschen, unabhängig ihrer Rasse, Herkunft oder Sprache. Daher ist jeglicher Hass, die Ausgrenzung Andersdenkender oder Feindseligkeiten gegenüber Menschen wegen ihrer Hautfarbe oder ihres Geschlechts nicht vereinbar mit dem Islam. Solche menschenverachtenden Haltungen sind zerstörerisch und schaden unserer Welt erheblich.

Der Islam verbietet jeglichen Rassismus und die schlechte Behandlungen anderer Mitmenschen mit Wort und Tat. So haben beispielsweise die Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) diesbezüglich den Anweisungen unseres Propheten strikt gefolgt und und ihre Bediensteten genauso eingekleidet und genauso gespeist wie sich sich selbst, so dass man die Sahaba nicht von ihren Bediensteten unterscheiden konnte.

Auch verbietet der Islam rassistische Äußerungen gegenüber anderen in jeglicher Form, da diese verletzend sind und sich in keinster Weise rechtfertigen lassen.

So ist im Islam die Menschenwürde unantastbar!

Im edlen Koran, Sure Al-Maida, Vers 32 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „Aus diesem Grunde haben Wir den Kindern Isrāʾīls vorgeschrieben: Wer ein menschliches Wesen tötet, ohne (daß es) einen Mord (begangen) oder auf der Erde Unheil gestiftet (hat), so ist es, als ob er alle Menschen getötet hätte. Und wer es am Leben erhält, so ist es, als ob er alle Menschen am Leben erhält. Unsere Gesandten sind bereits mit klaren Beweisen zu ihnen gekommen. Danach aber sind viele von ihnen wahrlich maßlos auf der Erde geblieben.”
Liebe Geschwister,
vor Allah dem Allerhabenen sind alle Menschen gleich, nur in ihrer Frömmigkeit und ihrer Taqwa unterscheiden sie sich.
Daher ist es verboten Menschen unrecht anzutun und sie respektlos zu behandeln, nur weil sie anders aussehen oder einen anderen Glauben haben als man selbst!
Im edlen Koran, Sure Al-Hujurat, Vers 13 heißt es dazu in der ungefähren Übersetzung:
  „O ihr Menschen, Wir haben euch ja von einem männlichen und einem weiblichen Wesen erschaffen, und Wir haben euch zu Völkern und Stämmen gemacht, damit ihr einander kennenlernt. Gewiß, der Geehrteste von euch bei Allah ist der Gottesfürchtigste von euch. Gewiß, Allah ist Allwissend und Allkundig”
Umso mehr macht es uns betroffen zu sehen, wie Menschen oft wegen Ihrer Hautfarbe getötet oder misshandelt werden und das selbst in vermeintlich modernen und Ländern und Gesellschaften.

Was können wir Rassismus nun entgegensetzen?

  • Zunächst müssen die entsprechenden Gesetze des sozialen Friedens konsequent eingehalten werden.
  • Auch sind wir in der Pflicht stets rassistisches Handeln zu unterbinden und anzuprangern.
  • Ferner können Religionsgemeinschaften und deren Gelehrte eine Schlüsselrolle bei der Verständigung der Völker und Kulturen einnehmen.
  • Weiterhin muss allen Schutzbedürftigen, die vor Unrecht und Terror fliehen, Schutz geboten werden.
  • Auch sollten wir das Zugehörigkeitsgefühl zu dem Land in den wir wir und unsere Familien leben vertiefen und unsere Rechte und Pflichten entsprechend wahrnehmen.
Möge Allah uns helfen jegliches rassistisches Denken aus all unseren Köpfen zu verbannen und die Ungerechtigkeit gegenüber Minderheiten zu beenden. Amin!

Wir bieten jetzt auch das ʿAsr-Gebet wieder an

Liebe Geschwister,

im Rahmen unserer phasenweise erfolgenden Wiedereröffnung möchten wir bekannt geben, dass wir ab sofort auch das Nachmittagsgebet (ʿAsr) wieder bei uns in der Moschee vor Ort gemeinsam verrichten.

Gemeinsam mit den vorherig angekündigten Gebeten, bieten wir also inzwischen:

Für all diese Gebete gelten weiterhin die bisherigen Hygiene-Schutzmaßnahmen, inklusive Maskenpflicht, eigenem Gebetsteppich und Sicherheitsabstand etc. Auch erfolgt der Einlass wie bisher 15 Minuten vor der jeweiligen Gebetszeit.

Lediglich das Freitagsgebet und das Dhuhr-Gebet wird noch nicht angeboten. Sobald es inschallah Neuigkeiten oder Änderungen dazu gibt, werden wir dies zeitnah bekannt geben, also behaltet unsere Ankündigungen im Blick.

Bis dahin vielen Dank für eure Geduld und eure Zusammenarbeit! Ein besonderer Dank geht dabei an unsere ehrenamtlichen Helfer für ihre Einsatzbereitschaft.

Möge Allah euch alle dafür belohnen. Amin.

Religiöse Fragen und Antworten zur Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Liebe Geschwister im Islam,

Alles Lob gebührt Allah, dem Herren der Welten. 

Ihn bitten wir um Vergebung, und zu Ihm kehren wir ein. Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt außer Ihm, dem Einen. Und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) Sein Diener, Sein Gesandter ist.

„Wahrlich, Allah gebietet, gerecht (zu handeln), uneigennützig Gutes zu tun und freigebig gegenüber den Verwandten zu sein; und Er verbietet, was schändlich und abscheulich und gewalttätig ist. Er ermahnt euch; vielleicht werdet ihr die Ermahnung annehmen.”

In unserer heutigen Freitagspredigt wollen wir über die Wiederöffnung der Moschee und die Regeln bei der Teilnahme am gemeinsamen Gebet während der Corona-Pandemie sprechen.

Wie bereits erläutert, veröffentlichte die Moschee hier die notwendigen Schutzmaßnahmen zum Schutz der Betenden und auch um eine Schließung der Moschee zu vermeiden.

Die bisherigen Fatwas bezüglich der Schließung der Moscheen waren dabei im Einklang und in Übereinstimmung mit den allgemein gültigen Gesundheitsvorschriften zur Vermeidung von großen Menschenansammlungen, welche als eine Hauptquelle für viele Infektionen identifiziert wurde.

  • So ist doch im Islam der Gläubige entschuldigt, wenn er krank ist oder aus Angst um die eigene Gesundheit der Moschee fern bleibt. Auch diejenigen, die Kontakt mit Infizierten hatten oder gar selbst infiziert sind, müssen zuhause bleiben, um anderer vor der Ansteckung zu schützen. Für diejenigen, wäre der Moscheebesuch sogar eine große Sünde, da sie damit die Leben vieler Gläubige gefährden würden.
  • Auch ist es erlaubt beim Gebet einen Mundschutz oder eine Mundbedeckung zu tragen, da es hierbei um eine Notwendigkeit handelt.
  • Diejenigen, die sich nun fragen, warum manche Moscheen öffnen, während andere geschlossen bleiben, möchten wir darauf hinweisen, dass jede Moschee dies nach eigenen Ermessen unter Berücksichtigung der erforderlichen Schutzmaßnahmen für sich entscheidet. Auch sollte man bedenken, dass auch in manchem islamischen Ländern Moscheen wieder geschlossen wurden, nachdem die Infektionszahlen wieder erheblich angestiegen sind.
  • Eine weitere interessante Frage ist bezüglich der rituellen Reinheit aufgekommen, da Desinfektionsmittel Alkohol enthalten. Dazu gibt es von den Gelehrten zwei Meinung. Die eine Gruppe urteilt zwar, dass Desinfektionsmittel unrein (najis) ist, aber eine zweite Gruppe von Gelehrten urteilt, dass Desinfektionsmittel rein (tahir) ist, was auch der Ansicht vieler Gefährten des Gesandten Allahs (ﷺ) entspricht, die ebenfalls Desinfektionsmittel einsetzten um Bakterien und Viren zu töten. Es ist daher erlaubt Moscheen damit zu besprühen.
  • Ein anderer Punkt ist der Abstand zwischen den Betenden. In normalen Zeiten gilt das Zusammenrücken der Gläubigen beim Gebet hinter dem Imam als empfohlen und gut. In dieser aktuellen Situation jedoch ist die Wahrung des Abstands als Schutzmaßnahme notwendig. Nach Urteil der Gelehrten ist das Gebet daher in dieser speziellen Situation trotzdem richtig, da dies notwendig ist um Schaden von den Gläubigen abzuwenden.
Liebe Geschwister,
abschließend möchten wir euch auch darauf aufmerksam machen, dass es für jede Krankheit auch eine entsprechende Medizin gibt. Übt euch daher in Geduld und bittet Allah der Allerhabenen vom Herzen und aufrichtig um seinen Schutz und seine Barmherzigkeit, damit diese schwere Zeit bald vorüber geht.
Auch sagt Allah (subhanahahu wa ta’ala) im edlen Koran, Sure At-Tauba, Vers 18 in der ungefähren Übersetzung:
  Gewiß, Allahs Gebetsstätten bevölkert nur, wer an Allah und den Jüngsten Tag glaubt, das Gebet verrichtet, die Abgabe entrichtet und niemanden außer Allah fürchtet. Diese aber werden vielleicht zu den Rechtgeleiteten gehören.”

Weiterhin möchte wir die Gelegenheit nutzen, um euch allen für eure bisherige Mithilfe zu bedanken und hiermit bekannt geben, dass wir die bisherigen Öffnungen zu Maghreb/Ishaa ab Samstag, 13. Juni 2020 auch auf Fajr erweitern werden. Der Einlass beginnt dabei 15 Minuten vor der Gebetszeit aus unserem Kalender.

Ya Allah wende jeglichen Schaden von uns ab, hilf uns durch diese schwierige Zeit und lass diese Krankheit bald ein Ende nehmen. Amin.

Hinweise zur schrittweisen Wiedereröffnung der Moschee

Im Namen Allahs des Allerbarmers, des Allbarmherzigen, 

Gepriesen sei Allah der Allerhabene, mit dessen Hilfe gute Werke gelingen.

Wir bezeugen, dass es keinen Gott gibt, außer Allah, dessen Namen und Eigenschaften einzigartig sind und wir bezeugen, dass Muhammad (ﷺ) sein Diener und Gesandter ist, der als Segen und Gnade für alle Menschen gesandt wurde.

Möge Allah der Allerhabene allen gnädig sein, die seinem Pfad und dem Weg des Propheten (ﷺ) folgen bis zum Jüngsten Tag. Amin!

Liebe Geschwister,

in unserer heutigen Predigt wollen wir über die Wiedereröffnung der Moschee unter Beachtung der notwendigen Schutzmaßnahmen gegen Corona sprechen. 

Als die Moschee geschlossen wurde, um die Infektionsgefahr einzudämmen, handelten die Verantwortlichen im Sinne des Islams und folgten den Empfehlungen und Vorgaben der lokalen Behörden, um die Gläubigen und die Mitmenschen zu schützen.

Nachdem wir nun seit einigen Monaten unsere Gebete zuhause verrichten mussten und es inzwischen entsprechende Erlasse durch die Behörden gibt, die uns den Betrieb erlauben, wollen wir die Moschee ab dem 8. Juni allmählich wieder für die Gläubigen öffnen.

Nachfolgend wollen jedoch erst einige Fragen beantworten, die sich sicherlich der eine oder andere stellt.

  • Warum wurde überhaupt die Moschee geschlossen, obwohl niemand von uns infiziert wurde? Die Antwort begründet sich im Schutz unserer Mitbürger. Durch die Schließung der Moschee konnten wir einen Teil dazu beitragen und Schaden von der Gesellschaft abwenden, zu der wir als Muslime ebenfalls gehören.
  • Auch stellt sich die Frage, ob uns durch nicht verrichteten Gemeinschaftsgebete Lohn entgangen ist. Dazu sei gesagt, dass die Gebete ja aus triftigen Gründen nicht gemeinsam verrichtet wurden und Versammlungen verboten waren. Daher zählt bezüglich der Belohnung bei Allah bereits die Absicht, als ob wir die Gebete gemeinsam verrichtet hätten.
  • Weiterhin stellt sich die Frage, wie das Gemeinschaftsgebet unter Vorgabe der Abstandsreglungen zu werten ist. Im Islam ist das gemeinsame Gebet eine Pflicht, sofern kein Hindernis vorliegt. In der aktuellen Situation liegen jedoch besondere Umstände vor, wegen denen wir einige Regeln beachten müssen:
    • Zunächst müssen wir die Hygiene-Richtlinien (wie zum Beispiel der Sicherheitsabstand, die Maskenpflicht, eigene Gebetsteppiche etc.) einhalten und für Sauberkeit sorgen.
    • Kinder und ältere Geschwister sollen weiterhin dem gemeinsamen Gebet fernbleiben. Auch Kranke sollen bitte zu Hause bleiben, um sich selbst und auch andere nicht unnötig in Gefahr zu bringen.
    • Auch ist darauf zu achten die Gebetszeit und die Anzahl der Gebete genau einzuhalten und diese nicht zu verlängern. Auch bitten wir darum sich nicht die Hände zu geben oder sich umarmen, um die Übertragung des Virus zu vermeiden.

All diese Regeln widersprechen nicht dem Islam, sondern zielen darauf ab uns vor Schaden zu schütze und das Leben zu bewahren. Auch der Gesandte Allahs (ﷺ) hat einem Gläubigen die Hand gegeben, als ihm dieser die Hand geben wollte, während er krank war und bekannt war, dass sich seine Krankheit durch einen solchen Kontakt übertragen könnte. Stattdessen sagte der Gesandte Allahs (ﷺ) aus der Ferne, dass er sein Versprechen angenommen haben.

  • Eine andere Frage, die in dieser Zeit häufiger aufgetreten ist, ist das Begräbnis von Muslimen zwischen Nicht-Muslimen und ob derjenige am Jüngsten Tag mit den Nicht-Muslimen stehen wird. Liebe Geschwister. Die ganze Erde ist das Eigentum von Allah dem Allmächtigen. Die Stellung des Verstorben am Jüngsten Tag bei Allah ist völlig unabhängig davon an welchem Ort der Gläubige bestattet wird.
  • Weiterhin erlauben die muslimischen Gelehrten die Bestattung der Muslime in bestimmten Bereichen innerhalb eines nicht-muslimischen Friedhofs, da für jeden Toten ein eigenes Grab vorgesehen ist.
  • Am Tag der Wiederauferstehung kommt es dabei einzig allein auf die guten Taten des Menschen an. Auch sollten wir uns darüber bewusst sein, dass wir als Muslime mit anderen Gläubigen gemeinsam auf dieser Welt leben und dementsprechend gegenseitigen Respekt an den Tag legen sollten.

Möge Allah der Allerhabene uns davor bewahrenden Islam durch unser Unwissen über den eigenen Glauben ins negative Licht zu rücken und möge Allah und alle davor beschützen gegenüber unseren Mitmenschen ungerecht zu sein. Amin.

Für alle Details zum Ablauf der schrittweisen Wiederöffnung unserer Moschee ab dem 8. Juni verweisen wir auf diese ausführliche Mitteilung.

Diese Predigst ist übrigens eine sinngemäß zusammengefasste Übersetzung von dieser Videobotschaft unseres Imams auf YouTube:

Bei Interesse könnt ihr gerne unseren offiziellen YouTube-Kanal abonnieren und die Glocke aktivieren, um keine Videos unserer Moschee zu verpassen.